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BadMan 29.05.2009 14:08

Zitat:

Zitat von katz123 (Beitrag 843306)
Der eigentliche Sinn der Profile ist, das man keine Ahnung haben muss von Bildschirm, Grafikarte, Drucker, Kamera: die Profile regeln alles sodass immer das gleich Ergebnis herauskommt.

Auch wenn ich nicht so viel Ahnung von Farbmanagement habe, möchte ich doch leise widersprechen.
Gerade, wenn man in einem Farbraum unterschiedlich von sRGB arbeitet, muss man wissen, ob das Ausgabemedium diesen überhaupt darstellen kann.
Es gibt irgendwo im Netz auch ein beeindruckendes Beispiel mit einem Farbkreis, der mit einem ziemlich exotischen Profil hinterlegt ist. In PS werden die Farben auch richtig wieder gegeben. In einer Software, die kein Farbmanagement beherrscht, ist dagegen Grün auf einmal Rot, Blau ist Gelb und so weiter (oder so ähnlich).

Dat Ei 29.05.2009 14:16

Hey katz123,

Zitat:

Zitat von katz123 (Beitrag 843306)
Der eigentliche Sinn der Profile ist, das man keine Ahnung haben muss von Bildschirm, Grafikarte, Drucker, Kamera: die Profile regeln alles sodass immer das gleich Ergebnis herauskommt. Der Haken ist nur, es funktionert überhaupt nichts.

Profile alleine regeln erstmal gar nix. Ohne ein Farbmanagment und Applikationen, die das Farbmanagement verwenden, nutzen einem sämtliche Profile nichts. Zudem kommen dann noch Fragen hinzu, wie Daten, die in verschiedenen Farbräumen vorliegen, ineinander überführt werden (Konvertierung und Rendering Intent). Nur wenn man um die Farbräume, die Frabraumkonvertierung oder -zuweisung und die diversen Redering Intents weiß, besteht Hoffnung, daß man unfallfrei durch den Workflow kommt.


Dat Ei

Dani25 29.05.2009 15:19

Nun ist es für mich als Anfänger in der DSLR-Technologie aber unverständlich, dass bei zwei Kameras so verschiedene Ergebnisse rauskommen. Ob die Farben auf meinem Windows PC mit Adobe Photoshop 7 nun exakt dargestellt werden oder nicht, kann ja nicht am Farbraum liegen. Sind beide Kameras gleich eingestellt, oder halt auf Auto, müssten die Fotos von beiden Kameras gleich (falsch) dargestellt werden.

Am Wochenende mache ich neue Fotos. Mit AdobeRGB, Neutral, Vivid und das mit der A700 und der D80.

Dass die Farben realer werden können, wenn ich nicht die Standardwerte nehme, ist mir klar. Vielleicht sind die Standartwerte der D80 auch näher an der Realität.

Auf was die Aussage des Fotofachhändlers, ja nicht sRGB, sondern AdobeRGB zu nehmen, begründet, weiss ich nicht. Ich weiss, dass mit beiden Einstellungen, also Standard (was wohl auch sRGB sein müsste) und AdobeRGB, die Farben falsch anzeigen. Ändere ich den Kontrast, stimmen die Farben eher. So habe ich das gestern ganz kurz ausprobiert.

Neue Fotos mit den Einstelldaten, setzte ich am Wochenende rein. Dann könnt ihr mir sagen, was ich falsch gemacht habe. Die A700 muss ich vielleicht auch anders bedienen, als die D80. Wenn ich schon lese, wie Anfänger mit der A900 miese Bilder machen, wird mir das mit der A700 ähnlich ergehen. Ich kenne die Kamera noch viel zu wenig. Mit der D80 kann ich fast so einfach farbechte Fotos machen, wie mit meiner MVC CD-300.

Ditmar 29.05.2009 15:29

Zitat:

Zitat von Dani25 (Beitrag 843328)
Mit der D80 kann ich fast so einfach farbechte Fotos machen, wie mit meiner MVC CD-300.

Und das geht definitiv auch mit der A700 ganz einfach.;) Ohne sich dabei verrenken zu müssen.

X-700 29.05.2009 15:37

@ Dani25: eigentlich steht Deine Frage schon in der Gebrauchs-
 
anweisung beantwortet - zumindest in meiner zur Alpha 200, weshalb ich unterstelle, daß es bei der Alpha 700 nicht anders sein wird.

Auf Seite 89 der Alpha 200 Gebrauchsanweisung steht folgendes:

"Bei der Anzeige von Bildern, die mit (Adobe RGB) aufgenommen wurden, mit der Kamera oder nicht mit Adobe RGB kompatiblen Geräten, werden die Bilder mit niedriger Sättigung angezeigt."

