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Tom D 19.04.2012 07:27

Zitat:

Zitat von Dana (Beitrag 1307264)
Der gute, alte Erwin.

LOL

Zitat:

Zitat von Dana (Beitrag 1307264)


Da guck ich aber skeptisch. So schlimm war´s aber gar nicht. Ganz im Gegenteil, so schön erfrischend. Und danach hatte ich schön warme Füße.

hpike 19.04.2012 08:10

Der berühmte röhrende Hirsch aus den Wohnzimmern der 70iger Jahre sagt dir aber schon was oder? Das zerzauste hat wohl eher nichts mit jugendlich zu tun, sondern damit, das der sein Winterfell ablegt und das Sommerfell durchkommt.;) Egal, ich will hier nicht den ganzen Thread mit Hirschen zerquatschen.

Dana 19.04.2012 09:28

Zitat:

Zitat von Tom D (Beitrag 1307362)
Da guck ich aber skeptisch. So schlimm war´s aber gar nicht. Ganz im Gegenteil, so schön erfrischend. Und danach hatte ich schön warme Füße.

Ich glaub, du hast einfach in den sehr heftigen Himmel geguckt und da wurde das Gesicht automatisch so. :D

Zitat:

Zitat von hpike (Beitrag 1307369)
Der berühmte röhrende Hirsch aus den Wohnzimmern der 70iger Jahre sagt dir aber schon was oder? .

Den kenne ich wohl, aber der schaut ja wohl leicht anders aus als der hier. Somit werde ich ja wohl entschuldigt sein.

KSO 19.04.2012 17:35

Hallo Dana,
tolle Fotos! :top:
Die super zeigen, dass man auch bei "grauem" Wetter tolle Bilder machen kann.
(Ich lass da ja meistens meine Kamera stecken; sollte ich mal ändern :))
Glen Etive ist auch eines meiner Lieblingstäler. Im Sommer blühen dort riesige Büsche von Rhododendren.
Die spillerigen Bäume sind zwar pitoresk, aber erinnern mich immer etwas daran, das die schönen Highlands eigentlich das Ergebnis einer von Menschen gemachten Naturkatastrophe sind, da dies die traurigen Reste des schottischen Urwaldes sind. Die Highlands waren wohl mal komplett mit Wald bedeckt. Die schönen Grashänge sind eigeentlich eine ökologische Wüste. Jetzt fangen sie ja wohl an sehr viel mit Tannen-Monokulturen aufzuforsten. Damit haben sie leider schon einige fotogene Lochs verschandelt". Auch die Lachszuchtstationen in vielen Lochs stören immer häufiger auf den Bildern. :twisted:
Aber die Schotten können es sich leisten, es gibt immer noch viiiiiele bezaubernde Stellen in den Highlands; wie Du uns hier schön zeigst. :)

steve.hatton 19.04.2012 18:57

Zitat:

Zitat von KSO (Beitrag 1307643)
..
Die spillerigen Bäume sind zwar pitoresk, aber erinnern mich immer etwas daran, das die schönen Highlands eigentlich das Ergebnis einer von Menschen gemachten Naturkatastrophe sind, da dies die traurigen Reste des schottischen Urwaldes sind....

Naja wir brauchten halt ein wenig Holz für unsere Schifferl....

Tom D 19.04.2012 20:15

Dann hier mal eine Auswahl meiner Bilder der ersten zwei Tage:

08.04.2012

Stirling:








Mini-Viadukt:




Dürfte der (das?) Loch Awe gewesen sein:




"Unsere Brücke", die uns auf nicht direktem Weg zu unserem Haus führte:




09.04.2012


Bilder von auf der Connel-Bridge:






Irgendwo auf dem Weg zum Kilchurn Castle:



Ton in Ton:



Wie bei Frodo im Auenland:



Kilchurn Castle:



Mein Regenbogen:




Fortsetzung folgt.

steve.hatton 19.04.2012 22:01

Schöne Bilder die ihr da zeigt.

Ich kann`s gar nicht erwarten loszufahren:cry::D

Kilchurn Castle macht mir so einen HDR Eindruck, oder ist das "ganz normal" photographiert?

Dana 19.04.2012 22:32

Yaaay, mal noch ein paar andere Bilder! :D

Sehr schön, das mit der Brücke! Total klasse. AAAABER: zu früh!! Das kommt doch erst noch! :lol:

*mich mal an den Bericht setz*
Die Fotos sind schon fertig...los geht's, mal gucken, ob ich wach genug bleibe. :mrgreen:

erwinkfoto 19.04.2012 22:43

Ich würde jetzt Popcorn holen und warten, aber morgen muss ich ein Paar Kontrollen nüchtern antreten, es bleibt mir also nur zu warten :mrgreen:

Wir haben Probleme mit Internet, deshalb habe ich noch nichts hochgeladen.

LG,

Erwin

Dana 19.04.2012 23:56

Mittwoch, 11.4.2012 – Glenfinnan – Harry Potter Brücke!

http://abbund-cad-service.de/forum/t...1_mittwoch.gif
Karte von Gottlieb

Am frühen Morgen sprang ich als alter Harry Potter Fan flink aus dem Bettchen! Yaaay, heute sollte es also endlich sein! Das Wetter wurde von Tag zu Tag besser und heute trauten wir uns die lange Strecke zu, in der Hoffnung, es würde dort gutes Licht und Sonne geben. Harry Potter Film-Ort, wir kommen!

Doch als ich vom Freudensprung aufkam: „Auaaaaa“….mein blödes Knie.
Ich hatte mir, wie einige ja mitbekommen haben, direkt vor dem Urlaub irgendwas in der Kniekehle gerissen. Da erst morgen der Orthopädentermin ist, weiß ich immer noch nicht, was genau, aber es tut immer noch weh. Vor dem Urlaub wollte ich auf keinen Fall zum Arzt aus lauter Panik, dass der mich nicht fliegen lässt und mir ne Schiene verdonnert. Also habe ich die Tage die Zähne zusammen gebissen, aber so langsam spürte ich das Knie auch im Ruhezustand, was mir etwas Sorgen machte. Aber der Blick auf das schöne Wetter draußen ließ mich einfach an andere Dinge denken.

Ich humpelte ins Bad, machte mich fertig, ging ins untere Wohnzimmer und sah einen kleinen Schatten am Fenster. Was war denn das? Ich schaute näher, da flog dauernd ein Vögelchen hoch ans Fenster und wieder runter. Hoch ans Fenster und wieder runter. Als wolle es rein! Ich ging vorsichtig näher und sah, dass dieser kleine freche Vogel tatsächlich der dort heimischen Spinne das Futter aus dem Netz klaute! Sowas habe ich ja noch nie gesehen…flog einfach so im Flatterflug senkrecht nach oben und hackte im Netz nach den Insekten, die noch nicht ganz eingewickelt waren. Unglaublich.

Ich kuschelte mich kopfschüttelnd im unteren Wohnzimmer in den Sessel, Juddah und Stefan saßen da schon, an ihrem Tee nippend. Stefan hielt eine Karte und einen Kuli und grummelte vor sich hin. „Nein, du machst das jetzt alleine!“ Juddah schaute streng und Stefan zog eine Flunsch. Er hatte die wichtige Aufgabe, an die Eltern der beiden zu schreiben und ihm fiel nix ein. Auch mein Vorschlag, eine Kinderkarte zu schreiben (mia geht äs guht wie geht es eusch das wetta is schöhn das Essn is gut die Juddah haut mia imma) wurde knallhart abgelehnt, so ließen wir ihn mit seinem Kartenschicksal alleine und machten schon mal Frühstück.

In der Küche war es etwas eng, denn Biggi war heute Abend mit dem Kochen dran und kochte die Bolognesesoße schon mal vor, da wir sicher nicht sehr früh zurück kommen würden. Wir durften dann probieren. Woah, war die lecker!! Die Überlegung, mir den Ausflug zu sparen und mich lieber mit dem Topf auf den Balkon zu verziehen, ging im allgemeinen Ausrufen zum Aufbruch unter.

Alle wollten heute diese Drehorte von Harry Potter in Glenfinnan besuchen, so sparten wir uns ein Auto und stopften Tom und Biggi noch auf die vorhandenen freien Plätze in den anderen Autos. Als wir losfuhren, zeigte sich unser Loch Etive sehr freundlich:



(Beide vom Balkon aus geschossen)

Von daher waren wir alle guter Laune und hofften, es würde so bleiben. Wir fuhren die altbekannte Strecke Richtung Glen Coe, was bedeutete, dass kaum angehalten wurde, schließlich war schon alles abgeknipst, und wollten über eine bestimmte Brücke auf die anderen Seite. Dat war aber gar keine Brücke sondern eine Fähre. Wir fuhren also erstmal daran vorbei, ein Stück weiter, bevor wir anhielten, um uns zu besinnen. Fähre fahren war ja extrem lustig und so konnte man zwei Strecken fahren. Auf der einen Seite des Lochs Linhe hin und auf der anderen zurück. Dieses Argument beflügelte uns zur Kehrtwende und wir stellten uns brav an der Fähre auf Warteposition.

Die Fähre war (wie sollte es auch anders sein) natürlich gerade auf der anderen Seite. So nutzten wir die Zeit ein wenig zum Fotografieren.



Die Wolken hingen schon wieder bedrohlich, aber es gab immer wieder große blaue Lücken. Und das ist für Schottland schon echt blendendes Wetter. :D

Auf der Fähre genoss ich die Weite, die sich plötzlich auf der einen Seite erstreckte:



Die Einzelfahrt für so eine kleine Pupsstrecke kostete 7 Pounds. Ganz schön gesalzen. Wenn ich da überlege, dass die Rheinfähre 2 Euro kostet und nicht unbedingt viel weniger Strecke zurück legt….tse.

Auf der anderen Seite angekommen, fuhren wir genau fünf Meter, dann musste Gottlieb eine Vollbremsung hinlegen. Wir hatten ein altes Fischerboot entdeckt, das so herrlich idyllisch lag, dass wir es aufnehmen MUSSTEN.



Auch danach wurde es nicht viel besser. Wir fuhren ein paar Meter, hielten an, sprangen aus dem Wagen, knipsten wie verrückt in der Gegend rum, stiegen wieder ein, nur um nach ein paar Metern wieder quietschend stehen zu bleiben, alle rauszuspringen und dieselbe Prozedur zu wiederholen.

Wir fuhren die ganze Woche immer vorne, weil wir die größte Stehenbleibundknips-Frequenz hatten und die Anderen somit niemals auf uns warten mussten, sondern immer hintendran waren (und dann halt da warten mussten. :mrgreen:) Aber die Aussichten waren wirklich schön.



An einer Stelle erblickte Tino ein altes, verfallenes Haus, sein Lieblingsmotiv! Wir waren aber schon dran vorbei und hielten ein paar hundert Meter weiter, um Lichtstimmungen auf einer kleinen Landzunge aufzunehmen.



Tino schnappte sich nach Rücksprache mit Gottlieb schnell das Auto und fuhr zu dem Häuschen zurück.

