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Dana 08.02.2025 12:53

Zitat:

Zitat von perser (Beitrag 2321418)


Da will ich doch auch endlich mal etwas Eigenes zu diesem Monatsthema beisteuern... ;)

In den Wochen im Dezember, die wir im Abendland als Advent feiern, finden auch bei den Hindus die wichtigsten und größten religiösen Feste statt. Millionen Hindus pilgern dazu zu den Tempeln ihrer Lieblingsgötter, die alle ihre eigenen feierlichen Höhepunkte bekommen haben, oft auch abhängig von den einzelnen Bundesstaaten.

Da beneide ich dich drum. Du hast einfach den Mut, dich mit der Kamera in die Menge zu stürzen und lebensfrohe, lebensnahe und dynamische Aufnahmen zu machen, die die Welt dort zeigen. Ich habe immer (!) Hemmungen, Menschen mit aufzunehmen, solche Situationen zu zeigen, meine Bilder haben oft genau diesen Punkt als Manko. Bei dir wimmelt es und quirlt es und man kann sich kaum satt sehen an Farben, Formen, Fremdem, Nahem und Fernem. Das macht deine Bilder aus und es ist eine Freude, sie anzuschauen.

Am liebsten mag ich das Bild vor dem "Geschäft" mit dem vielen Gold drin...und das Bild des alten Mannes, der mit freiem Oberkörper sich den Rücken hält...vielleicht hat er Schmerzen? Die bunten Autos sind natürlich ebenfalls ein Hingucker. Einfach anders, spannend und schön anzusehen.

Danke!


@aidualk: diese Kapelle unterm Sternenhimmel ist und bleibt eins meiner Lieblingsbilder von dir. SO gut gelungen.

jsffm 08.02.2025 13:05

Chapelle Saint-They Bretagne


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Leider kein Bild vom Innenraum.

hlenz 08.02.2025 15:11

Das katholische Fest "Fronleichnam" ist ein etwas abstrakter Feiertag, für Außenstehende ohne konkreten Anlass, aber für die Gläubigen ein Tag, an dem sie ihren Glauben nach außen tragen, öffentlich zeigen und den angebeteten "Leib des Herrn" (so die Übersetzung) mit in ihren Alltag (was auf dem Land eben i.d.R. die Feldarbeit war) nehmen.

Aus diesem Grund sieht man in ländlichen Gegenden oft noch Prozessionen, geschmückte Häuser und Wege, Gebetsstationen und eben auch mit Blüten gelegte, christliche Motive:



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HoSt 08.02.2025 19:49

... da musste ich gerade mal mein Archiv "befragen"... Fronleichnam in Mühlenbach bei Haslach im Schwarzwald bietet einen wunderschönen Blumenteppich... dutzende Dorfbewohner legen in stundenlanger, nächtlicher Handarbeit einen Teppich rund durch Dorf für die Prozession. Die Figuren und Muster sind auf der Strasse skizziert und werden dann mit Blumen, Blättern, Zweigen Saaten, Kaffeesatz, etc. pp. ausgelegt. Und das auch dann, wenn Sturm und Regen vorhergesagt ist und das Kunstwerk am nächsten Tag dadurch "zerstört" wird.... Ganze Busse an Schaulustigen werden inzwischen dorthin gefahren...


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hlenz 08.02.2025 20:01

Das ist dann schon ein enormer Aufwand. :shock: :top:

embe 08.02.2025 20:11

Kenne ich aus meiner Kindheit im Dorf (tiefkatholische Gegend, damals) auch noch. Nicht so extrem, und vor Allem ohne Touristen :lol:
Wir wohnten gegenüber dem einen Dorfbrunnen, und da wurde von der Nachbarschaft (also die Generation meiner Großmutter hauptsächlich) immer ein Altar aufgebaut und geschmückt.
Funfact: Dafür haben in katholischen Gegenden die Häuser am Giebel oder den Balkonen meistens Aufnahmen für die Fahnenstangen, die natürlich zu diesen Gelegenheiten auch aufgehängt wurden. Gelb-Weiss, die Farben der Kirche.:D

Heutzutage sind wir ja bezogen auf Religion vielfältiger aufgestellt...


Bild in der Galerie

Minarett-Turm der Ditib-Moschee und Kirchturm der evangelischen Christus-Kirche in Rheinfelden (Baden) das im Hintergrund ist die Schweizer Autobahn A3.

perser 08.02.2025 20:34

Zitat:

Zitat von messknecht (Beitrag 2321408)

Ein sehenswerter Bilderbogen!! :top:

Myanmar gehört meines Wissens zu den buddhistischsten aller buddhistischen Länder, vielleicht neben Thailand. Knapp 90 Prozent der Menschen bekennen sich zu dieser Weltanschauung, die streng genommen gar keine Religion ist, zumindest keine theistische, da im Buddhismus ja kein Gott verehrt wird. Stattdessen gründen sich die buddhistischen Lehren auf vielfältige philosophisch-logische Überlegungen

Vermutlich suchen die Menschen in Myanmar stärker als in anderen Ländern religiöse Nähe, weil das Land schon seit 1962 fast durchgehend von einer Militärjunta regiert wird.

Zitat:

Zitat von messknecht (Beitrag 2321408)
Myanmar ist auch ein Land dass man nicht mehr besuchen kann :(

Inzwischen geht das wieder. Das Land lässt Besucher wieder rein. Wir wollen vielleicht nächstes Jahr mal hin.

perser 08.02.2025 20:38

Zitat:

Zitat von Dat Ei (Beitrag 2321411)
Pura Tirta Empul, einer der wichtigsten, hinduistischen Tempel auf der Insel Bail



Eine schöne Aufnahme, ästhetisch ansprechend, dynamisch durch die Bewegung der Frau, auch Farbe und Lichtstimmung stimmen :top:

perser 08.02.2025 20:47

Zitat:

Zitat von Effjotter (Beitrag 2321412)
Anfang der 1950er wurde mit Ausgrabungen in Ma'rib begonnen, die jedoch nach wenigen Jahren unter nicht ganz geklärten Gründen abgebrochen wurden.
Anschließend wurden die bereits teilweise freigelegten Tempelanlagen aus sabäischer Zeit wieder der Wüste überlassen.



Das Foto zeigt zwei Jungs, die aus Ermangelung eines Spielplatzes die aus dem Wüstensand ragenden Pfeiler des fast 3000 Jahre alten Tempels von Barran als Klettergerüst „mißbrauchen“.

Ich musste erst ein wenig googeln, um herauszufinden, dass sich die Säulen im Jemen befinden... Aber so weiß ich nun auch, dass der Tempel von Baran einst dem Mondgott Almaqah geweiht war, bis zum 6. Jh. als Pilgerziel diente (vermutlich bis die Araber hier eintrafen) und seit 2023 zum Weltkulturerbe zählt.

Drum der Tipp: Stelle die Geschichte doch mal noch im Welterbe-Thread Deines Namensvetters ein (Monatsthema März 2024).

perser 08.02.2025 20:51

Zitat:

Zitat von bruno5 (Beitrag 2321413)
Mein Bild für heute: Die Einsiedelei San Colombano in der Nähe von Rovereto.


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Das sieht ja abenteuerlich aus! Muss ich mir unbedingt merken, wenn ich mal wieder Richtung Südtirol fahre. Wie kommt man denn dort hoch bzw. hinein? Über Leitern? Oder gibt es einen Zugang über die überhängende Felswand?

Danke für den Tipp!


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