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minfox 09.04.2020 11:51

Zitat:

Zitat von Reisefoto (Beitrag 2130752)
Mir tut Johnson nicht Leid. Er war rechtzeitig informiert, GB hatte sogar längere Vorlaufzeiten als Kontinentaleuropa, aber er hat sein Volk bewusst ins Messer laufen lassen, nur um in seiner Brexitshow möglichst gut dazustehen. Gut, dass er es als Hauptverantwortlicher in seinem Land nun ein bisschen auch am eigenen Leib erfährt.

Zitat:

Zitat von Friesenbiker (Beitrag 2130905)
Wenn ich nicht irre ist auf Sonderwunsch der Engländer damals der halbe Ostblock annektiert worden, damit Mütterchen Russland da kein weiteren Zugriff drauf hat. Und Jahre später beklagen sich eben genau diejenenigen das sie zuviele Einwanderer dieser Länder haben, und das eben diese schwachen Mitglieder zu doll gestützt werden müssen.

Stimmung gegen die Regierung Johnson zu machen, ist für manche hier ihr Markenkern, aber das gelingt ihnen zurzeit immer weniger. Den meisten Usern ist klar, dass wir im Moment Zusammenhalt brauchen; wir wollen nicht, dass die Situation politisiert wird. Auf einmal wird hier im Forum die Mehrheit erlebbar, die sich Solidarität :top:wünscht - nicht Politisierung :flop:, nicht Spaltung.

amateur 09.04.2020 12:00

Zitat:

Zitat von minfox (Beitrag 2130963)
Stimmung gegen die Regierung Johnson zu machen, ist für manche hier ihr Markenkern, aber das gelingt ihnen zurzeit immer weniger.

Fasziniert zu sein, wie ein irrlichternder Premier gegen jede Vernunft und Erkenntnis gehandelt hat und jetzt sogar persönlich die Konsequenzen dafür tragen muss, hat ja erst einmal nichts mit Stimmungsmache zu tun, sondern ist reine Beobachtung. Es geht ihm ja anscheindend wieder besser.

Stephan

Harry Hirsch 09.04.2020 12:17

Johnson hat schwere Fehler gemacht, die (zusätzlich) vielen Menschen das Leben kosten werden.
Er hat eine Vorbildfunktion und in dieser hat er gezeigt "schaut her, mir kann das Virus nichts anhaben". Ich schüttel sogar noch Hände, auch wenn die Vernünftigen was anderes raten.

Das jetzt Eltern ihren Kindern zeigen: "Siehst du, das kommt dabei raus, wenn man nicht hört", finde ich verständlich.
Positiv gesehen, taugt er dann immerhin als Negativbeispiel.

Dass Menschen, die so leichtsinnig und auf Kosten andere handeln, Staatsoberhäupter sind, finde ich alarmierend und frustrierend zugleich.

@minfox: wer ist "wir"?

Ecce 09.04.2020 12:47

Tipp von einem Experten, schaut euch das an:
https://youtu.be/VnrHamW8OXQ

Harry Hirsch 09.04.2020 12:48

Dem Kommentar kann ich mich anschließen -> KLICK

TONI_B 09.04.2020 13:00

Und ich dachte, wir in Ö haben Probleme mit dem Förderalismus _ aber was ich da über D lese, ist ja noch viel schlimmer.

Wer soll sich da noch auskennen?

Bei uns sind es Bundesgesetze geworden oder Erlässe, die dann von den Ländern umgesetzt werden müssen. Nur Wien, die im Moment eine Rot/Grüne-Regierung haben liefern sich mit dem Bund (Türkis/Grün) immer wieder sinnlose Streitereien.

Conny1 09.04.2020 13:09

Zitat:

Zitat von Harry Hirsch (Beitrag 2130975)
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Der sonnige Föderalismus erzeugt naturgemäß auch Schattenbereiche.
Wenn sich profilierungssüchtige Ministerpräsidenten dann noch miteinander streiten, wird es für die Bevölkerung richtig schattig beim Osterspaziergang. Exemplarisch führe ich HH und SH an.

Harry Hirsch 09.04.2020 13:24

Ich gehe sogar noch einen Schritt weiter und wünsche mir eine EU-weit einheitliche Regelung. Einschl. Schweiz.
Die Grenzschließungen zum Nachbarn halte ich für übertriebenen Aktionismus und das wäre auch mit einer klaren übergreifenden Regulierung nicht nötig. Aber da bin ich Träumer....

Ellersiek 09.04.2020 13:44

Zitat:

Zitat von Harry Hirsch (Beitrag 2130975)
Dem Kommentar kann ich mich anschließen -> KLICK

Zitat:

Zitat von TONI_B (Beitrag 2130979)
Und ich dachte, wir in Ö haben Probleme mit dem Förderalismus _ aber was ich da über D lese, ist ja noch viel schlimmer.

Wer soll sich da noch auskennen?

Bei uns sind es Bundesgesetze geworden oder Erlässe, die dann von den Ländern umgesetzt werden müssen. Nur Wien, die im Moment eine Rot/Grüne-Regierung haben liefern sich mit dem Bund (Türkis/Grün) immer wieder sinnlose Streitereien.

Ich weiß nicht, was dieser Ruf nach einer "einheitlichen Regel" immer soll und was daran so schlimm ist, wenn es hier und da Abweichungen gibt.

Man lebt in einem Bundesland und hat sich an die Regeln eben dieses Bundeslandes zu halten. Darüber kann ich mich informieren. Als NRWler schaue ich nach den NRW-Regeln und nicht nach den bayrischen.

Und da die Situation für die Entscheider gar nicht so einfach ist und die Sachlage alles andere als stabil ist, ist die Wahrscheinlichkeit sogar recht hoch, dass sich die Regeln ändern. Also muss ich meinen Wissenstand auch ständig aktualisieren. Von mir ausgehend. Zeit habe ich doch jetzt.

Da ich im Grenzland zu Niedersachsen wohne (< 20 km), würde ich mich, wenn ich mich so weit von zu Hause entfernen würde, noch zusätzlich über die Niedersachsenregeln informieren.

Aber dafür müsste ich überhaupt erstmal einen Grund finden, aktuell nach Niedersachsen zu fahren und mich dort aufzuhalten.

Denn die einfachste und für alle einheitliche Regel, über alle Grenzen hinweg, sogar außerhalb von Deutschland und der EU ist: Social Distancing!

Und diese Regel ist ganz einfach einzuhalten: Kontakte, auf die ich momentan verzichten kann, auf die verzichte ich einfach. Und nur für die Kontakte, auf die ich wirklich, wirklich nicht verzichten kann, für die muss ich überhaupt ein Regelwerk anwenden.

Einfacher geht doch gar nicht, oder?

Hält man sich an diese Regel, schon ist man fertig!

Gruß
Ralf

Conny1 09.04.2020 13:49

@Harry Hirsch
Du bist m.E. nur dann ein Träumer, wenn du die osteuropäischen EU-Staaten in deine Überlegungen miteinbeziehst. Die haben sich auch schon in der Flüchtlingsfrage besonders durch extreme nationale Egoismen ausgezeichnet. Ich verstehe ohnehin nicht, dass sie von der West-EU über die Maßen gepampert werden, trotz Nichteinhaltung von EU-Standards und Regularien (Polen und Ungarn auch in rechtsstaatlicher Hinsicht).


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