Huhu, alle zusammen! :D
Heute gibt es ein paar wunderbare Raumtiefen und ein paar exzellente Bilder, die aber eher weniger Raumtiefe aufweisen. :D Ich hoffe, ich überlebe die Besprechung hinterher. :mrgreen:
Ich bespreche übrigens PRO TAG EIN BILD von euch. Das heißt, wenn mal zwei Bilder eines Users besprochen werden, liegen die an zwei Tagen. Mehrere an einem Tag eingestellte Bilder bespreche ich nicht, nehme höchstens mal Bezug drauf (*Ingo zwick* ;) ), das wird einfach zu viel sonst...
Los gehts!
| BESPRECHUNG 12./13.7.2020 |
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| NAME | BILD | BESPRECHUNG | | jhagman |  | Was für ein wunderschönes, eingesäumtes Sträßchen! Und wunderschön raumtief durch die Verjüngung der Straße und die Größenstaffelung der Bäume. Tolle Farbe, sehr intensiv...aber ich habe zB mit dem Baum hinten NULL Probleme, da er den Weg ja gar nicht versperrt. ;) Die Straße nimmt eine Kurve und meine Fantasie ist groß genug, den Weg weiter zu laufen und dann genussvoll ins Licht zu schauen. Da kann der Baum da in der Kurve machen, was er will. ;) | | Dornwald46 |  | Hihi, ich sag ja, das gräbt sich bei dir jetzt ein. :lol: Vor allem hast du hier eine Autobahnabfahrt, auf der schön symmetrisch die beiden Kurven abgehen, das wäre sicher nett geworden, so ganz mittig. =) Ansonsten natürlich zentralperspektivisch und völlig irre...so fast ohne Autos! Die zwei, die da kommen, geben dem Bild noch mehr Tiefe und sind ein schönes A! Ich hätte vielleicht noch einen Ticken gewartet, bis sie etwas näher und unter der Brücke raus sind, aber auch so ist es lustig, die zwei Winzlinge da auf großer Fahrt...und leerer Fläche! Etwas VOR der Brücke (von uns aus) hätte man sie halt etwas besser wahrgenommen. Gefällt mir trotzem! | | CB450 |  | Bevor ich dein wunderschönes Landschaftsfoto bespreche, möchte ich gerne mit einem Irrtum aufräumen, da diesen schon mehrere übernommen haben. "Führende Linien" und "Fluchtlinien" sind NICHT dasselbe. Führende Linien KÖNNEN Fluchtlinien sein, aber eine führende Linie ist in erster Regel eine dominante Linie im Bild (Senkrechten, Waagerechten, Diagonalen zB), die dem Bild eine Struktur und "Halt" geben, das Auge führen und der Bildkomposition helfen. Hier mal ein Link, der es ganz gut erklärt. =) https://www.pixolum.com/blog/fotogra...ehrende_Linien Bei dir zum Beispiel haben wir den Horizont als führende Linie und die Bergkette. Eine Fluchtlinie gibt es in deinem Bild nicht, das macht aber nichts, denn wir haben andere Raumparameter, die greifen, wie die Größenreduktion der Büsche und die Staffelung der Berge (Dunstperspektive). Dazu kommt der Nebel hinten und die Dunkelheit vorne, alles Raumparameter, die das Bild räumlich gestalten. Hättest du vorne noch einen Busch angeschnitten links gehabt, hättest du sogar noch einen Tiefenleiter im Bild gehabt. Aber auch so alles da! Zusätzlich mag ich die Farben und die Weichheit des Bildes...sehr schön! | | kiwi05 |  | Schöööööööööööön..... =) Ja, Zäune und Wege eignen sich immer super für raumtiefe Bilder! Hier gibt es zB jetzt zwei führende Linien, die auch Fluchtlinien sind und eine führende Linie, die den Horizont bildet, der durchbrochen wird, vom absoluten Raumtiefe-Sahnetüpfel...ist das Mont St. Michel? Oder einfach nur ein Leuchtturm? Egal, was es ist, es setzt der Räumlichkeit nochmals eine Krone auf, da es hinten im Dunst liegt. Hier greift vor allem auch die "relative Größe". Es ist miiiiniklein, aber WIR