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Matzkel 21.09.2012 08:26

Schade, dass es hier nicht mehr weiterging. :)

Mir geht es genauso wie Eberhard, habe auch das Sigma 50 und bin soweit zufrieden, außer eben bei Insekten ist es doch sehr schwer, die flüchten bevor ich diese im Sucher sehe.

Für mich ist nun die Frage, für das Minolta 100 D zahlt man ca. 330 - 400 € gebraucht, zu diesen Preisen habe ich zumindest in letzter Zeit beobachtet. Das Tamron 90 kostet neu 370 €. Das Sigma 105 fällt bei mir raus, da ich viel über das miese Getriebe gelesen habe.

Hätte auch gern ein 180er, aber die Preise sind - wow!! Und optisch nach Recherchen ja auch nicht ganz so gut wie das 90er oder 100er.

Also was meint ihr? Ist das Minolta 100 wirklich so viel besser, dass es sich lohnt Gebraucht das selbe Geld auszugeben wie für ein neues Tamron 90 er, mit Garantie etc. etc.?

Jens N. 21.09.2012 08:43

Zitat:

Zitat von Matzkel (Beitrag 1365163)
Also was meint ihr? Ist das Minolta 100 wirklich so viel besser, dass es sich lohnt Gebraucht das selbe Geld auszugeben wie für ein neues Tamron 90 er, mit Garantie etc. etc.?

Ich hab's getan. Die Entscheidung wird dir aber niemand abnehmen können. Ist einfach die Frage was dir wichtiger ist: neu mit Garantie etc., oder Originalobjektiv und bessere Haptik.

Tikal 21.09.2012 08:57

Anders gefragt, was spricht denn gegen Tamron 90mm?

Matzkel 21.09.2012 09:34

Zitat:

Zitat von Tikal (Beitrag 1365176)
Anders gefragt, was spricht denn gegen Tamron 90mm?


10 mm ;)
bzw. müsste ich die Abstände jeweils Sensor - Objekt prüfen oder eigentlich ja Objektivfront - Objekt bei 1:1 prüfen, geht aktuell aber etwas schlecht, ich hasse dieses auf 4 Zoll Handy Seiten abklappern. ;)
Hat jemand evtl. auf Anhieb eine Antwort parat?
Sonst spricht nichts gegen das 90er, hatte es auch schon in der Hand und empfand es als wirklich gut. Trotz allem kann ich nicht verneinen, dass auch der Hang zum Original im Kopf mitspielt.

bkrg 21.09.2012 10:02

Zitat:

Zitat von Eberhard123 (Beitrag 1021233)
Hallo,

Am meisten interesieren mich Macros von Insekten aller Art. Ich habe das Sigma 50mm welches für normale Macros (Gegenstände) auch in Ordnung ist. Allerdings ist es für Aufnahmen von Insekten nicht geeignet.

Darum wollte ich mir ein Macro-Objektive mit längerer Brennweite holen. Am liebsten eins mit 180mm, aber das werde ich mir wahrscheinlich nicht leisten können. Also dachte ich mir das 100mm ein guter Kompromiss ist.

Ich denke es gibt nur wenige zur Auswahl:
  • Minolta 100mm D
  • Tamron 90mm
  • Sigma 105mm

Das Sony mag ja nicht schlecht sein, aber es ist leider viel zu teuer. :(

Gruß,
Eberhard

Hallo Eberhard,

hier meine Erfahrungen mit Makro-Objektiven an Sony-Kameras:

das Sigma 105mm und das Sony 100mm nehmen sich nicht viel. Gefühlt bringt sogar das preiswertere Sigma brillantere Ergebnisse.
Richtig gute Auflösung und Ergebnisse bringt das Sigma 70mm - das ist inzwischen zu meinem Standard-Makro geworden.
Bei entsprechender Übung ist bei 90% der Freilandaufnahmen auch die Brennweite gut zu gebrauchen.
Sigma hat nur leider eine nicht so gute Mechanik. Das 70mm hatte vor kurzem blockiert und ließ sich nicht über den gesamten Bereich scharf stellen. Aber innerhalb einer Woche hatte ich das bereits wieder zurück. Der Service ist also äußerst fix.

Vielleicht helfen Dir ja diese Erfahrenswerte bei Deiner Kaufentscheidung, ich fotografiere seit Jahren fast nur im Nahbereich (Insekten und Pflanzen).

