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KSO 07.08.2022 21:00

Zitat:

Zitat von flyppo (Beitrag 2248173)
Mein Verbrenner nimmt auf 100km etwa 8€. Aber mein Stromanbieter nimmt z.Z. 20c/kWh. Wenn man in Zukunft mal seinen eigenen Stromanbieter nutzen kann, dann wäre es Wert darüber nachzudenken.

4 l/100km (bei 2€/L) Respekt, kenne ich nicht so viele, die das schaffen.

Elektro-Auto-Rechnung kann natürlich auch anders aussehen.
2,X Tonnen E-SUV auf der Autobahn ca. 26 kWh/100km + Schnellladen an einer Ionity Säule für 0,8€/kWh, macht dann 20,40€/100km. Autsch. :crazy:

KSO 07.08.2022 21:03

Zitat:

Zitat von turboengine (Beitrag 2248174)
Nein, er braucht 17 kWh/100 km. KW ist Leistung, kWh ist Arbeit.

Stimmt, vergesse ich immer wieder, trotz Dipl. Ing. Physikalische Technik. :oops:

P.S. Habe es geändert, wo es ging.

Notiz an mich: Zur Versorgungssicherheit versuchen tagsüber an einer öffentlichen Säule zu laden, auch wenn es teurer für mich ist. Zum Glück hat die Nachbarfirma bei mir, einen öffentlichen Ladepark mit 10 Säulen errichtet. ;) 10 Cent mehr pro kWh kann ich mir leisten. An der Grundwasserwärmepumpe in unserem MFH kann ich ja nichts ändern.

amateur 07.08.2022 22:17

Zitat:

Zitat von turboengine (Beitrag 2248164)
Werden E-Ladesäulen bei Strommangel überhaupt funktionieren? Dürfen E-Autos geladen werden, wenn Häuser ohne Heizung sind? Warum schaltet man schon jetzt die Straßenbeleuchtung ab, E-Autos fahren aber weiter?

Wenn die Häuser ohne Heizung sind, dann willst Du auch nicht mehr groß durch die Gegend fahren. Und glaubst Du, dass dann zeitgleich anderer Treibstoff wie Diesel zum reichlich verfahren vorhanden ist?

Mein Auto lädt übrigens zu 70% von meinem Dach. Zu weitern 15% aus dem Stromnetz an meiner Wallbox und nur zu 15% unterwegs an fremden Ladesäulen. Wenn man nicht gerade Vertreter ist, kommt das ja gar nicht so häufig vor, dass man mehr als 350km fährt. Vom Dach "tanke" ich für knapp 7 Cent pro kwh, weil diesen Witzbetrag bekomme ich ansonsten bei Einspeisung ins Netz bezahlt. Im Mix fahre ich dabei also für unter 5 EUR auf 100 km. Dazu kommt Steuerfreiheit, kostenlos in der Stadt parken und Wartungsarmut. Wie teuer das Fahrzeug am Ende war, wird sich beim Wiederverkauf zeigen, den ich aber so schnell nicht anstrebe.

Zur Not muss bei Stromknappheit und Dunkelflaute eben der konventionelle Zweitwagen genutzt werden. Den fahre ich übrigens gar nicht mehr so gern, weil das E-Auto fahren einfach unheimlich komfortabel ist und Spaß macht und einen die kleinen Vibrationen in einem durchaus komfortabel gedämmten Auto genauso wie Turbolöcher (so klein sie auch sein mögen) und ähnliches stören.

Aber die Atomkraftwerke werden ja jetzt ziemlich sicher weiterlaufen und damit sind ja eigentlich alle Probleme gelöst, wenn man den starken Stimmen hier so seit Wochen lauscht.

Stephan

turboengine 07.08.2022 22:32

Zitat:

Zitat von amateur (Beitrag 2248178)
Wenn die Häuser ohne Heizung sind, dann willst Du auch nicht mehr groß durch die Gegend fahren. Und glaubst Du, dass dann zeitgleich anderer Treibstoff wie Diesel zum reichlich verfahren vorhanden ist?

Ja, das kann durchaus passieren. Aber noch viel wichtiger ist derzeit Gas zu sparen, so dass es eingespeichert werden kann. Öl und Diesel haben wir genug.