Ferner weist die Gebrauchsanweisung darauf hin, daß man Adobe RGB nur dann nehmen soll, wenn man Anwendungen und Drucker verwendet, die Farbmanagement und DCF 2.0 Option unterstützen, da sonst die Bilder nicht farbgetreu erscheinen.

Der Adobe RGB Farbraum wird auch nur dann empfohlen, wenn der Hauptzweck das Ausdrucken der Bilder ist, und das Hauptmotiv aus lebhaften Grün- und Rottönen besteht.

BadMan 29.05.2009 15:41

Zitat:

Zitat von Dani25 (Beitrag 843328)
Ändere ich den Kontrast, stimmen die Farben eher. So habe ich das gestern ganz kurz ausprobiert.

Jetzt verstehe ich gar nichts mehr.
Stimmen die Farben nicht oder sind die Bilder zu flau?
Die Sony-Modelle sind dafür bekannt, dass sie in den Standardeinstellungen die Bilder nur sehr moderat bearbeiten, inkl. Schärfe, Sättigung und Kontrast. Wenn Du es lieber knalliger haben möchtest, stellst Du halt einmalig die Regler in der Kamera hoch.

Übrigens sieht Dein AdobeRGB-Bild auch deutlich flauer aus, wenn man es in einer nicht farbmanagementfähigen Ungebung anschaut.

edit: war ich wieder zu langsam.

Dat Ei 29.05.2009 15:46

Hey Dani,

Zitat:

Zitat von Dani25 (Beitrag 843328)
Ob die Farben auf meinem Windows PC mit Adobe Photoshop 7 nun exakt dargestellt werden oder nicht, kann ja nicht am Farbraum liegen.

doch, das kann am Farbraum liegen. Laß doch endlich mal den AdobeRGB auf Seite und knips mit beiden Kameras im sRGB!!! Dann bekommst Du unter Windows sogar mit dem IE eine halbwegs verläßliche und vorallem vergleichbare Darstellung der A700- und D80-Bilder.


Dat Ei

Roland Hank 29.05.2009 16:12

Zitat:

Zitat von Dani25 (Beitrag 843328)
Nun ist es für mich als Anfänger in der DSLR-Technologie aber unverständlich, dass bei zwei Kameras so verschiedene Ergebnisse rauskommen.

Wenn man beide Kameras auf den gleichen Farbraum einstellt werden die Ergebnisse nicht all zu unterschiedlich sein.

Zitat:

Ob die Farben auf meinem Windows PC mit Adobe Photoshop 7 nun exakt dargestellt werden oder nicht, kann ja nicht am Farbraum liegen.
Doch. Wäre dein Photoshop richtig konfiguriert hätte es dir bereits beim Laden der beiden Bilder (Sony in Adobe RGB und Nikon in sRGB) mindestens bei einem der Fotos eine Warnung über den falschen Farbraum gegeben.

Zitat:

Sind beide Kameras gleich eingestellt, oder halt auf Auto, müssten die Fotos von beiden Kameras gleich (falsch) dargestellt werden.
Die Kameras waren aber nicht gleich eingestellt (Sony = Adobe RGB, Nikon = sRGB).
Dies ist den EXIF-Infos unzweifelhaft zu entnehmen !!!

Zitat:

Am Wochenende mache ich neue Fotos. Mit AdobeRGB, Neutral, Vivid und das mit der A700 und der D80.
Bitte tue dir den Gefallen und beginne erst mal einstellungstechnisch wieder bei Null. Automatischer Weißabgleich im Vergleich zu einem festen Setup (wobei mir 6300 K schon sehr hoch vorkommen). Aber auch Zeitautomatik (A) anstatt M, damit sollte dann wenigstens die Belichtung einigermaßen stimmen. Kontrast kannst du bei Naturaufnahmen etwas anheben, was bei der Nikon ja auch schon gemacht wurde (Kontrast = Stark). Auf Vivid kannst du hier glaube ich verzichten, der Modus ist eher dafür bekannt das er die Farben nicht realitätsgetreu wiedergibt.
Idealerweise würde ich noch ein RAW dazu machen, da kannst du im Nachhinein noch mit dem Weißabgleich varieren und genau sehen was er bewirkt.

Zitat:

Auf was die Aussage des Fotofachhändlers, ja nicht sRGB, sondern AdobeRGB zu nehmen, begründet, weiss ich nicht. Ich weiss, dass mit beiden Einstellungen, also Standard (was wohl auch sRGB sein müsste) und AdobeRGB, die Farben falsch anzeigen. Ändere ich den Kontrast, stimmen die Farben eher. So habe ich das gestern ganz kurz ausprobiert.
Diesen Rat würde ich nur Fotografen geben die genau wissen was Farbmanagment bedeutet. So eine pauschale Aussage finde ich einfach nur fahrlässig. Adobe RGB ist bei deinem Kenntnisstand über Farbräume aber in jedem Fall zu vermeiden.

