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wwjdo? 02.02.2015 15:00

Bei Vorherberechnung der Flugbahn kann man MF sehr gut einsetzen.
Es gibt auch Leute, die beide Betriebsarten zum Teil kombinieren.

In allen anderen Fällen ist das nur mit MF doch nur Grütze und man kommt mit dem AF ggfs. genug ins Schleudern.

02.02.2015 15:32

Zitat:

Zitat von wus (Beitrag 1672213)
Die Fotos von den fliegenden Libellen sind klasse, schade dass keine EXIFs dabei stehen. Mit welcher Kamera, welchem Objektiv, Blende und Zeit hast Du sie gemacht? Wie lange bist Du angesessen bis Du sie so erwischt hast? Geblitzt sind die sicher nicht - oder doch?

-kein Blitz :evil: Tiere und kleine Kinder blitzt man nicht
-a65 oder a77
-auf jeden Fall Tamron 200-500 bei 500mm
-Blende mit Sicherheit um die f8
-Verschlusszeit so um die 1/500 Sek.

Ich müsste selbst nachschauen und die Originale auf der Platte raussuchen.
Aber die Daten dürften zu 95 - 100% passen.

Wie lange ich "angesessen" habe?
Ob ich gesessen habe weiß ich nicht mehr, vielleicht war ich in der Hocke oder auf einem Knie.
Wenn das Licht passt und die Tiere mitspielen dauert das in der Regel nicht sehr lange.
Spätestens nach einer halben Stunde verliere ich eh die Geduld und dann gibt das auch nix mehr :crazy:.

Die Strategie muss stimmen.
In einem anderen Forum schrieb ich einmal das zu dem Thema:

Beim Fotografieren der Libellen im Flug sollte man sich vorher ein wenig Zeit nehmen und die Tiere beobachten.
Jede Libelle einer Art hat sein Revier am Ufer.
Je nach Menge der Libellen und nach Gewässergröße ist dieser Uferstreifen, der "bewacht" wird, zwischen mageren 5 und ziemlich weiten 30-40m lang.
An den Enden der Reviere rasseln die Tiere dann öfter schon einmal zusammen.
Man sollte sich dann ein Tier heraussuchen, welches ein Revier mittlerer Größe hat, so um die 10-15m ist ideal.
Bei kleineren Revieren sind die Libellen in ständiger Rastlosigkeit, bei größeren kann es sehr lange dauern, bis sie mal wieder vorbeikommen.
Hat man sich sein Libellenrevier ausgesucht, begibt man sich in die gefühlte Mitte des Selbigen.
Dort haben die Tiere die meiste Ruhe, setzen sich schon mal und stehen am längsten in der Luft.

Am besten nimmt man sich etwas zum Draufsetzen mit (Schaumstoffunterlage o.ä.) und nimmt Platz.
Zuerst halten die Tiere etwas Abstand, dann werden sie neugierig und schließlich ignorieren sie einen.
In den beiden letzten Phasen hat man die besten Möglichkeiten Fotos zu machen.
Gerade in der Neugierphase stehen sie oft sogar sehr fotogen mit dem Kopf zu einem in der Luft und kommen auch recht nah ran
(meist, dass sie sogar unterhalb meiner Naheinstellgrenze sind und deshalb kein Foto möglich ist).
Ich stelle mein Tamron 200-500mm immer auf manuellen Fokus und stelle auf die Entfernung ein, wo die Libelle meist in der Luft steht.
Dann braucht man nur noch ein wenig nachregulieren, wenn die Libelle dann dort ist.
Mit Autofokus und wechselnden Entfernungen habe ich keine guten Erfahrungen gemacht, da es recht schwer ist, eine fliegende Libelle im Bereich des
zentralen Spot-AF-Sensors zu halten und dann auch mal schnell die Uferböschung im Hintergrund anfokussiert wird.
Bis der AF sich dann wieder eingeschossen hat, ist die Libelle längst weg.
Außerdem fotografiere ich ausschließlich freihand, mit Stativ hat man eigentlich fast keine Chance, den Tieren zu folgen.
Wer dann noch den Sonnenstand mit einkalkuliert hat und die nötige Geduld mitbringt, hat eigentlich recht gute Chancen,
mit ein paar guten Fotos nach Hause zu gehen.
Aber auch hier heißt es üben und, wie gesagt, viel Geduld aufbringen.
Bei dem einen klappt es schneller, bei dem anderen dauert es was länger.....und etwas Glück gehört natürlich auch mit dazu.

Dimagier_Horst 02.02.2015 15:51

Zitat:

Zitat von peter67 (Beitrag 1672239)
-kein Blitz :evil: Tiere und kleine Kinder blitzt man nicht

Ist das Dein persönlicher Standpunkt oder beziehst Du Dich auf wissenschaftliche Ergebnisse?