…mit meinem Teleobjektiv drin. Ich wollte zum Auto, um das Objektiv zu wechseln…war’s wech! Gnaaaah! Nuja, dann eben warten…aber Licht ist ja in Schottland nicht unbedingt langlebig, so war es vorbei, als Tino strahlend zurück kam. Leider hat sein Strahlen nichts für das Motiv genutzt…

Und dann kam das vor, was im Urlaub noch NIE vorgekommen war. Wir fuhren plötzlich alleine! Die Anderen hatten angehalten! Wie jetzt… Wir fuhren rückwärts die Single Track Road zurück (aaaaahhhh, der linke Wegrand…!!!!) und quetschten uns noch vor die stehenden Autos. Der Grund ihres Anhaltens war folgender:



Und das war gleichzeitig Toms zweiter Wunsch für diese Woche gewesen. Im Wasser stehen und ne Zottelkuh sehen. Das war ne Zottelkuh vom feinsten, also latschte alles auf die Bremse – nur wir hatten sie übersehen. Neben der Zottelkuh gab es aber auch Plüschschafe. Eines stand da und schaute mich aber nicht an. Ich knipste es, fand es aber langweilig. Daraufhin rief ich: „HEY, SCHAF!!!“…und seht selbst:

HEY,SCHAF!!

Die Stimmung am Himmel wurde schon wieder bedrohlich, auch wenn immer noch irgendwo blau zu sehen war. Wieder mussten wir natürlich an jeder Ecke rausspringen:



Und noch bedrohlicher wurde es, als plötzlich lautes Kreischen erklang…wirklich lautes Kreischen…und sich Massen von Vögeln (Möwen wahrscheinlich) in die Lüfte erhoben.



Ohne Ton kommt das gar nicht so rüber, finde ich. Die Geräuschkulisse erinnerte stark an Hitchcocks „Die Vögel“. Uaaaaah….

Gänzlich unbeeindruckt davon führte eine Zottelkuhmama ihr Kind Gassi.



Der Regen setzte wieder mal ein, das kannten wir ja schon und es beeindruckte uns recht wenig. „Blende Acht, der Tropfen lacht!!“ kam das Motto von hinten. Am schönsten war aber Baumbaumbaumlückelückebaumbaumbaumlückebaum!!!! ! von Tino, der versuchte, Erwin zu helfen, welcher aus dem Wagen eine Stimmung knipsen wollte, aber vor lauter Bäumen nicht zum Schuss kam. Durch Tinos präzise Anweisungen gelang ihm dann doch in einer Lücke ein Foto (welches er aber sicher inzwischen wieder gelöscht hat, da aus dem Auto bei geschlossener Scheibe und während des Fahrens… ;) )

Und dann waren wir nach ein paar weiteren Kurven endlich am Ziel!

Glenfinnan. Ach du meine Güte. Ein Touri-Ort.
Gleich am Eingang verkleidete „Highlander“, so richtig in Montur…HELLO!!! schreiend, irgendwas Schottisches brüllend und so. Wenn ich eines hasse, dann das. Ich wich ihnen aus, wo ich nur konnte. Natürlich war das Wetter gerade nicht so toll, als wir dort ankamen. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt!!!



Dieser See ist der See, an dem im Potter-Film Hogwarts, die Zauberschule, steht. Damit das Bild auch wirklich Potterglaubwürdig ist, habe ich es dann doch mal so verändert, dass eindeutig bewiesen ist und kein Zweifel mehr besteht, wir waren wirklich in der Nähe von Hogwarts!!!



Die Brücke sah man von unten fast gar nicht. Im Film fährt da der Hogwartsexpress, eine uralte weinrote Dampflok darüber und Harry und sein Freund Ron haben eine gewagte Szene in einem fliegenden Auto direkt darüber. Als ich damals in Deutschland hörte, dass das in unserer Nähe sei, war mein sehnlichster Wunsch, dorthin zu kommen.

Die Brücke lag komplett im Schatten, drumrum komische Eisenbaracken. Och nöööö. Aber dann hieß es, man könne auf den Berg und es dann von oben anschauen. Ohweh, mein Knie…aber ich wollte es unbedingt. Es zwickte ganz schön beim Aufstieg, aber ich wollte da hoch. Also hielt ich durch und freute mich, als ich oben angekommen war. Aber von der Brücke war ich echt sehr enttäuscht. Das war echt nix von da. Tom, Tino und Thomas ließen sich nicht abbringen und wanderten durch das Halbmoor direkt zur Brücke hin. Das war ein ordentlicher Marsch und der Rest verzichtete dankend drauf. Aber den Namen „die drei mutigen T’s“ hatten sie damit weg. Ich vertrieb mir die Zeit, in die andere Richtung zu schauen und einfach die Lichtstimmung auf dem See zu genießen.



Gottlieb erklärte Rieke gerade irgendwas, das erkennt man am wichtigen Gesichtsausdruck (:D) und Erwin ruhte sich einfach einen Moment aus. Biggi freute sich, dass sie es bis oben geschafft hatte.



Und dann brach das Licht voll durch! Jeaaah! Schnell umgedreht und doch ein Bild von der Brücke geschossen, das einigermaßen geht und keine Müllhalde und keine Blechbaracken mit drauf hat.



Oli, unser Gewohnheitsschotte, wird sich wahrscheinlich die Haare rauffen, dass wir auf dieser Seite geblieben sind. Aber mein Knie hatte recht deutlich gezeigt, dass dieser Aufstieg schon mehr war als es eigentlich hätte tun wollen.

Stefan meinte freundschaftlich-kollegial, dass der Abstieg ja eigentlich noch viel schlimmer für so ein Knie sei…aber was half diese Erkenntnis, ich MUSSTE ja wieder runter. Gottlieb lieh mir dann sein Einbeinstativ, das unglaublich stabil ist und einen sehr breiten Gummifuß hat und mit dieser und Juddahs Hilfe kam ich heil unten an.

Fast.

Auf dem vorletzten (wirklich VORletzten) Meter, dem vorletzten Stein verdrehte sich mein Knie. Das tat SO weh, meine Güte. Ab da war normal laufen vorbei. Ich hoffte nur, dass das am nächsten Morgen wieder vorbei war und humpelte mit den Anderen noch vor zum See.



Danach ging es glücklicherweise nach Hause und ich verbiss mir während der Fahrt den Schmerz. Einmal hinkte ich sogar noch nach draußen, weil die Stimmung echt toll war:



Aber dann ging es straks nach Bonawe zurück, wo unser Haus und die Bolognesesoße auf uns warteten. Kurz vor dem Ziel war plötzlich jedwedes Wölkchen weg und ein reiner blauer Himmel tat sich auf, kurz bevor es Nacht werden sollte…also so was. Ja, das war wirklich NACH den anderen Bildern...so kann sich das Wetter in Schottland ändern.



Unser Haus lag leider schon im Schatten:



Bevor es Essen gab, stellte ich mich kurz noch auf den Balkon und wartete darauf, dass die Sonne gute Nacht sagte…und das tat sie auf recht hübsche Weise.



Danach gab es endlich die leckeren Spaghetti mit der super Soße und für Erwin hieß es „Hose aus!!!!“. Die war durch mehrere Stürze so dreckig, dass Jutta sie kurzerhand in die Waschmaschine stopfte und Erwin im Schlafanzug da sitzen musste. Erwin dazu: „Ist die Hose versaut, hatte ich Spaß!!“

Das wollen wir NICHT weiter gedanklich verfolgen.

Nachdem alles Essbare vertilgt und der Esstisch wieder blank war, lieferten Stefan, Juddah, Tom, Jutta und ich uns eine richtige Partie Poker. Ich hab da total Feuer gefangen (denn ich gewinne oft… :mrgreen:), aber ich denke, um um richtiges Geld zu spielen, wäre ich zu schissig.

Als die Karten so langsam verschwammen (ob vom Cider oder von der Müdigkeit sei dahin gestellt), sagten wir alle Ade und gute Nacht. Die Mitte der Woche war erreicht…zufrieden schliefen wir selig ein. =)

erwinkfoto 20.04.2012 01:09

:mrgreen: Das mit der Hose hatte ich vergessen :top:

Tom D 20.04.2012 06:52

Wieder mal sehr schön berichtet - das ganze auf diese Weise noch einmal Revue passieren zu lassen, macht wirklich Freude - Danke. :)


Zitat:

Zitat von steve.hatton (Beitrag 1307781)

Kilchurn Castle macht mir so einen HDR Eindruck, oder ist das "ganz normal" photographiert?

Es ist kein klassisches aus einer Belichtungsreihe entstandenes HDR sondern ein einzelnes, mit einem EBV-HDR-Effekt versehenes Bild. Mir gefällt dieser Effekt im Moment recht gut und ich habe 5 - 6 Bilder auf diese Weise bearbeitet. Ich kann aber verstehen, dass dieser Effekt möglicherweise nicht bei allen ankommt :)

Zitat:

Zitat von Dana (Beitrag 1307795)

Sehr schön, das mit der Brücke! Total klasse. AAAABER: zu früh!! Das kommt doch erst noch! :lol:

Ähm, meinst du das Mini-Viadukt? Das ist nicht Glenfinnan, sondern irgendwo zwischen Stirling und Oban (muss mal auf der Karte gucken, vllt. finde ich den Ort noch). Daher also nicht zu früh ;)

Wenn ich heute abend zu Hause bin, schreibe ich noch ein paar Zeilen zu unserem (TTT :)) Exkurs zur Brücke, inkl. Bilder natürlich.

---------- Post added 20.04.2012 at 06:55 ----------

Zitat:

Zitat von erwinkfoto (Beitrag 1307826)
:mrgreen: Das mit der Hose hatte ich vergessen :top:

*grins*

Am besten fand ich immer Erwins Froschpantoffeln (Gibt es ein Bild davon?) :mrgreen:

Dana 20.04.2012 08:43

Ich hab leider kein Bild der Froschpantoffeln. :D
Öörwin könnte ja eins nachtäglich machen, zum Zeigen.

@Brücke: nee, alles gut, ich hab unsere Brücke mit der bei Ballachulish verwechselt. Und diese Abendstummungen kommen erst noch. ;)

T.Hein 20.04.2012 11:56

Zitat:

Zitat von Dana (Beitrag 1307816)

Tom, Tino und Thomas ließen sich nicht abbringen und wanderten durch das Halbmoor direkt zur Brücke hin. Das war ein ordentlicher Marsch und der Rest verzichtete dankend drauf. Aber den Namen „die drei mutigen T’s“ hatten sie damit weg. Ich

Der Weg war wirklich schwierig. Besonders der Abstieg zu dem Teerweg, der vom Parkplatz zur Brücke führt, war echt brutal. Es grenzte schon an ein kleines Wunder, dass abends nicht noch mehr Hosen in die Waschmaschine mussten.

Für uns drei hat sich der Marsch durch den Matsch aber gelohnt.
Zumal unseren Bilder jetzt ein Hauch von Exklusivität anhaftet.

http://www.sonyuserforum.de/galerie/...4.2012_013.jpg

http://www.sonyuserforum.de/galerie/...4.2012_014.jpg

http://www.sonyuserforum.de/galerie/...4.2012_015.jpg

eac 20.04.2012 13:34

Zitat:

Zitat von T.Hein (Beitrag 1307910)
Teerweg, der vom Parkplatz zur Brücke führt

Da gab's nen Weg? :shock:

Und das sagt ihr uns erst jetzt?