Zitat:

Neue Fotos mit den Einstelldaten, setzte ich am Wochenende rein. Dann könnt ihr mir sagen, was ich falsch gemacht habe. Die A700 muss ich vielleicht auch anders bedienen, als die D80. Wenn ich schon lese, wie Anfänger mit der A900 miese Bilder machen, wird mir das mit der A700 ähnlich ergehen. Ich kenne die Kamera noch viel zu wenig. Mit der D80 kann ich fast so einfach farbechte Fotos machen, wie mit meiner MVC CD-300.
Auch mit einer A700 kann man ganz einfach ohne Aufwand farbechte Fotos machen.

Gruß Roland

aidualk 29.05.2009 16:41

du bist schon ein wenig Beratungsresistent, oder :evil:

wenn du deine Bilder im richtigen Farbraum öffnest, sind sie garnicht mehr soo unterschiedlich. Und wenn du dann noch die Unterbelichtung bei der Nikon und die Überbelichtung bei der 700 berücksichtigst, kommt ein ziemlich ähnliches Bild mit sehr änlichen Farben zustande. Schau mal (unbearbeitet, nur entsprechend geöffnet):

http://www.sonyuserforum.de/galerie/...nannt-1_16.jpg

Gruß

aidualk

P.S.: und nimm demnächst den sRGB für beide!

Roland Hank 29.05.2009 16:47

Um noch etwas Überzeugungsarbeit zum Thema Farbraum zu leisten empfehle ich folgende Seite:
http://foto.beitinger.de/browser_far...ent/index.html

Gruß Roland

Stempelfix 29.05.2009 23:19

Zitat:

Zitat von BadMan (Beitrag 843340)
Jetzt verstehe ich gar nichts mehr.

Das geht scheinbar nicht nur Dir so... :roll:

sturz 30.05.2009 03:37

[omg] :shock: ist das thema *immernochnichtdurch*?? dann stell doch die nikon auch so ein "AdobeRGB" (und nein, AUTO einstellung heisst nicht AdobeRGB!!)..wie der "fachhändler sagt" und nu?? suprise!suprise! Farben bei der nikon sind auch nicht mehr so schoen ?? tja.. paar links die hier gepostet wurden sollte man schon lesen und verstehen "wollen" koennen :roll: ..

btw: belichtungen sollten schon stimmen.. bei solchen vergleichen.. aber mach mal deine tests mit den "kreativstilen".. rofl..was der Fachhändler wohl dazusagen wuerde...:shock:


Zitat:

Zitat von Dani25 (Beitrag 842680)
AdobeRGB statt sRGB oder sonst was, soll ich laut meinem Fachhändler einstellen. Auch ist bei beiden Kaneras AdobeRGB eingestellt , was nicht dir Ursache sein sollte. Das Bild der D80 stimmt mit den Originalfarben wie ich sie sehe überein. Doch eigentlich muss doch eine Kamera auch auf AUTO die Farben recht rüberbringen. Nicht perfekt, aber nicht gleich falsch. Halt eben silber statt gold.


binbald 30.05.2009 10:51

Um auch noch mal den Senf dazuzugeben:

Wenn Du ihn AdobeRGB fotografierst, kann es Dir passieren, dass Dein Monitor oder Dein Drucker gar nicht in der Lage sind, die Farben richtig wiederzugeben. Je nach Modell schneiden die Ausgabegeräte nämlich Farben ab (z.B. die umfangreiche Grünstaffelung in AdobeRGB kann auf manchen älteren Monitoren gar nicht angezeigt werden).

Unterschiedliche Geräte interpretieren gleiche Farben unterschiedlich, abhängig von den jeweils getroffenen Einstellungen (Farbmanagement, etc.).

Tom 30.05.2009 19:40

Bitte einfach mal den einen oder anderen Link hier anklicken und sich nicht vom (Wurst-) "Fachverkäufer" verkohlen lassen...

CarlSagan 31.05.2009 13:36

Hallo Binbald!

