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bonefish 06.04.2015 16:29

Hallo,

die Diskussion ist ja interessant. benma merkt an "Wenn man mit der Blende nicht gerade in die Beugungsgrenze kommt ...! Ich habe zwar die Artikel gelesen aber wo die "Beugungsgrenzen" der Optiken liegen hat sich mir nicht erschlossen, habe ich da etwas überlesen oder nicht so richtig kapiert? Wenn man mal von den Formeln absieht wie kann ich denn die "Beugungsgrenze" meiner Linse "alltagstauglich" abschätzen?

Grüße vom bonefish

Stuessi 06.04.2015 16:31

Hallo,

zwei weitere Kameras habe ich getestet mit diesem Programm:

AF Sigma 50mm/2,8 bzw. MD 50/1,4 bei 5,6 .. 8
ISO 100 .. 800

Mittelwerte aus jeweils 4 Aufnahmen.

Dynax 7D: 676 Linienpaare / Bildhöhe --- 2,8 MB

A700: 945 Linienpaare / Bildhöhe --- 5,4 MB

NEX-5N: 1240 Linienpaare / Bildhöhe --- 9,3 MP

A6000: 1510 Linienpaare / Bildhöhe --- 14 MP

Gruß,
Stuessi

TONI_B 06.04.2015 16:34

Zitat:

Zitat von Dewus (Beitrag 1693693)
Sorry wenn ich ob der Vita nicht in Ehrfurcht erstarre ;)

Ist auch nicht notwendig, aber den Autor verunglimpfen genau so wenig.


Zitat:

Zitat von Dewus (Beitrag 1693693)
Der Artikel erhebt sehr wohl den Anspruch, die theoretische physikalische Grenze der Auflösung mit einem Sensor zu beschreiben. Und da kann man grundlegende physikalischen Grenzen der Wechselwirkung eines Photons mit einem Sensor (nicht die aktuellen technischen Grenzen der Sensorherstellung!) nicht ausblenden.

Die Grenze ist aber bei 1µm noch nicht gegeben - wie die Handy-Cam Sensoren zeigen.


Zitat:

Zitat von Dewus (Beitrag 1693693)
Und zu dem hinkenden Vergleich: So dumm ist er nicht, denk noch mal drüber nach :)

"Dumm" habe ich nicht geschrieben! Und du kannst davon ausgehen, dass ich über Dinge, die ich kommentiere, vorher nachdenke.

screwdriver 06.04.2015 18:00

Zitat:

Zitat von bonefish (Beitrag 1693707)
....aber wo die "Beugungsgrenzen" der Optiken liegen hat sich mir nicht erschlossen, habe ich da etwas überlesen oder nicht so richtig kapiert?

Eher Letzteres. ;)
Die "Beugungsgrenze" bzw. die Beeinträchtigung durch das Beugungsscheibchen ist vom Abstand von Mitte zu Mitte der Sensorpixel abhängig wenn man das Ergebnis auf Pixelebene betrachtet. Bei herunterskalierter Auflösung darf dann das Beugungsscheibchen entsprechend grösser sein.

Das Objektiv spielt insofern eine Rolle dass dessen Auflösung in ähnlicher Auswirkung wie eine Skalierung da hineinspielt.
Im Klartext: Bei einem schlechter als der Sensor auflösenden Objektiv darf das Beugungsscheibchen und somit die Blendenzahl grösser sein, bevor sich das Beugungsscheibchen als qualitätsbegrenzender Faktor bemerkbar macht.

cicollus 06.04.2015 20:03

Hallo allen Beteiligten,

ein großes Lob für den hingebungsvollen Einsatz, wovon ich leider als nicht-Physiker nur zum Teil profitiere. Aber interessant finde ich diesen Thread auf alle Fälle :)

Offensichtlich wurde dargestellt, das bei geringer ISO-Zahl und einem hochwertigen Objektiv weit mehr als 16MP gut ins Spiel zu bringen sind. Geöffnete Blende vorausgesetzt?
Was ist ein gutes Objektiv, 2000 EUR-Liga?