Na ja, immerhin hatten wir dafuer Scones und warmen Tee und konnten am Glenfinnan-Monument ueber die kostenpflichtige Mauer schauen. ;)

Tom D 20.04.2012 18:26

Meine Ergänzung zum 11.04.2012
 
Es bildeten sich ja heute wie Dana bereits schrieb neue Fahrgemeinschaften. Ich fuhr bei Juddah, Stefan und Rieke mit - trotz Kompaktwagen und meiner langen Beine hatte ich doch reichlich Platz auf der Rückbank. Biggi fuhr bei Jutta und Thomas mit.
So fuhren wir heute also mit drei Autos los und blieben bis zum Zielort (Glenfinnan Viaduct) im Konvoi zusammen, was natürlich wieder Stopp and Go für alle bedeutete, und zwar gefühlt alle 100 Meter* ;). Doch die Haltepunkte, die durch unsere Scouts Dana, Gottlieb, Tino und Erwin, die mit ihrem Auto die Führung übernommen hatten, angesteuert wurden, boten allesamt lohnenswerte Motive.



Und einen dritten Wunsch hatte ich auch noch gehabt, neben im Wasser stehen und Zottelkuh fotografieren: Mindestens einen Leuchtturm fotografieren - hat geklappt:


Noch ein paar weitere Impressionen von der Fahrt bzw. den Stopps:



Und dann endlich Zottelkühe - die sind aber auch knuffig


Falls das Mobiltelefon mal ausfällt - Telefonzelle "in the middle of nowhere":


Am Glenfinnan Viaduct angekommen wurde nach einer Snackpause zunächst der Aussichtspunkt erklommen. Die Aussicht war jedoch eher bescheiden, so dass Thomas, Tino und ich uns entschlossen, dem Viadukt querfeldein doch etwas näher zu kommen und vor allen Dingen Punkte zu finden, von denen aus das Bauwerk besser abzulichten wäre. Wir sind doch nicht 3 Stunden* gefahren, um jetzt nur die Standardaussicht zu "genießen". Ich muss aber auch dazu sagen, dass die meisten auf Grund diverser Knie- und Gelenkprobleme nicht in der Lage gewesen wären, die Strecke, die wir uns vorgenommen hatten, mit zu gehen.

So ging es also über morastige Hügel und Wiesen zunächst auf eine Anhöhe, die schon mal einen deutlich besseren Blick über das Tal und die Brücke bot als der proklamierte Aussichtspunkt.


Beweisfotos:


Von dort aus mussten wir einen sehr steilen Abstieg von etwa 60° * Gefälle in Angriff nehmen, der nur durch Festhalten an einem entlang der Gefällstrecke gespannten Zaun möglich war. Danach noch ein Sprung über einen Bachlauf und wir waren nur noch wenige 100 Meter* vor der Brücke.
Nachdem wir ein paar mal um die Brückenpfeiler geschlichen waren,

entschlossen wir uns den Weg östlich hoch zu den Gleisen zu gehen. Recht schnell stand nun fest, dass wir die Brücke entlang des Gleises überqueren würden. Während der ganzen Zeit unseres bisherigen Weges hatten wir keinen Zug wahrgenommen, so dass wir annahmen, die Strecke würde nur durch den Dampfzug genutzt, der erst ab Mai verkehren sollte. Zudem gab es alle 50m* beidseits der Gleise Ausbuchtungen in der Mauerbrüstung, in die man sich im Falle eines Falles hinein stellen konnte. Tino nannte sie Weicheibuchten, da Nicht-Weicheier sich ja mitten auf das Gleis legen und den Zug über sich hinweg fahren lassen.

Noch ein Beweisbild:


Von der Brücke aus gab es dann noch sehr schöne und imposante Aussichten zu fotografieren.


Am westlichen Ende der Brücke, nach der zugverkehrfreien Überquerung, kletterten wir noch auf die 1,70m* hohe Mauerbrüstung um noch bessere Aufnahmepositionen zu bekommen - was tut man nicht alles für ein gutes Foddo :-)


Nach dem Abstieg aus Gleishöhe hinuter ins Tal konnten wir uns ganz entspannt auf den Rückweg zum Parkplatz machten, wobei wir uns fragten, was die anderen wohl die ganze Zeit gemacht hatten. Ein klein wenig plagte uns das schlechte Gewissen darüber, dass die anderen so lange auf uns hatten warten müssen, aber wir waren dennoch froh, diesen anstrengenden und abenteuerlichen Weg gegangen zu sein. Wir wurden dafür mit herrlichen Aussichten und Motiven belohnt.


Als wir dann wieder Richtung Heimat abfuhren, erkannten wir, dass die Gleise, die zum Viadukt führten, eine kurze Strecke parallel zur Straße verliefen und Juddah meinte dann plötzlich "Oh, schaut mal, da fährt jetzt ein Zug Richtung Brücke". Es handelte sich dabei um einen Nahverkehrszug. Gut, dass wir da die Brücke schon verlassen hatten - aber es hätte ja die Weicheierbuchten gegeben ;-)

Das Juddah-Stefan-Rieke-Tom-Auto fuhr dann auf direktem Wege ohne weitere Zwischenstopps (nur einmal, um einen Regenbogen zu fotografieren, der unmittelbar neben einem Haus endete - Dort wohnt jetzt ein reicher Mensch, wenn er den Goldtopf gefunden hat)


zunächst nach Oban, um im dortigen Tesco einzukaufen. Ich sollte am nächsten Tag kochen und wollte meine Zutaten kaufen, zudem hatte Dana uns einen Einkaufszettel geschrieben mit Dingen, die wir für das Frühstück und den Haushalt benötigten. Ganz oben auf der Liste stand "Keine Butter" (es war noch soviel im Kühlschrank). Haben wir aber im ganzen Laden nicht gefunden. "Keine Butter" hatten die dort einfach nicht. Und Würfel standen auf der Liste - gab´s aber auch nicht. Also wurde abends Texas Hold'em Poker gespielt - und Dana hat uns abgezockt ;)

* Alle Mass- und Zeitangaben sind geschätzt und können maßlos über- oder untertrieben sein ;-)

Irmi 20.04.2012 18:40

Ach was ist das schön, die lustigen Berichte zu lesen und dabei die schönen Fotos anzusehen :top:. Ich freu mich schon, daß es noch ein paar Tage sind, über die Ihr berichten könnt.

@Dana, toi, toi, toi für Dein Knie, dass es nicht allzusehr kaputt ist. Meins ist ja im lezten Irlandurlaub kaputt gegangen. Geschädigt war´s ja schon vorher, aber 4 Wochen nach dem Urlaub kam´s dann unters Messer. Jetzt sag ich mal, daß es zu 85% wieder hergestellt ist:?. Und deshalb fahren wir noch mal nach Irland und Nordirland;), weil ich eben im letzten Jahr nicht laufen konnte.

Dana 20.04.2012 19:03

Hihihi, Tom, JAAAA, ich hab euch abgezockt!!!! :cool: :lol:

Schöne Bilder, das mit der Brücke hat sich echt gelohnt, bin schon etwas neidisch auf die tollen Perspektiven! :D

@Knie: Orthopäde hat bös geschimpft. :(
Knie ist stark gezerrt, ein paar kleine Muskelfasern sind gerissen, aber ein großes Loch konnte er gottseidank nicht spüren, ich bekam offeriert, dass das noch wochenlang Beschwerden bringen würde, die Achillessehne ist total überlastet und entzündet.

Nun noch mehr Tabletten schlucken als ich eh schon tu...ach, auf die kommt's auch nicht mehr an. :mrgreen:

*Bericht schreiben geh*

Foddos für den nächsten Tag sind schon fertig bearbeitet.

EDIT: Fäddisch! :D

Donnerstag, 12.4.2012 – Glen Nevis

http://abbund-cad-service.de/forum/t...donnerstag.gif

Heute war definitiv nicht mein Tag, das merkte ich schon beim Aufstehen. Mein Bein hatte sich vom Schock des vorigen Tages erholt…und war aus seiner Starre aufgewacht, mit der Folge, dass es sich nun kontinuierlich lautstark über meine Unmöglichkeit beschwerte. Gottseidank war das Bein nicht mehr so komisch steif, es tat nur bei bestimmten Bewegungen weh, also war ich trotzdem frohgemut.

Ich nahm erstmal eine Regenwasserdusche. Das Haus hatte aufbereitetes Regenwasser und unsere Dusche hatte einen in die Decke gebauten Duschkopf mit ungefähr 25cm Durchmesser. Das war einfach total klasse, da drunter zu stehen! Entspannt kam ich dann (zwischendurch hatte ich mich abgetrocknet und angezogen!) zum Frühstück.

Was ich vergessen hatte: Heute ging es in den Glen Nevis. Dies bedeutete HOCH und RUNTER. Dort ist es recht bergig, aber es sollte auch sehr schön sein. Somit verpasste ich meinem Knie einen Maulkorb und es ging munter los.

Stefan und Juddah waren heute nicht bei uns. Sie waren früh aufgebrochen, da sie die nächsten zwei Tage auf der Insel „Skye“ verbringen wollten. Dazu übernachteten sie dort. Der Rest fuhr zusammen, so verließen drei Autos das Haus Richtung Fort William, das eigentlich die letzten Tage immer so der Anknüpfungspunkt war für die Touren. Von dort ging es ins Glen Coe, von dort ging es auch nach Glenfinnan (wenn man nicht die Fähre fuhr) und von dort ging es auch zum Glen Nevis. Der Ben Nevis ist der höchste Berg von ganz Groß Britannien, allerdings hatten wir nicht vor, DEN zu erklimmen. So verrückt war dann doch keiner von uns. Aber im Glen Nevis wollten wir ein wenig hoch und runter kraxeln.

Auf dem Weg da hin wurde recht selten angehalten, einen Großteil der Strecke kannte man doch. Zwischendurch wurde kurz Pause gemacht und ich sah, wie Rieke Gottlieb und Erwin auf einer Bank fotografierte. Ich stutzte. Was war denn daran so besonders? Gottlieb und Erwin hatten sich halt auf ne Bank gesetzt. Ich nahm die Szene mal von weitem auf und blieb skeptisch.



Ich weiß nicht, ob man es auf meinem Bild sehen kann: die Bank hatte keine Sitzfläche! Die beiden klemmten sich also zwischen Banklehne und Boden und hielten sich aus Muskelkraft. :D Rieke, hast du das Bild vielleicht parat? :D

Danach war kurz Klopause (ist ja für Mädchen immer etwas schwierig, so zwischen Büschen und Bäumen, so haben wir immer ne Möglichkeit gesucht, wo Zivilisation uns eine Toilette bot. ;)) und zack, war Tino mal wieder weg, Cache suchen. „Lest mich einfach vorne an der Straße auf, ich bin da dann irgendwo!“

Ok… Wir fuhren los, an der Straße lang, Tinos Namen laut rufend. Keine Antwort. Wir winkten die anderen beiden Autos vor und ließen sie schon fahren, da wir ja keine Ahnung hatten, wo Tino nun steckte. Bald waren die Autos außer Sichtweite, wir fuhren laut rufend am Straßenrand mit Tempo 2km/h und irgendwann etwas später sahen wir auch Tinos Schopf in der Ferne auftauchen. Ich grummelte etwas rum, Tino tat’s leid und alles war wieder gut. :D

Wir fuhren also eine Weile isoliert und ließen es uns aber nicht nehmen, ein paar Mal anzuhalten und die Aussicht mitzunehmen.