Hier ein Belichter, der auch Farbprofile einbindet. Was ja nicht sehr häufig bei Versendern ist.
http://www.digiprinz.eu/infocenter.php?id=11

Es gibt bei Monitoren sehr wenige Modelle, die AdobeRGB darstellen. Im Konsumer Bereich meines Wissens garkeine.
Ich fotografiere grundsätzlich AdobeRGB, damit ich die Farbinformationen habe.
Hier mal was Grundsätzliches dazu:

http://farbe.wisotop.de/Arbeitsfarbraum.shtml

http://www.itp.uni-hannover.de/~zawi.../crtcolor.html

http://foto.beitinger.de/adobe_rgb/

Ich hoffe das hilft bei der Diskussion dem einen oder anderen.

Schöne Pfingstgrüße,
Eckhard


Zitat:

Zitat von binbald (Beitrag 843619)
Um auch noch mal den Senf dazuzugeben:
Wenn Du ihn AdobeRGB fotografierst, kann es Dir passieren, dass Dein Monitor oder Dein Drucker gar nicht in der Lage sind, die Farben richtig wiederzugeben. Je nach Modell schneiden die Ausgabegeräte nämlich Farben ab (z.B. die umfangreiche Grünstaffelung in AdobeRGB kann auf manchen älteren Monitoren gar nicht angezeigt werden).
Unterschiedliche Geräte interpretieren gleiche Farben unterschiedlich, abhängig von den jeweils getroffenen Einstellungen (Farbmanagement, etc.).


CarlSagan 31.05.2009 13:43

Hallo Dani!

Zuerst mal wirf das Kitobjektiv in die Schrankwand und kauf Dir etwas Vernünftigeres.
So eine Kamera verdient eindeutig besseres Glas !
Da dürfte fast jedes Objektiv besser sein.
Das Bild ist ja eine reine Kontrast- und Schärfekatastrophe!
Und wenn Dir "farbig" wichtiger als Schärfe ist, nimm sRGB und den Vivid-Modus.
Da kriegt man zwar fast Augenkrebs von, aber vielleicht hilft es ja.

Eckhard

Zitat:

Zitat von Dani25 (Beitrag 842376)
Hi zusammen
Habe eine A700 und das SAL1870. .....Was kann ich machen?


alberich 31.05.2009 13:55

Zitat:

Zitat von CarlSagan (Beitrag 844005)
Ich fotografiere grundsätzlich AdobeRGB, damit ich die Farbinformationen habe.

AdobeRGB in JPG?

Roland Hank 31.05.2009 14:32

Zitat:

Zitat von CarlSagan (Beitrag 844008)
Hallo Dani!

Zuerst mal wirf das Kitobjektiv in die Schrankwand und kauf Dir etwas Vernünftigeres.
So eine Kamera verdient eindeutig besseres Glas !
Da dürfte fast jedes Objektiv besser sein.
Das Bild ist ja eine reine Kontrast- und Schärfekatastrophe!
Und wenn Dir sRGB und den Vivid-Modus.
Da kriegt man zwar fast Augenkrebs von, aber vielleicht hilft es ja.

Eckhard

Sorry, aber ich kann’s schon nicht mehr hören (bzw. lesen). Für jedes nicht so optimale Bildergebnis ist die Kamera bzw. das (billige Kit-) Objektiv zuständig. Mit derartigen pauschalen Aussagen ist keinem Einsteiger geholfen.

Der fundamentale Fehler liegt in diesem Fall am Farbraum, bzw. dessen Handhabung und NICHT am Objektiv. Auch mit der billigen Kitscherbe kann man mit ein paar geeigneten Maßnahmen durchaus achtbare Ergebnisse, vor allem für’s WEB oder kleine Ausbelichtungen, erzielen.

Zitat:

Zitat von CarlSagan (Beitrag 844005)
Ich fotografiere grundsätzlich AdobeRGB, damit ich die Farbinformationen habe.

Das Adobe RGB durchaus die bessere Wahl darstellen kann ist ja unbestritten, nur muß man eben damit umgehen können und über Software verfügen die das beherrscht. Das ist im Einsteigerbereich normalerweise nicht vorhanden, daher nochmals für diese Zielgruppe eindringlich meine Empfehlung: Finger weg von Adobe RGB.

Wenn ich maximale Qualität erzielen will nehme ich RAW, da ist es egal ob man Adobe RGB oder sRGB in der Kamera verwendet, da die Zuweisung des Farbraums erst nach Interpolation des Bayer-Patterns erfolgt. Dies geschieht in diesem Fall erst im RAW-Konverter am PC.

Gruß Roland

CarlSagan 31.05.2009 14:54

Hallo Alberich!

Ja. Wieso?

Eckhard


Zitat:

Zitat von alberich (Beitrag 844014)
AdobeRGB in JPG?


alberich 31.05.2009 14:55

Zitat:

Zitat von Roland Hank (Beitrag 844024)
Das Adobe RGB durchaus die bessere Wahl darstellen kann ist ja unbestritten, [...]

