stecki99 |
11.09.2013 20:10 |
Zitat:
Zitat von meshua
(Beitrag 1487722)
Kameras sind keine Toaster oder Flachbildschirme sondern elektro-mechanische Präzisionswerkzeuge. Die purzeln nicht mal eben nach 24 Stunden vom Fließband.
|
Der Unterschied zwischen einer Kamera und einem Toaster ist mir durchaus bewusst. Und dennoch kann ich nach wie vor nicht glauben, dass alle zig Hunderttausend oder Millionen A65, A77, A99, A57 etc. für den kompletten Weltmarkt in einem Schwung produziert und auf Lager gelegt wurden. Das Lager würde ich gern mal sehen. Und ausrauben! :D
Außerdem: Was spricht denn konkret gegen eine Margenfertigung? Kleinteile wie Chips, Leiterplatten, Prozessoren, Displays etc. lässt Sony in der benötigten Anzahl bei Zulieferern herstellen und dort auf Lager legen. (Oder der Zulieferer fertigt diese Mengen ebenfalls in Margen.) Das hält die eigenen Lagerkosten niedrig und ist in der gesamten Wirtschaft nichts ungewöhnliches. Wenn dann die neue Marge ansteht, dann wird Just-in-Time geliefert. Ein weiterer Vorteil: Stellt sich eine Marge aufgrund eines defekten Bauteils (des Zulieferers) als fehlerhaft heraus... so kann gezielt diese Marge zurückgerufen werden. In der Automobilbranche ist das nicht anders. Auch die teilweise wochenlangen Lieferschwierigkeiten (vor allem bei der A77) sprechen für eine Margenfertigung. An vollen Lagern kann das wohl kaum gelegen haben. ;)
Und doch! Wir sollten uns damit abfinden, dass auch unsere heiß geliebten High-End Kameras "nur" Fließbandprodukte sind.
Das Argument mit dem Luftfrachtgeschäft möchte ich auch etwas entkräften. Die Millionen von Kameras in die ganze Welt zu verteilen... das dürfte in erster Linie auf dem Seeweg geschehen. Der ist doch deutlich kostengünstiger.
Fazit: Ich bleib bei der Margenfertigung! :D
|