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@Jens
ich glaube dir ja, dass du bei deinem eigenen Test keine Unterschiede feststellen konntest, aber glaub mir bei gleicher Blende F2 ist das Minolta AF 35 F2 definitiv schärfer. Vielleicht hattest du ja ein schlechtes Exemplar, Stichwort Unendlichkeitseinstellung? Ich habe es selber getestet. Hatte vorher ein Minolta AF 35 F1,4 G und habe es dann durch das Minolta AF 35 F2 ersetzt. Meine Erfahrungen decken sich mit den Ergebnissen von Stevemark: http://artaphot.ch/lens-comparisons/...-test-at-f35mm |
Ich hatte schon mehrere 35 /2 (drei wenn ich mich nicht irre), keins von denen hatte das mir aus dem Forum bekannte Problem mit der Unendlichkeitsstellung. Das wäre mir aufgefallen. Und ich habe die Objektive natürlich auch nicht nur bei unendlich verglichen. Sicherlich ist beim 35 /1,4 ein Unterschied zwischen Offenblende und f2, aber bei gleichen Blenden habe ich praktisch keinen zwischen dem 35 /2 und 1,4 finden können. In gewisser Weise spricht das natürlich für die lichtschwächere Variante: sie ist offen schon so gut wie das deutlich teurere 35 /1,4 abgeblendet. Das ist sicherlich bemerkenswert. Nur daß das 35 /1,4 schwächer sein soll, wie man allenthalben liest, kann ich halt nicht bestätigen.
Die Bilder von dem Vergleich habe ich evtl. noch, da muß ich mal gucken. Momentan habe ich nur leider keinen Zugriff auf mein Archiv. |
Nicht nur bei Stevemark, auch bei Munger.
Kommentar: In fact, if you go here(der Link), you can see the 35mm F/2 performs better all the way around in sharpness, although you do miss an extra stop of light. http://kurtmunger.com/misclenscompsid100.html Aber Schärfe ist nicht alles. |
Wenn Kurt Munger, Stevemark und meine Wenigkeit zu den gleichen Ergebnis kommt, dann wird es wohl auch stimmen ;)
Ich werde versuchen mir noch einmal ein Minolta/Sony AF 35 F1,4 zu besorgen und werde dann Vergleichsbilder erstellen, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass ich wieder die gleichen Resultate erhalte. Ja klar Schärfe ist nicht alles, aber bei einer 35mm Festbrennweite ist die Schärfe für mich persönlich am wichtigsten. |
Wobei der Helligkeitsabfall das 2/35 bei offener Blende für mich es da nicht verwendbar macht. Darüber wird es dann wirklich gut, deutlich besser als die Zooms. Aber die Vignettierung ist leider der Preis für das vordigitale Design.
Beim Vergleich muß man natürlich auch vorsichtig sein. In den Ecken ist das 2/35 offen schlechter als das 1,4/35. Gleich ist der Center, Besser ist der Mid Bereich, also so etwas vor dem Rand. Damit ist natürlich die Frage, was einem wichtiger ist. Center und Mid ist halt der größte Teil des Bildes und die extremen Ecken muss man halt vergessen. Das war bei allen Testethoden gemeinsam. Also von dem kann man das 1,4/35 schon nehmen. Nur angesichts des Preises und der schlechten Leistung unterhalb von 2,8, ist es halt teuer. Andererseits gibt es halt ein ganz eigenes Bild. |
Was ich vergaß zu erwähnen: meine Vergleiche waren nur an APS-C und an 12, evtl. sogar nur 6 MP (ich bin mir nicht mehr sicher, wie lange ich das 35 /1,4 schon habe und an meine Bilder komme ich momentan wie gesagt leider nicht ran).