Aber in einem 8-BIT JPG Adobe RGB zu verwenden ist nicht die bessere Wahl. Ein 8-bittiges JPG ist überhaupt gar nicht in der Lage den AdobeRGB Farbraum aufzulösen. Wenn es ganz dumm läuft ist es sogar die deutlich schlechtere Lösung (clipping etc.) . Hängt von den Farben des Bildes ab.
AdobeRGB ist genauso wenig "besser", als SSM zwangsläufig "schneller" sei. Ammenmärchen...
Aber AdobeRGB klingt nach "besser", also machen.

Roland Hank 31.05.2009 15:01

Zitat:

Zitat von CarlSagan (Beitrag 844034)
Hallo Alberich!

Ja. Wieso?

Eckhard

Weil du durch die 8 Bit Auflösung des JPEGs die Farbinformation schon derartig kastriert hast, das du dir Adobe RGB sparen kannst.

Gruß Roland

CarlSagan 31.05.2009 15:03

Hallo Roland!

Leider ist es nun mal so, dass die Gläser zu 2/3 entscheiden, was auf dem Sensor ankommt.
Und bevor ich mich dort um die Farben kümmere, beschäftigt mich doch erstmal die Schärfe und der Kontrast.
Farben kann man zur Not per EBV nachhelfen.

Und wer eine A700 hat, will sicher nicht für`s Web fotografieren, oder 10x13 Abzüge machen. Behaupte ich mal.

Deine Empfehlung in allen Ehren.
Aber ich denke dass Du nicht den Unterschied zwischen AdobeRGB und sRGB am Monitor Deines Vertrauens erkennen wirst.
SO gravierend sind die Unterschiede denn doch nicht.
Es sei denn, Du arbeitest im Studio mit einem geeigneten, kalibriertem Monitor.

Eckhard


Zitat:

Zitat von Roland Hank (Beitrag 844024)
...... das (billige Kit-) Objektiv zuständig. Mit derartigen pauschalen Aussagen ist keinem Einsteiger geholfen.
.......vor allem für’s WEB oder kleine Ausbelichtungen, erzielen.
.......Das ist im Einsteigerbereich normalerweise nicht vorhanden, daher nochmals für diese Zielgruppe eindringlich meine Empfehlung: Finger weg von Adobe RGB.
........maximale Qualität erzielen will nehme ich RAW
Gruß Roland


Roland Hank 31.05.2009 15:03

Zitat:

Zitat von alberich (Beitrag 844036)
Aber in einem 8-BIT JPG Adobe RGB zu verwenden ist nicht die bessere Wahl. Ein 8-bittiges JPG ist überhaupt gar nicht in der Lage den AdobeRGB Farbraum aufzulösen.

Gebe dir absolut Recht. Ich habe nichts gegenteiliges behauptet.

Gruß Roland

alberich 31.05.2009 15:18

Zitat:

Zitat von Roland Hank (Beitrag 844040)
Gebe dir absolut Recht. Ich habe nichts gegenteiliges behauptet.

Gruß Roland

Hallo Roland, war auch gar nicht so gemeint, als dass ich denken würde du sähest das anders. :)

CarlSagan 31.05.2009 15:20

Hallo Roland!

"Der Vorteil von AdobeRGB liegt nun darin, dass diese Informationen auch in der JPG-Datei noch in größerem Umfang enthalten sind als in sRGB. Dort kann man sie dann z.B. mit Gradationskurven, Helligkeit, Kontrast usw. verstärken und deutlicher sichtbar machen (wenn man z.B. Details in den Schatten besser zeigen möchte)."

"In Zahlen ausgedrückt (wieder einmal eine meiner beliebten, extrem starken Vereinfachungen - hier mache ich aus den Farbräumen eindimensionale Zahlenstränge... Die Zahlen bedeuten also keine RGB-Werte, sondern FARBEN) z.B.
RAW beinhalte Farben von 0 bis 200
sRGB kann Farben von 50 bis 180
AdobeRGB kann Farben von 20 bis 190
Der Drucker kann Farben von 34 bis 220
RAW->sRGB->Drucker: Farben von 34 bis 180 kommen aufs Papier
RAW->AdobeRGB->Drucker: Farben von 34 bis 190 kommen aufs Papier"

Eckhard

Zitat:

Zitat von Roland Hank (Beitrag 844038)
Weil du durch die 8 Bit Auflösung des JPEGs die Farbinformation schon derartig kastriert hast, das du dir Adobe RGB sparen kannst.
Gruß Roland


Roland Hank 31.05.2009 15:22

Zitat:

Zitat von CarlSagan (Beitrag 844039)
Hallo Roland!