wissen, wie groß so ein Leuchtturm oder Schlösschen ist...und so suggeriert uns das Bild hervorragend die Entfernung. Wunderbar komponiert! | | Hans1611 |  | Ich sag es mal so: ich habe Fantasie...und meine Fantasie macht aus diesen "vielen senktrechten Strichen", die in der Regel sehr wenig Raumtiefe haben, einen Wald...mit Bäumen vorne, Bäumen dahinter und einem dunklen Hintergrund, auf den man trifft, wenn man durch die Baumreihen geschritten ist. Ich glaube, dass dieses Bild dann raumtief wirkt (und ich sage wirkt), wenn man beginnt, sich etwas darunter vorzustellen. Aber es wird auch viele Menschen geben, die dieses Bild angucken und nur gezogene Striche sehen. Von "null Raumtiefe" bis hin zu "ich gehe in mir durch einen Raum" ist also alles möglich. Von den "klassischen Bildparametern" zu "Raumtiefe"...wie sagen meine Schüler immer zueinander: "merkste selbst, ne..." :lol: Ich kann aber völlig verstehen, was du meinst und kann mich drauf einlassen. | | Tafelspitz |  | Deine "Tiefenstaffelung" ist eine Dunstperspektive. :D Tiefenstaffelung gibt es bei Tonmeistern bei Stereoaufnahmen. Frag mich nicht, was es genau ist, aber mein Bruder ist Tonmeister in der Phil in Berlin, daher weiß ich, dass es da sowas gibt. Du zeigst in deinem wunderwunderwunderschönen Bild (!!!! NEID!!) eine traumhafte Dunstperspektive...vorne die Bäume noch im recht guten strukturellen Gefüge, dann ebben Farben und Strukturen ab, das Licht nimmt zu, alles wird heller, sanfter und strukturloser...herrlich. Ein sehr schönes Beispiel und dazu noch traumhaft in Atmosphäre und Gestaltung. =) | | ingoKober |  | Jaaa, mit Fluchtlinien, Zentralperspektive und einem Weg ins Bild rein macht man nie was falsch. :D Aber "fehlgeschossen" wäre für dein anderes Bild auch zu hart...es ist halt nicht so raumtief, aber dennoch ja ein tolles Bild mit schönen Farben. Hier haben wir halt eine schöne perspektivische Flucht, ein Kind, das einen guten Größenvergleich setzt und durch die "relative Größe" auch zum Raumgeschehen beiträgt, wenngleich es auch etwas im "Weg steht" (von mir aus aber völlig zu Recht) und die Größenverhältnisse der Pflanzen, der Streben etc. Absolut raumtief, logischerweise. :D | | cf1024 |  | *grins* Was auch immer das ist...Schildis sicher ja nicht. :D Hier haben wir theoretisch auch wieder das Kriterium der "relativen Größe". Von dem ersten "Poller" wissen wir nun, wie groß er ist und dadurch wirkt die Reduktion der nächsten Poller und das hintereinander-Gestaffele leicht räumlich. Dies würde allerdings noch stärker zur Geltung kommen, wenn keine Tele-Brennweite eingesetzt worden wäre...denn so passiert folgendes: Dadurch, dass du eine astreine, wenig gegeneinander versetzte Staffelung mit Tele fotografiert hast, hat man den Effekt, dass die hinteren Elemente viel größer wirken, als sie es tatsächlich auf dem Bild sind, weil die Ebenen wieder so nah rutschen...also ein gegenläufiger Effekt zu Räumlichkeit. Man nennt das Größenkonstanz: die menschliche Wahrnehmung neigt zum Gleichgroßmachen. Durch das Monatsthema bekomme ich selbst SO viel neuen Input, weil ich im Gespräch bin und lese...das ist total klasse. =) Dasselbe Motiv mit einem WW fotografiert und dann beschnitten, hätte eine wesentlich stärkere Raumtiefe bekommen, allerdings kann man sie durchaus wahrnehmen. | | kk7 |  | Auch hier gilt: mit der Hafencity-Ubahn KANN man einfach nix falsch machen. :D Die ist einfach ein traumhaftes Motiv für Perspektive und Raum. Sehr