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turboengine 06.10.2022 10:08

Zitat:

Zitat von GerdS (Beitrag 2253604)
Du meinst vermutlich 90ct/kWh, oder?
Ansonsten wäre es unschlagbar günstig:top:

Viele Grüße
Gerd

àh ja. Sorry. Wären 900 EUR / MWh. Ich verwende kWh so selten.

Und noch für die Spezialisten unter Euch: So möchte die EU Kommission kurzfristig die Preise rasieren:

https://www.consilium.europa.eu/medi...12999-en22.pdf

Nach meiner Einschätzung führt das dazu, dass ein Flickenteppich von nationalen Regularien herauskommt und Ineffizienzen herauskommen.

Zitat:

It is on the discretion of the national regulator to accept hedges done by a central book in an entity domiciled in another member state.
The result is very clear – you require in each country a trading entity which is fully funded to maintain hedges.
No portfolio-effect, no centralized cash management.
So kommt dann meine Stellungnahme dazu daher. Der Effekt ist, dass die Preise kosmetisch sinken, die Unternehmen aber dennoch höhere Kosten haben. Das sieht man dann zwar nicht in den Grosshandelspreisen aber auf den Rechnungen der Kunden.

XG1 06.10.2022 12:04

Zitat:

Zitat von turboengine (Beitrag 2253601)
Russland hat nun Nordstream 1 sabotiert und bietet an, Nordstream 2 zu öffnen.

NS2 ist ja wie NS1 jetzt auch offen... :?

steve.hatton 06.10.2022 12:23

Wie hoch ist denn das Steueraufkommen der 54% (Steuern und Abgaben auf Energie) in Summe in D ?

Dort sind doch durch die Kriegs-bedingten Preissteigerungen ebenfalls Übergewinne entstanden - wie schaut`s aus Herr Lindner ? Ach, geht ja nicht, Lindner ist ja gegen die "Übergewinnsondersteuer"

Das wäre doch eine Rechenaufgabe für die Strategen: Wenn die Industrie um 20% nachgibt, der Mittelstand dann wohl auch, reduzieren sich die Steuereinnahmen um wieviel.

Sprich das Ged ist eh weg; entweder geringere Steuereinnahmen höhere Arbeitsosenzahlen, Transferleistungen und und und - oder die Einnahmen (Steuern und Abgaben auf Gas & Strom) verringern und damit sozusagen die Endpreis reduzieren und stabilisieren -ohne die o.g. Nebeneffekte.

twolf 06.10.2022 13:17

Zitat:

Zitat von steve.hatton (Beitrag 2253639)
Wie hoch ist denn das Steueraufkommen der 54% (Steuern und Abgaben auf Energie) in Summe in D ?

Dort sind doch durch die Kriegs-bedingten Preissteigerungen ebenfalls Übergewinne entstanden - wie schaut`s aus Herr Lindner ? Ach, geht ja nicht, Lindner ist ja gegen die "Übergewinnsondersteuer"

Das wäre doch eine Rechenaufgabe für die Strategen: Wenn die Industrie um 20% nachgibt, der Mittelstand dann wohl auch, reduzieren sich die Steuereinnahmen um wieviel.

Sprich das Ged ist eh weg; entweder geringere Steuereinnahmen höhere Arbeitsosenzahlen, Transferleistungen und und und - oder die Einnahmen (Steuern und Abgaben auf Gas & Strom) verringern und damit sozusagen die Endpreis reduzieren und stabilisieren -ohne die o.g. Nebeneffekte.

Gas und Strom Deckel?

turboengine 06.10.2022 16:15

Zitat:

Zitat von steve.hatton (Beitrag 2253639)
Übergewinne

Wie legst Du das fest? 20% mehr als letztes Jahr? Und wer soll dann noch in neue Kraftwerke oder Windkraftanlagen investieren? Wenn nur Risiken übrigbleiben und die Gewinne abrasiert werden, haben wir dieselbe Situation wie bei den Mobilfunknetze in Deutschland.

https://www.spiegel.de/wirtschaft/fu...-a-369995.html

Das wirkt noch bis heute nach. Kann jeder „erfahren“ der Aus der Schweiz kommend durch den Schwarzwald mit der Bahn fährt. In der Schweiz hat es bis in den letzten Winkel gutes Netz. Ab der Grenze ist damit Schluss.

Die kalte Progression bei der Einkommensteuer ist auch ein „Übergewinn“. Die überproportionale Zunahme der Rundfunkgebühren auch. Und die Grundsteuer demnächst auch. Und die Mehrwertsteuereinnahmen skalieren mit der Inflation.

Den grössten Schluck aus der Pulle nimmt der Staat. Wenn man da verschlankt wäre schon viel geholfen.

amateur 06.10.2022 17:04

Zitat:

Zitat von turboengine (Beitrag 2253665)
Wie legst Du das fest? 20% mehr als letztes Jahr? Und wer soll dann noch in neue Kraftwerke oder Windkraftanlagen investieren? Wenn nur Risiken übrigbleiben und die Gewinne abrasiert werden, haben wir dieselbe Situation wie bei den Mobilfunknetze in Deutschland.

Bestimmte Investitionen könnten ja wieder gutgeschrieben werden (schneller als normale Abschreibung).

Stephan

jrunge 06.10.2022 21:01

Zitat:

Zitat von turboengine (Beitrag 2253665)
... Die überproportionale Zunahme der Rundfunkgebühren auch. ...

Wie hoch ist denn die angeblich überproportionale Zunahme in den letzten 20 Jahren für den "Staatsrundfunk"?
2001 waren es 193,80 €/a und 2022 sind es 220,32 €/a. Wie hoch war eigentlich die Inflation im selben Zeitraum? :shock:

turboengine 07.10.2022 11:45

Wir sind überall am Aussteigen, ohne einzusteigen
 
https://www.spiegel.de/wirtschaft/un...d-2c191f876f3f

Der Leopoldina-Präsident warnt vor Ende der chemischen Industrie in Deutschland. Und er sagt: »Wenn die EEG-Umlage wegfällt und man das mit marktwirtschaftlichen Werkzeugen angeht, kann sehr schnell sehr viel passieren.«

Das habe ich auch schon mehrfach angebracht - weniger Staat ist hier mehr. Der Staat hat bei der Energieversorgung schon soviel Mist gebaut und die Unfähigkeit staatlicher Planung bewiesen, dass er sich ab sofort raushalten sollte. Die Ministerien sollten sich vorwiegend damit beschäftigen unsinnige Gesetze abzuschaffen anstatt ständig neue zu erfinden die aber nur verschlimmbessern.

amateur 07.10.2022 13:11

Zitat:

Zitat von turboengine (Beitrag 2253772)
Der Leopoldina-Präsident warnt vor Ende der chemischen Industrie in Deutschland. Und er sagt: »Wenn die EEG-Umlage wegfällt und man das mit marktwirtschaftlichen Werkzeugen angeht, kann sehr schnell sehr viel passieren.«

Was soll denn genau schnell passieren?

Stephan

turboengine 07.10.2022 13:18

Zunächst mal müssen schnell die Strompreise sinken - mit vorhandenen Mitteln.

https://www.welt.de/wirtschaft/plus2...en-Effekt.html


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