Beides kann natürlich eine Rolle für die abweichenden Urteile spielen. Als ich die A77 neu hatte und diverse Objektive getestet und verglichen habe, gehörte natürlich auch das 35er dazu und ich war und bin mit dessen Leistung bestens zufrieden. Der Vergleich bei Kurt Munger zeigt ja eigentlich ein ziemlich gemischtes Bild und so habe ich meine Vergleiche auch in Erinnerung: die ersten crops (Bildmitte) zeigen z.B. die gleiche Schärfe/Auflösung der Kontrahenten würde ich sagen, aber unterschiedliche Kontrastleistungen (beim 35 /2 besser, evtl. liegt das aber auch einfach nur an der Belichtung). Die corner crops zeigen dann eine bessere performance des 35 /1,4 und bei den "mid level" crops ist das 35 /2 wieder vorne. CA beim 35 /1,4 dann etwas höher. So habe ich auch meinen Vergleich in Erinnerung: hier war mal das eine besser, dort das andere. Aber man kann schwerlich sagen "das Objektiv ist besser, das ist schlechter". Und dazu kommt noch: hier (und auch bei Steve) wurde das Sony 35 /1,4 mit dem Minolta 35 /2 verglichen, ich habe aber das Minolta 35 /1,4. Nun sind das im Grunde schon die gleichen Objektive, aber es ist auch bekannt, daß Sony bei anderen vermeintlichen Neuauflagen die Glassorten geändert hat. Welchen Effekt das hat, habe ich schonmal selbst beim Minolta 50 /1,4 vs. Sony 50 /1,4 erlebt: leicht unterschiedliche Schärfe, leicht unterschiedliche CA, leicht unterschiedliches Fokusverhalten, das waren also insgesamt leicht unterschiedliche Objektive, obwohl vermeintlich "baugleich". Das könnte hier vielleicht auch so sein. Das Sony 35 /1,4 hat ja bei Photozone recht durchwachsen abgeschnitten (und seitdem liest man auch die Kritik, vorher gab es das praktisch nicht). Dazu schrieb ich allerdings damals schon, daß mit dem Test, bzw. dem getesteten Exemplar etwas nicht stimmen kann. Oder daß sich das Sony und das Minolta 35 /1,4 eben doch mehr unterscheiden als man meint - das ist aber nur Spekulation, das Sony 35 /1,4 kenne ich leider nicht aus eigener Erfahrung und ich würde auch ganz klar keine 1000 € dafür hinblättern oder das uneingeschränkt jemandem empfehlen. Beim Minolta für die Hälfte oder so sieht das anders aus. Und ein Minolta 35 /2 hat ja nun auch seinen Preis. Bei Stevemark kann ich diverse Vergleiche oder Ergebnisse finden, die ich so nicht nachvollziehen kann, bzw. wo ich selbst zu anderen Ergebnissen gekommen bin. Wer nun "richtig getestet" hat kann ich nicht sagen, aber solche Abweichungen sind nicht so ungewöhnlich. Was mir bei Steves 35er Vergleich auffällt: Bei f2 ist das 1,4er in den Ecken besser (mehr CA, aber dafür nicht so verzerrt = bessere Auflösung), im "midfield" klar schlechter, in der Mitte praktisch gleich aber mit mehr CA. Deckt sich soweit mit Kurt Munger (obwohl APS-C vs. KB). Dann bei f2,8 ist das 1,4er in der Mitte minimal kontrastreicher und hat sogar minimal weniger CA als das 2er. Und das "midfield" des 2ers ist um ein EV abgeblendet plötzlich schlechter als bei Offenblende! Komisch. Also da muß irgendwas schief gegangen sein behaupte ich mal. Sowas kann zwar passieren, ruft bei mir dann allerdings Zweifel an dem ganzen Test hervor. Was ich damit eigentlich sagen will: ein Bild reicht nicht, um Aussagen über die absolute oder relative Leistung eines oder mehrere Objektive zu treffen. Nicht mal ein solcher Test (oder auch ein paar) mit mehreren Bildern reichen, weil hier auf sehr hohem Niveau verglichen wird und kleinste Abweichungen, die es immer mal geben kann, als Absolutum, bzw. als Argumentationsgrundlage genommen werden. Und damit sollte man sehr vorsichtig sein. Wer selbst mal solche Vergleiche gemacht hat, kennt das sicherlich. Ich will nicht sagen, ich hab's bei meinen Vergleichen besser gemacht (ich habe bei meinen Vergleichen mit den gleichen Problemen zu kämpfen), aber ich habe beide Objektive auch im Alltag benutzt, um die Entscheidung zu fällen. Und ich hätte sie sicherlich nicht so gefällt, wenn das 35 /1,4 unter f2,8 "schlecht" oder schlechter als da 35 /2 wäre, wie man hier immer wieder von den gleichen Leuten zu lesen bekommt. Wenn sich dabei dann auf solche Tests berufen wird, die a) bei genauem Hinsehen eigentlich gar kein ganz so eindeutiges Ergebnis liefern wie man anhand der Aussagen meinen könnte und die b) auch noch in sich teils inkonsistent wirken, dann ist es denke ich auch angebracht die Urteile an sich mal in Frage zu stellen. |
klar kann man diskutieren.