Erwin kletterte, wie immer, überall drauf, damit er ungefähr unsere Knipshöhe hatte:



(:mrgreen: *schnell wegrenn*)

Tino legte sich MITTEN auf diese Straße.



Motiv-Ideen müssen umgesetzt werden, koste es das eigene Leben!! Es kamen durchaus auch immer mal Autos, von daher war das so ungefährlich nicht.

(Erwin, zeig mal das Bild dazu!)

Dann waren wir endlich an den unteren Wasserfällen des Glen Nevis angekommen. Ich hatte vor einiger Zeit Tom schon eine sms geschrieben, dass sie nicht warten sollten, wir kämen dann schon irgendwie nach. Wir konnten ja schlecht erwarten, dass die Großgruppe die ganze Zeit auf uns Nachzügler wartete.

Als wir dann an den Wasserfällen unten stoppten, um in Ruhe zu fotografieren, kam nach einer Weile der silberne Vouxhall von Tom und Biggi angefahren, mit einem etwas besorgten Tom drin. Als er uns dann sah, war er schon mal froh und ich erfuhr, dass im Glen Nevis-Bereich absolut KEIN Handyempfang war. Oups…sorry…

Auf jeden Fall fuhr er dann wieder hoch, um der Gruppe mitzuteilen, dass das lange Warten nun ein Ende hatte… :oops: :D

Wir fotografierten den Wasserfall weiter. Gottlieb und Tino verschwanden sogar weiter unten, aber da traute ich mich nicht hin. Ich bin leider furchtbar schwindelig und kriege schnell Panik, wenn was steil ist. Leider schien ich das für eine Weile dann doch vergessen zu haben, denn ich wagte mich vor auf diesen Vorsprung:



Um ihn herum ging es ein bis vier Meter (je nachdem, wo) hinunter. Und plötzlich kam der Schwindel. NUR KEINE PANIK JETZT!!...dachte ich mir und sah mich schon fallen. Ich drehte mich im Schneckentempo um, das Herz sprang fast aus der vorgesehenen Körperhöhle, doch ich schaffte es, weg von dem Vorsprung zu gehen…ganz langsam.

Ich sag ja…das war nicht mein Tag. Es gibt auch keinen anderen Tag, an dem ich SO wenige Aufnahmen machte wie an diesem. Der Ordner zählt gerade mal 23 Bilder. Ich versuchte mich dann noch an einer Tele-Aufnahme von einem sehr hübschen Stück Wasserfall und dann wartete ich einfach geduldig, bis alle wieder da waren. Über so einen Tag Ärger zu empfinden, bringt auch nix…man wartet einfach ab, bis es besser wird. :D



Wir fuhren dann die restliche Strecke in einem durch und kamen auf dem Hauptparkplatz an, von dem aus der Fußweg durch das Tal begann. Ich hatte diesmal meine Bergstiefel angezogen, damit das Bein so stabil wie möglich war und ich auch durch Wasser durch konnte ohne Probleme. Und das war gut so.

Der Weg war zwar nicht übermäßig steil, auch wenn es kontinuierlich nach oben ging, aber holprig, steinig und immer wieder durchbrochen von Wasserstürzen, die durch hohe Steine vom Weg abgetrennt waren. Also immer wieder aufsteigen, ansetzen und hüpfen…mein Knie sang Zeter und Mordio. Aber hey, aufgeben ist nicht!!! Es ging weiter nach oben und ich merkte, wie die Schmerzen zunahmen. Aber man ist dann irgendwie zu stolz zum Aufgeben. Ich kämpfte mich also weiter vor, dann sahen wir Biggi, Jutta und Thomas, die uns entgegen kamen und uns zum Halten aufforderten.

Ich hatte währenddessen völlig unmotiviert genau zwei Bilder gemacht:



Eher lustlos hielt ich die Kamera in der Hand, machte dann aber ein Bild von Biggi, die sich tapfer zu uns durchkämpfte:



Dann wurde ich ernst von den beiden Frauen angeschaut:
„Du mit deinem Knie…DAS ist kein Weg für dich! Lass das lieber!“ Der Weg war wohl immer schwieriger geworden, rutschig und steil.

Ich versuchte, meine Erleichterung nicht zu sehr zu zeigen, aber ich war es. Denn nun hatte ich quasi eine Entschuldigung, nicht weiter zu müssen und ich wurde nicht unangenehm von dem Weg überrascht. Ich ließ mir also den Autoschlüssel geben, während Gottlieb, Tino und Erwin weiter gingen. Die anderen drei nahmen mich mit zurück und ich hockte mich ins Auto. Kaum saß ich, schüttete es wieder aus Kübeln. Da taten mir alle Wanderer sehr leid, die gerade unterwegs waren.

Als Gottlieb wieder zurückkam, erfuhr ich, dass so ziemlich jeder sich einmal auf die Schnüss gelegt hatte. Gottlieb war sogar leicht verwundet, weil er sich mit der einen Hand aufgefangen hatte, um die andere mit der Kamera hoch in die Luft zu halten. Ohmann… Ich war wirklich froh, dem entgangen zu sein.

Das Wetter war mehr als mies, zum Fotografieren hatte ich hier keine Lust mehr, so beschlossen wir, als alle wieder da waren, ein Restaurant zu suchen, wo wir eine Kleinigkeit essen konnten. Wir fanden eins, in dem sogar schon die Queen war! Fotos bewiesen das. Wir fühlten uns also sehr wichtig und königlich. :D
Dort überlegten wir dann, wie wir den Rest des Tages gestalten wollten. Da Tom abends für alle kochen wollte, wollte er auch schon heimfahren und alles in Ruhe vorbereiten, wir anderen wollten langsam zurück fahren und einen Umweg um Loch Leven herum fahren, einfach so.

Tino hatte allerdings andere Pläne. Als er hörte, dass Tom und Rieke wirklich bis am Wasserfall in der Schlucht waren und dort sogar über die Helden-Brücke gewackelt waren (nur ein Seil mit zwei Armseilen zum Halten), wollte er uuunbedingt dort noch hin! Er versuchte, Erwin dazu zu überreden, mit zu kommen und rechnete durch, wie viele Autoplätze dann noch frei waren, wenn er das Auto mitnehmen würde…. Die ganze Truppe geriet in Aufruhr und in Diskussion, denn alle fanden diese Idee mehr als hirnrissig, regnete es doch gerade wirklich stark.

Tom und Rieke rieten ihm dann ab, da beide ebenfalls stark unfallgefährdet gewesen waren und durch den Regen nun alles noch rutschiger sein würde. Aber erst das Zeigen eines Bildes des Wasserfalls brachte ihn vom Vorhaben ab. „Was…SO sieht es da aus?? Na dann….“ Hach, danke.

Wir fuhren also einfach gemütlich heim, mit dem geplanten Umweg. Und das lohnte sich so richtig!! Zuerst zog uns eine Lichtstimmung am Loch Lihme noch in Bann:



Und so sieht es aus, wenn man sich um 180° dreht... :D



Überall standen SonyUserforumfotografen herum wie Pilze aus dem Boden und knipsten. :D

Die Sonne brach nochmals voll durch und hüllte das Loch Leven in wunderschönes Abendlicht. Wir haben alles auf Chip gebannt und standen dann einfach noch etwas und genossen.





Dann ging es heim zu Tom, der uns ein wirklich leckeres Lachs-Gulasch vorsetzte.

Plötzlich klingelte es an der Tür. Tino ging hin, Tom ging mit. Sie kamen eine Weile nicht zurück, dann erschienen sie mit etwas skeptischen Mienen.
„Da war ein Typ, der wollte einen Wohnwagen holen…“ Hä? Wohnwagen? Bei uns? Das hätten wir ja wohl gesagt bekommen… Und schon tobten die Überlegungen Richtung „der checkt sicher die Lage, ob wir da sind, wie viele wir sind und wann wir weg sind!!!!“….schon leicht matschig vom Birnencider kam doch leichte Angst vor einem Einbruch.

„Der läuft da draußen rum!!!“ Alles lief zum Fenster und verfolgte, wie jemand dort an der Straße lief. Plötzlich weiter hinten: FEUER! Ohgott. Die brannten da was nieder!!

Jaja, was die Dunkelheit so alles in die Köpfe setzt… Dann kam ein Lichtkegel durch das obige Feld auf unser Haus zu. Oooooooohhhhhh!!!! Aber dann entdeckte ich ein Kind mit dabei. Ah…wo ein Kind dabei war, konnte es doch nicht so kriminell zugehen.

Das Feuer entpuppte sich als Lagerfeuer, der Einbrecher als Camper mit Familie. Aber hey, ein wenig Aufregung schadet nie! :D
Dann waren wir so richtig bettreif und ich freute mich auf einen Tag, der hoffentlich besser wurde als der erlebte.

Und das wurde er… ;)
Aber das ist eine andere Geschichte und soll ein andermal erzählt werden. :mrgreen:

Tom D 20.04.2012 20:18

Schön - schön - schön - schön :)

Ich schreib morgen dann noch was über den Marsch mit Rieke zum Wasserfall.

Dana 20.04.2012 20:34

Naja, diesmal wars ja nicht so schön. :mrgreen:

Aber morgen, hey, da ist wieder mehr los. ;)

*schon mal Bilder bearbeiten geh*

erwinkfoto 20.04.2012 20:41

Bin unterwegs aber es gibt 2 Korrekturen ;)

...ich wollte nicht auf eure Höhe kommen! grrr :itchy::twisted:, dazu fehlte noch ein Stück ;) :mrgreen:
und
Tino & Erwin gingen gucken (beim Wohnwagen Kleptomane).
Ob Tom hinter uns war kann ich nicht sagen.

LG,

Erwin - auf dem Weg zur Luminale...

Dana 20.04.2012 21:13

Ach, DU warst der zweite Mutige. :D
Ich hatte irgendwie Tom im Kopf.

Soll ichs verbessern?^^

RF48 20.04.2012 22:45

So, dann auch ein paar Fotos von mir.

-> Bild in der Galerie
Hier ist das Foto von der fast neuen Bank mit Gottlieb und Erwin.


-> Bild in der Galerie
Und hier ist der Wasserfall, den Erwin nicht mehr erwischt hat.


-> Bild in der Galerie
Tom vor mir auf der Brücke.

-> Bild in der Galerie


-> Bild in der Galerie
Der Weg zum Wasserfall war glitschig, steil und gefährlich.
Fast wäre meine neue Alpha 77 zu Bruch gegangen.
Aber sie hat den Sturz überlebt.
Mein Knie blieb auch verschont.


-> Bild in der Galerie
Dann hab ich auf diesem Weg auch noch einen Wassergeist fotografiert.