Leider ist es nun mal so, dass die Gläser zu 2/3 entscheiden, was auf dem Sensor ankommt.

Ich behaupt, daß es zu 99% auf den Fotografen ankommt was auf dem Sensor ankommt. Die 2/3 kannst du dann auf das restliche Prozent aufteilen. :)

Zitat:

Und wer eine A700 hat, will sicher nicht für`s Web fotografieren, oder 10x13 Abzüge machen. Behaupte ich mal.
Sicher gibt es sehr gute Argumente für gute Objektive, daß ist doch unbestritten. Ich frage mich nur wie hier immer anhand eines niedrig auflösenden WEB-Bildchens (nicht Bildausschnitt) Rückschlüsse auf ein mieses Objektiv gezogen werden. Ich behaupte bei einer derartigen Verkleinerung ist kein Unterschied zwischen einer Kitscherbe und einem High-End-Objektiv zu sehen.

Zitat:

Deine Empfehlung in allen Ehren.
Aber ich denke dass Du nicht den Unterschied zwischen AdobeRGB und sRGB am Monitor Deines Vertrauens erkennen wirst.
SO gravierend sind die Unterschiede denn doch nicht.
Es sei denn, Du arbeitest im Studio mit einem geeigneten, kalibriertem Monitor.
Ich habe einen halbwegs gut kalibrierten Monitor und ja, ich sehe einen Unterschied und keinen kleinen würde ich behaupten.

Gruß Roland

alberich 31.05.2009 15:26

Zitat:

Zitat von CarlSagan (Beitrag 844039)
Aber ich denke dass Du nicht den Unterschied zwischen AdobeRGB und sRGB am Monitor Deines Vertrauens erkennen wirst.
SO gravierend sind die Unterschiede denn doch nicht.
Es sei denn, Du arbeitest im Studio mit einem geeigneten, kalibriertem Monitor.

AdobeRGB in JPG ist sinnlos. Punkt. Monitor hin oder her.
Die 8-Bit Grenze lässt sich nicht wegdiskutieren und für alle, die mit ColorManagement nicht vertraut sind, führt AdobeRGB so nur eher zu mehr Problemen als mehr Qualität.

Bei JPG einfach im sRGB- Frarbraum bleiben oder in RAW fotografieren. Bei der RAW-Entwicklung und der weiteren Verarbeitung des 16-Bit Tiffs ist es das Beste im Kamerafarbraum zu arbeiten, da dieser die Farben der Kamera optimal erfasst. Alles andere ist eh Quatsch. Warum sollte ich einen riesigen Farbraum benutzen (ECI, Prophoto etc.) wenn die Kamera diesen Farbraum gar nicht ausfüllt?
Am Ende der Kette kann man dann je nach Anforderung aus dem Kamerafrabraum in den entsprechenden nötigen Farbraum konvertieren.

Roland Hank 31.05.2009 15:27

Zitat:

Zitat von CarlSagan (Beitrag 844046)
Hallo Roland!

"Der Vorteil von AdobeRGB liegt nun darin, dass diese Informationen auch in der JPG-Datei noch in größerem Umfang enthalten sind als in sRGB. Dort kann man sie dann z.B. mit Gradationskurven, Helligkeit, Kontrast usw. verstärken und deutlicher sichtbar machen (wenn man z.B. Details in den Schatten besser zeigen möchte)."

"In Zahlen ausgedrückt (wieder einmal eine meiner beliebten, extrem starken Vereinfachungen - hier mache ich aus den Farbräumen eindimensionale Zahlenstränge... Die Zahlen bedeuten also keine RGB-Werte, sondern FARBEN) z.B.
RAW beinhalte Farben von 0 bis 200
sRGB kann Farben von 50 bis 180
AdobeRGB kann Farben von 20 bis 190
Der Drucker kann Farben von 34 bis 220
RAW->sRGB->Drucker: Farben von 34 bis 180 kommen aufs Papier
RAW->AdobeRGB->Drucker: Farben von 34 bis 190 kommen aufs Papier"

Eckhard

Wenn du solche umfangreichen Bearbeitungen an einen JPEG vornehmen willst, warum nimmst du dann nicht gleich RAW. Der einzige Vorteil von JPEG ist doch "Quick and Dirty".

Gruß Roland

alberich 31.05.2009 15:29

Zitat:

Zitat von CarlSagan (Beitrag 844046)
Hallo Roland!

"Der Vorteil von AdobeRGB liegt nun darin, dass diese Informationen auch in der JPG-Datei noch in größerem Umfang enthalten sind als in sRGB. Dort kann man sie dann z.B. mit Gradationskurven, Helligkeit, Kontrast usw. verstärken und deutlicher sichtbar machen (wenn man z.B. Details in den Schatten besser zeigen möchte)."

