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BeHo 10.04.2020 18:01

Das war ja bei den entsprechenden Leuten eh latent vorhanden. Die Feindseligkeiten, die jetzt teilweise zu Tage treten, gab es auch schon früher. Nur, dass jetzt einige davon die aktuelle Lage als Legimitation empfinden, die Feindseligkeiten kund zu tun.
In Krisen lernt man echte von falschen Freunden zu unterscheiden.
Ich bin mir sicher, dass das nur Minderheiten sind - auch wenn sie absolut gesehen nicht unbedingt klein sind - und der Mehrheit ein freundschaftliches Miteinander am Herzen liegt.

felix181 10.04.2020 18:04

Zitat:

Zitat von HaPeKa (Beitrag 2131245)
Und man sollte nicht Privatvermögen und Staatshaushalt miteinander in Verbindung bringen. Die Diskussion ging darum, dass Staaten, denen es besser geht, Staaten helfen können, denen es schlechter geht. Und da muss man leider die Privatvermögen aussen vor lassen. Das Durchschnittliche Vermögen oder meinetwegen auch der Median in Italien nützt bei der Lösung der Krise momentan sehr wenig.

Da geb ich Dir völlig Recht - ist zwar nicht direkt ein Schweizer Problem, aber die EU muss das zweifellos angehen. Ich finde es nur interessant zu wissen, dass es eben auch eine andere Sichtweise geben kann...

felix181 10.04.2020 18:06

Eine Frage als Ahnungsloser: ist die Grenze zwischen Frankreich und Deutschland leicht offen?

About Schmidt 10.04.2020 18:17

Zitat:

Zitat von felix181 (Beitrag 2131255)
Eine Frage als Ahnungsloser: ist die Grenze zwischen Frankreich und Deutschland leicht offen?

Also ich würde sagen ja, kann es aber nicht genau sagen. Da ich früher oft im Grenzgebiet mit dem Mountainbike unterwegs war, kenne ich sehr viele Feldwege, die nach Frankreich führen. Diese sind sowohl mit Motorrädern, als auch mit Autos befahrbar. Diese alle zu kontrollieren scheint mir unmöglich.

Bei uns in der Nähe gab es sogar noch ein alten Eisenbahntunnel, durch den wir früher öfter nach Frankreich gegangen sind, auch als es die Grenzen noch gab. Sicher existiert der immer noch, ob er noch begehbar ist, weiß ich allerdings nicht.

Gruß Wolfgang

guenter_w 10.04.2020 18:19

Zitat:

Zitat von felix181 (Beitrag 2131255)
Eine Frage als Ahnungsloser: ist die Grenze zwischen Frankreich und Deutschland leicht offen?

https://www.diplomatie.gouv.fr/de/ne...reich-nach-den

https://www.diplomatie.gouv.fr/de/ne...ntalfrankreich

BeHo 10.04.2020 18:44

Ein Artikel der Saarbrücker Zeitung vom letzten Mittwoch: Klick!

Im Fall Reinsheim haben wir auch den grenzüberschreitenden Europäische Kulturpark Bliesbruck-Reinheim.

Einige Franzosen leben oder arbeiten garantiert auf der deutschen Seite, genauso wie umgekehrt. Nur aufgrund der Sprache wegen vermeintlicher Gesetzesübertretungen angefeindet zu werden, geht gar nicht. Vielleicht trifft man ja die beschimpfte Person später in der Arztpraxis, im Krankenhaus oder an der Supermarktkasse als systemrelevante Arbeitskraft wieder?

Edit: Der oben verlinkte Artikel der Saarbrücker Zeitung verbirgt sich wohl spätestens beim zweiten Aufruf hinter einer Bezahlschranke, was ich erst nach dem Abschicken dieses Beitrags bemerkt habe.

10Heike10 10.04.2020 18:49

Zitat:

Zitat von About Schmidt (Beitrag 2131246)

Dies wurde schon vor einigen Tagen im Fernsehen gebracht
(was es nicht besser macht).


__________________________________________________ __________



Eine europäische Vergesellschaftung der Schulden aller Mitgliedsländer erfordert (aus meiner Sicht) z.B. eine Angleichung der Sozialsysteme aller Beteiligten.
Allein das unterschiedliche Renteneintrittsalter oder die Finanzierung der Renten variiert doch sehr innerhalb der EU.
Ebenso kritisch sehe ich in diesem Zusammenhang die immer noch sehr unterschiedlich ausgestalteten Steuersysteme innerhalb der EU.
Vermutlich gibt es je nach eigenem Sein viele weitere Beispiele. :cry:

Wir haben auf dem Weg zu einem gemeinsame(re)n Europa noch viele Baustellen und müssen aufpassen (mMn), dass ein Vorpreschen in einem Teilbereich (Vergesellschaftung der Schulden) diese Idee nicht schneller beerdigt als der BREXIT andauert.

Und daher begrüße ich jede innereuropäische Hilfe und sei sie noch so klein. Heute lief im Laufbandticker, dass (die ersten?) zwei französische(n) COVID19 Patienten aus einer deutschen Klinik geheilt entlassen wurden. :top:



#wirbleibenzuhause
#stayathome
#flattenthecurve

Tobbser 10.04.2020 18:51

Zitat:

Zitat von About Schmidt (Beitrag 2131251)
Idioten gibt es auf der ganzen Welt. Geben wir uns Mühe, dass wir nicht dazu gehören.