Gruß
Rieke

Dana 20.04.2012 22:57

Der Wassergeist ist SO cool!
Der sieht schon im Thumb total klasse aus.

Und jeaaah, Gottlieb und Erwin auf der Bank! :lol:

steve.hatton 20.04.2012 23:06

Interessant ist die unterschiedliche Wirkung der zwei Perspektiven der Drahtseilbrücke:

Das erst sieht schwierig bis gefährlich aus, das zweite eher harmlos...

Meine Frau meinte dazu: "Vergiss es !:evil:"

Irmi 21.04.2012 11:29

:shock: Oh, wunder, daß die beiden dünnen und morschen Rückenbrettchen an der Bank das ausgehalten haben.:top: Sehr witziges Foto.

Tom D 21.04.2012 12:40

Meine Ergänzung zum 12.04.2012
 
Zitat:

Zitat von Dana
... und zack, war Tino mal wieder weg, Cache suchen. „Lest mich einfach vorne an der Straße auf, ich bin da dann irgendwo!“

Ok… Wir fuhren los, an der Straße lang, Tinos Namen laut rufend. Keine Antwort. Wir winkten die anderen beiden Autos vor und ließen sie schon fahren, da wir ja keine Ahnung hatten, wo Tino nun steckte. Bald

waren die Autos außer Sichtweite, wir fuhren laut rufend am Straßenrand mit Tempo 2km/h und irgendwann etwas später sahen wir auch Tinos Schopf in der Ferne auftauchen.

Ja, der Konvoi wurde auf diese Weise getrennt und ich fuhr Richtung vorher vereinbartem Treffpunkt voraus, Thomas und Jutta hinter uns her. Nach einiger Zeit ging es wieder auf einer Single Track Road weiter, die sowohl durch die Kurven als auch durch die Aufs und Abs stark an eine Achterbahn erinnerte.

Besagter Treffpunkt sollte ein Parkplatz ganz am Ende der Straße sein, von dort wollten wir zu Fuß weiter gehen. Den von Dana beschriebenen Parkplatz an den "Wasserfällen unten" hatten wir auch gesehen und uns gefragt, ob denn hier schon das Ende der Straße sei. Dann haben wir aber gesehen, dass es doch noch weiter ging und so sind wir noch ein paar Meilen weiter bergauf gefahren, um dann eine viertel Stunde später den Parkplatz am Eingang des Glen Nevis zu erreichen. Wir rechneten alle damit, dass Dana, Gottlieb, Tino und Erw, nein Örwin, so 5 - 10 Minuten später eintrudeln würden. Weit gefehlt. Nach einer halben Stunde begannen wir uns Sorgen zu machen und so beschloss ich, nach ihnen zu suchen. Ich fand sie dann fröhlich herumspringend und fotografierend an besagten unteren Wasserfällen. Mit einem leicht vorwurfsvollen Ton machte ich zunächst Gottlieb und dann Dana darauf aufmerksam, dass wir anderen doch oben warten würden;). Daraufhin meinte Dana, sie hätte mir doch eine SMS geschrieben. Ja, dort unten bei den Wasserfällen konnte ich sie dann auch lesen - oben war halt kein Empfang gewesen. Kann ja mal passieren, ich war schon mal froh, dass ich alle heil wiedergefunden hatte:top:. Nachdem ich dort unten auch noch ein paar Bilder gemacht hatte,



fuhr ich wieder hoch zu den anderen, um ihnen mitzuteilen, dass die Vermissten bald nachkommen würden und dass wir ruhig schon mal vor laufen sollten. Jutta, Biggi und Thomas taten dies auch, Rieke und ich entschlossen uns, noch ein wenig zu warten und Gegend zu fotografieren - Gegend haben die ja genug dort ;).



Das gab mir zudem Gelegenheit, meine Füße mal wieder ins Wasser zu stellen und den Wassergeist zu fotografieren - bei mir schreit er gerade:



Und hier Rieke bei der Wassergeistjagd:



Danach liefen wir dann doch los, weil Dana, Gottlieb, Tino und Örwin immer noch nicht angekommen waren. Am Eingang zum Glen stand eine Informationstafel, auf der zu lesen war, dass nach 1 km die Wasserfälle zu sehen sein würden. 1 km? Das geht doch. Also munter drauf los marschiert, zunächst ein recht einfacher Weg, dann über ein paar Steine. Die Steine wurden größer, der Weg steiler, an manchen Stellen mussten wir über schräge Felsplatten herunter fließendes Wasser überqueren. An einer Stelle teilte sich der Weg. Links ging es weiter nach oben, Richtung Wasserfälle, rechts ging es hinunter zum Fluss. Von dort kam uns Thomas entgegen, berichtete uns, was es dort zu sehen gebe und dass die zwei Frauen bereits umgekehrt seien. Auf Riekes und meiner Entgegnung, dass dies nicht sein könne, weil sie uns auf unserem Weg hierher nicht begegnet waren, meinte Thomas trocken: "Dann hab ich wohl meine Frau verloren". Ein paar hundert Meter weiter den oberen Weg entlang, sahen wir dann aber Juttas rote Jacke. Sie und Biggi waren tatsächlich noch ein Stück dieses Weges gegangen, was wirklich eine tolle Leistung war, denn das Geläuf wurde immer schwieriger. In meinem Reiseführer wurde der Weg ja als "kindgerecht" beschrieben: "Einfache, viel begangene Tour auf recht steinigen Wegen". Die Untertreibung des Jahrhunderts.

Jutta und Biggi kehrten dann um, ein paar Kehren weiter auch Thomas. Rieke und ich gingen stur weiter, manchmal gibt es einfach einen "Point of no return". Und wir wurden belohnt. Und wie wir belohnt wurden. Nach einer Kurve tat sich das Tal vor uns auf, sonnenbeschienen, weitläufig und am rechten Ende sahen wir den Wasserfall. Hier mal ein Pano des Tals:





Ich kann verstehen, dass manche diesen Anblick als nicht beeindruckend empfinden. Mir und sicher auch Rieke ging es in diesem Moment ganz anders. Nachdem man sich solch eine Aussicht durch das Gehen eines anstrengenden und teils wirklich gefährlichen Weges erarbeitet hat, ist das schon ein besonderer Moment, dann da zu stehen und den Anblick zu geniessen.

Um direkt an den Wasserfall zu gelangen, mussten wir noch eine Drahtseilbrücke überqueren - tooooootal gefährlich, quasi unter Einsatz unseres Lebens haben wir uns darüber gehangelt:



Ich musste natürlich auch hier wieder mit den Füßen ins Wasser :).



Übrigens: Alle Gewässer, in denen ich mit den Füßen war, habe ich mittels meines Fußschweißes als meinen Besitz gekennzeichnet. Muss mich nur noch mit den Schotten einig werden ;)


Während des Rückwegs fing es wieder an zu regnen und die Steine und Felsbrocken, der gesamte Weg wurden glitschiger, wir schafften es aber sicher bis zurück. Fast. An einer der letzten Bachüberquerungen war Rieke ein wenig unaufmerksam und stolperte. Er hatte noch die Kamera in der Hand, die dann auch hörbar auf dem Boden aufgeschlagen ist. Zum Glück ist ihm nichts passiert und die Kamera hat auch nur ein paar kaum sichtbare Schrammen abgekriegt.

Dieser Tag und das hier Erlebte gehören zu meinen schönsten Erinnerungen an diese Reise.


Dana 21.04.2012 13:37

Schön, dass du auch was schreibst, Tom! =)

Dadurch habe ich auch mal das Vergnügen, etwas zu lesen, das ich NICHT kenne. =) Und ja...das Tal...ach mann...wär ich auch gerne hin...

Löwe 21.04.2012 14:58

Ich sage mal danke an alle, die hier Fotos eingestellt und so nette Reiseberichte geschrieben haben. Viele beiendruckende Bilder, die ich gerne, teilweise mehrmals angesehen habe.

Dana 21.04.2012 15:03

Freitag, 13.4.2012 - Küstentour nach Easdale und Cullipool

http://abbund-cad-service.de/forum/t...13_freitag.gif
Karte von Gottlieb

Dass dies für manche ein typischer Freitag der 13. werden sollte, war uns am Anfang noch nicht so ganz klar – das sollte sich erst so am Ende des Tages heraus stellen. :D

Zuerst ging alles wunderbar los. Aufwachen, BLAU draußen. Wattewölkchen, süßes Wetter…also schnell frühstücken und los! Himmlisch. Schäfchen am Himmel, Schäfchen am Boden…



Tolles Morgenlicht:



Wir hatten uns heute wieder geteilt. Stefan und Juddah verweilten ja eh immer noch auf Skye, Jutta und Thomas wollten unsere Glen Coe – Glen Etive - Tour nachfahren und hatten sich von uns die nötigen Navi-Hinweise geben lassen. Rieke war schon mit Juddah und Stefan anfangs dort gewesen und fuhr daher mit uns mit.

Wir wollten es heute gemütlich angehen lassen. Mein Bein war zwar besser (wahrscheinlich hatte es einfach aufgegeben), aber man muss ja nix überstürzen. Zudem wollte ich diesen Urlaub nicht beenden, ohne einmal richtig am Meer gewesen zu sein. Lochs schön und gut…aber Meer, Unendlichkeit und so weiter…das ist noch mal was anderes. So fuhren wir einfach die Küste nach Süden hinunter und schauten, wohin es uns verschlagen würde. An Oban, unserer Hafen- und Einkaufsstadt, mussten wir auch vorbei und nutzten den Moment (SCHARF LINKS, GOTTLIEB!!!!), mal kurz über Oban anzuhalten und ein, zwei Bilder zu schießen.



Öörwin hätte man auch Max nennen können…Klettermax! :D



Je weiter wir dann gen Meer kamen, desto angenehmer wurde die Landschaft. Sie war ganz anders als die bergigen Lochs und Glens, sanfte Hügel reihten sich aneinander, Schafe, wohin man blickte…



Und dann…ja dann fuhren wir über den Atlantik!!



Joah…das isser, da unter dieser etwas müde gähnenden Brücke. :D

Und das



und das



isser auch. :D

An der Stelle ist er einfach nicht breiter und die Brücke, die hinüberführte, war so klein und steil, dass man, fuhr man hoch, erstmal einfach „in die Luft“ gefahren ist, ohne zu sehen, was auf der anderen Seite kam. Abenteuerlich, aber total klasse. Das Auto wurde immer schräger, wie bei einer Achterbahn…und man wartet auf den Moment, wo es dann kippt. :D

Und weiter ging es, Richtung Meer! Die Insel, auf die wir wollten, hieß Seil. Von dort konnte man das Meer richtig sehen, also bis nach gaaaanz hinten, das, was ich wollte. Doch vorher ging es hügelauf und hügelab…und eine schöne Aussicht jagte die nächste:

Meeeeeeer!



noch mehr Meeeeer!



