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wus 07.08.2022 01:19

Zitat:

Zitat von turboengine (Beitrag 2247819)
Das mit der “Photosythese” hätte ich auch noch gerne erklärt bekommen - Danke.

Und ich hätte gerne noch erklärt bekommen was Du mit
Zitat:

Zitat von turboengine (Beitrag 2247732)
Jedes Elektroauto benötigt beim Laden ein thermisches Kraftwerk

meinst. Das ist doch haarsträubender Unsinn???
Zitat:

Zitat von turboengine (Beitrag 2247935)
Die lohnendsten Flächen sind schon verbaut.

Für Deutschland stimmt das sicherlich nicht.

wus 07.08.2022 01:24

Was mich ärgert ist dass jetzt mit Hochdruck und recht radikalen Methoden ein LNG Terminal gebaut werden soll, bei Netz- und Windenergieausbau aber weiterhin nach der alten Leier und entsprechend langsam verfahren wird. So werden wir die Energiewende nicht schaffen.

Franco44 07.08.2022 07:17

Zitat:

Zitat von wus (Beitrag 2248122)
Was mich ärgert ist dass jetzt mit Hochdruck und recht radikalen Methoden ein LNG Terminal gebaut werden soll....

Damit entsprechen wir aber den Vorgaben unserer höchsten Staatsinstanz (USA).
P.S. Die macht gerade ein neues, übles Fass in China auf. :roll:

Energiewende habe ich anders verstanden. :?

atlinblau 07.08.2022 07:59

Zitat:

Zitat von wus (Beitrag 2248122)
Was mich ärgert ist dass jetzt mit Hochdruck und recht radikalen Methoden ein LNG Terminal gebaut werden soll, bei Netz- und Windenergieausbau aber weiterhin nach der alten Leier und entsprechend langsam verfahren wird. So werden wir die Energiewende nicht schaffen.

In den letzten Jahren wurde das Gasnetz in DE gut ausgebaut, auch um die Liefermengen von NS I+II verteilen zu können. Das ging deshalb so schnell, geschmeidig und geräuschlos, weil der Ausbau der Gasinfrastruktur im Rahmen der Rohstoffsicherung auf andere Gesetze zurück greifen kann, als der Ausbau der Stromleitungen...Enteignungen gehen beim Gas-Netzausbau "per Postwurfsendung" an sich wehrende Flächenbesitzer.
Das bisher daran nichts geändert wurde, wird schon seinen politischen Grund gehabt haben.

Robert Auer 07.08.2022 08:19

@wus: Die über Jahrzehnte geschaffene Abhängigkeit vom "billigen" Gas bekommen wir nun zu spüren. Billig ist nicht immer nachhaltig. Bleibt zu hoffen, dass ein Teil der Investitionen später für grünen Wasserstoff nutzbar ist.
Und dass nun ausgerechnet die langjährigen Warner vor dieser falschen Energiepolitik nun genau gegen ihre Überzeugungen handeln müssen, um die Wirtschaft und den sozialen Frieden zu bewahren, ist die Ironie der Geschichte.
Aber ich bin bei dir, dass ich mir auch mehr Dampf für den bevorzugten Ausbau der Regenerativen wünschte. Nur Einzelprojekte lassen sich eben schneller forcieren als eine höhere Akzeptanz in der Gesellschaft für Netzausbau, Energieeinsparung, Windkraft, Solaranlagenbau usw.. Von den Kosten für die Energiewende ganz zu schweigen.

@Franco44: Ich halte nichts von solchen vereinfachenden Halbwahrheiten. Willst du Zündeln?

KSO 07.08.2022 10:01

Zitat:

Zitat von wus (Beitrag 2248121)
Und ich hätte gerne noch erklärt bekommen was Du mit meinst. Das ist doch haarsträubender Unsinn???
Für Deutschland stimmt das sicherlich nicht.