"Gradationskurven, Helligkeit, Kontrast usw. "... in 8-Bit...aber über "Qualität" fabulieren....

EDIT: Aus gegebenem Anlass sei noch einmal dieser Thread dem Interessierten empfohlen. http://www.sonyuserforum.de/forum/sh...ad.php?t=69575

CarlSagan 31.05.2009 15:30

Hallo Roland!

Schnell noch vor dem Kaffee (sonst gibt es ggf. Bild und Tonstörungen bei mir hier :mrgreen: )
---4272px × 2848px (skaliert auf 880px × 587px)---
Das sind die Bilddaten die ich habe.

Oder reden wir über verschiedene Bilder?

Eckhard


Zitat:

Zitat von Roland Hank (Beitrag 844047)
....
Sicher gibt es sehr gute Argumente für gute Objektive, daß ist doch unbestritten. Ich frage mich nur wie hier immer anhand eines niedrig auflösenden WEB-Bildchens (nicht Bildausschnitt) Rückschlüsse auf ein mieses Objektiv gezogen werden.....
Gruß Roland


Roland Hank 31.05.2009 15:33

Zitat:

Zitat von CarlSagan (Beitrag 844051)
Hallo Roland!

Schnell noch vor dem Kaffee (sonst gibt es ggf. Bild und Tonstörungen bei mir hier :mrgreen: )
---4272px × 2848px (skaliert auf 880px × 587px)---
Das sind die Bilddaten die ich habe.

Oder reden wir über verschiedene Bilder?

Eckhard

Wir reden hier aber nicht über Schärfe oder Rauschen wie sonst üblich, sondern über Farben und da gilt meine Aussage auch für "große Bildchen".

Gruß Roland

binbald 31.05.2009 16:20

Zitat:

Zitat von alberich (Beitrag 844048)
AdobeRGB in JPG ist sinnlos.

Kann ich nur unterschreiben. Bei entsprechenden Motiven (z.B. Wald mit sehr viel differenzierten Grüntönen) wird man sich bei jpg mit AdobeRGB sogar schlechtere Bilder einfangen als bei jpg mit sRGB.

AdobeRGB ist die schlechtere Universallösung.

guenter_w 31.05.2009 16:50

Es ist unglaublich, was hier für Schwachsinn in Hochpotenz verzapft wird!:flop:

Die einen wollen in Kamera-RAW Farbmanagement einstellen, die anderen haben mal was von Farbraumbeschränkungen in JPEG gehört haben wollen - ahnungslos sind so etliche. Und nicht zuletzt ist noch die vielgeschmähte Kitlinse schuld. Mann, Mann, Mann!

Da ist sogar noch der "Fachverkäufer" besser, der hat schon mal ein Adobe-Programm verkauft und weiß, dass es teuer ist. Und was teuer ist, muss ja gut sein!

Es ist nicht zu glauben, wieviel Nonsens in diesem vormals wirklich ordentlichen Forum verkündet wird. Das rauscht wie Hulle!

KHD46 31.05.2009 17:18

Für alle die es wirklich wissen wollen: http://foto.beitinger.de/adobe_rgb/

Roland Hank 31.05.2009 17:34

Zitat:

Zitat von guenter_w (Beitrag 844080)
Es ist unglaublich, was hier für Schwachsinn in Hochpotenz verzapft wird!:flop:

Die einen wollen in Kamera-RAW Farbmanagement einstellen, die anderen haben mal was von Farbraumbeschränkungen in JPEG gehört haben wollen - ahnungslos sind so etliche. Und nicht zuletzt ist noch die vielgeschmähte Kitlinse schuld. Mann, Mann, Mann!

Da ist sogar noch der "Fachverkäufer" besser, der hat schon mal ein Adobe-Programm verkauft und weiß, dass es teuer ist. Und was teuer ist, muss ja gut sein!

Es ist nicht zu glauben, wieviel Nonsens in diesem vormals wirklich ordentlichen Forum verkündet wird. Das rauscht wie Hulle!

Du willst mir jetzt aber nicht erzählen, daß in der RAW-Datei bereits ein Farbprofil enthalten ist. Und natürlich wird das Farbprofil erst vom RAW-Konverter angehängt nachdem das Bayer-Pattern interpoliert wurde. Ich weiß nicht mit welchem (oder überhaupt mit einem) RAW-Konverter du arbeitest. Bei ACR findest du unten zwischen "Bild speichern" und "Bild öffnen" einen Link wo du unter anderem den gewünschten Ziel-Farbraum einstellen kannst.

