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hennesbender 17.12.2010 19:58

Also ich denke, das hängt wohl in erster Linie tatsächlich davon ab, was man vorhat. Aber wenn man qualitativ hochwertige Fotos haben möchte und im raw-Format landet, ist Lightroom ein sehr einfach zu bedienndes Programm.... nimm ne Lern-DVD für 30 EUR dazu und du bist an einem Wochenende fit, um selbst mit sinnvollem Tüfteln anzufangen... ist dann halt eine Frage des Geldes! Aber gute Kenntnisse in Lightroom machen nach meinerAnfänger-Erfahrung mehr aus als bei einem Umstieg von einem preiswerten auf einen teuren Zoom (ganz plakativ).... einfach mal bei youtube reinschauen... da findet man auch genug vorgemacht, so dass man eine sehr gute Vorstellung von den einzelnen Programmen bekommt...

Photon42 18.12.2010 12:35

Nimm Lightroom 3. Damit kannst Du auch alle Standardbildbearbeitungsaufgaben abdecken. Der Vorteil ist, dass die Bilderverwaltung dabei ist. Sie ist so gut, dass Du auch später nicht auf ein anderes Programm umsteigen musst. Photoshop Elements brauchst Du erst einmal nicht.

Der Umstieg bei Programmen zur Bildermanagement kann mitunter schmerzhaft sein, wenn viel mit Tags und Kommentaren gearbeitet wurde.

Grüsse
Ivo

RainerV 18.12.2010 13:14

Für einen Einsteiger, der eine einfache Bildbearbeitung haben will, halte ich Lightroom für deutlich überteuert, zumal es eben in erster Linie ein Rawkonverter ist und man zudem bei der Bildbearbeitung schnell an die Grenzen des Programmes stößt.

Dafür bekommt und bezahlt(!) man einen Haufen von Funktionalitäten, die der Threaderöffner gar nicht haben will.

Ich halte etwa den Vorschlag von Wolfgang mit Fixfoto für wesentlich besser. Das ist ein einfach zu bedienendes Programm mit einer sehr großen Fülle von einfach zu bedienenden Tools. Auch Automatiken gibts in Hülle und Fülle. Aber der Funktionsumfang ist gleichwohl sehr groß, man stößt also mit wachsendem Können nicht sofort an die Grenzen des Programmes.

Und noch dazu gibts ein sehr aktives Forum mit einer Vielzahl von Anleitungen.

Sorry, Lightroom und auch DxO sind keine Programme, die man einem Einsteiger empfehlen sollte, der explizit nach Bildbearbeitung fragt.

Rainer

hennesbender 18.12.2010 13:28

Also ich habe mich am Anfang 2 Monate lang mit Gimp rumgequält und bin dann auf Lightroom (damals 2) umgestiegen. Und das war ein Quantensprung. Und ich halte es für sehr leicht bedienbar! Und würde ich jetzt nicht viel mehr mit Beautyretusche usw. machen, hätte ich mir Photoshop nicht dazu geholt, sondern wäre immer noch ausschließlich bei Lightroom.... die Grenze des Programms dürfte ein "Normalfotograf" erst nach langer Zeit erreichen.

Aber es kostet ne ganze Menge. Das stimmt... Für meinen Bedarf ist das Preis-Leistungsverhältnis jedoch gut. Wenn man nur die Belichtung anpassen und zuschneiden will, ist es zu teuer...

Deswegen empfehle ich nochmal youtube. Gerade am Anfang war mir nicht klar, welchen Spielraum man in der digitalen Bildbearbeitung überhaupt hat. Wenn man das mal an einem Video gesehen hat, weiß man auch eher, in welche Richtung und wie weit man will.... für einen gewissen Zeitraum zumindest... :)

RainerV 18.12.2010 13:42

Zitat:

Zitat von hennesbender (Beitrag 1118205)
... die Grenze des Programms dürfte ein "Normalfotograf" erst nach langer Zeit erreichen.
...

Wenn Du das erste Mal irgendwas machen willst, was eine Maske, Retusche oder Montage erfordert, dann wars das mit Lightroom - mal von den doch extrem eingeschränkten Funktionalitäten von LR in diesem Bereich - abgesehen.

Und solche "Aufgaben" kommen - selbst für Einsteiger - doch recht schnell. Und schon braucht man neben LR eben doch noch ein "richtiges" Bildbearbeitungsprogramm.

Und - wie Du ja auch sagst - selbst wenn man wirklich nicht mehr als die LR-Bildbearbeitungsfunktionalitäten bräuchte, auch dann wäre LR viel zu teuer. Dann reicht jedes nicht zu kompliziert bedienbare Bildbearbeitungsprogramm.

