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usch 29.06.2012 11:08

Zitat:

Zitat von Fredda (Beitrag 1334786)
Hier ein Beispielbild mit elektronischem ersten Vorhang:

-> Bild in der Galerie

Ja, das ist der erwartete Parallaxenfehler. Wie stark der auftritt, hängt neben der Verschlußzeit halt davon ab, wie schräg die Randstrahlen verlaufen, deswegen passiert das nur bei einigen wenigen Objektiven.

Interessant finde ich, daß der Schatten oben ist. In einem anderen Forum hat letztens jemand ein Bild aus einer NEX-5N oder -7 gezeigt, da war der Schatten unten. Das würde ja bedeuten, daß der Verschluß in der NEX in entgegengesetzter Richtung abläuft. Oder das Bild stand einfach auf dem Kopf. ;)

padiej 29.06.2012 12:12

Als Altglassammler und Minolta-Fan ist mir das euch neu, mit der Abschattung. Hatte ich noch nie.

Vordererer Schlitzverschluss ein ist bei mir der elektronische.
Bei aus klackert der Verschluss wie bei der Nex3 oder 5 2mal.

Bei der Nex 5N ist es genaus so.

Bei vorderer Schlitzverschluss ein fährt nur der 2. Vorhang.

Logisch ist das für mich nicht. Es sollte umgekehrt sein, oder?

Jens N. 29.06.2012 13:20

@Peter: Ja, ich erwähnte es glaube ich in diesem oder dem anderen thread bereits: die Menüs bei Sony sind nicht immer so ganz logisch von den Begrifflichkeiten her. Aber wenn man es weiß, bzw. aufmerksam das Handbuch liest, kann man damit leben.

Zitat:

Zitat von usch (Beitrag 1334974)
Ja, das ist der erwartete Parallaxenfehler. Wie stark der auftritt, hängt neben der Verschlußzeit halt davon ab, wie schräg die Randstrahlen verlaufen, deswegen passiert das nur bei einigen wenigen Objektiven.

Na ja, wie wir nun herausgefunden haben, hat es offenbar auch oder vor allem (?) mit elektronischen Besonderheiten der Objektive zu tun, nicht -wie man erwarten sollte- mit optischen. Ein digital inkompatibles Sigma 75-200 /2,8-3,5 zeigt den Fehler, ein kompatibles Exemplar, optisch völlig identisch, nicht. Schon komisch. Ich habe auch mit verschiedensten (auch hoch geöffneten) Minoltas wie gesagt keinerlei Probleme in Verbindung mit dem EFSC, diese Besonderheit mit inkompatiblem Altglas war jetzt der erste Fall, wo ich überhaupt von einem Fehler(chen) gelesen habe, bzw. diesen nachstellen konnte.

Was diesbezüglich im Handbuch steht ... Papier ist geduldig.

usch 29.06.2012 14:24

Zitat:

Zitat von Jens N. (Beitrag 1335013)
Ein digital inkompatibles Sigma 75-200 /2,8-3,5 zeigt den Fehler

Was meinst du mit "digital inkompatibel"? Von einem als inkompatibel bezeichneten Objektiv würde ich eher erwarten, daß man damit überhaupt keine Fotos machen kann.

Insgesamt dürfte der Effekt von der Objektivkonstruktion abhängen (je senkrechter die Strahlen auftreffen, desto geringer wird die Abschattung), von der gewählten Verschlußzeit (bei längeren Belichtungszeiten fällt der Parallaxenfehler prozentual immer weniger ins Gewicht) und auch von der Blende (beim Abblenden wird der Anteil der extrem schräg einfallenden Randstrahlen geringer).

Eine ganz vage Möglichkeit sehe ich eventuell noch darin, daß die Kamera anhand der Lens-ID bei bekannten Objektiven den elektronischen ersten und den mechanischen zweiten Vorhang mit leicht unterschiedlichen Geschwindigkeiten laufen lassen könnte und so die effektive Schlitzbreite konstant hält. Aber das wäre sicher nicht trivial zu implementieren und würde bei Fremdobjektiven mit "geliehenen" Lens-IDs ebenso nach hinten losgehen wie die sonstige automatische Objektivkorrektur.

Gepard 29.06.2012 18:43

Das wird aber wohl so sein, das die Schlitzbreite konstant gehalten werden muß. Das wäre jedenfalls eine nachvollziehbare Erklärung.

Jens N. 29.06.2012 21:50

Zitat:

Zitat von usch (Beitrag 1335031)
Was meinst du mit "digital inkompatibel"? Von einem als inkompatibel bezeichneten Objektiv würde ich eher erwarten, daß man damit überhaupt keine Fotos machen kann.

