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Irmi 27.11.2024 15:09

Ich fände es cool, einen Spitzbuben zu finden.:cool:
Danke fürs auslagern.

ayreon 27.11.2024 15:24

ich bin mit Luther verwandt, teile diese Ehre aber wohl mit einer Million anderer Erdenbürger.
Was ich nicht haben muss ist Verwandschaft mit Nazis, auch keine nahen gemeinsamen Vorfahren.

Ich finde es nur deprimierend dass schon meine Urgroßeltern fremde für mich sind und ich selbst zu Cousins zweiten Grades keinen Kontakt habe

Porty 27.11.2024 16:01

Zitat:

Zitat von ayreon (Beitrag 2315760)
Ich finde es nur deprimierend dass schon meine Urgroßeltern fremde für mich sind und ich selbst zu Cousins zweiten Grades keinen Kontakt habe

Aus meinen Verwandtenkreis kann ich nur sagen, es gibt der/die Eine(n) oder Andere(n) zu dem ich noch engen Kontakt hab, aber auch genug, die muss man nicht kennen. Sprich Verwandte hat man ob man will oder nicht. Freunde kann man sich aussuchen.
Was für mich in diesem Zusammenhang einen schalen Beigeschmack hat: Vor noch nicht gar zu langer Zeit musste man einen Ahnenpass haben und wehe, da war ein falscher Eintrag drin.....

Traumtraegerin 27.11.2024 20:31

Ich weiß nicht, was ich mit der Information anfangen würde, dass meine Vorfahren aus Ehen zwischen Cousins und Cousinen stammen. :crazy:

subjektiv 27.11.2024 23:01

Es gibt Gegenden, da fragen sich die Kinder in der Grundschule nicht ob, sondern wie sie miteinander verwandt sind...

Da hat mir mal jemand erzählt, ein großer Teil seiner Verwandtschaft nehme ihm immer noch übel, dass er eine Frau geheiratet habe, die nicht zur Familie gehörte...

Crimson 28.11.2024 09:21

wohin ein beschränkter Genpool führt bzw. führen kann, konnte man zumindest in meiner Jugend (ist schon etwas her :oops:) leider sehr gut sehen.

rudluc 28.11.2024 13:28

Zitat:

Zitat von Irmi (Beitrag 2315712)
Vor 2 Jahren habe ich durch Zufall den örtlichen "Bischof" der "Mormonen", die ja richtig "Kirche Jeus Christi der Heiligen der letzten Tage" heißt, kennengelernt.

Die forschen ja seit Jahrhunderten, das wusste ich auch, und sie arbeiten heute weltweit mit den Staatsarchiven der Länder zusammen, es werden handschriftliche Quellen digitalisiert und im Netzwerk Familysearch zusammengetragen.

Ich bin in einem ähnlichen Netzwerk unterwegs "MyHeritage" und habe mal ein Jahr lang den ziemlich teuren Jahresbeitrag bezahlt. Da auch viele Andere dort ihre Stammbäume hinterlegen, kommt es zwangsläufig zu Überschneidungen. Man bekommt dann eine Mail, dass es einen SmartMatch gibt, der den eigenen Stammbaum ergänzen kann oder von wo aus dann ein anderer bereits bestehender kompletter Stammbaum integriert werden kann. Es gibt dort auch Fotos, Dokumente, Zeitungsausschnitte usw., die einen Bezug herstellen.
Etwas Ähnliches ist auch die von den Mormonen betriebene Datenbank, die du verwendest und in die ich auch Daten eingetragen habe, ohne dort aber viel Neues entdeckt zu haben.

Was mich nun nach 2 Jahren Nutzung dann doch sehr stört, ist, dass mindestens 80% der Forschungsquellen aus den USA stammen. Standesämter und Kirchenbücher aus Deutschland spielen leider nur eine vergleichsweise geringe Rolle. Es ist schon enttäuschend, dass z.B. bei meiner Frau bereits jenseits der Großeltern keine weiteren Informationen kommen. Offenbar ist Xanten und der umgebende Niederrhein ein weißer Fleck bei dieser Datenbank.
Aber auch aus Bremen gibt es leider nur wenige Quellen.

Nun sind natürlich bei uns im Krieg auch viele Dokumente vernichtet worden, aber es gibt halt bei uns einige Familienzweige, die kann ich leider nicht weiter erforschen.

cbv 28.11.2024 13:50

Dann sollte WikiTree nicht unerwähnt bleiben.

Dort arbeiten viele an EINEM weltweiten Stammbaum.
Zudem besteht der Anspruch, dass nur verifizierte Informationen veröffentlicht werden, so dass man (in der Regel) davon ausgehen kann, dass die Informationen tatsächlich stimmen.

Zitat:

Zitat von rudluc (Beitrag 2315787)
Standesämter und Kirchenbücher aus Deutschland spielen leider nur eine vergleichsweise geringe Rolle.

Liegt unter anderem an der deutsche Digitalisierung....

Zum einen liegen die notwendigen Informationen schlicht nicht (mehr) vor, weil in den Kriegen zerstört, zum anderen sind die deutschen Standesämter notorisch langsam, was die Digitalisierung alter Daten angeht.

Außerdem spielt da auch der Datenschutz mit. Daten dürfen erst 110 Jahre nach der Geburt, 80 Jahre nach Eheschließung und 30 Jahre nach dem Tod veröffentlicht werden.

Irmi 29.11.2024 12:45

Ich sehe die Vorteile bei Familysearch darin, dass es kostenlos ist, die Kosten haben mich bei anderen Portalen abgeschreckt.

Es werden auch die Kirchenbücher in Deutschland digitlisiert, zwar nicht so dringlich, wie die in USA, aber es wird. Ich bekomme auch regelmäßig Infos, wenn jemand in meinem Bereich forscht, oder dass es neue Ergebnisse in meinem Bereich gibt.

Das Problem in meiner Familie ist, dass unser kleiner Ort 2x komplett abgebrannt ist, 1817 und 1845 einschließlich aller Kirchenbücher. Alles davor ist weg. Leider, Da hilft auch keine Digitalisierung. Es blieben daher nur die Zweige, die raus aus dem Dorf gingen und da es schwierig ist, die Infos aus den Kirchenbüchern zu bekommen, hatte ich mich aus Neugier vor einiger Zeit bei Familysearch angemeldet.

Ich kam relativ schnell sehr weit und die Ergebnisse waren, gemessen an den Ortsnamen und Hausnamen, alle sehr plausibel. Im Sauerland sind die Orte klein und man kennt sich untereinander sehr. Die Ergebnisse waren alle gut nachvollziehbar und teilweise auch mit Quellen belegt.

Ich bin gerade dabei, meine Quellenangaben zu ergänzen, die ich händisch habe.
Das, was es an Kirchenbüchern noch gibt, ist von unserem Ortsheimatpfleger abfotografiert worden, so dass man bei ihm nachfragen kann. Die Originale liegen wohl seit einiger Zeit in Paderborn beim Erzbistum. Vor 40 Jahren hatte ich sie mit meinem Vater durchforstet.

cbv 30.11.2024 14:02

Matricula kennst Du?

Das evangelische Pendant dazu wäre Archion.


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