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BeHo 03.10.2022 00:46

Du kommunizierst hier unter anderem mit Atlinblau, berlac, und natürlich auch mit mir. Deine Probleme mit 5G-Gegnern sollten die Kommunikation hier nicht beeinflussen. Da wird dann schnell mal jeder, der etwas kritisiert, in einen Topf mit Esoterikern und Co. geworfen. Das nervt einfach.

turboengine 03.10.2022 08:23

Zitat:

Zitat von Porty (Beitrag 2253204)
Du weißt doch Strahlung ist Böse! Egal ob Radioaktivität, UV, Infrarot, Handystrahlung oder gar Teraherzwellen, Magnetfelder oder Erdstrahlen.

In der Schweiz haben wir nun den Fall das durch politischen Aktivismus verschärfte Regeln zum Strahlenschutz Museen und Vereine treffen.

Radioaktive Triebwerke von historischen Mirage-Kampfjets sorgen für Probleme: Die Kosten für die Entsorgung von thoriumhaltigen Flugzeugteilen bringen Museen und Vereine in Existenznot. Thorium wurde vom Hersteller SNECMA verwendet, um das für den Kompressor und das Zentralgehäuse verwendete Magnesium zu legieren und es so temperaturfester zu machen.

Die Sektion Forschungsanlagen und Nuklearmedizin des Bundesamt für Gesundheit legt nun die Entsorgungsgebühren für eine komplette Mirage nun auf 350 000 Franken (früher 75 000) fest. Als Grund für die massive Erhöhung der Gebühren nennt das Bundesamt in seinem Schreiben «die revidierte Verordnung über die Gebühren im Strahlenschutz». Die Gebühren waren erhöht worden um die Entsorgungskosten für Kernkraftwerke aus politischen Gründen in die Höhe zu treiben um die Entsorgungsfonds erhöhen zu müssen. Das führte unter anderem zur Abschaltung des KKW Mühleberg.

Die Strahlung, die von den Triebwerken ausgeht ist lächerlich gering. Wenn ich mich eine Woche in den Alpen aufhalte, bin ich einer stärkeren Strahlung ausgesetzt, als wenn ich eine Woche unter dem Mirage-Triebwerk liege.

Aber Strahlung ist böse. Daher ist die Strahlenschutzverordnung viel zu streng und führt nun dazu, dass Museen und einige Vereine ihre Exponate ins Ausland geben werden, um nicht bankrott zu gehen. Es muss nämlich ein Entsorgungsfonds in der Höhe der geschätzten Kosten aufgebaut werden.

Aktivisten in Behörden sind ein echtes Problem.

berlac 03.10.2022 09:41

Zitat:

Zitat von frame (Beitrag 2253202)
Ich war bis vor kurzem auch Atomkraftgegner. Bis ich mich näher mit dem Thema auseinandergesetzt habe. Mir angeschaut was in Tschernobyl und Fukushima wirklich passiert ist, welche Fehler gemacht wurde und ob das bei uns auch passieren kann.

Ach und Du bist zu dem Ergebnis gekommen, dass bei uns keine Fehler passieren können, die zu ähnlichen Ereignissen führen? Die Deutschen sind also irgendwie perfekter? Und dann vorher behaupten, dass die Deutschen alles besser wüssten. Genau mein Humor.

Aber Spaß beiseite. Wo Menschen Arbeiten gibt es Fehler. Man kann alles menschenmögliche tun um Fehler zu minimieren. Aber wie man sieht passieren sie trotzdem. Und bei Atomkraftwerken führen die dann halt zu richtig heftigen Problemen und das über einen langen Zeitraum.

Zitat:

Zitat von frame (Beitrag 2253202)
Das Atommüllproblem ist sicher da, aber da man sich ja nun einig zu sein scheint dass
die Klimakatastrophe kommt und weite Teile des Planeten unbewohnbar werden - ist das wirklich so wichtig? Ein paar quadratkilometer Problem wegen Müll gegen Unmengen an Co2 die den Planeten zerstören?

Die Behauptung, dass CO2 Reduktion nur mit Einsatz von Atomkraft geht, bezweifle ich doch dann stark. Und da bin ich jetzt auch nicht ganz alleine damit.

Zitat:

Zitat von frame (Beitrag 2253202)
Niemand hat die Wahrheit gepachtet? Deutsche sind offen für Diskussionen und Argumente? Z.B. für Reaktoren die den Atommüll als Treibstoff nutzen können? Also hier im Forum wohl wenige.

Dinge wie Thorium-Reaktoren existieren bestenfalls als Experimentalreaktoren. Ich jedenfalls habe nichts dagegen wenn man auch bei Atomreaktoren weiter forscht. Aber die Lösung aller Probleme der Atomtechnik sehe ich da noch nicht.

