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walt_I 26.03.2020 21:16

Zitat:

Zitat von guenter_w (Beitrag 2127964)
Bitte solche absolut unpassenden Vergleiche unterlassen! Das ist alles andere als zielführend.

Was ist denn das Ziel dieser Diskussion?

dey 26.03.2020 22:14

Na, zumindest keine holprigen Vergleiche.

webwolfs 27.03.2020 00:25

Die Anstalt
 
Moin,

das passt jetzt leider nicht so ganz in den Positiv-Thread:
Bei Interesse mal ab min. 8:50 hineinschauen:

ZDF-Die Anstalt vom 24.3.2020

Ich fand den Vergleich mit dem Frischkäse ganz interessant.

kilosierra 27.03.2020 07:47

Danke für den Link zur "Anstalt", die Sendung kannte ich noch nicht. Ist das der Nachfolger von "Neues aus der Anstalt"?

Offenbar sind die Probleme und Widersprüche in Deutschland denen in Frankreich ähnlicher als ich bisher dachte. Keine ausreichende Schutzausrüstung fürs Pflegepersonal, ungeschützt weiterarbeiten trotz Kontaktsperre.

Ernst-Dieter aus Apelern 27.03.2020 09:21

Die Wirksamkeit der Kontaktminderung und die der Schließungen werden sich in etwa 10 Tagen zeigen.Bis dahin ist kein Abflachen der Kurve der Infizierten und auch der Toten zu erwarten.Jeglicher Optimismus ist unangebracht bis dahin.Das Personal in den Krankenhäusern wird von Tag zu Tag mehr gefordert und kommt kaum zum Nachdenken über den Virus und muß sich jeden Tag neu mental aufbauen.

ha_ru 27.03.2020 09:35

Hallo,

die ganze Rechnerei und Gegenrechnerei sollte man hier lassen, weil es zu vieler Annahmen bedarf und schon eine falsche Annahmen die Ergebnisse so verändern können, dass ganz andere Schlussfolgerungen gezogen werden.

Da beraten doch viele Leute unsere Politiker, die sich ihr ganzes Berufsleben damit beschäftigt haben, die holen sich Hilfe bei Leuten, die die Berechnungen dazu durchführen usw. Deren Ergebnisse nicht zu vertrauen oder meinen, sie bei unvollständiger Kenntnisse der Daten widerlegen zu können, ist für mich nicht nachvollziehbar. Ich habe das vertrauen, dass die auf Basis richtiger Überlegungen nach bestem Wissen und gewissen entscheiden, aber nicht die Erwartung, dass alle Entscheidungen perfekt sind.

Trotzdem stelle natürlich ich auch Überlegungen und Abschätzungen an, bei denen ich aber möglichst nur wenige und gesichert Daten verwende. Aktuell wurden heute morgen 3.500 freie Betten auf Intensivstationen gemeldet, die für Coronapatienten zur Verfügung stehen, mit 691 sind rund 700 von den übrigen Betten mit Coronapatienten belegt, d.h. für Corona stehen also aktuell insgesamt 4.200 Betten zur Verfügung. Aktuell verdoppelt sich die Zahl der Infizierten rund alle 4 Tage. Wenn sich auch die Zahl an benötigen Betten alle 4 Tagen verdoppelt, benötigen wir in 12 Tagen 5.600 Betten. Dass so eine Entwicklung möglich ist, zeigen uns die Zahlen aus Italien und Spanien. Ob sich die Tage der Verdopplung der Coronakranken erhöht hoffen wir angesichts der Kontaktsperren etc., wissen es aber nicht genau. Diese grobe Abschätzung genügt mir dafür, die derzeitigen Einschränkungen zu akzeptieren und selbst alle unnötigen Kontakte zu vermeiden, auch wenn es mich für mich Verlust an Lebensqualität und Einkommen führt.

Und ich schreib es nochmal:
Lieber bleiben meiner Ansicht nach tausende von den bereitgestellten Betten leer weil zu vorsichtig gerechnete wurde, als wenn x Leute sterben müssen, weil es kein Bett für sie gab.

Jeder kann sich überlegen, was er als x noch akzeptabel findet.

Hans

P.S. Wenn das alles unter Kontrolle ist, muss unsere Gesellschaft diskutieren, was uns die "systemrelevanten" Berufe wert sind. Da reicht meiner Meinung nach keine Einmalprämie, sondern es geht um die dauerhafte Wertschätzung, sowohl finanziell als auch im Umgang miteinander, dem Respekt den wir diesen Personen im Alltag erweisen.

Taxman1997 27.03.2020 09:46

Zitat:

Zitat von ha_ru (Beitrag 2128022)
Hallo,

die ganze Rechnerei und Gegenrechnerei sollte man hier lassen, weil es zu vieler Annahmen bedarf und schon eine falsche Annahmen die Ergebnisse so verändern können, dass ganz andere Schlussfolgerungen gezogen werden.

Da beraten doch viele Leute unsere Politiker, die sich ihr ganzes Berufsleben damit beschäftigt haben, die holen sich Hilfe bei Leuten, die die Berechnungen dazu durchführen usw. Deren Ergebnisse nicht zu vertrauen oder meinen, sie bei unvollständiger Kenntnisse der Daten widerlegen zu können, ist für mich nicht
nachvollziehbar. Ich habe das vertrauen, dass die auf Basis richtiger Überlegungen nach bestem Wissen und gewissen entscheiden, aber nicht die Erwartung, dass alle Entscheidungen perfekt sind.