schön die Fluchtlinien, wunderbar die Größenstaffelung der Elemente an der Decke, dazu ein herrliches Blau...sind beides schöne Bilder, dieses hier mag ich allerdings noch etwas mehr, weil so schön viele Linien in der Flucht laufen und ich nicht Gefahr laufe, auf die Gleise zu kippen. :D | | nickname |  | Ein wunderschönes Landschaftsbild! Die führenden Linien beruhigen das Bild immens, dazu der Wasserspiegel, der kaum Bewegung zeigt. Die Kriterien benennst du ja selbst, ich mag hier vor allem die Dunstperspektive sehr gern und wie das "Boot" den Weg weist. Meine Augen können in aller Ruhe über die Ebenen wandern, oder auch auf dem Boot einen Liegestuhl aufklappen. :D Im linken Bereich der vorderen Ebene ist ein kleiner weißer Stein...den würde ich wegmachen, ich bleibe beim Wandern dauernd dran hängen...schon krass, was man mit so einer Mini-Kamera alles hinkriegt! :top: Vielen Dank auch wieder für die liebevolle Besprechung eines meiner Bilder. Es ist die Prachtstraße in Edinburgh...die drei Telefonzellen sind ein gerne geschossenes Motiv. Sind ja auch cool. :D | | Vera aus K. |  | Du forderst mich heraus. ;) Das Bild HAT natürlich Raumtiefe, aber man will dich eigentlich für wirkliche Raumtiefe einfach um ein paar Grad nach rechts drehen. :D Im Thumb sieht es sogar wie eine "Wand" aus...wenn man es öffnet, sieht man natürlich die gaaaanz leicht flüchtenden Linien, die Bagger, die Windräder (die leider alle in einer Reihe stehen und so nicht räumlich wirken) und die Kraftwerksschornsteine weiter hinten, die ordentlich für Räumlichkeit sorgen, da man ja weiß, wie groß die sonst sind (relative Größe). Es ist raumtiefer als Ingos gestriges Bild mit dem Bergpano, aber auch hier muss man eher aus der Erfahrung schöpfen, um sich das Bild raumtief vorzustellen. Die Frage ist aber natürlich: sind die Parameter auch im BILD...oder nur im Kopf? Und das ist hier grenzwertig, auch wenn das Foto natürlich an sich ein tolles ist! | | Harry Hirsch |  | Zunächst einmal wieder herzlichen Dank für die Besprechung meines Bildes! Toll, welche Fantasien du damit verknüpfst! :top: Zu deinem Bild: ja, es ist TIEF und ein bisschen raumtief. :D Man guckt mehr runter, während der Weg "ins Bild", also der Steg, ein wenig zum Nebenschauplatz wird. Schade auch, dass man vorne nicht ein wenig vom dem Steg im Bild hat, wo du gerade stehst, das wäre der perfekte Tiefenleiter gewesen. Aber natürlich ging es dir hier um die Tiefe der Schlucht. Diese sieht man...aber durch fehlende Raumkriterien nach unten (zB Staffelungen oder Größenbezug) ist die Tiefe mehr im Kopf und Herz als auf dem Bild. Trotzdem wirkt es raumtief durch Licht und Plastizität der Felsen, durch die Menschen mitten im Bild und durch die Verjüngung des Steges. | | Tafelspitz |  | Hihihihi, jaaaa, für Raumtiefe gesorgt! :lol: :top: Diese Spielereien mag ich total! Schon irre, wie sich der Raum plötzlich öffnet, wenn sich zwei Spiegel gegenüber stehen...schöne Fluchtlinien hast du hier...und obwohl das Badezimmer dann doch aufhört, kann man im Spiegel weiter laufen. Toll! Das erinnert mich an ein Bild von mir, das auch auf diese Weise entstand...ich suche es mal und hänge es unten dran. ;) |
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Hier das Bild von mir...Raumtiefe durch Spiegel in einem Hotelbadezimmer:

→ Bild in der Galerie
Wunderbare Bilder, tolle Beschäftigung mit dem Thema...hach, macht Spaß!
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