Rainer

hennesbender 18.12.2010 14:31

Ich habe nicht gesagt, dass ich LR zu teuer finde! :D

Und der "Normalfotograf" arbeitet nicht mit Ebenen und Masken und Retusche... der Anfänger mal sowieso nicht...

Der überwiegende Teil der Hobbyfotografen passt Farben und Kontraste an, schärft, entrauscht, schneidet zu... und macht ev. noch ein paar Fleckchen oder so weg (und auch das geht mit LR!)... und das dürfte es sein (ich gebe zu, das ist eine Vermutung, mit harten Fakten kann ich dir das nicht unterlegen)

Und die Möglichkeiten, ein Bild durch LR zu verändern, sind ganz erheblich. Das hier z.B.:


-> Bild in der Galerie

ist nur mit LR gemacht. Und ich könnte noch ein paar andere Beispiele zeigen. Aber da kann man dann ja auch mal bei youtube schauen.

Und hier noch das Ausgangsbild:


-> Bild in der Galerie

RainerV 18.12.2010 14:48

Zitat:

Zitat von hennesbender (Beitrag 1118225)
...
Der überwiegende Teil der Hobbyfotografen passt Farben und Kontraste an, schärft, entrauscht, schneidet zu... und macht ev. noch ein paar Fleckchen oder so weg (und auch das geht mit LR!)... und das dürfte es sein
...

Das dürfte es sein? Und dafür dann knapp 300 € ausgeben?

Zur Fleckentfernung. Geht oder geht eben auch häufig genug nicht sonderlich gut. Und wenn man einmal ein Detail entfernen will - eine störende Plastiktüte, ein aus dem Kopf wachsender Ast, irgendein anderes Detail, das stört, aber nicht winzig und punktförmig ist und einen monochromen Hintergrund hat -, dann bist Du mit LR schnell am Ende.

Rainer

lüni 18.12.2010 15:28

Hallo,
Lightroom finde ich schon heftig teuer. Gimp ist zwar nicht jedermanns Sache aber sicherlich einen Versuch Wert. Stempeln, schärfen beschneiden geht damit sehr einfach und gut.

Rawtherapie ist auch nicht schlecht...

Ich finde LR3 nicht schlecht (eher gut), aber 300€ und dann nach 1 1/2 jahren ein kostenpflichtiges update damit die neue Kamera damit geht ...

Steffen

hennesbender 18.12.2010 15:53

Der TO hat nirgendwo geschrieben, dass es möglichst billig sein soll.
LR hat aus meiner Sicht ein vertretbares Preis-Leistungsverhältnis. Insbesondere weil es unzählige Tutorials im Netz gibt, die nix kosten. Den Leistungsumfang sollte er prüfen mit der Testversion und mit ein paar Lehrvideos bei youtube. Und wenn er meint, dass er den Umfang nutzen wird, dann passt das Programm. Wenn nicht, dann ist das Programm zu teuer. Da gebe ich dir Recht. Aber das ist eine sehr individuelle Frage, die wir hier mit Sicherheit nicht beantworten können.

Und was die neue Kamera angeht: Ich bin schon zweimal aufgestiegen und hätte deswegen nicht von LR2 auf LR3 wechseln müssen...

Photon42 18.12.2010 16:17

Zitat:

Zitat von RainerV (Beitrag 1118201)

Für einen Einsteiger, der eine einfache Bildbearbeitung haben will, halte ich Lightroom für deutlich überteuert, zumal es eben in erster Linie ein Rawkonverter ist und man zudem bei der Bildbearbeitung schnell an die Grenzen des Programmes stößt.

Der Thread-Ersteller hat keinen Preisbereich angegeben, sondern wollte ein gutes Preis-Leistungsverhältnis. Dies ist m.E. bei LR gegeben, aber natürlich gibt es auch günstigere Lösungen, z.B. Picasa oder iPhoto, falls ein Mac vorhanden ist.


Zitat:

Dafür bekommt und bezahlt(!) man einen Haufen von Funktionalitäten, die der Threaderöffner gar nicht haben will.

[...]
So genau habe ich seine Wünsche nicht herauslesen können. Das man zusätzliche Funktionalitäten bezahlt, ist nichts Neues. Mein Punkt ist, dass eine gewachsene Bilderdatenbank häufig nur mit Aufwand auf eine neue Software migriert werden kann. Bei einem Bildbearbeitungsprogramm spielt dieser Punkt keine Rolle. LR ist auf dem Gebiet Verwaltung m.E. so gut, dass man von zukunftssicher sprechen kann. Ja, das zahlt man mit. Ein Anfänger muss kein Anfänger bleiben.

Cheers
Ivo


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