02.02.2015 15:52

...mein persönlicher Standpunkt :cool:

hpike 02.02.2015 15:58

Schon vor ca.30 Jahren sagte Heinz Sielmann, das Tiere keine Angst vorm Blitzen hätten, da sie das bereits von Gewittern und Wetterleuchten her kennen würden.

02.02.2015 16:01

.....deshalb möchte ich ihnen trotzdem nicht direkt in die Augen blitzen.
Mit Angst hat das nix zu tun.

steve.hatton 02.02.2015 16:27

Zitat:

Zitat von hpike (Beitrag 1672252)
Schon vor ca.30 Jahren sagte Heinz Sielmann, das Tiere keine Angst vorm Blitzen hätten, da sie das bereits von Gewittern und Wetterleuchten her kennen würden.

Deshalb sind Mensch und Tier bei Gewittern so unheimlich beruhigt unterwegs :cool::(

hpike 02.02.2015 16:43

Was die Menschen angeht geb ich dir recht. Ich bin im Sommer viel draußen unterwegs, aber das Tiere da hektisch werden hab ich noch nie gesehen. Allenfalls stellen sie sich mit dem Allerwertesten in den Wind damit sie nicht Regen und Wind direkt ins Gesicht bekommen. Ansonsten stehen sie da teilweise stundenlang so rum. Ausnahme sind Hunde und Katzen, bei denen vermute ich eine anerzogenes Verhalten durch deren Besitzer. Hirtenhunde hab ich jedenfalls noch nie panisch ihre Herde verlassen sehen. Auch nach 45 Jahren des Angelns, hab ich niemals Tiere aufgrund eines Gewitters in Panik oder Angst ausbrechen sehen. Die Tiere warten in der Regel ein Gewitter fast stoisch ab.

Saitenschuft 06.02.2015 16:55

Zitat:

Zitat von ingoKober (Beitrag 1672155)
Wenn sie auf einen zu fliegen - und nur dann ist das auch nötig- , geht das prima. Man nimmt sie ins Visier, dreht den Entfernungsring rasch vor und wartet.
Wenn die Bewegung dagegen eine weitgehend transversale ist, kann man ja sowieso klassisch fokussieren, da sich die Entfernung nicht rasch ändert.
Bin ich denn hier der einzige, der noch in der Vor AF Zeit Vögel fotografiert hat?
Langsam fühle ich mich alt.

Was das gefühlte Alter angeht: Hand, Bruder!:roll:
Ist wie mit der Musik. Ich hab mir noch die Finger blutig gespielt; dann kamen Sequenzer, Sampler und Playback (der Schlagzeuger ging im laufenden Lied Bier holen) und nun steht ganz unverholen ein DJ auf der Bühne und hält sich wichtig dicke Kopfhörer an ein Ohr. Das Publikum stört es nicht, "wieso, die Musik ist doch geil..." eben "Suppenstars"

Zurück zum Thema: Dieses Jahr auf Usedom das erste Mal ein Tamron 70-300 dabei und vom AF total enttäuscht. Bis der mal den Punkt findet :roll: Hab ich mir MF tolle Bilder hinbekommen, bei guten Lichtverhältnissen Möwen in den Wellen :top: und das mit eigentlich 0-Kenntnisse von guter Fotografie. Arbeite mich gerade erst mehr und mehr ein.
Also MF? Geht und ist meistens besser als AF :top:

BTW: hab ich auch über das Forum erfahren, das mein Tamron auf die Kamera justiert werden kann, dann wird der AF auch wieder besser ... wenn er das Motiv findet ;)

fermoll 13.04.2015 11:16

Ich fotografiere seit ca. 40 Jahren mit Novoflex Schnellschussobjektiven, zuerst mit Noflexar 400 an einer Olympus OM2, OM4. Die wurden damals auch von namhaftenTierfotografen verwendet (s. Signatur). In den 90er Jahren habe ich an den A-Mount adaptiert (Dynax 8000i). Seit ich die A77 habe, habe ich mir noch den 600 mm und 280 mm Kopf gekauft. Da mein Schnellschuss auch noch einen Balgen hat, sind auch Makros möglich: 280 mm - 1:2,5, 400 mm 1:3,3, 600 mm 1:5. Makrofotografie nach DIN 19040 von Abb.Maßstab 1:10 bis 10:1.
Was das Blitzen anbelangt, würde ich nur bei rein nachtaktiven Tieren davon abraten, da deren Augen durch ständiges Blitzen dauerhaft geschädigt werden könnten. Pölking hat viele seiner Leopardenbilder mit Blitz gemacht (Better Beamer) und dabei festgestellt, dass sich nur wenige Tiere durch den Blitz gestört fühlen.


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