SonyUserforum

SonyUserforum (https://www.sonyuserforum.de/forum/index.php)
-   Nach der Aufnahme (https://www.sonyuserforum.de/forum/forumdisplay.php?f=12)
-   -   Photoshop CS5 schon getestet (https://www.sonyuserforum.de/forum/showthread.php?t=88270)

Yttrium 12.04.2010 11:25

Warum sind eigentlich die Betas zu LR3 frei zugänglich für jeden, nicht aber die für CS5? :?

Mich würden die Preise der Educationversion auch brennend interessieren :top:

LG, Melanie

baerlichkeit 12.04.2010 11:33

Zitat:

Zitat von Yttrium (Beitrag 1002901)
Warum sind eigentlich die Betas zu LR3 frei zugänglich für jeden, nicht aber die für CS5? :?

Mich würden die Preise der Educationversion auch brennend interessieren :top:

LG, Melanie

Steht doch alles auf den Adobe-Seiten?

Neonsquare 12.04.2010 11:48

Zitat:

Zitat von Yttrium (Beitrag 1002901)
Warum sind eigentlich die Betas zu LR3 frei zugänglich für jeden, nicht aber die für CS5? :?

Ganz einfach - weil Lightroom bei weitem noch nicht so dominant am Markt ist wie Photoshop. Indem sie über extrem lange Zeiträume kostenlos nutzbare "Betas" anbieten, gewinnen sie Neukunden, die dann - so die Idee - später auch die Kaufversion beziehen. So eine Beta ist auch sehr schön ein "Running Target" für die Konkurrenten - wenn diese etwas neues bringen, dann kann Adobe das in der Beta teils relativ einfach nachschieben - damit kann man Altkunden vom abwandern zurückhalten. Ich bin immer noch fest davon überzeugt, dass die lange Verzögerung von Aperture 2 zu Aperture 3 ihren Teil zur langen Beta-Zeit von LR3 beigetragen hat (und vielleicht auch umgekehrt).

Bei der CS5 ist die Situation genau umgekehrt: Das Paket ist fast Monopolartig am Markt etabliert. Die Alt-Kunden werden es sowieso kaufen, weil es für sie keine Alternative gibt. Neukunden sehen am Markt auch keine Alternative. Eine offene Beta würde jedoch einerseits der Konkurrenz die Möglichkeit geben aufzuholen und andererseits den Sensationscharakter der Neuigkeiten minimieren. Letzteres kann manchmal schädlich für das Updateverhalten der Altkunden sein: Entweder man lässt sie die neuen Features schon sooo lange "Testen" dass sie darauf angewiesen sind (LR3) oder man überrascht so sehr positiv, dass es jeder unbedingt braucht - dazwischen gibt es nichts.

Gruß,
Jochen

Anaxaboras 12.04.2010 11:55

Zitat:

Zitat von Neonsquare (Beitrag 1002919)
Ganz einfach - weil Lightroom bei weitem noch nicht so dominant am Markt ist wie Photoshop. Indem sie über extrem lange Zeiträume kostenlos nutzbare "Betas" anbieten, gewinnen sie Neukunden, die dann - so die Idee - später auch die Kaufversion beziehen.

Das mag sicher ein Aspekt sein. Aber das öffentliche Beta-Programm von LR dient ganz klar auch dazu, dass Adobe Input von den Testern erhält.

Martin

Neonsquare 12.04.2010 12:09

Zitat:

Zitat von Anaxaboras (Beitrag 1002922)
Das mag sicher ein Aspekt sein. Aber das öffentliche Beta-Programm von LR dient ganz klar auch dazu, dass Adobe Input von den Testern erhält.

Das ist schon richtig, allerdings sind dafür "Closed Betas" mit kontrollierter Auswahl an Testern (Hier "Fotoprofis") für diesen Aspekt bei weitem besser geeignet. Eine öffentliche Beta soll üblicherweise in erster Linie abtesten, ob das Programm wirklich stabil genug für eine Veröffentlichung ist und um zu sehen wie der Markt auf das Produkt reagiert. Neue Features haben in einer Beta strenggenommen sowieso nichts verloren. Allerdings ist LR3 nun wirklich schon eine ungewöhnlich lange Beta - insbesondere für Adobe. Da stelle ich mir folgende Fragen:

1) Ist es nicht stabil genug?
2) Ist die Marktakzeptanz noch nicht genug?
3) Andere Gründe?