Trotzdem stelle natürlich ich auch Überlegungen und Abschätzungen an, bei denen ich aber möglichst nur wenige und gesichert Daten verwende. Aktuell wurden heute morgen 3.500 freie Betten auf Intensivstationen gemeldet, die für Coronapatienten zur Verfügung stehen, mit 691 sind rund 700 von den übrigen Betten mit Coronapatienten belegt, d.h. für Corona stehen also aktuell insgesamt 4.200 Betten zur Verfügung. Aktuell verdoppelt sich die Zahl der Infizierten rund alle 4 Tage. Wenn sich auch die Zahl an benötigen Betten alle 4 Tagen verdoppelt, benötigen wir in 12 Tagen 5.600 Betten. Dass so eine Entwicklung möglich ist, zeigen uns die Zahlen aus Italien und Spanien. Ob sich die Tage der Verdopplung der Coronakranken erhöht hoffen wir angesichts der Kontaktsperren etc., wissen es aber nicht genau. Diese grobe Abschätzung genügt mir dafür, die derzeitigen Einschränkungen zu akzeptieren und selbst alle unnötigen Kontakte zu vermeiden, auch wenn es mich für mich Verlust an Lebensqualität und Einkommen führt.

Und ich schreib es nochmal:
Lieber bleiben meiner Ansicht nach tausende von den bereitgestellten Betten leer weil zu vorsichtig gerechnete wurde, als wenn x Leute sterben müssen, weil es kein Bett für sie gab.

Jeder kann sich überlegen, was er als x noch akzeptabel findet.

Hans




Sorry für das Vollzitat, aber da wollte ich nichts rauslassen...






Guten Morgen!


Würde ich genau so unterschreiben! Ich erlebe zur Zeit in besonderem Maße, dass es eigentlich ein ziemliches Glück ist "zufällig" in Deutschland zu leben...


Auch wenn ich unsere Politiker eher kritisch sehe haben sie für mich selten ein besseres Bild abgegeben als jetzt in der Krise.


Mal ein kleines Beispiel: Wir bemühen uns jetzt seit einer guten Woche massiv unsere Tochter, die seit Anfang Januar erst in Australien und jetzt in Neuseeland verweilt, nach Hause zu bekommen. Wir haben mittlerweile drei Flüge gebucht und bezahlt die mittlerweile alle gecancelt worden sind, weil der internationale Flugverkehr spätestens seit dem Wochenende völlig zusammengebrochen ist und dürfen uns jetzt freuen, dass das Auswärtige Amt alles unternimmt um ca. 15.000 deutsche Touristen aus Neuseeland nach Hause zu holen. Und dabei macht auch ein Heiko Maas, den ich bisher eigentlich ziemlich kritisch gesehen habe, eine wirklich gute Figur. Von Neuseeland konnte ich heute Morgen lesen, dass die Neuseeländische Regierung nichts unternimmt um irgendwo gestandete Neuseeländer wieder zurück zu holen...


Von anderen Ländern will ich hier gar nicht anfangen...


Also, eigentlich gibt es auch in der Krise noch ziemlich viel positives zu sehen. Meine Meinung!


Viele Grüße vom linken Niederrhein und bleibt gesund!


Klaus

nex69 27.03.2020 10:05

Zitat:

Zitat von ha_ru (Beitrag 2128022)
Lieber bleiben meiner Ansicht nach tausende von den bereitgestellten Betten leer weil zu vorsichtig gerechnete wurde, als wenn x Leute sterben müssen, weil es kein Bett für sie gab.

Jeder kann sich überlegen, was er als x noch akzeptabel findet.

Das würde ich auch so unterschreiben :top:

In Deutschland und der Schweiz sind wir wirklich noch gut dran wenn man diese Zahlen vergleicht:
https://gisanddata.maps.arcgis.com/a...23467b48e9ecf6

In den USA explodieren die Fallzahlen grad. Auch die Todesfälle werden dort stark zunehmen. Man rechnet ja mit etwa drei Wochen zwischen Ansteckung und Tod.

Peabody 27.03.2020 10:17

Zitat:

Zitat von ha_ru (Beitrag 2128022)
P.S. Wenn das alles unter Kontrolle ist, muss unsere Gesellschaft diskutieren, was uns die "systemrelevanten" Berufe wert sind. Da reicht meiner Meinung nach keine Einmalprämie, sondern es geht um die dauerhafte Wertschätzung, sowohl finanziell als auch im Umgang miteinander, dem Respekt den wir diesen Personen im Alltag erweisen.

Ich glaube, da erwartest du zu viel von der dekadenten deutschen Gesellschaft & Politik.

kiwi05 27.03.2020 10:27

Zitat:

Zitat von nex69 (Beitrag 2128025)
In den USA explodieren die Fallzahlen grad. Auch die Todesfälle werden dort stark zunehmen. Man rechnet ja mit etwa drei Wochen zwischen Ansteckung und Tod.

Die registrierten Fallzahlen vom 11.03.2020 in den USA entsprechen den Todesfallzahlen von heute, 27.03.2020. 16 Tage.
In Deutschland entsprechen die Todesfallzahlen von heute den registrierten Fällen vom 04.03.2020 also 23 Tage Differenz.

.....und in Italien greifen die striktem Maßnahmen, die seit 9. März gelten nicht, um die Kurve abzuflachen.

Mir geht das ganz schön unter die Haut.


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