Wenn E-Autos primär Nachts laden, ist die Aussage nicht ganz verkehrt. Nachts steht keine Wind- und Solarenergie direkt zur Verfügung und thermische Kraftwerke freuen sich geradezu über die Abnahme. Ist natürlich etwas schwarz/weiß gedacht. Ich verstehe es eher als Herausforderung die gelöst werden muss, z.B. Speicherung und mehr Lademöglichkeiten, dort wo die Autos tagsüber stehen (Arbeitsplatz).

und dein letzter Satz müsste eher heißen: Für Bayern stimmt das sicherlich nicht. :lol:

Panflam 07.08.2022 10:31

Zitat:

Zitat von Robert Auer (Beitrag 2248127)
Und dass nun ausgerechnet die langjährigen Warner vor dieser falschen Energiepolitik nun genau gegen ihre Überzeugungen handeln müssen, um die Wirtschaft und den sozialen Frieden zu bewahren, ist die Ironie der Geschichte.

Ich glaube eher das sie wissen, das es in absehbarer Zeit noch kein rentables Speichermedium mit hoher Kapazität für erneuerbaren Energien geben wird. Sicher, die Entwicklung schreitet voran, ist aber derzeit noch in den Anfängen.
Noch einmal ganz einfach dargestellt über was wir reden: Ich wohne am Oberrhein, die Sonne ist unter gegangen, die Windräder oben auf dem Feld stehen still. Unser E-Auto hängt am Netz, der Fernseher (oder PC) läuft, Kühlschrank ebenfalls, im Schlafzimmer läuft für die nächsten 2-3 Stunden die Klima.
Woher kommt der Strom?
Im Winter sind wir nicht selten 1-2 Wochen ohne Sonnen und Wind am Stück. Woher kommt diese riesige Menge an Strom, zumal immer mehr Leute beginnen mit Klimaanlagen und Heizlüfter zu heizen.
Ich versuche auch optimistisch zu sein, aber ich sehe für die nächsten Jahre keine Möglichkeiten auf fossile Energie verzichten zu können, auch wenn immer mehr Windräder gestellt werden und Solarflächen entstehen.

Gruß Jörg

perser 07.08.2022 11:13

Zitat:

Zitat von Panflam (Beitrag 2248129)
Noch einmal ganz einfach dargestellt über was wir reden: Ich wohne am Oberrhein, die Sonne ist unter gegangen, die Windräder oben auf dem Feld stehen still. Unser E-Auto hängt am Netz, der Fernseher (oder PC) läuft, Kühlschrank ebenfalls, im Schlafzimmer läuft für die nächsten 2-3 Stunden die Klima.
Woher kommt der Strom?

Noch einfacher dargestellt: Die durchschnittliche jährliche Sonnenscheindauer in Deutschland liegt in sehr guten Jahren bei 1500-1600 Stunden. Der Wind weht etwa 2000 Stunden jährlich in nennenswerter Stärke. Ein Jahr hat aber nun mal 8760 Stunden, in Schaltjahren noch mehr...

Robert Auer 07.08.2022 14:55

@Panflam&Perser: Ich denke, eure Erkenntnisse sind nicht neu. Ich habe selbst über 40Jahre am Oberrhein gelebt und kann das auch bestätigen.

Ja, ich sehe auch dass die el. Speicherung ein noch nicht gelöstes Thema ist. Jedoch gehört zur Wahrheit auch, dass hier im Norden die Windräder oft wegen der zu geringen Abnahmen aus dem Süden still stehen. Es fehlt aber daneben auch an der zu geringen Leistungsfähigkeit des gesamten Netzes und natürlich auch an der großtechnischen Erzeugung von grünem Wasserstoff. Deren Anwendung m.W. weltweit noch in den Kinderschuhen steckt.
Aber Altmeier und Co haben nicht nur die Entwicklung und Produktion von Solarenergie im Osten aufgegeben, sondern in ganz Deutschland auch den Netzausbau eher behindert sowie den Windkraft Offshore-Ausbau an den Küsten abgewürgt. Altmeiers Energiepolitik wurde selbst von der Industrie als unglücklich abgelehnt.
Wir werden zudem nicht nur einen Energiemix, sondern auch einen smarteren Energieeinsatz hinbekommen müssen.

atlinblau 07.08.2022 18:26

Ich finde den Gedanken durchaus glaubhaft, dass sich Altmeier als Politiker offensichtlich von zu vielen Lobbyisten anfüttern ließ.


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