Zitat:

Zitat von frame (Beitrag 2253202)
Und bei den Grünen habe ich schon wieder Proteste gehört als das Thema Fusionsreaktor aufkam.

Habe ich jetzt noch nicht mitbekommen. Aber Grüne sind nicht gleich Deutsche und selbst bei den Grünen oder gar deren Wählern, dürfte es da noch längst keine einheitliche Meinung geben. Dazu kommt noch, dass die Fusionstechnik nach wie vor nicht zur Energiegewinnung zur Verfügung steht. Wann und ob, wird man sehen.

berlac 03.10.2022 09:42

Zitat:

Zitat von Porty (Beitrag 2253204)
Nur die Sonnenstrahlen sind gut.....
Da kann man doch nicht erwarten, dass man zwischen solchen feinen Unterschieden Kernfusion oder Kernspaltung unterscheiden kann.

Nein, dass wirst wohl nur Du und vielleicht turboengine können. Einbildung ist auch eine Bildung.....

berlac 03.10.2022 09:56

Zitat:

Zitat von Porty (Beitrag 2253199)
Der von Atlinblau dankenswerterweise gepostete Link:
https://www.agora-energiewende.de/se...10.2022/today/
zeigt doch überdeutlich die Probleme und auch die exorbitanten Kosten der Energiewende- Wenn man den bereit ist, sich nicht nur über die Jubelzahlen bei schönen Wetter selbst auf die Schultern zu klopfen, sondern sich auch mal die Zahlen anzuschauen, wenn mal. wie letzte Woche das Wetter nicht ganz so optimal ist.

Und andere klopfen sich dann bei den angeblichen so tollen billigen Atomstrom auf die Schulter und ignorieren dabei völlig die immensen Kosten die für den Müll anfallen und auch die Tatsache, dass das Unfallrisiko die Allgemeinheit trägt, da ein Atomkraftwerk nicht versicherbar ist. Die Kosten wären viel zu hoch.

Sie ignorieren auch, wie die Kosten und Bauzeiten dieser Kraftwerke in die Höhe schießen und Atomkraftwerke nicht per se bedeuten, dass die Stromversorgung sicher ist. (Siehe Frankreich)


Zitat:

Zitat von Porty (Beitrag 2253199)
Nennenswerte Investitionen in Speicherlösungen in D? Mir ist nichts bekannt. Die Regierung will noch mehr Windräder und Solarzellen......

Ich hatte hier schon Beispiele und selbstverständlich wird daran gearbeitet. Nennenswert wäre, für Dich, aber ohnehin nichts.

Übrigens behaupte ich auch nirgends, dass hier alles Bestens läuft. Hier gibt es richtig viel zu tun. Und ich habe auch hier schon bemängelt, dass die Politik suggeriert, Windräder würden alles richten. Zumindest schien es im letzten Wahlkampf so. Wobei, mittlerweile gibt es da schon auch differenziertere Aussagen.

atlinblau 03.10.2022 10:01

Zitat:

Zitat von turboengine (Beitrag 2253212)

Radioaktive Triebwerke von historischen Mirage-Kampfjets sorgen für Probleme:

Was hat das mit dem Thema zu tun???

Hier geht es um den verschleppten Ausbau der Erneuerbaren in Deutschland und nicht um die Strahlenschutzverordnung in der Schweiz.

Exkurs:
Das Stromeinspeisegesetz wurde 1990 von der CDU eingeführt.
Schon damals war klar, das Kohle und Atom nicht zukunftsgeeignet sind.


"Das Stromeinspeisungsgesetz kurbelte die Produktion erneuerbarer Energien in Deutschland an. Besonders Windkraftanlagen entstanden in den 90er Jahren. Von Anfang an wurde das Stromeinspeisungsgesetz von den großen EVU`s gerichtlich bekämpft. Im Januar 1996 wurde das Stromeinspeisungsgesetz dann letztlich vom Bundesverfassungsgericht und 2001 vom Europäischen Gerichtshof bestätigt. Die Befürworter erneuerbarer Energien hatten sich durchgesetzt..."


...klick!!!

Die LEAG hat sich ab 2018 jedenfalls dazu entschlossen, auch außerhalb der Braunkohleverstromung auf dem Energiemarkt tätig zu sein und damit für ihre Beschäftigten in der Lausitz eine Perspektive zu geben - zugegeben, nicht freiwillig.

frame 03.10.2022 11:49

Zitat:

Zitat von berlac (Beitrag 2253219)
Ach und Du bist zu dem Ergebnis gekommen, dass bei uns keine Fehler passieren können, die zu ähnlichen Ereignissen führen? Die Deutschen sind also irgendwie perfekter? Und dann vorher behaupten, dass die Deutschen alles besser wüssten. Genau mein Humor.