Ich hatte mal ein definitiv schlechtes Objektiv.
Ein Tamron 28-200 war mein erstes Objektiv und ich wunderte mich eine Weile, warum meine Bilder alle "matschig" wurden.
Irgendwann hatte ich mir ein Sony SAL 1650 zugelegt. Mit diesem bin ich sehr zufrieden. Jedenfalls bedient es die Auflösung meiner A550 mit 14,2 MP sehr gut.
Würde ich, um 24MP sinnvoll auszunutzen, nun bzgl. eines Objektives tiefer in die Tasche greifen müssen?

Viele Grüße
Jörn

bonefish 06.04.2015 20:08

Hallo screwdriver,

danke für Deine Ausführung, habs soweit kapiert. Nur wie weiss ich denn wie meine Linse im Verhältnis zum Sensor auflöst? Das ist z.B. interessant für einen Objektiv Neukauf. Kann ich das in den techn. Daten eines Objektives rauslesen, ich habe da nichts gefunden?

Grüße vom bonefish

screwdriver 06.04.2015 20:31

Zitat:

Zitat von bonefish (Beitrag 1693787)
Kann ich das in den techn. Daten eines Objektives rauslesen, ich habe da nichts gefunden?

Ich kenne da auch keine Angaben der Hersteller, die sich auf objektive und allgemein vergleichbare Qualitäts(mindest)standards beziehen.

Letztlich ist man auf spezielle Tests z.B von lenstests.de oder (teilweise subjektive) Erfahrungswerte (anderer) z.B. in der Objektivdatenbank des Forums oder dyxum.com angewiesen.

Dewus 06.04.2015 20:44

Zitat:

Zitat von TONI_B (Beitrag 1693711)
Ist auch nicht notwendig, aber den Autor verunglimpfen genau so wenig.

Habe ich das? Meiner Meinung nach habe ich auf einen Fehler in der Argumentation des Autors hingewiesen. Ist das Verunglimpfung?

Zitat:

Zitat von TONI_B (Beitrag 1693711)
Die Grenze ist aber bei 1µm noch nicht gegeben - wie die Handy-Cam Sensoren zeigen.

Kannst Du mit dem Datenblatt eines Handy-Cam Sensors belegen, dass er ein 1 µm breites Intensitätsminimum von 80% zwischen zwei Maxima von 100% auflösen kann? Dass die kleine "Delle" nicht im Rauschen verschwindet?

Der Autor hat das leider nicht getan und mit Zahlen eines Vollformat Sensors argumentiert.

Zitat:

Zitat von TONI_B (Beitrag 1693711)
"Dumm" habe ich nicht geschrieben! Und du kannst davon ausgehen, dass ich über Dinge, die ich kommentiere, vorher nachdenke.

Na dann ;)

TONI_B 06.04.2015 20:48

Zitat:

Zitat von cicollus (Beitrag 1693783)
Mit diesem bin ich sehr zufrieden. Jedenfalls bedient es die Auflösung meiner A550 mit 14,2 MP sehr gut.
Würde ich, um 24MP sinnvoll auszunutzen, nun bzgl. eines Objektives tiefer in die Tasche greifen müssen?

Mehr geht immer! Die Frage ist halt eher, ob man es braucht. Je besser ein Objektiv ist, desto mehr Reserven hat man. Wenn du jetzt mit diesem Glas zufrieden bist, ist es doch ok, oder? Es wird auch an 24MP nicht schlechter! Nur, wenn man dann genauer schaut, könnte man eher kleinere Unzulänglichkeiten entdecken, weil der Sensor mehr auflöst. Und einen Sensor ausreizen? Wozu?

screwdriver 06.04.2015 21:29

Zitat:

Zitat von cicollus (Beitrag 1693783)
Was ist ein gutes Objektiv, 2000 EUR-Liga?

Tendenziell(!) ist es tatsächlich so, dass man sagen darf: "Je teurer desto besser".

Leider kann man sich nicht grundsätzlich darauf verlassen und es gibt bei den "bezahlbaren" Objektiven welche, die - darf man Erfahrungsberichten trauen - erstaunlich gut sind.

Da ich selber aber mit "nur" 16MP an APSC fotografiere, und damit offenbar nur eine "nutzbare Auflösung" von knapp 10MP erreiche - und selbst die kaum für die Bildausgabe nutze -, bin ich mit eher mittelmässigen Objektiven zum Schnäppchenpreis ausreichend bedient.

Ich werde meine Glassammlung mal dem Siemenssterntest unterziehen...;)


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