Du hast doch bestimmt schonmal mitbekommen, daß manche älteren Objektive (allen voran verschiedene Sigmas, aber auch ein paar Tokinas) an neueren Kameras als der Minolta 5000, 7000 und 9000 nicht funktionieren. "Nicht funktionieren" heisst keine Blendensteuerung und kein AF, das Objektiv wird von der Kamera nicht erkannt (und um Bilder mit so einem Objektiv machen zu können, muß man idR. erst irgendeine Sperre in der Kamera umgehen - mal kann man es im Menü umstellen, mal geht es nur im M Modus, mal gibt es "geheime" Tastenkombis dafür). Das gilt für (fast, es gibt m.W.n. genau eine Ausnahme, aber das nur am Rande) alle Minoltas mit (im entsprechenden Verkaufsgebiet) "Dynax" in der Bezeichnung und es gilt auch für alle digitalen Kameras von KoMi oder Sony. Kurioserweise ist diese Inkompatibilität bei der A65 und 77 wieder aufgehoben, d.h. solche Objektive, die sonst nur an der Minolta 5000, 7000 und 9000 uneingeschränkt verwendbar waren, funktionieren an diesen beiden Kameras nun wieder (AF und Blendensteuerung, alles wie gewohnt), ABER es gibt in diesem sehr speziellen Fall dann eben diese kleine Einschränkung mit dem EFSC und Verschlusszeiten kürzer als 1/1000.

Ich habe zwei gleiche Sigma 28-70, also gleiche Versionen, an sich identische Objektive. Beide Exemplare unterscheiden sich nur darin, daß eins zu neueren Kameras nicht kompatibel ist und das andere schon. Letzteres zeigt mit dem EFSC keinerlei Fehler, ersteres schon.

Zitat:

Insgesamt dürfte der Effekt von der Objektivkonstruktion abhängen
Soweit die Theorie, zur Praxis siehe vorgenannte Erfahrung. Zwei identische Objektive, die sich nur durch ihr ROM unterscheiden, zeigen ein bezüglich des EFSC unterschiedliches Verhalten. Wäre dies von der Objektivkonstruktion abhängig, könnte das so nicht sein.

Zitat:

von der gewählten Verschlußzeit
Ja, ab 1/1000 geht's los wie gesagt.

Zitat:

und auch von der Blende
Nein, konnte ich bisher nicht verifizieren, der Effekt ist unabhängig von der eingestellten Blende.

Fredda 30.06.2012 16:12

Zitat:

Zitat von Jens N. (Beitrag 1335150)
<snip>

Ich habe zwei gleiche Sigma 28-70, also gleiche Versionen, an sich identische Objektive. Beide Exemplare unterscheiden sich nur darin, daß eins zu neueren Kameras nicht kompatibel ist und das andere schon. Letzteres zeigt mit dem EFSC keinerlei Fehler, ersteres schon.

Soweit die Theorie, zur Praxis siehe vorgenannte Erfahrung. Zwei identische Objektive, die sich nur durch ihr ROM unterscheiden, zeigen ein bezüglich des EFSC unterschiedliches Verhalten. Wäre dies von der Objektivkonstruktion abhängig, könnte das so nicht sein.

Hallo Jens,

das ist wirklich interessant. Man sollte eigentlich meinen, dass das Problem nicht von der Chipversion im Objektiv abhängen sollte, sondern durch die optische Konstruktion bedingt ist... Ich glaube auch kaum dass die Kamera bei elektronischem ersten Vorhang irgendwas besonderes für Sigma-Objektive sehr alter Bauart macht, würde mich schon sehr wundern. Aber man weiß nie.

Zitat:

Zitat von Jens N. (Beitrag 1335150)
<snip>
Nein, konnte ich bisher nicht verifizieren, der Effekt ist unabhängig von der eingestellten Blende.

Sehe ich genau so. Vor allem passiert es schon bei Offenblende, sodass gar kein Abblenden der Kamera passiert. Würde auch nicht waagerechte Balken im Bild erklären.

Ich muss mal nochmal ein besseres Motiv suchen, um herauszufinden, ob der Effekt schon bei längeren Belichtungszeiten auftritt (es muss ja nicht so extrem sein, aber ich würde erwarten dass das Bild oben dunkler ist als unten).

Interessant ist auch noch: Wenn ich zwei Bilder hintereinander schieße, ist es immer oben dunkel. Bisher dachte ich, dass der Verschluss einmal nach unten durchschießt und dann wieder nach oben. So kann man sich täuschen.

Grüße

Marco

Blitz Blank 30.06.2012 16:25

Zitat:

Zitat von Jens N. (Beitrag 1335150)
Zwei identische Objektive, die sich nur durch ihr ROM unterscheiden, zeigen ein bezüglich des EFSC unterschiedliches Verhalten.

Inzwischen kann ich ergänzen, daß EFSC bei meinem "kompatiblen" 75-200/2.8-3.5 auch bei kürzeren Belichtungszeiten bis hin zu 1/8000s ohne den gezeigten Abdunklungseffekt nutzbar bleibt.

Frank

MichaelN 30.06.2012 16:26

Hier http://www.dslr-forum.de/showthread.php?t=1101764 habe ich von einem Problem mit dem elektronischen Vorhang beim Tamron 70-300 gelesen - aber nur bei genau 135mm. Auch nicht unbedingt logisch.

mrieglhofer 30.06.2012 16:29

Zitat:

Das Problem ist kaum praxisrelevant oder dramatisch
Na ja, du willst bei der Hochzeit im Freien nach der Kirche mal etwas besser freistellen, 2,8 oder 4, dann ist halt das Bild irreparabel. Bin mir nicht sicher, ob man das am Display gleich so merkt.
Würde daher das Ding generell ausschalten, wenn ich ein inkompatibles Objektiv auf einem Event einsetzen und dieses Funktion nicht definitiv brauchen würde. Aber ich habe eine solche ja nicht.


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