An der Küste angekommen, fuhren wir an kleinen, total niedlichen Reihenfischerhäuschen vorbei. Menschen, größer als 1,75, hatten da wahrscheinlich so ihre Probleme…allerdings habe ich dort auch keinen Menschen größer als 1,75 gesehen… :shock: Außer uns natürlich. :D



Der kleine Ort hieß Easdale. Wunderschön war es dort! Kleine, weiße Häuschen an der Küste



Rostige Ketten, ein MUSS für einen Fotografen… :D



Und zwei Möwen, die sehr skeptisch die Lage um sich herum peilten:



Irgendwie erinnerten die mich furchtbar an Tünnes und Schäl… :lol:

Ich stelle fest, dass ich, als wir dann am Meer waren, wieder nur Bilder habe, wo auf der anderen Seite Küste ist!!! Argh! :lol: Aber irgendwie waren die Bilder am hübschesten. Auf dem Übersichtsbild oben ist ja Meer mit Horizont drauf. :D



Öörwin natürlich wieder hoch oben:



Dann musste ich aufs Klo und drückte ihm die Kamera in die Hand. Als ich zurück kam, war ein neues Bild drauf und meine Objektive waren irgendwie plötzlich an Erwins A700. ;)


(Hat also entweder der Kamerageist oder Erwin geschossen. :D)

Wir fuhren weiter, da wir ja bis auf die Insel wollten. Doch da war erstmal wieder eine Fähre. Und die hatte einen Fahrplan. Und dieser Fahrplan besagte, dass wir eine Viertelstunde warten mussten.

Die Fähre lag zwar an ihrem Anlegeplatz, aber der Fährmann war nicht da. Anscheinend ist da nie so viel Betrieb, dass sie dauernd fahren muss. Auch ein blöder Job…zweimal fünf Minuten fahren, dann eine halbe Stunde Pause. Aber anscheinend wohnte der Fährmann echt daneben, denn er kam dann fröhlich seiner Wege.

Sieben Pfund für das Auto und nochmals 1,75 für jede im Auto ansässige Person!!!! Woah…gesalzen. Aber als wir hörten, dass das für hin UND zurück war, ging es uns besser. ;) Wir setzten über und das erste, was wir lasen, war ein Schild:

Lämmerzeit – bitte die Hunde anleinen – Lämmer NICHT hochheben!

Ich stellte mir das vor, wie so Touristen freudig auf die Wiese rennen, „aaaaaach wiiiieeee süüüüüüüüüüüüß!!!!!!!!“ brüllend, und dann einfach mal ein Lämmchen hochheben fürs Foto…??? Aber anscheinend muss es solche denkbefreiten Menschen geben, sonst gäbe es diese Ermahnung nicht. Bekloppt.

Allerdings stellte ich mich auch erstmal nicht besonders toll an. :D Wir kamen an einem besonders hübschen Tal und Loch vorbei und ich erklomm ein kleines Hügelchen und sah nicht, dass just auf der anderen Seite eine kleine Schafherde stand. Als ich dann über die Kuppe kam und in Sichtweite war, sah man nur noch eine große dreckig-weiße Wolke abdampfen und vor mir Reißaus nehmen. Blöd war meine Aktion für Gottlieb, der gerade auf diese illustre Herde scharf gestellt hatte…

Schulligung, Schatz!!!! :oops: Konnte man aber wirklich nich sehen…konnte man nich…

Auf dem Hügelchen angekommen, genoss ich die Aussicht und schoss ein Pano, um es für mich festzuhalten.



Da sieht man auch schön, wie es auf der anderen Seite schon schifft, dass Landunter nicht mehr weit ist. :D

Aber auch sonst ließ sich noch ein goldiges Motiv festhalten:



...und andere. ;)



Und plötzlich platterte es doch wieder auch auf uns herab. Schottland ohne Regen geht einfach nicht, doch danach wurde es sofort wieder schön! Das ist das Tolle an dem Land. Es regnet sich nicht ein und bleibt trüb, es lockert sich immer total schnell wieder auf. Wunderbar.

Wir nutzten die Regenpause zum Weiterfahren und kamen an einem westlichen Zipfel der Insel an, der Cullipool heißt. Hach, war es da schön!



Es war auch an der Zeit, die Folgen dieser guten Laune und der herrlichen Landschaft auszukosten: Öörwin wurde von Tino zu „Sir Öörwin“ gemacht und war also ab jetzt adelig. Das hat sich auch echt bis daheim gehalten. :mrgreen:

Plötzlich meinte Tom von hinten: „Du bekommst Besuch!“
Kam ein süßer schwarzer Labrador langsam und vorsichtig heran. Ich ließ es zu und sprach leise mit ihm. Doch man merkte, dass es ihm nicht ganz wohl war, also ließ ich ihn in Frieden und teilte mein Plätzchen mit ihm. Auch den anderen gefiel der Hund und sie lockten ihn und sprachen mit ihm. Das war ihm dann doch zu viel und man merkte deutlich, dass er davor Angst hatte. Als dann Tino in seiner direkten Art auch noch volle Kanne auf ihn zulief, war alles vorbei. Er fing an zu bellen und zu erklären, dass er keine Übergriffe dulde, wenn einer das denn vorhätte.

Hatten wir nicht. So entspannte sich alles wieder und der Kleine ging seiner Wege.

Ich knipste noch ein paar Details



(Was ist das eigentlich???

Und dieses alte Steuerrad hätte ich am liebsten dem Bewohner dort abgekauft!!



Wir fuhren noch bis ans äußere Ende dieses Zipfels, wo die Stimmung nochmals wunderschön war:



…und wo es wieder begann zu regnen. Hier stimmt „aus heiterem Himmel“ wirklich! Nach dem Regen folgte ein dicker Graupelschauer…so richtig körnig! Und das, obwohl hinten absolut blauer Himmel zu sehen war. Hammer.

Für abends hatten wir uns mit Jutta und Thomas, die ja nicht dabei waren, in Oban verabredet. Wir wollten dort ins Manor-House essen gehen, das sollte schottische Spezialitäten haben und gut sein. Ich nahm die Telefonnummer mit, weil wir ja Tische bestellen wollten und Tom versuchte dann den halben Tag dort sein Glück. Aber auf solchen Inseln ist es mit dem Netz dann etwas schwierig.

Das Tolle: ich hatte an dem Tag mein Handy vergessen. Super Dana. Gerade an diesem Tag. Sonst hatte ich es immer dabei, aber ausgerechnet dann, wenn wir uns absprechen mussten, vergesse ich es. Gnarf. Tom bekam erst gegen Nachmittag eine Verbindung zu dem Restaurant und kam wieder mit der Info: „Die nehmen gar keine Gruppen. Egal, wie viele.“ Aha…ab wann beginnt für die ne Gruppe? Wir waren neun, das ist doch eigentlich noch im normalen Rahmen.

„Wer hat die Nummer von Jutta und Thomas?“

Schweigen.
Alle hatten vergessen, am Anfang mal Nummern auszutauschen, ich war die einzige, die wegen der Organisation alle hatte. Mei, setzte mir das zu. Sowas kann ich nicht haben, wenn ich für was verantwortlich bin und dann mache ich nen Fehler.

Wir riefen Stefan und Juddah an, in der Hoffnung, dass die die Nummer von den beiden hatten – Fehlanzeige. Somit fuhren wir erstmal nach Oban und waren viel zu früh dort. Biggi wünschte sich, noch etwas von Oban zu sehen, darum trennten wir uns, Biggi fuhr mit uns mit und Sir Öörwin tauschte in Toms Auto, da sie noch was einkaufen wollten.

Biggi wollte gerne hoch zu dem „Amphitheater“, das über Oban thronte.



Und das war eine fabelhafte Idee, wie sich heraus stellen sollte. Von dort oben hatte man einen absolut genialen Blick!



Da es spät war, warf der alte Turm (der es mal werden sollte, warum auch immer so riesig) total schöne Schatten.



Schauspielerisches Talent besaß es auch! Hier machte es pantomimisch "Der Schrei" nach:



Tom rief bei Gottlieb an (hatte es erst bei mir versucht, aber dann fiel ihm ein, dass mein Handy ja nicht da war) und fragte, wo wir seien. Wir trafen uns dann im Obaner Hafen:



Tom machte mir dann richtig Angst, da er meinte, mein Handy habe keinen Empfang gehabt. Im Haus WAR aber Empfang und das Handy war auch an! Ohgott…hatte ich es nicht vergessen, sondern verloren?? Ab da war ich unruhig…ich überlegte, ob ich es irgendwo liegen gelassen hatte oder es irgendwo rausgerutscht sein könnte… doch etwas später bekam Tom doch Empfang, er hatte es, um mich zu beruhigen, einfach nochmals versucht. Trotzdem. Bis ich daheim war, hatte ich keine ruhige Minute mehr.

Das Grübeln störte Tinos lautes Gelächter: „Habt ihr das gesehen????“
Nein, hatten wir nicht?
Ein junger Mann war mit einem kleinen Karton voll Fish and Chips am Hafen entlang gegangen, da stürzte sich eine Möwe seitlich auf ihn und klaute ihm einfach ein großes Stück! Sie kam angeflogen, hackte in seinen Karton und flog davon. Da mussten wir auch alle grinsen, zu gerne hätte ich das gesehen! Tino hat, glaube ich, ein Bild davon gemacht. Tino?

Die Möwen waren da aber auch mehr wie Tauben und flogen nicht gleich weg. Daher habe ich auch zwei Bilder gemacht, allerdings waren meine keine Raubmöwen. :D



Es wurde halb acht und wir mussten nun entscheiden, was wir machen. Sir Öörwin bot sich an, am Hafen zu bleiben und nach Thomas und Jutta Ausschau zu halten. Doch was brachte das? Die Autos waren in Oban verstreut und laut Beschreibung war es zum Manorhouse nicht so wirklich nah… Dazu war ich noch mit den Gedanken an mein Handy beschäftigt und nicht so ganz ansprechbar. Wir gingen dann in eine Bar, wo wir gute Burger aber abscheuliche Steaks bekamen (Biggi ließ ihres zurück gehen und bekam dann ein wirklich gutes – die Bedienung erklärte der Küche: „She’s german…“ :lol:, Tom kämpfte sich durch sein wirklich unschönes Stück durch. Ich hatte irgendwie vor Sorge keinen so rechten Hunger, obwohl ich von Rieke zum Dank für die Woche eingeladen worden war (noch mal danke!!!) und fütterte Tino mit den Resten, der auch etwas enttäuscht über die kleine Menge seines Abendessens gewesen war.

Dann beschloss der eine Teil, in Oban noch Nachtaufnahmen zu machen und Tom, Rieke und ich fuhren schon mal zum Haus hoch.

Sobald ich dort angekommen war – es war mittlerweile 21h – schrie ich Juddah und Stefan, die inzwischen daheim waren, nicht erst einen Gruß zu sondern ein „habt ihr mein Handy gesehen???“ „Joah…das liegt da…irgendwo da…“ Boah, was ein Glück. Und genau in dem Moment klingelte es auch. Thomas war dran.
„Ja…wo seid ihr denn????“
Ich erklärte ihm die Lage – das war mir SO unangenehm…und man hörte Thomas auf der anderen Seite zähneknirschen. Sie hatten eine geschlagene Stunde auf uns gewartet und nun Schwierigkeiten, selbst was zu Essen zu kriegen.

