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turboengine 11.08.2022 08:56

Zitat:

Zitat von Porty (Beitrag 2248550)
Flugzeuge haben dafür in der Regel Enteisungsanlagen und werden extra vor dem Start enteist, da schon etliche Flugzeuge deswegen vom Himmel gefallen sind.
Bei Windrädern ist das nicht üblich, da nicht vorgeschrieben, schwierig zu warten und teuer.

Es werden mehr und mehr Enteisungsanlagen nachgerüstet - in Kanada und in Skandinavien. Das Problem ist, dass man bei Eis die Anlage gar nicht mehr betreten darf. Es kann sich jederzeit Eis lösen.

Weiterhin werden die in der Konzession garantierten Produktionsmengen nicht erreicht. Das hätte vor allem in Kanada einschneidende Konsequenzen.

https://www.windpowerengineering.com...urbine-blades/

Bei der Wirtschaflichkeitsrechnung ist die Modellierung von Vereisung ein „hot topic“ weil sich hier die Variablen Standort und Turbinenmodell unglaublichen Einfluss nehmen und bisher nur schwer vorhersagbar war.

KSO 11.08.2022 10:01

Zitat:

Zitat von turboengine (Beitrag 2248574)
Wo funktioniert es denn besser? Venezuela?
Wo ist das gelobte Land der Marktwirtschaftskritiker?

........

Lassen wir das hier lieber hier, da zu sehr OT.

Jan 11.08.2022 10:04

Wenn wir alles aus Wind und Sonne herausholen, haben wir vielleicht soviel Energie, dass auch wenig effiziente Formen der Speicherung (z.B. Wasserstoff, E-Fuels) grün umzusetzen sind und manches überbrücken können. Ich denke, das muss das Ziel sein.

Zum Thema Atomenergie im Winter, das mag eine Option in Verbindung mit elekrischen Nachtspeicherheizungen oder Wärmepumpen sein, aber (Gas-)Kraftwerke, die auch zum Heizen genutzt werden, sollten für alle, die davon abhängig sind, im Winter laufen.

Jan

turboengine 11.08.2022 10:16

Zitat:

Zitat von Jan (Beitrag 2248590)
Zum Thema Atomenergie im Winter, das mag eine Option in Verbindung mit elekrischen Nachtspeicherheizungen oder Wärmepumpen sein

Nein, es gibt auch Fernwärme aus Kernenergie.
https://www.refuna.ch/fernwaerme/grundprinzip

Und in China wird das kräftig ausgebaut.

Zitat:

Noch im Sommer 2022 startet der Bau eines nuklearen Fernwärmenetzes in der Provinz Liaoning im Nordosten Chinas. Es wird die Städte Dalian, Hongyanhe und Wafangdian mit Wärme versorgen – die Stadt Hongyanhe bereits im Winter 2022/23.
https://www.nuklearforum.ch/de/news/...en-betrieb-auf

..was in Politik und Medien hierzulande gerne verschwiegen wird.

Crimson 11.08.2022 11:20

Zitat:

Zitat von turboengine (Beitrag 2248574)
Wo funktioniert es denn besser? Venezuela?

Berechnebarkeit ist immer wieder amüsant ;)

Muss es irgendwo besser sein, um eklatante Missstände zu benennen? Muss es irgendwo besser sein, um sich Fortschritt zu wünschen? Wenn das so wäre, gäbe es nie und nirgendwo Evolution und Entwicklung - Deine Argumentation wundert mich aber letztlich nicht, denn sie zielt eben genau auf das Gegenteil - und vor allem zielt sie darauf, das "auf Kosten Anderer" mindestens beizubehalten.

turboengine 11.08.2022 11:25

Zitat:

Zitat von Crimson (Beitrag 2248599)
das "auf Kosten Anderer" mindestens beizubehalten.

Kannst Du den Vorwurf „Auf Kosten Anderer“ belegen?
Ich habe eher den Eindruck, dass Andere auf meine Kosten leben.

Dat Ei 11.08.2022 11:29

Gibt es ein Geschäft, das nicht auf Kosten anderer geht? Selbst als Arbeitnehmer verkaufe ich meine Leistung zu einem höheren Preis, als es mein Aufwand rechtfertigen würde...


Dat Ei

Porty 11.08.2022 12:03

Zitat:

Zitat von turboengine (Beitrag 2248591)
Nein, es gibt auch Fernwärme aus Kernenergie.

Gab es auch schon in der ach so rückschrittlichen DDR.
Das Kernkraftwerk Greifswald (allerdings im 20 km entfernten Lubmin gelegen) hat die Stadt mit Fernwärme versorgt. Da das Kraftwerk mehrere Blöcke besaß, auch zuverlässig das ganze Jahr über. Das Kraftwerk lief als einziges großes Kraftwerk auch im Katastrophenwinter 1978/79 durch.
Ich war damals gerade bei der Armee, wir sind am 2 Januar in die Braunkohletagebaue abkommandiert worden, um die Kohleförderung wieder in Gang zu bekommen. Bei -20°C und Schneesturm kein Vergnügen.


Zum sicheren Schutz vor Kontamination wurde die Energie aus dem nicht radioaktiven Sekundärkreislauf über Wärmetauscher in einen zusätzlichen 3 Kreislauf ausgekoppelt.

twolf 11.08.2022 12:15

Zitat:

Zitat von Porty (Beitrag 2248608)
Gab es auch schon in der ach so rückschrittlichen DDR.
Das Kernkraftwerk Greifswald (allerdings im 20 km entfernten Lubmin gelegen) hat die Stadt mit Fernwärme versorgt. Da das Kraftwerk mehrere Blöcke besaß, auch zuverlässig das ganze Jahr über. Übrigens auch im Katastrophenwinter 1978/79.

Zum sicheren Schutz vor Kontamination über einen zusätzlichen 3 Kreislauf.

Wobei das Heizen Keine Verwertung von Restwärme ist, sondern einfach das Erzeugen von Wärme mit Geringerer Stromausbeute bezahlt.
Was bei Kernenergie Hirnrissig ist.
Ich mache mir damit den guten Wirkungsgrad der Turbine Kaputt.

Porty 11.08.2022 12:21

Zitat:

Zitat von twolf (Beitrag 2248610)
Wobei das Heizen Keine Verwertung von Restwärme ist, sondern einfach das Erzeugen von Wärme mit Geringerer Stromausbeute bezahlt.
Was bei Kernenergie Hirnrissig ist.
Ich mache mir damit den guten Wirkungsgrad der Turbine Kaputt.

Das trifft aber 1:1 auf alle Wärmekraftwerke, auch Heizkraftwerke zu. Egal womit man heizt.


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