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werni1949 26.04.2010 19:52

Denke daran, dass der Dachs schlecht sieht, der Geruchs- und Gehörsinn aber ausserordentlich ausgeprägt ist. Mit Nachwuchs unterwegs passt er noch besser auf. Du hast vielleicht eine Chance, wenn Du Dich in 10, besser noch 15 m mit einem Baum im Rücken hinhockst, den Wind (mit einem Grashalm, den Du fallen lässt, prüfen) im Gesicht hast. Beim Hingehen immer gegen den Wind, nicht in die Nähe des Baues! Die Kamera solltest Du so einpacken, dass kein Auslösegeräusch zu hören ist, sonst ist der Dachs noch 14 Tage weg...
Eine Besonderheit gibt es noch beim Dachs: er hat ein Klo in der Nähe des Einganges. Vielleicht kannst Du ihn ja da erwischen!

sobinich 26.04.2010 20:22

@ el-ray
ich werde wahrscheinlich zwei Kameras mit den beiden genannten Objektiven einpacken.

Zitat:

Zitat von werni1949 (Beitrag 1009952)
Denke daran, dass der Dachs schlecht sieht, der Geruchs- und Gehörsinn aber ausserordentlich ausgeprägt ist. Mit Nachwuchs unterwegs passt er noch besser auf. Du hast vielleicht eine Chance, wenn Du Dich in 10, besser noch 15 m mit einem Baum im Rücken hinhockst, den Wind (mit einem Grashalm, den Du fallen lässt, prüfen) im Gesicht hast. Beim Hingehen immer gegen den Wind, nicht in die Nähe des Baues! Die Kamera solltest Du so einpacken, dass kein Auslösegeräusch zu hören ist, sonst ist der Dachs noch 14 Tage weg...
Eine Besonderheit gibt es noch beim Dachs: er hat ein Klo in der Nähe des Einganges. Vielleicht kannst Du ihn ja da erwischen!

Herzlichen Dank Werni,
das hilft mir doch doch schon ein ganzes Stück weiter.
10-15 Meter sollte kein Problem darstellen. Ebenso die Bestimmung der Windrichtung.

Was mir noch ein bisschen Kopfzerbrechen bereitet - Auslösegeräusch. Da wird mir aber auch noch was einfallen.

Deine beschrieben Besonderheit habe ich am Samstag entdeckt.
Das Dachsklo ist ca. 30m vom Bau entfernt. Um sein Klo zu erreichen muß der Schmalzmann einen kleinen Graben, gefüllt mit Wasser, überqueren.
Dort -nahe dem Klo- ist auch eine kleine Baumgruppe die ich aufsuchen könnte.

Ich kann es ja nicht mehr als versuchen.
Wenn ich den Dachs, bzw. Dachfamilie vergraule, muß ich eben 2 oder 3 Wochen warten. Ich kann eh nur Samstags los gehen.

wwjdo? 26.04.2010 20:37

Viel Erfolg! Oft gehört auch Glück dazu - aber ohne Ausdauer erreicht man in solchen Fällen nichts.

Ich lag auch schon stundenlang vor einem Murmeltierbau und die an sich scheuen Tiere gewöhnten sich mit der Zeit an mich...:D

uwe1955 26.04.2010 20:48

Zitat:

Zitat von wwjdo? (Beitrag 1009986)
Viel Erfolg! Oft gehört auch Glück dazu - aber ohne Ausdauer erreicht man in solchen Fällen nichts.

Ich lag auch schon stundenlang vor einem Murmeltierbau und die an sich scheuen Tiere gewöhnten sich mit der Zeit an mich...:D

Hallo Mathias,
als du dann selig wie ein Murmeltier geschlafen hast? :D
Schnell duckundweg.

werni1949 26.04.2010 20:51

Code:

Was mir noch ein bisschen Kopfzerbrechen bereitet - Auslösegeräusch. Da wird mir aber auch noch was einfallen.
Pack die Kamera dick ein! Denk dran, das Gehör des Dachses ist besser als Deins...

Alligothor 26.04.2010 22:31

Um Dir wieder ein wenig Hoffnung zu machen: Ich bin gestern am späten Nachmittag joggen gewesen und habe dabei über eine Art Streuobstwiese abgekürzt. Was ich dann dort gesehen habe, hat mich dann doch einigermaßen überrascht - drei kleine, tolpatschige Dachse die überhaupt keine Furcht vor einem Menschen zeigte. Von der Mutter war nichts zu sehen - nach der hatte ich natürlich aus Sicherheit schon Ausschau gehalten. Ich habe die Tiere dann sicher 5 - 10 Minuten beobachtet, bis sie sich wieder in ihren Bau zurückzuogen.
Das ganze war übrigens in Ludwigsburg, am Neckar zwischen Weinbergen und Streuobstwiesen.

cdan 26.04.2010 23:25

Die guten Ratschläge sind schon gegeben, da bleibt mir nur noch, dir viel Erfolg zu wünschen. Ich freue mich schon auf deine Bilder.

Und vielleicht doch noch ein paar kleine Tipps am Rande: Zur Tarnung verwende ich mehrere von diesen Tarnschals, die sind sehr leicht zu verstauen und geschickt um die Kamera gewickelt dämmen sie das Auslösegeräusch recht gut ab. Auch das Objektiv lässt sich damit gut umwickeln, ohne es in der Funktion einzuschränken (Zoom). Zur Befestigung verwende ich Haargummis.
Mach dir Gedanken über eine bequeme Sitzunterlage, die dich vor Feuchtigkeit schützt, gerade wenn du lange ansitzt ist das sehr wichtig, denn du solltest dich so wenig wie möglich bewegen. Probier den Aufbau deines Ansitzes vorher aus, damit du nicht erst vorort durch langes ausprobieren alles Wild auf deine Ankunft aufmerksam machst.
Verzichte auf alle Klettverschlüsse an Kameratasche, Rucksack und Kleidung; im Zweifel mit Klebeband abkleben.
Setz die Kamera auf das Stativ, bevor du zum Ansitz kommst, denn metallische Geräusche bei der Montage sind sehr weit zu höhren.
Und ganz wichtig, verlasse den Ansitz genauso leise, wie du ihn aufgesucht hast, damit du auch am nächsten Tag noch eine Chance auf Bilder hast.

Mein Letzter Ratschlag: Nimm dir genügend Zeit und Verpflegung mit, denn das Warten kann durchaus mehrere Stunden, wenn nicht gar einen ganzen Tag dauern.

sobinich 27.04.2010 19:34

Zitat:

Zitat von cdan (Beitrag 1010112)
Ich freue mich schon auf deine Bilder.

Jep, ich mich erst.

@all:
Ich werde Eure sehr guten Ratschläge verinnerlichen und auch beherzigen.

Ergebnisse bekommt Ihr selbstverständlich zu sehen, auch wenn sie dann noch nicht perfekt sind.

@Alligothor:
Das ist ja lustig. Habe ich aber auch schon gehört/ gelesen, daß die Zwerge vorerst noch nicht so scheu sind.
Nimm doch bei der nächsten Joggingrunde Deine Kamera mit.....

Ach übrigens, habe Dachse des öfteren ihren Bau in der Nähe von Obstplantagen, daher hat mich die erwähnte Fallobstwiese gar nicht gewundert.


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