Als sie später nach Hause kamen, klärten wir das noch mal, die beiden waren echt sauer, zumal sie einen blöden Tag hatten. Thomas hatte eine kleine Schramme am Auto gefunden und wusste nicht, wie die dahin gekommen war und Jutta war fast im Moor versunken! Bis zum Knie war sie ohne Halt einfach eingetaucht und hatte Mühe, sich zu halten und sich auch wehgetan. Das alles war natürlich nicht unbedingt toll und der Abschluss dann so gar nicht.

Aber wir wären keine gute Gruppe, wenn wir das nicht wieder hingebogen hätten. Wir entschuldigten uns herzlich und die beiden waren dann auch wieder gut mit uns, Gottseidank.

Abends floss dann der Cider noch in Strömen…die Verrückten hatten irgendwie insgesamt acht Flaschen (ACHT!!!) Cider gekauft, weil sie unabhängig voneinander dachten, er reiche nicht…so mussten wir abends echt richtig loslegen. Dabei dann noch eine ordentliche Partie Poker und viel zu viele Gummibärchen…und dann war auch Freitag der 13. rum! :D

Bevor wir ins Bett gingen, kam dann noch die Krönung:

Tino: "Ähm...Thomas...?
"Ja?"
"Ich seh grad....ich HAB deine Nummer...."
........
............
...................&$/&$/&%$&/$&/$/&%$/&%$!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

....Pause, dann Thomas:

"Tino...?"
"Ja?"
"Ich hab deine auch...."


Die beiden hatten aus früheren Abwicklungen die Nummern schon mal getauscht, hatten es aber BEIDE vergessen!

Na denn Prost und gute Nacht! :lol:

---------- Post added 21.04.2012 at 22:15 ----------

Samstag, 14.4.2012 – Endziel: Rannoch Moor

http://abbund-cad-service.de/forum/t...14_samstag.gif

Immer nach dem Aufwachen war der Gang erstmal zum blickdichten Vorhang. Welches Wetter würde uns beschert? Und die letzten Tage wurde es ja immer besser und besser. Und an diesem Tag?

War es NOCH besser! :D

Blau strahlte der Himmel, die Sonne lachte vergnügt und ich freute mich dolle, weil wir vorhatten, heute ins Rannoch-Moor zu fahren. Beim Frühstück war ich schon ganz hibbelig, weil das Wetter einfach einlud zum losfahren und loslaufen.

Jutta hatte eindeutig genug von so was wie „Moor“ und erfragte unsere Küstenroute von gestern, die wir ihr gerne gaben. Dort war die Einsinkgefahr doch relativ gering. Allerdings wollten sie die erste Etappe noch mit uns fahren, da es derselbe Weg war. Der Rest der Meute fuhr dann Kolonne mit uns, bzw fuhren Juddah, Stefan und Rieke schon mal los mit den Worten: „Gell, ihr wisst ja, wo!“ Unsere Karte und das Navi und das GPS von Tino wussten es. Ein paar Minuten nach den dreien kamen auch wir dort an, wo unsere erste Station sein sollte: am Dunst….Dunst….Dunstdingens-Castle! Mei, wie hieß des… *nachschau*



Achja…SO hieß des.

Ich stelle immer wieder fest, dass ich solche Kästen lieber von Ferne mit Natur drum rum sehe als direkt davor zu stehen, so war das auch hier wieder. Einfach ein Kasten, dazu noch halb eingerüstet.



Dieses Foto war das einzige, was ich bereit war, für dieses Ding zu spendieren. :D
Tino winkte schon wieder von ganz oben. Er hatte schnell eine Eintrittskarte gekauft und war schnell mal hoch gespurtet. Enttäuscht kam er wieder runter: „Des lohnt sich net…alles voller Gerüste!“

Allerdings entdeckte man ein Schild, wo es zur Dunstdingens-Chapel ging, die ein Stück abseits im Walde lag. Also schritten wir munter dorthin, doch auch da…najaaaaa…ich ließ mich innen etwas inspirieren zu abstrakter Kunst…oder so…



Aber sonst… Jutta und ich liefen ein Stück weiter in den Wald hinein und trafen auf ein Mammut!!! Wir wollten es nicht glauben, aber es lag da friedlich vor sich hin…tat keinem was…



:mrgreen:

Die Sonne flutete Teile des Waldes und beschenkte allerlei Botanik mit ihren Strahlen:



Gottlieb hatte, während wir das Mammut fotografiert hatten, einen Igel gefunden, der sich ein Sonnenplätzchen gesucht hatten und mal kurz das Schnäuzchen hob, als wir ganz still waren und warteten:



Tino hatte dann die Idee, seine Kamera mit 8mm direkt neben dem Igel zu postieren. Dieser fand das nicht so toll, rollte die Schnauze wieder ein und ließ sich auch nicht mehr blicken. Manchmal muss man sich einfach mit dem abgeben, was man geschenkt kriegt. :D

Viele Vögel flogen in den Bäumen umher. Ein schöner Ast war in guter Brennweitenreichweite, toll bewachsen und super beschienen. Ich argumentierte mit den Vögeln, dass dies doch der allerbeste Platz zum Niederlassen sei, aber ich stieß auf taube Ohren. Die wissen einfach nicht, was gut für sie ist. Blöde Viecher.

Sir Öörwin war dann so freundlich, mir wenigstens EIN Bild im Baum zu ermöglich, wobei das NICHT der sonnenbeschienene Ast war. Ich denke aber, da wäre Sir Öörwin stark verunfallt…nen Vogel hätte der gerade noch gehalten. :D



Hach, war das Wetter schön!



Thomas und Jutta verabschiedeten sich nun und fuhren ihres Weges, die Küste entlang, wir anderen machten uns auf, Richtung Rannoch Moor. Ich schreibe extra „Richtung“, da ihr uns ja inzwischen schon kennt… :mrgreen: Es sollten doch noch einige Stationen dazwischen liegen.

Tino hatte schon ein paar Tage lang immer wieder angedeutet, er würde doch gerne auch mal mehr fahren, als das Auto alleine zu einem Punkt zurück (mit meinem Teleobjektiv drin!!), zumal er bei uns als Fahrer eingetragen war. Ich bin eine furchtbare Beifahrerin. Fahre ich selbst recht zügig, bin ich aus irgendeinem Grund bei anderen immer sehr schnell ängstlich. Bei Gottlieb geht das gut, denn er kennt mich und weiß, was er mir zumuten kann. Tino fährt in Deutschland auch durchaus einen heißen Reifen…und genauso viel Angst hatte ich, dass er ans Steuer kommen könnte. :D

Doch heute kamen wir nicht mehr drumrum. Tino durfte fahren, war ja auch sein gutes Recht. Ich schickte ein Stoßgebet zum Himmel und hoffte, wir würden alle heil ankommen. Vorher hatte ich ihn geimpft: „Achtung, man fährt oft ZU weit links, wenn man das erste Mal fährt (Erfahrungen mit Gottlieb in Irland) und bitte…fahr nicht zu schnell!“. Dann kniff ich die Augen zusammen und ergab mich in mein Schicksal….um sie ein paar Sekunden später wieder erstaunt aufzureißen.

Tino fuhr super! Alle Angst umsonst gewesen, er machte das wirklich total gut. Gleich von Anfang an fuhr er sehr sicher und achtete wirklich auf das Nichtzuweitlinks. Total klasse. Somit konnte ich entspannen und immer mal HALT schreien. :D

Aber erst ging’s mal Tanken. Tino tankte, da er ja fuhr und wir guckten uns aus dem Auto heraus etwas um. Ich sah ein Boot „for sale“ und sagte es Gottlieb. Der hörte nur und las es nicht und sagte: „Aha…ein Boot zum Segeln??“ Ähm…ja, genau. :lol:
Wir sahen dann später auch noch ein Haus und ein Auto „zum Segeln“. :mrgreen:

Nach erfolgreicher Betankung ging es aber dann mit dem Haltschreien los.
zB an solchen Bäumen konnte ich nicht vorbei:



Oder an einem schönen Bergbild oder einem schönen Flussbild:



Tom und Tino nahmen die Sache sogar noch ernster: :mrgreen:



Ich bin mir nicht ganz sicher, WAS sie da fotografiert haben…vielleicht erläutern sie es ja noch. :D

Weiter ging die Fahrt (ihr könnt sie ja oben in der Karte nachvollziehen, ich kann mir die ganzen Namen der Gebiete nicht merken…), bis wir an einem Platz ankamen, an dem wir Wasserfälle rauschen hörten und wo schon ein Auto parkte. Also nix wie ebenfalls hingestellt, ausgestiegen und geguckt, was da so los war.

Als erstes kam eine Brücke, die ich gerade noch betreten durfte:



:D

Auf der Brücke war ein toller Ausblick in beide Richtungen:



Und Tino war mit einem Schrei weg. Er wollte doch schon die ganze Zeit mit Graufilter Wasserfälle fotografieren…janu, hier hatte er nun wirklich die volle Breitseite und die Gelegenheit! Das Dumme: er war mit dem Autoschlüssel weg. Wir konnten also die geschlagene Zeit, die wir dort verbrachten (und so wenig war das nicht) nicht ans Auto. :D Glücklicherweise hatte ich diesmal alles mitgenommen, hätte mich allerdings später gerne einfach ins Auto gesetzt. Naja, man kann nicht alles haben. :D

Ich kletterte, soweit das mein Knie zuließ, an den Wasserfällen durch die Gegend und sah eine Einstellung, die ich gerne auf Chip bannen wollte. Da ein Wasserfall dabei war, lehnte ich mich unten an den Brückenpfeiler. Sooo…noch einen Schritt nach rechts…

Platsch!!!!

Ich stand 40cm tiefer, mitten in einem gleichnamig tiefen Wasserloch. Ein Erdloch hatte sich randvoll mit Wasser gefüllt und ich war voll reingetreten.
Quiekend zog ich mein Bein wieder aus dem Wasser, der Schreck war größer als dass mir was passiert wäre, aber das Hosenbein war nass. Witzigerweise meine Füße nicht. Die Socken waren bis zum Schuhbund nass, aber drunter nicht. Meine Güte, waren die wasserdicht, genial! :D Somit war es auch nicht so schlimm, Wasser trocknet ja bekanntlich wieder.

Aber das Bild hab ich gekriegt:



Juddah hatte vom Wasser ausgespülte Steine entdeckt und tat alles, um sie abzulichten:



Ich tat es ihr nach:



Als es dann wieder leicht tröpfelte, kam Tino dann doch zurück und wir fuhren weiter.

Tino fuhr uns noch ein Stückl, dann hatte er schon genug. Er wollte ein wenig in der Stadt links fahren und auf so einer Single Track Road – das hatte er gemacht und nun wollte er wieder neben Sir Öörwin hinten Platz nehmen, die Kamera im Anschlag. Gottlieb fuhr also weiter und wir erreichten einen süßen kleinen Rastplatz neben dem Fluss Orchy, an dem sehr viele Motorradfahrer ihre Zelte gerade abbauten und sich scherzende Worte zuwarfen.