Grüße
Bernd

Matzkel 21.09.2012 11:38

Zitat:

Zitat von bkrg (Beitrag 1365209)
Hallo Eberhard,

hier meine Erfahrungen mit Makro-Objektiven an Sony-Kameras:

das Sigma 105mm und das Sony 100mm nehmen sich nicht viel. Gefühlt bringt sogar das preiswertere Sigma brillantere Ergebnisse.
Richtig gute Auflösung und Ergebnisse bringt das Sigma 70mm - das ist inzwischen zu meinem Standard-Makro geworden.
Bei entsprechender Übung ist bei 90% der Freilandaufnahmen auch die Brennweite gut zu gebrauchen.
Sigma hat nur leider eine nicht so gute Mechanik. Das 70mm hatte vor kurzem blockiert und ließ sich nicht über den gesamten Bereich scharf stellen. Aber innerhalb einer Woche hatte ich das bereits wieder zurück. Der Service ist also äußerst fix.

Vielleicht helfen Dir ja diese Erfahrenswerte bei Deiner Kaufentscheidung, ich fotografiere seit Jahren fast nur im Nahbereich (Insekten und Pflanzen).

Grüße
Bernd

Wie sieht es mit dem Abstand zum Objekt bei 1:1 aus?
Flüchten die Insekten nicht? Sonst wäre das klar eine gute alternative, vor allem auch noch als Porträtlinse geeignet.

Jens N. 21.09.2012 11:55

Wenn ich das richtig in Erinnerung habe (ich hatte die alle mal, teils auch gleichzeitig), erlaubt das Sony/Minolta 100er etwa 1-2cm mehr Arbeitsabstand (Arbeitsabstand ist ungleich Nahgrenze!) als das Tamron und das (auszugsfokussierende, alte) Sigma nochmal ca. 1-2 cm mehr als das Sony - eben so, wie man es anhand der Brennweiten auch erwarten würde. In der Praxis sind diese Unterschiede selbst im direkten Vergleich aber nicht wirklich relevant.

Übrigens haben Insekten keine Fluchtdistanz in dem Sinne, d.h. hier kommt es neben dem Abstand eigentlich auf ganz andere Dinge an (keine hektischen Bewegungen oder Abschattungen z.B.).

Matzkel 21.09.2012 11:58

Zitat:

Zitat von Jens N. (Beitrag 1365277)
das (auszugsfokussierende, alte) Sigma nochmal ca. 1-2 cm mehr als das Sony

Danke Jens.

Von welchem Sigma sprichst du nun hier genau?

Jens N. 21.09.2012 12:01

Ich meine das Sigma 105mm /2,8. Das gibt es in zwei (kosmetisch unterschiedlichen) Versionen, beide haben so ihre Getriebeprobleme. Optisch ist das Objektiv gut, auch im Vergleich mit den beiden anderen. Das 58mm Gewinde und die Geli zum Einschrauben haben mir aber nicht so gefallen.

Es gibt mittlerweile auch noch eine neue Version des 105ers, mit HSM und daher innenfokussierend - das wird sicherlich nochmal mehr Arbeitsabstand erlauben, ist aber auch deutlich teurer.

wus 21.09.2012 13:21

Zitat:

Zitat von Jens N. (Beitrag 1020041)
Die dritte Version (D) hat einen im AF automatisch auskuppelnden, sehr breiten Fokusring, ...

Also mein Exemplar kuppelt nix automatisch aus, was genau meinst Du damit?

Außer der D-Version die ich mir mal geleistet habe weil ich mir einbildete unbedingt die ADI-Unterstützung zu brauchen habe ich auch noch die alte Version aus Minolta's erster "Ofenrohr"-Generation. Die ist mir persönlich trotz des schmäleren Fokussierrings lieber weil die Fokussierung leichtgängiger ist. Bei der D-Version - zumindest bei meinem Exemplar - finde ich sie recht schwergängig. Das kann natürlich an meinem indivuellen Exemplar liegen.

Die alte Version ist auch kompakter - sowohl in der Länge (mit GeLi) als auch schlanker. Um über das im Außendurchmesser dickere D-Objektiv zu passen ist die GeLi bei diesem Objektiv stärker konisch, und sie ist auch etwas länger. Die GeLi des alten Ofenrohr ist fast zylindrisch und hat glatte 10 mm kleineren Durchmesser. Die größere und stärker ausgestellte GeLi des D stört vor allem in der Fototasche.

Da ich inzwischen weit weniger blitze als früher und wenn dann nur selten direkt (sondern mit Lumiquest Bouncer) und somit ADI ohnehin nicht zum tragen kommen kann verwende ich inzwischen wieder nahezu immer die alte Version.

Optisch sind mir nie irgendwelche Unterschiede zwischen den beiden Varianten aufgefallen.


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