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conradvassmann 05.01.2017 12:09

Für mich ein Fall von Geschäftsführerhaftung, den Milliardenschaden sollte man versuchen, seinen Bezügen gegenzurechnen.
Wer so viel Kohle hat, muss auch so viel Verantwortung tragen.

cbv 05.01.2017 12:11

@conradvassmann:
Von Pierer zahlte für einen Schmiergeldskandal, bei dem man ihm zwar keine Beteiligung nachweisen konnte, der aber in seiner Amtszeit passiert war, fünf Millionen Euro.
Winterkorn dürften deutlich höhere Beträge drohen.

MEPE 05.01.2017 12:11

Zitat:

Zitat von cbv (Beitrag 1881984)
Winterkorn war zu dieser Zeit Vorstandsvorsitzender bei VW.
Selbst wenn er von den Vorgängen -- wider Erwarten -- nichts gewusst hat, und damit unternehmerisch nicht haftbar ist, so bleibt er trotzdem verantwortlich.

Im übrigen läuft bereits eine strafrechtliche Ermittlung gegen ihn...

Eine strafrechtliche Ermittlung kommt noch keiner Verurteilung gleich.
Wenn Winterkorn laut Vertrag die Bezüge zustehen, wird VW sie leisten müssen.
Allenfalls könnte das Unternehmen im Gegenzug Schadenersatz geltend machen.
So einfach, wie es sich manche machen, ist die Welt nicht.

Eine Hexenjagd sehe ich allerdings keineswegs. Niemand hat VW gezwungen, manipulative Software einzusetzen. Selbst wenn es andere ebenso machen, wäre es keine Entschuldigung.

cbv 05.01.2017 12:25

Zitat:

Zitat von MEPE (Beitrag 1881990)
Eine strafrechtliche Ermittlung kommt noch keiner Verurteilung gleich.

Habe ich auch gar nicht behauptet.

MEPE 05.01.2017 12:38

Zitat:

Zitat von cbv (Beitrag 1882003)
Habe ich auch gar nicht behauptet.

Nö, nicht explizit, für mich klang es nur ein bisschen so, als zweifeltest Du die Rechtmäßigkeit der Zahlung der Altersbezüge an, weil gegen ihn ermittelt wird.
Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun.

cbv 05.01.2017 12:52

@MEPE:
Mangfalltaler wollte einen Hinweis darauf, ob bzw. dass Winterkorn einer der Hauptverantwortlichen des Betruges ist.
Ich habe lediglich darauf hingewiesen, dass er als Vorstandsvorsitzender dafür sehr wohl verantwortlich ist, unabhängig davon, ob er tatsächlich von der Manipulation gewusst hat, oder nicht.
Alles weitere ist, speziell Deine Interpretation meiner Aussage, ist reine Spekulation.

MEPE 05.01.2017 13:06

@cbv: Hast Recht, war wirklich spekulativ. Sorry!

guenter_w 05.01.2017 13:45

Es wird immer argumentiert, dass Vorstände eine extrem hohe Verantwortung hätten als Grund für extrem hohe Bezüge. Nun ja, Herr Winterkorn war lange Jahre im VW-Vorstand und zuständig (auch für die Rentenbezüge!). Seinen Posten hat er jetzt los - die Verantwortung bleibt. Dann darf er sie auch übernehmen. Rein rechtlich ist das sicher in Ordnung, unmoralisch ist es auf alle Fälle...

Ernst-Dieter aus Apelern 05.01.2017 14:03

Guenter, Du hast den Nagel auf den Kopf getroffen, meiner Meinung nach.
Mit steigendem Gehalt in der Größenordnung sinkt die Moral.Wahrscheinlich hätte es Winterkorn mit Moral nicht soweit gebracht.

Ellersiek 05.01.2017 15:27

Zitat:

Zitat von cbv (Beitrag 1882014)
..., dass er als Vorstandsvorsitzender dafür sehr wohl verantwortlich ist, unabhängig davon, ob er tatsächlich von der Manipulation gewusst hat, oder nicht...

Jetzt muss ich mal blöd fragen: Was bedeutet es an dieser Stelle, "verantwortlich" zu sein? Was sind denn die Konsequenzen, die sich aus dieser "Verantwortung" ergeben (insbesondere, wenn er tatsächlich nichts von den Machenschaften einiger Mitarbeiter gewusst hat)?

Gruß
Ralf


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