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mrieglhofer 12.10.2011 13:42

Zitat:

Ich denke auch, daß da objektivtechnisch noch einiges geht, wenn man sich von den überlieferten Designvorgaben aus der analogen Ära löst.
Ganz im Gegenteil, die analoge Ära hatte z.B. Weitwinkel, bei denen man den Spiegel manuell hochklappen mußte und die damit keine Retrofokusbauweise hatten. Mit Film ging das sehr gut. Nur wollte das irgendwann niemand mehr (minolta 21mm), zuerst den Spiegel arretieren und dann mit einem optischen Sucher den Ausschnitt bestimmen.

Das Problem ist, dass der Sensor halt gerade ist und die vorgeschaltenen Linsen nicht beweglich sind. Für ein Objektv liesse sich das ja eh abstimmen, aber für alle nicht. Lässt man die Linsen weg, wirds halt sehr dunkel, aber da könnte es hingehen.

Das Herausrechnen von Vignettierung und Verzerrung führt zu erhöhtem Rauschen in diesem Bereich und verringerter Auslösung. Das jetzt in der Kamera als wünschenswerten Weg hinzustellen, sehe ich skeptisch. Die Kamera hat begrenzte Rechenleistung und wird später nicht mehr leistungsfähiger. Am PC kommen regelmäßig bessere Algorithmen raus und die Dinger werden laufend leistungsfähiger.

usch 12.10.2011 14:29

Zitat:

Zitat von mrieglhofer (Beitrag 1235163)
Das Problem ist, dass der Sensor halt gerade ist und die vorgeschaltenen Linsen nicht beweglich sind. Für ein Objektv liesse sich das ja eh abstimmen, aber für alle nicht. Lässt man die Linsen weg, wirds halt sehr dunkel, aber da könnte es hingehen.

Oder man läßt ein bißchen Überkorrektur zu – dann hätte man keinen gleichmäßigen Helligkeitsabfall nach außen mehr, sondern je nach Objektiv eventuell konzentrische Zonen mit unterschiedlichem Gradienten. Wenn man die Megapixel nicht in so absurde Höhen schrauben würde, wäre das Problem auch geringer, weil das Verhältnis von Durchmesser und Tiefe der Fotodioden günstiger wird. Exmor R mit den Leiterbahnen auf der Rückseite würde auch nicht nur die lichtempfindliche Fläche vergrößern, sondern könnte zusätzlich noch die Höhe der Wände verringern und damit die Ausbeute bei schräg einfallenden Strahlen verbessern.

Zitat:

Zitat von mrieglhofer (Beitrag 1235163)
Das Herausrechnen von Vignettierung und Verzerrung führt zu erhöhtem Rauschen in diesem Bereich und verringerter Auslösung. Das jetzt in der Kamera als wünschenswerten Weg hinzustellen, sehe ich skeptisch. Die Kamera hat begrenzte Rechenleistung und wird später nicht mehr leistungsfähiger. Am PC kommen regelmäßig bessere Algorithmen raus und die Dinger werden laufend leistungsfähiger.

Verzeichnungskorrektur sollte das Rauschen eher verringern, weil da über mehrere Pixel interpoliert wird, aber dafür die Auflösung geringfügig beeinträchtigen. Da läge zumindest ein Vorteil der 24 MP – man kann relativ großzügig interpolieren und auch mit Funktionen höherer Ordnung, ohne gleich Pixelmatsch zu erzeugen. Und "wünschenswert" ist relativ. Wenn man sich kleine Objektive wünscht, wäre das immerhin ein Ansatz. Der Perfektionist wird eh mit RAW arbeiten.

mrieglhofer 12.10.2011 17:27

Zitat:

Verzeichnungskorrektur sollte das Rauschen eher verringern
Sorry, war beim Schreiben zu schnell und habe beide Sachen in einem Satz.

Rauschen bezog sich auf die Vignettenkorrektur und Auflösung auf die Verzerrung.
Bei dem Fotoscala Test wurde z.B. festgestellt, dass die Ränder beim 16-60 ordentlich rauschen, wenn korrigiert. Damit muß man das entrauschen mit einer runden Verlaufs-Maske machen. Auch nicht unbedingt ein Vorteil.

Das mit der Entzerrung habe ich eh schon mal geschrieben. Die S90 war eine der ersten mit relativ rundem Bild ;-) Und dort sieht man den Aufllösungsverlust. Da ist der Algortihmus ein wenig primitiv geraten. Da ist PTLens deutlich besser.


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