Aber Spaß beiseite. Wo Menschen Arbeiten gibt es Fehler. Man kann alles menschenmögliche tun um Fehler zu minimieren. Aber wie man sieht passieren sie trotzdem. Und bei Atomkraftwerken führen die dann halt zu richtig heftigen Problemen und das über einen langen Zeitraum.


Die Behauptung, dass CO2 Reduktion nur mit Einsatz von Atomkraft geht, bezweifle ich doch dann stark. Und da bin ich jetzt auch nicht ganz alleine damit.


Dinge wie Thorium-Reaktoren existieren bestenfalls als Experimentalreaktoren. Ich jedenfalls habe nichts dagegen wenn man auch bei Atomreaktoren weiter forscht. Aber die Lösung aller Probleme der Atomtechnik sehe ich da noch nicht.

Habe ich jetzt noch nicht mitbekommen. Aber Grüne sind nicht gleich Deutsche und selbst bei den Grünen oder gar deren Wählern, dürfte es da noch längst keine einheitliche Meinung geben. Dazu kommt noch, dass die Fusionstechnik nach wie vor nicht zur Energiegewinnung zur Verfügung steht. Wann und ob, wird man sehen.

Bei Tschernobyl wurde extrem gegen die Regeln verstossen und Fukushima kann tatsächlich bei uns nicht passieren. Ja, es gibt ein Risiko - aber derzeit werden weltweit mehr als 400 Reaktoren betrieben, zum Teil seit mehr als 50 Jahren, einige sind im Bau - und ausgerechnet wir Deutschen sind NICHT in der Lage das zu tun?

Ein Risiko hat jede Technologie, es kann auch jederzeit ein Erdbeben oder einen Vulkanausbruich geben. Risiken gehören zum Leben.

Was ist für dich eine grundlastfähige Energieversorgung mit geringem Co2-Ausstoss die HEUTE verfügbar ist?

Natürlich sind Fusionsreaktoren leider noch nicht so weitz, aber es gibt tatsächlich Stimmen die schon anfangen dagegen zu sein.

turboengine 03.10.2022 19:41

Zitat:

Zitat von frame (Beitrag 2253261)
Bei Tschernobyl wurde extrem gegen die Regeln verstossen

Der Reaktor in Tschernobyl ist im Schwellbetrieb in die Luft geflogen weil man eine Xenon-Vergiftung des Reaktorkerns nach dem Herunterfahren durch das Entfernen aller Steuerstäbe kompensieren wollte. Das war eine schwachsinnige Idee, die durch die sowjetische Kommandowirtschaft erklärbar ist. Nicht Expertise und Sachverstand entscheidet sondern Ideologie und politischer Kadavergehorsam.

Komischerweise will Habeck Kernkraftwerke nun ebenfalls im Schwellbetrieb halten, was aber nicht geht. Man muss nach dem Abstellen den Reaktor wegen der Xenonvergiftung zwangsweise 24 bis 48 Stunden ausser Betrieb nehmen. Alle Steuerstäbe rausfahren wie in Tschernobyl lassen diese Reaktoren nicht zu. Auch hier sitzt die Ideologie und nicht der Sachverstand am Schaltpult. Ein einfaches Durchlaufenlassen wäre wesentlich sicherer.

atlinblau 04.10.2022 09:03

Gestern hat sich ein Radiosender den ganzen Tag dem Thema Klimaschutz gewidmet.
Unter anderem auch Beiträge über die "Würger der Energiewende".
Etwa 10 Hörbeiträge von Wissenschaftlern etc. sind hier nach zu hören.

... klick!!!

Wir wollen an diesem Thementag versuchen, eine Antwort auf die Frage zu finden: „Ist die Welt noch zu retten?“.

Lohnt sich rein zu hören...

turboengine 04.10.2022 13:40

Zitat:

Zitat von turboengine (Beitrag 2253307)
Komischerweise will Habeck Kernkraftwerke nun ebenfalls im Schwellbetrieb halten,

Der Streckbetrieb könnte 1,3 Millionen Tonnen CO2 einsparen.

https://www.faz.net/aktuell/politik/...-18361295.html

Dafür könnte Greta Thunberg 650.000 mal nach New York und wieder zurück fliegen.
Wenn ich mich erinnere was für ein Gewese wegen eines einzigen Fluges gemacht wurde.

https://taz.de/Thunbergs-Segelreise-...-USA/!5615733/


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