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@Giovanni:
ok, mit dem Nachsatz ist es mir nochmal klarer. Da bin ich dann eher auf der Linie zu sagen, dass SLT langfristig verschwinden wird (und - frei nach Douglas Adams - durch etwas noch Bizarreres und Unbegreiflicheres ersetzt werden wird) und eben die Lösung ist, die zum jetzigen Zeitpunkt die derzeit wichtigen Eigenschaften eben besser zur Verfügung stellen kann. Sagen wir also: mittelfristig wird bei Sony SLT der Schwerpunkt sein, langfristig hingegen ist SLT ein Übergang hin zu einer zwei- oder mehrgeteilten Systemlandschaft |
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Vielleicht lautet die Frage nach Phasen- oder Kontrasterkennungs-AF in Zukunft nicht mehr "entweder - oder". Ein (grober) Phasendetektions-AF kann eine Bildanalyse des Hauptsensorbildes sehr gut ergänzen, um ein schnelles und exaktes AF-Ergebnis auch einschließlich präziser Nachverfolgung des gewünschten Motivteils zu ermöglichen. Das kann sich Sony in zukünftigen (Firmware-)Versionen der SLT zu Nutze machen und natürlich wäre das auch möglich, wenn Phasenerkennung auf dem Hauptsensor implementiert wäre. |
AF-Integration auf dem Hauptsensor gibt es bislang nur bei sehr kleinen Sensoren. Wie gut dieser Autofokus im Vergleich ist, kann ich nicht einschätzen. Es macht auf jeden Fall Sensordesign und -produktion komplizierter.
Frage: Wer heute nicht dazu bereit ist einen SLT-Spiegel im Strahlengang zu akzeptieren - wird derjenige dann in Zukunft akzeptieren, dass ein Sensor mit AF-Integration im Vergleich zu jenen ohne mit schlechterer Abbildungsleistung käme? Mir erscheint es fast plausibler, dass Kontrast-Autofokus durch deutlich höhere Kameraleistung realisierbar wird, als dass sich eine Bildsensor/AF-Sensor-Integration durchsetzt. Ich glaube aber eher an etwas anderes: Es gibt Algorithmen, die selbst aus einem einzigen Bild 3-Dimensionale Informationen ziehen können - also den Aufbau einer Szene räumlich analysieren. Zukünftige Verbesserungen von Autofokussystemen sehe ich deshalb eher in deutlich komplexerer Szenenanalyse als so ein billiger Kontrast-AF. Untersuchungen des menschlichen räumlichen Sehens haben gezeigt, dass die binokulare Sicht nur einen Bruchteil ausmacht - das Gros wird durch "Bildanalyse" im Sehzentrum erledigt. Auch einäugige Menschen schaffen es einen Gegenstand zu fokussieren. Der menschliche "Autofokus" übertrifft noch immer jedes existierende Kamerasystem. Mich führt das zu These IV: Bislang hatten SLRs zwei Vorteile: schneller Autofokus durch entsprechende Sensoren und den optischen Sucher. Das SLR-System verliert deshalb zunehmend an Bedeutung, weil sowohl deutliche Verbesserungen der EVF-Systeme als auch der komplexen Autofokussysteme nahezu alle Vorteile ausmerzen. Am Ende ist eine SLR dann nur noch eines: mechanisch zu komplex und anfällig und eine Einschränkung im Kameradesign. In der nahen Zukunft wird es keinen eindeutigen "Nachfolger" geben; Es bricht eine Zeit des Wandels und des Chaos an. Spiegellose Systeme werden genauso weiter boomen wie alternative Hybridsysteme im Stil der SLT. Jeder Hersteller kocht dann sein eigenes Süppchen. Ob das SLT-Prinzip eine dauerhafte Zukunft hat, hängt davon ab, ob zukünftige komplexe Autofokussysteme trotzdem noch auf Hilfssensoren angewiesen sein werden. Den eines ist klar: Das SLT-System ist verhältnismäßig simpel und billig produzierbar. Ich habe den Eindruck, dass den AF-Sensoren deutlich mehr Platz zur Verfügung steht. Wenn ein solcher hybrider Autofokus einfach Runden um Kameras ohne Hilfssensoren läuft, dann gibt es einen Sinn. SLRs werden noch genau so lange etabliert sein, wie es eine ausreichende Nachfrage nach optischen Suchern gibt - ich behaupte, dass diese Nachfrage mittel- bis langfristig verschwinden wird. |
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Es macht also überhaupt keinen technischen Sinn, eine zukünftige digitale Systemkamera die im Kontrast-AF mit den besten Phasen-AF-Systemen mithalten kann, noch mit einem OVF auszustatten. Wenn dies der Fall ist, sind auch die EVF-Systeme auf höchstem Niveau erhältlich. Zitat:
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Ich glaube, dass zum einen viel Glaskugel und Vermutung in vielen Posts steckt und dadurch auch viel gefährliches Halbwissen... und eine Information, die irgendjemand hier im Forum geschrieben hat, der auf IFA oder Photokina mit einem Sonymenschen gesprochen hat, will ich glauben. Und zwar, dass die A77 Nachfolgerin der A700 wird, diese ein vergleichbar solides Gehäuse hat und vor allem, dass sie BEIDES, EVF und OVF (mit Pentaprisma?) besitzt. Das wäre das beste aus zwei Welten! :top: ... und dann die Hoffnung, dass diese dann ausgereifte Technologie 2012 o.ä. Einzug in die Sonykönigsklasse hält -> zb :a:860 oder :a:950 :top:
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Es ist nicht eines Weltkonzerns würdig, heute nicht zu wissen, wie die Strategie in 2011 aussehen wird. Und - Canon und Nikon haben nie darüber spekuliert, die Pro-Klasse auzugeben! Deshalb der Unmut hier und anderswo bei Sony-Benutzern. OT Ende.... |
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Es kommt der A700-Nachfolger und man hat eine NEX-Roadmap gezeigt. Was woll ihr noch? Jedes einzeln aufgelistete Objektiv für 2011? Genaue technische Daten und Nachfolgerbezeichnungen gab es auch bei der Konkurrenz nicht zu sehen. Das Gerücht, Sony würde VF aufgeben, kam von einem Nikon-Blog. Der Typ hatte übrigens auch behauptet Nikon würde keine Sony Sensoren mehr nutzen, was so auch nicht stimmte... |
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