Gruß Roland

guenter_w 31.05.2009 17:41

Zitat:

Zitat von Roland Hank (Beitrag 844093)
Du willst mir jetzt aber nicht erzählen, daß in der RAW-Datei bereits ein Farbprofil enthalten ist. Und natürlich wird das Farbprofil erst vom RAW-Konverter angehängt nachdem das Bayer-Pattern interpoliert wurde. Ich weiß nicht mit welchem (oder überhaupt mit einem) RAW-Konverter du arbeitest. Bei ACR findest du unten zwischen "Bild speichern" und "Bild öffnen" einen Link wo du unter anderem den gewünschten Ziel-Farbraum einstellen kannst.

Gruß Roland

Kommentar überflüssig, da zwecklos... (richtig lesen schadet anscheinend)

KHD46 31.05.2009 17:45

Schwachsinn wird durch Methode nich besser. AdobeRGB hat sich in der Druckbranche als Standard etabliert und wird deshalb von manchen Verlagen und Bildagenturen als Arbeitsfarbraum gewünscht. Man kann es wählen, wenn es vom Auftraggeber verlangt wird, man eine ausreichende Softwareausstattung hat und über hinreichende Farbmanagement-Kenntnisse verfügt. Dasselbe gilt natürlich für andere große Arbeitsfarbräume sinngemäß.

Falsch angewendetes AdobeRGB ist nicht nur nutzlos, sondern es führt in vielen Fällen sogar zu sichtbar schlechteren Bildergebnissen. Wer noch fragen muß, welchen Farbraum er verwenden soll, sollte sRGB nehmen.

Wenn die Betrachtung auf normalen Bildschirmen und Ausgabe mit Tintenstrahldrucker oder Belichtungsdienst im Vordergrund steht, erzielt man mit AdobeRGB nur in den seltensten Fällen überhaupt wahrnehmbare Verbesserungen gegenüber sRGB. Ein AdobeRGB-Workflow ist immer etwas umständlicher als ein sRGB-Workflow, weil man auf die Erhaltung der Profile achten und für bestimmte Zwecke nach sRGB konvertieren muß. Ob die Vorführung auf hochwertigen Monitoren, LCD-Fernsehern und Beamern den Mehraufwand für einen großen Farbraum rechtfertigt, ist Ansichtssache. Wägt man diese Vor- und Nachteile gegeneinander ab, ist dem Hobbyfotografen nach heutigem Stand der Technik zur durchgehenden Verwendung von sRGB zu raten.

Roland Hank 31.05.2009 17:51

Zitat:

Zitat von guenter_w (Beitrag 844098)
Kommentar überflüssig, da zwecklos... (richtig lesen schadet anscheinend)

.. Lass mich nicht dumm sterben...
Ich bin schon gespannt auf deine Ausführungen.

Gruß Roland

LensView 31.05.2009 18:30

Zitat:

Zitat von binbald (Beitrag 844065)
Kann ich nur unterschreiben. Bei entsprechenden Motiven (z.B. Wald mit sehr viel differenzierten Grüntönen) wird man sich bei jpg mit AdobeRGB sogar schlechtere Bilder einfangen als bei jpg mit sRGB.

AdobeRGB ist die schlechtere Universallösung.

Wenn ich das lese geb ich guenter_w recht. Purer Schwachsinn...

Ob sRGB oder AdobeRGB besser ist hängt von vielem ab, hat aber definitiv absolut nichts nicht dem Dateiformat (jpeg, tiff, was auch immer) zu tun. Ob ein jpeg in sRGB oder AdobeRGB ist hat nichts mit der Bildqualität zu tun. Da AdobeRGB der größere Farbraum ist, eignet er sich, a priori, besser für die Bearbeitung (man hat halt mehr Reserven, aus dem gleichen Grund arbeitet man in 16bit statt 8bit).
Wenn man jetzt natürlich ein AdobeRGB jpeg einfach so ins Internet stellt oder ohne Farbmanagement mal eben ausdruckt, dann kann nix Gutes dabei rauskommen. Das Problem ist dann aber einzig der User, bzw dessen Unwissenheit.

binbald 31.05.2009 18:57

Zitat:

Zitat von LensView (Beitrag 844112)
Wenn ich das lese geb ich guenter_w recht. Purer Schwachsinn...

Wenn ich meine eigene Aussage so isoliert lese, muss ich Euch sogar recht geben... :lol:
So wie es dasteht ist es in der Tat ziemlich blöde.
Ich dachte, in Verbindung mit den anderen Aussagen bzgl. Ausgabegeräten, etc. wäre der Sinn und Zusammenhang klar. Dem ist anscheinend nicht so.


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