Nur einige Fakten ziehen sich durch alle Tests. Im Center etwa gleich, in den Ecken 2/35 schlechter und Mid besser. Auf Crop müßte damit das 2/35 generellbei gleicher Blende besser sein. Ich habe keinen Test so interpretiert, dass einmal das und ein andermal das andere besser war. Bis auf einzelne Ungereimtheiten ist der Trend schon gleich. Allerdings sind Exemplarstreuung ein Thema, der Unterschied Sony/Minolta spielt genauso eine Rolle. Sony tendiert z.B. beim 50er dazu, in der Mitte auf höhere Auflösung auf Kosten der Ecken zu gehen. Das könnte beim 1,4/35 natürlich genau den Effekt hervorrufen. Andererseits sind beide auf hohem Niveau, und wer die 1,4 braucht (ob scharf im Eck oder unscharf) hat eh keine Wahl. Und wenn 2 ausreichend ist (wobei 2 ist an VF schon grenzwertig), wird man sich sinnvollerweise wohl eher für das doch deutlich günstigere 2/35 entscheiden. |
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Und dann schau dir nochmal deine paar mickrigen Ausschnitte an und erzähl mir was über die Leistung von Objektiven - meiner Objektive, die ich nicht nur ausführlich verglichen, sondern auch in der Praxis verwendet habe. Tests sind schön und gut, aber jeder der sowas mal gemacht hat, kennt a) die Unterschiede zwischen der Praxis und solchen Tests und b) die Ausreißer, die immer mal wieder vorkommen - ganz oft testet man z.B. nicht wirklich die Objektive, sondern nur den AF oder den Testaufbau. Sowas wirklich sauber zu machen ist extrem schwierig. Deswegen meine Warnung, solche Tests zu absolut zu lesen. Zitat:
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Und welche Wahl "sinnvoller" ist, ist halt die Frage. Für mich war die Wahl des 35 /1,4 sinnvoll(er), obwohl ich nichtmal soo scharf auf f1,4 bei 35mm war (das war zwar auch ein Faktor, aber nur einer von mehreren). Ein Faktor war z.B. auch, daß sich das 35 /2 viel einfacher verkaufen lässt: da sind ja alle scharf drauf und zahlen irre Preise. Meine 35 /2 hatte ich alle nach 'ner Stunde oder so weg. Mein 35 /1,4 ist nicht mehr das Schönste und das hat dann die Entscheidung "welches behalten, welches verkaufen" mit beeinflusst. Wesentlich entscheidender waren aber die fotografischen Tests vorher und die sind in meinem Fall halt so ausgefallen wie beschrieben und da können Kurt Munger oder Stevemark sich meinetwegen auf den Kopf stellen. |
Ich besitze als reiner Minolta-AF-Vitrinen-Sammler folgende Versionen des Minolta AF 35mm-Objektives:
* Minolta AF 35mm/1.4 ( 1. Version ) * Minolta AF 35mm/1.4 ( 2. Version ) * Minolta AF 35mm/2.0 ( 1. Version ) * Minolta AF 35mm/2.0 ( 2. Version ) und habe erst unlängst „akribische“ Tests innerhalb der 1. Version ausgeführt, also Minolta AF 35mm/1.4 ( 1. Version ) vs Minolta AF 35mm/2.0 ( 1. Version ) Der Testaufbau war wie folgt: * völlig symetrisch gebaute Kirche bestehend aus symetrischen Ziegeln * Kirche planparallel zu DSLR-A900-Sensor in X-Ebene und Y-Ebene * Entfernung DSLR-A900 zu Kirche so groß, das jeder Ziegel bei 24MPixel nur noch 20*10 Pixel groß ist * Stativ, SVA * MF, RAW, ISO 200 * COP 6.3.3 RAW -> JPG * pro Objektiv je 10 Blendenreihen 2,0 bis 8,0, davon dann jeweils das Bild mit der größten Byte-Anzahl ausgesucht Ein „Gleichstand“ der beiden Objektive ( in etwa selbe Schärfeleitung über den gesamten FF-Bildbereich ) trat ab folgender Situation auf: Minolta AF 35mm/2.0 ( 1. Version ) bei Blende 2.0 Minolta AF 35mm/1.4 ( 1. Version ) bei Blende 4.0 d.h. bei dieser Konstellation war die absolute Anzahl der „scharfen“ Ziegel ( die Ziegeln sind in 1:1-Ansicht „klar“ voneinander zu trennen ) bei beiden Objektiven in etwa die selbe, die Verteilung der scharfen Ziegeln ( also die Schärfe-Verteilung an sich ) war bei beiden Objektive jedoch vollkommen unterschiedlich. Andreas |
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