Daher wird in der Schweiz jeder Betrieb derzeit gebeten nach Möglichkeit von Gas auf Öl umzustellen wenn eine Zweistoffanlage vorhanden ist.

https://www.swissmem.ch/de/aktuelles...ieanlagen.html

Stromerzeugung braucht derzeit Gaskraftwerke. Daher trägt jeder, der Öl statt Gas oder Strom verbraucht, zur Versorgungssicherheit bei. Ein Elektroauto verdoppelt den Stromverbrauch eines Haushalts.

BeHo 07.08.2022 22:40

Zitat:

Zitat von turboengine (Beitrag 2248182)
[...]Ein Elektroauto verdoppelt den Stromverbrauch eines Haushalts.

:?::?::?:

turboengine 07.08.2022 22:58

Zitat:

Zitat von amateur (Beitrag 2248178)
Aber die Atomkraftwerke werden ja jetzt ziemlich sicher weiterlaufen und damit sind ja eigentlich alle Probleme gelöst, wenn man den starken Stimmen hier so seit Wochen lauscht.

Nein, das ist nur ein Tropfen auf den heissen Stein. Man hätte schon viel früher umdenken müssen. Hier sieht man wie gross der Anteil der Kernenergie beim Primärenergieverbrauch 2019 war - 6.3%. Momentan ist nur noch die Hälfte am Netz.


Bild in der Galerie

https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Dow...ationFile&v=40

Diese Größenordnung hätte wohl richtig geholfen.

Die als Allheilmittel verkaufte Fotovoltaik trug 2019 gerade mal 1.3% (!) zum gesamten Primärenergieverbrauch bei. Selbst eine Verdoppelung ist nur homöopathisch wirksam. Das ist wie wenn der Bauer aufs Feld geht, einen Darmwind entlässt und laut ruft: “schon ist gedüngt!”

Die Größenordnung des Problems wird einfach völlig unterschätzt und versucht mit Symbolpolitik zu agieren. Und wie katastrophal sich Lockdowns auf die Wirtschaft auswirken haben wir ja schon gesehen. Es ist daher Zeit die alten, dummen Dogmen fahren zu lassen und zu einer technologieneutralen, vernunftgeleiteten Energiepolitik zurückzukehren.

Robert Auer 07.08.2022 23:07

@Porty: Ich bin etwas verwundert, wie trivial du auf meine Aussagen reagierst, kann damit aber gut leben und schweige aus Betroffenheit oder Höflichkeit. Such dir aus was dir davon am besten gefällt.

turboengine 07.08.2022 23:07

Zitat:

Zitat von BeHo (Beitrag 2248183)
:?::?::?:

Typischer Haushaltsverbrauch Mehrpersonenhaushalt Elektrizität 3500 kWh/Jahr.

Fahrleistung 15000 km pro Jahr, Verbrauch plus Ladeverluste 23.5 kWh / 100km ergeben 3525 kWh Stromverbrauch fürs Auto.

Voila.

turboengine 07.08.2022 23:19

Zitat:

Zitat von KSO (Beitrag 2248175)
4 l/100km (bei 2€/L) Respekt, kenne ich nicht so viele, die das schaffen.

Mittlerweile kann man wieder für 1.88 EUR/l tanken. Da schafft man das auch mit mit 4.4 l/ 100km :D


Bild in der Galerie

BMW 325D Cabrio, Bj 2008, nach 150km Überlandfahrt mit offenem Verdeck ohne Klimaanlage.

Robert Auer 07.08.2022 23:37

Zitat:

Zitat von turboengine (Beitrag 2248187)
Typischer Haushaltsverbrauch Mehrpersonenhaushalt Elektrizität 3500 kWh/Jahr.

Fahrleistung 15000 km pro Jahr, Verbrauch plus Ladeverluste 23.5 kWh / 100km ergeben 3525 kWh Stromverbrauch fürs Auto.

Voila.

Interessante Information! Aber zugleich auch Ansporn, die bisherigen Mobilitätsformen und die Möglichkeiten für deren partielle Substitution neu zu denken.
Die Herausforderungen für junge Ingenieure sind spannend wie nie! Aber warum werden diese nicht von mehr Studenten und Studentinnen angenommen? Und warum wollen nicht mehr junge Leute eine praktische Ausbildung machen, die für die Umsetzungen notwendig sind? Verrückte Welt.


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