![]() |
Zitat:
Nun könnte man einfach sagen, dann hängt die Tiefenschärfe eben von der "echten" Brennweite ab. Aber auch das ist nicht korrekt, aber wenigstens nicht ganz falsch. Sie hängt von dem Verhältnis von Brennweite und Entfernung ab. Und das ergibt nun mal den Abbildungsmaßstab auf dem Film/Chip. Um ein Objekt von 1 Meter Kantenlänge formatfüllend aufzunemen braucht man bei gleicher Entfernung eine immer längere Brennweite, je größer der Chip/Film und damit der Abbildungsmaßstab ist. Oder man muß, bei gleichem Chip, je länger die Brennweite wird, um so weiter weg gehen. Also große Brennweite und große Entfernung hat die gleiche Tiefenschärfe wie kurze Brennweite und (entsprechend) kleine Entfernung bei gleicher Blende und gleich großem Chip. Behält man nun die Chipgröße bei und auch die Entfernung, dann ander sich zwar mit dder Brennweite die Tiefenschärfe. Aber man verändert ja dabei den Abbildungsmaßstab, da unser Testobjekt ja bei kürzerer Brennweite entsprechend kleiner oder längerer Brennweite entsprechend größer abgebildet wird. Man muß also immer abhängig voneinander beide Faktoren, Brennweite und Entfernung berücksichtigen. Deswegen kann man von einer direkten Abhängigkeit zwischen Brennweite und Tiefenschärfe nicht reden. Die Tiefenschärfe ist also von der Brennweite und der Entfernung abhängig. Diese beiden bzw das Verhältnis daraus ist aber der Abbildungsmaßstab auf dem Chip. Deswegen ist die Tiefenschärfe vom Abildungsmaßstab (als anderes Wort für die Größe des Motivs auf dem Sensor/Film oder als Verhältznis von Brennwite und Entfernung) abhängig. Und natürlich von der Blende, die wir hier in allen Fällen aber mal als Konstant angesehen haben. Sonst wird es noch komplizierter. Und das trifft auch für den Fernbereich zu und nicht nur im Makro. Das es noch ettliche andere Faktoren gibt, die Einfluss haben (Beugungserscheinungen an der Blende, Form der Blende, erlaubter bzw erwünschter Zerstreukreisdurchmesser, usw), ändert aber nichts an der grundsätzlichen Geschichte oben. |
Zitat:
Muß ich jetzt den "Zerstreukreisdurchmesser" erklären? Na ganz kurz. Der ZKD gibt an wie groß ein Punkt sein darf, um noch als Punkt (also scharf) und nicht als Kreis (also unscharf) wahrgenommen zu werden. |
Hallo Peter,
natürlich gibt es den Unterschied der Tiefenschärfe abh. vom Sensorformat. Ich vermute aber, es liegt eher daran, dass wir immer nur die Näherungslösung 'Abbildungsmaßstab' betrachten, die bei großen Abbildungsmaßstäben und KB-typischen Brennweiten galt. Deine Erkärung kann ich nicht nachvollziehen, entscheidend für den Tiefenschärfebereich ist doch der zulässige Zerstreuungskeis auf dem Bild, das ich mir letztendlich ansehe. Der zulässige Zerstreungskreis hängt dabei vom Betrachtungsabstand und dem räumlcihen Auflösungsvermögen meines Auges ab. Alles was mein Auge auf dem Bild nicht differenzieren kann, braucht auch nicht differenziert abgebildet zu werden, es erscheint mir ohnehin scharf. Wir klein das Bild zwischendurch mal auf Film/CCD war, ist dabei letztlich egal, das was ich vei der Aufnahme stärker verkleinere, vergrößere ich anschließend beim Abziehen. Wg. dieser Vergrößerung ist der zulässige Zerstreuungskreisdurchmeser bei kleineren Film-/Sensor-Formaten kleiner (wenn ich mich recht erinnere, so geben die einschlägigen Fachbücher einen festen Bruchteil der Bilddiagonale an). Vielleicht kannst Du nochmal in Deinen alten Studienunterlagen kramen, vielleicht hat ein anderer auch die entsprechenden Infos (links) präsent. Danke, Grüße, Jan |
Also ich hab mal in meinen Unterlagen gekramt unbd eine Formel gefunden. Demnach ist die Schärfentiefe (wie man es ja eigentlich korrekt bezeichnen müsste)
wie folgt zu berechnen: at= (2*u*k*(1-b))/b² wobei at die Schärfentiefe (dusseliges Wort, ich mag Tiefenschärfe lieber) ist, u der Zerstreukreisdurchmesser (auf dem Film/Chip!! für KB normalerweise 1/30mm bzw 1/1500 der "Normalbrennweite"), k ist die Blendenzahl und b der Abbildungsmaßstab. 2 und u sind Konstanten, (zumindest wenn man die Tiefenschärfe verschiedener Objektive an der gleichen Cam betrachtet) und k haben wir mal als konstant angesetzt. Somit ist als einzige Variable der Abbildungsmaßstab b übrig. Der Abbildungsmaßstab errechnet sich wie erwähnt aus der Entfernung (=Dingweite) a und der Brennweite f wie folgt: b=f/(a-f) Die Brennweite geht also wie ich es oben schon gesagt habe nur indirekt über den Abbildungsmaßstab ein. Die Endvergrößerung taucht hier übrigens nirgens auf. Eventuell weil man davon ausgeht, das man den "optimalen" Betrachtunsabstand beachtet und es dann ziemlich egal ist, wie groß der entgültige Papierabzug ist. |
Hallo,
Tele staucht, ww ändert die Perspektive. Gewöhnen wir uns einfach an die neue Brennweitenbereiche. Wir können zwar die Physik nicht neu erfinden - aber wir können digital fotografieren :cool: |
Habe das 50/1.7 - einfach ein musthave für Portraits.
Dazu noch das Sigma 70-300 /4-5.6 APO - nehme es sehr gern für die Familie - siehe Bsp.: http://www.d7userforum.de/phpBB2/4im...T4871-01fc.jpg |
Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 15:02 Uhr. |