Ich stiefelte zu dem kleinen malerischen Flussufer, machte "zwei, drei" Bilder:





und setzte mich dann dort auf die Bank, die da stand. Ich war total alleine, keiner war in meiner Nähe und ich merkte, dass mich eine große Dankbarkeit überkam. Ich saß da und freute mich einfach, dass wir solche schönen Möglichkeiten geschenkt bekommen hatten und war einfach voller Dank, dass es solche Schöpfungen gab und wir sie sehen durften.

Ich wischte ein Rührungstränchen weg, als ein kleiner Buchfink an meine Seite flog. Ich hatte gerade das Zeiss drauf, also absolut keine Brennweite zum telefotografieren. So genoss ich einfach die Gegenwart des Vögelchens, das da so niedlich an meiner Seite auf und ab hüpfte und mich unverwandt anschaute.

Ich bewegte mich nicht und beobachtete einfach nur, wie das Tierchen zu meinen Füßen hin und her sprang, flatterte, den Kopf schief legte und mich anblinzelte. Das war ein ganz besonderer Moment. Hätte ich die Kamera gelupft, wäre es sicher gleich geflüchtet. So flog es nach einer Weile völlig entspannt von dannen und ich machte mich auf, zurück zu den Autos, das Herz irgendwie voller Freude.

Gottlieb hatte die Idee, die Single-Track-Road, die sich an diesen Platz anschloss, weiter zu fahren, anstatt wieder auf die Straße zurück zu fahren. Dies taten wir und das war gut so!



Es war Nachmittag und das Licht fiel immer schräger. An einer Stelle hielten wir an, weil die Landschaft so schön war:



Und dann sahen wir etwas in der Luft schweben:



Wir sind uns nicht sicher, ob das ein Adler war, aber wir sagen einfach, es war einer, weil das ein total feierlicher Moment war. Ingo, Bernd, WAGT euch zu widersprechen. :lol: Er hatte jedenfalls einen Horst, finden wir:



Leider reichte da nicht mal eine 300er Brennweite, er war zu weit weg. Da ich ja immer etwas abgedunkelt fotografierte, waren viele der Bilder zwar scharf, aber viel zu schwarz… :( Naja, egal! Ich hoffe, die Anderen haben schönere „Adler“-Bilder hinbekommen.

Weiter gings, die Straße weiter, bis wir hinten in einer Sackgasse landeten, wo es ein winzig kleines Gasthaus gab…aber es war schon nach vier und das kleine Gasthaus hatte nur bis halb drei die Küche auf. MIST… Aber hey, Versuch macht kluch!

Ich drückte einfach mutig die Klinke und schwubbs, die Tür ging auf! Stefan und ich betraten den kleinen Raum mit den vier kleinen Tischen und Stefan fragte den Wirt, ob er denn für eine Siebenergruppe eine Ausnahme machen könne. Er strahlte und sagte uns Sandwiches und Suppe zu. Draußen fing es gerade mal wieder an zu schütten, weshalb wir uns alle recht schnell in der guten Stube einfanden.

Ein paar Diet-Cokes und sehr leckere Sandwiches mit guter Suppe kamen auf den Tisch und der Wirt stellte sich öfter mal zu uns und erzählte ein bisi mit uns. Das war total lustig, weil er doch etwas schwer zu verstehen war. :D

Auf jeden Fall wollte er wissen, woher wir kamen und wo wir das Ferienhaus hatten.
Da hatte er uns. „Bonawe“…wir wussten, wie man es schreibt, aber wie SPRICHT man es?? Ich sagte: „Ähm…something like…Booonaaaweeee?“ Er überlegte, lachte und sagte: „Aaah, Bennoooow“….aaaaaaaaaah, nun wussten wir auch, wie man das aussprach. Am letzten Tag vor unsere Abreise! :lol:

Dann trennte man sich aber doch, nicht, ohne der Küche ein fürstliches Trinkgeld da zu lassen (war ja echt nett!), denn unser Weg sollte uns doch bitte noch wenigstens in die Anfänge des Moores bringen. Wir fuhren die kleine Sackgasse zurück und bogen ab. Recht schnell begann sich die Landschaft zu ändern. Moorgras wuchs und an einigen Stellen waren Wasserlöcher zu sehen.

Und dann konnte man nur noch mit offenem Mund aussteigen und knipsen. SO schön war das!

Erstmal zwei Panos:



Noch ein paar Einzelbilder hinterher:



Das Licht wurde der absolute Wahnsinnshammer. Ich liebte diesen Ort, ja, ich liebte ihn! Zwischen Nebelstimmungen kam das Licht immer wieder durch. Es war allerdings eiskalt geworden (so um die vier Grad) und unsere Hände waren kaum mehr spürbar, da auch ein guter Wind wehte, aber es war einfach so genial, dass es uns nicht im Auto hielt! Immer wieder sprangen wir aus dem Wagen, egal, wie gut man halten konnte (einige Autos hinter uns hupten auch mal etwas sauer…sorry…), aber das war einfach zu klasse. Ab und an gab es sogar ein paar Schneeflocken gratis, so sehr war die Temperatur gesunken.





Tino stand ebenfalls oben und bannte das alles auf Chip. Ich hab mal ein Bild von ihm gemacht:



Tinos Objektiv zeigte gerne mal „Blendenfehler“ an, das hatte er mehrfach die Woche. Hier stand er nun grinsend und meinte: „Gut, dass ich immer mal nen Blendenfehler hab, so hab ich automatisch n HDR!“ :D

Eine kleine Anhöhe kletterten wir hoch. Oben musste ich echt beide Kapuzen anziehen, so kalt war es. Aber das Pano hatte sich einfach gelohnt!



Als ich runterkletterte, kamen mir zwei Inder entgegen, eine Frau und ein Mann. Sie im kurzärmeligen Sari!! Auch er war nicht viel dicker angezogen, hatte nur Barfüße in den Sandalen. Ich schaute sie ungläubig an und zog meine Jacke dichter zusammen. Manchmal braucht es keine Worte. Sie musste lächeln, als sie meinen Blick sah und verstand sofort, was ich meinte. Sie zuckte grinsend die Schultern und sprang dann freudig ihrem Mann hinterher.

Wieder unten angekommen, musste ich einfach weiter knipsen, das Licht war SO schön! Müsster jetzt leider durch. :mrgreen:



(Bei dem Bild habe ich inzwischen den Regler wieder etwas runtergedreht. :mrgreen:)

So langsam ging die Sonne dann auch hinter den Bergen unter und wir machten uns auf den Rückweg, da ich auch kochen wollte und der Gruppe nicht erst um elf Essen vorsetzen mochte.

Wir hielten kurz noch mal, um an dem kleinen Steinstrand, wo Tom am Wochenanfang seine Füße ins Wasser gesteckt hatte, um die Abendstimmung mitzunehmen.



Dann ging es schnell in heimische Gefilde.
Doch kurz vor unserem Haus, an der Brücke über das Loch Etive überraschte uns nochmals ein ganz besonderes Licht.



Man denkt, ich hätte da mords an den Farbreglern gedreht oder die Brücke wäre abends beleuchtet. NEIN. Die tief stehende Sonne tauchte alles in ein gleißendes Goldrot…so was habe ich bei uns in Deutschland noch nie bewusst wahrgenommen, jedenfalls nicht so stark. Total toll war das!

Als wir nach Hause kamen, hatte Biggi, die daheim geblieben war, um wenigstens einen Tag etwas Erholung zu finden, das ganze Haus aufgeräumt, total toll! Auch hatte sie schon mal die Kartoffeln gehälftet, mit dem Öl bestrichen, das ich einen Tag vorher angesetzt hatte und in den Ofen geschoben. So musste ich nur noch das Hühnchen zurecht machen und mit Kräutern und Frischkäse zu einem leckeren Essen zusammenbrutzeln und alles schmauste mit vollen Wangen nach einem tollen und anstrengenden Tag.

Als ich abends ins Bett ging, blickte ich in die Dunkelheit und dachte nur:
Danke…danke für diese tolle Woche!

hpike 21.04.2012 22:32

Wie wie es ja von dir ja bereits gewöhnt sind, ist das mal wieder ein toller Bericht, der viel Spaß macht ihn zu lesen. :top:

Ach so, ich denke das ist ein Fischadler und auch sein Horst sieht typisch nach Fischadler aus.;)

Dana 21.04.2012 22:51

Yaaaaaaaaaaay, also tatsächlich ein Adler! *hüpf*

Wir hatten schon Angst, dass jemand sagt: "Och, das ist ein ganz einfacher ...." Hihihi...

tino79 21.04.2012 23:46

Dana, vielen lieben Dank schonmal für die ganze Arbeit. Es macht total Spaß Deine Berichte zu lesen. Irgendwann werd ich dann auch noch ein paar Bilder beisteuern.

Auch danke an den Rest, der schon kleine Berichte und Bilder beigesteuert hat.

Und Tom, ja, die Schlucht bei dem Wasserfall sieht auch auf den Bildern total schön aus und ich beneide Dich und Rieke um die schönen Fotos. Den Wasserfall an sich musste ich mir anhand der Bilder ja schlechtreden, damit ich es aushalte da NICHT nochmal hinzugehen :)

eac 22.04.2012 00:06

Klasse Bericht. Vielen Dank. Insbesondere die Tage an denen ich nicht dabei war, fand ich natürlich sehr interessant. Glen Nevis hätt ich auch gern gesehn, aber da das garantiert nicht das letzte Mal war, daß ich nach Schottland fahre, bleiben noch ein paar Ziele für nächstes Mal übrig.

Vielleicht stell ich noch ein paar Bilder von unserer Fahrt nach Skye ein, damit ihr alle sehen könnt, daß ihr nichts verpaßt habt und Skye total langweilig ist. :cool:

tino79 22.04.2012 01:20

Ja auf, mach uns auf Deine Skye-Bilder neidisch. Das eine Bild mit der Bergspiegelung ist der Hammer!

Dana 22.04.2012 01:47

Ich will auch Skyebilder sehööön!! :D
Auch sonst fände ich es schön, wenn noch andere Bilder kämen!
Ich hab nur noch das Schlussbild. :D

steve.hatton 22.04.2012 02:49

Tja Dank Euch für die schönen Eindrücke und Stimmungen .... noch 14 Tage und bei meiner Frau und mir geht`s auch los Richtung Scotland :D

BadMan 22.04.2012 08:59

Ein ganz toller Bericht. Das macht Lust auf eine weitere Reise, die vielleicht irgendwann mal ansteht. ;)

Dana 22.04.2012 09:47

Freut mich, dass es den Nebeneffekt des Gefallens hat. =)
Für mich ist das reine Medizin. Ich bin meist mit vollem Herzen in so einem Land, da fällt mir das Loslassen so schwer. Und durch dieses Nochmalerleben entwöhne ich mich schonender.

Jetzt kommt noch der Rückweg nach Hause und das Gruppenfoto... Nebenbei bin ich am Fotobuch, das tut auch nochmal gut!

Tom D 22.04.2012 15:52

Zitat:

Zitat von eac (Beitrag 1308526)

Vielleicht stell ich noch ein paar Bilder von unserer Fahrt nach Skye ein

Ähm, was heißt hier "vielleicht"? ;)


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