Der Studie gegenüber sollte man skeptisch sein. Hier kann man lesen warum.

Gruß Wolfgang

Ecce hatte diesen Link zur Pressekonferenz der Heinsberger Studie schon gestern hier eingestellt, aber wahrscheinlich sehen ihn nur noch wenige...

https://www.youtube.com/watch?v=VnrH...ature=youtu.be

Die Frage nach der Dunkelziffer, genauer gesagt nach der Zahl, welche der Studienteilnehmer schon vorher einmal getestet wurde, wird nicht genau beantwortet.

Herr Streeck geht von einer Immunität aus, wenn man Antikörper nachweisen kann, was wahrscheinlich, aber noch nicht bestätigt ist. Seine 15% nachweisbaren Antikörper sind, nach eigener Aussage konservativ, aber wie richtig kritisiert, sind die Tests zurzeit noch fehlerbehaftet.

Ohne aber die genauen Studienbedingungen zu kennen, ist nicht einfach zu beurteilen was für Schlussfolgerungen man daraus ziehen könnte.

Meine Schlussfolgerung daraus ist, dass man solche Studien, wenn möglich, direkt mit den ersten Anzeichen so einer Situation beginnen sollte, mit so vielen Teilnehmern wie nötig/möglich. Sie geben einen anderen Blickwinkel auf die vorliegende Situation.

Zum aufkeimenden Fremdenhass in Grenzregionen und auch anderswo: Es ist doch immer so schön einfach die Schuld beim anderen/unbekannten/unverstandenen zu suchen.

About Schmidt 10.04.2020 18:58

Zitat:

Zitat von 10Heike10 (Beitrag 2131265)
Dies wurde schon vor einigen Tagen im Fernsehen gebracht
(was es nicht besser macht).


__________________________________________________ __________



Eine europäische Vergesellschaftung der Schulden aller Mitgliedsländer erfordert (aus meiner Sicht) z.B. eine Angleichung der Sozialsysteme aller Beteiligten.
Allein das unterschiedliche Renteneintrittsalter oder die Finanzierung der Renten variiert doch sehr innerhalb der EU.
Ebenso kritisch sehe ich in diesem Zusammenhang die immer noch sehr unterschiedlich ausgestalteten Steuersysteme innerhalb der EU.
Vermutlich gibt es je nach eigenem Sein viele weitere Beispiele. :cry:

Wir haben auf dem Weg zu einem gemeinsame(re)n Europa noch viele Baustellen und müssen aufpassen (mMn), dass ein Vorpreschen in einem Teilbereich (Vergesellschaftung der Schulden) diese Idee nicht schneller beerdigt als der BREXIT andauert.

Und daher begrüße ich jede innereuropäische Hilfe und sei sie noch so klein. Heute lief im Laufbandticker, dass (die ersten?) zwei französische(n) COVID19 Patienten aus einer deutschen Klinik geheilt entlassen wurden. :top:



#wirbleibenzuhause
#stayathome
#flattenthecurve

Was einfach nicht funktionieren wird, weil die Unterschiede einfach zu gewaltig sind. Die Standards von Kerneuropa werden weder Spanien oder Italien noch Polen je erfüllen werden.

Ein absolut gleiches Europa für alle Mitgliedsstaaten ist, und da möchte ich niemand angreifen, ein Hirngespinst und wird es auch immer bleiben. Aber eigentlich sind wir ja bei Corona und das ist es, was uns Momentan doch alle gleich macht.

Gruß Wolfgang

10Heike10 10.04.2020 19:06

Zitat:

Zitat von Tobbser (Beitrag 2131267)
Herr Streeck geht von einer Immunität aus, wenn man Antikörper nachweisen kann, was wahrscheinlich, aber noch nicht bestätigt ist. Seine 15% nachweisbaren Antikörper sind, nach eigener Aussage konservativ, aber wie richtig kritisiert, sind die Tests zurzeit noch fehlerbehaftet.

Ja, das hatte er so vorgetragen und (ich glaube auf Nachfrage oder aufgrund einer Überkreuzrechnung mit vorhandenen Zahlen) weniger konservativ könnten es auch 20% sein.
Auf die Unzulänglichkeiten der präsentierten Zwischenergebnisse hatte er ebenso gebetsmühlenartig immer wieder im Verlauf der Pressekonferenz hingewiesen.


Die anschließenden Schlagzeilen der Medienvertreter/innen lassen mich erneut kopfschüttelnd zurück.
Positiv ist mir dabei erneut eine Journalistin von Bloomberg (wie schon bei einer vorherigen Pressekonferenz des RKI) aufgefallen.

Ich finde es immer wieder überaus peinlich, wenn Medienvertreter/innen genau das Abfragen, was das RKI gerade zuvor erklärt hat. Ein Grund, warum ich schon seit längerem versuche, mir Informationen (bei mich besonders tangierenden Themen) aus verschiedenen Quellen zu beschaffen.



@Wolfgang,
wenn wir einen Zeithorizont von weiteren 2 bis 3 Generationen ansetzen ...
Heute oder Morgen, da bin ich bei Dir.



#wirbleibenzuhause
#stayathome
#flattenthecurve


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