Bitte versteh mich nicht falsch - ich meine damit nicht, dass es eine schlechte Software ist - ich (also subjektiv) hege nur etwas Zweifel daran, dass die LR3-Beta tatsächlich hauptsächlich als Beta - und nicht vielmehr als Verdrängungsversuch für die Konkurrenz gedacht ist. Wäre nicht das erste mal, dass ein Monopolist seine Marktmacht in einem Marktsegment ausnutzt um ein weiteres Monopol in einem anderen zu errichten.

Aber das ist jetzt eigentlich schon sehr OT - sorry für die Störung :-)

LG,
Jochen

eiq 12.04.2010 12:51

Zitat:

Zitat von Neonsquare (Beitrag 1002919)
Die Alt-Kunden werden es sowieso kaufen, weil es für sie keine Alternative gibt.

Doch, die gibt es: nicht kaufen. Nur sehr wenige kaufen immer das neuste Upgrade - meist Hobbyfotografen, die meinen, dass die Bilder dadurch besser werden. Ich kenne einige, die es beruflich nutzen, die von CS3 auf CS5 wechseln wollten, es jetzt nach der Vorstellung aber sein lassen - weil es sich einfach nicht lohnt. Da wird auf CS6 gewartet, und notfalls auf CS7. Ist ja nicht so, dass die alte Version nicht mehr funktioniert.

Gruß, eiq

Anaxaboras 12.04.2010 13:07

Zitat:

Zitat von eiq (Beitrag 1002955)
Ich kenne einige, die es beruflich nutzen, die von CS3 auf CS5 wechseln wollten, es jetzt nach der Vorstellung aber sein lassen - weil es sich einfach nicht lohnt.

Ob sich der Aufstieg lohnt, hängt natürlich immer von den Wünschen/Erwartungen ab. Ich denke mal, wer mit einem Mac arbeitet, wird an CS5 nicht vorbei kommen, weil es jetzt endlich auch für Mac-User native 64-bit-Unterstützung gibt.

Wenn ich Photoshop beruflich einsetzen würde (also als Fotograf) würde ich mir das Update auf CS5 für 300 Euro auf alle Fälle gönnen. (Zumal meine Alpha 900 damit endlich auch High-ISO-tauglich wird :D.) Anderseits hat Adobe seit CS4 ganz klar den weniger geübten Photoshop-Anwender im Blick. Und so gibt es auch in CS5 nicht sehr viele Funktionen, die völlig neue Bearbeitungstechniken bieten. Aber: Mit CS5 gehen viele Bearbeitungen deutlich leichter und viel schneller von der Hand. Etwa mit den Verbesserungen im Dialog "Kante verbessern", die das Freistellen auch komplizierter Motive fast zum Kinderspiel machen. Wer natürlich weiterhin Stunden mit der Masken-Retusche verbringen möchte, braucht CS5 nicht - versenkt aber in meinen Auge eine Menge Geld in Form von Arbeitszeit.

Martin

eiq 12.04.2010 13:20

Zitat:

Zitat von Anaxaboras (Beitrag 1002960)
Ob sich der Aufstieg lohnt, hängt natürlich immer von den Wünschen/Erwartungen ab. Ich denke mal, wer mit einem Mac arbeitet, wird an CS5 nicht vorbei kommen, weil es jetzt endlich auch für Mac-User native 64-bit-Unterstützung gibt.

Es sind alles Mac-Nutzer. :)

Und warum sollte man auf 64bit angewiesen sein? Adobe hat sich damit so viel Zeit gelassen, da kann man als Nutzer auch mal etwas warten.

Zitat:

Zitat von Anaxaboras (Beitrag 1002960)
Wenn ich Photoshop beruflich einsetzen würde (also als Fotograf) würde ich mir das Update auf CS5 für 300 Euro auf alle Fälle gönnen. (Zumal meine Alpha 900 damit endlich auch High-ISO-tauglich wird :D.)

Als Fotograf würde ich alles nutzen, nur kein Photoshop - dafür wäre mir meine Zeit zu kostbar. Dann lieber Lightroom oder gleich Aperture, die als Werkzeug für Fotografen (mMn) erheblich besser geeignet sind.

Gruß, eiq

Neonsquare 12.04.2010 13:44

Zitat:

Zitat von eiq (Beitrag 1002955)
Doch, die gibt es: nicht kaufen. Nur sehr wenige kaufen immer das neuste Upgrade - meist Hobbyfotografen, die meinen, dass die Bilder dadurch besser werden. Ich kenne einige, die es beruflich nutzen, die von CS3 auf CS5 wechseln wollten, es jetzt nach der Vorstellung aber sein lassen - weil es sich einfach nicht lohnt. Da wird auf CS6 gewartet, und notfalls auf CS7. Ist ja nicht so, dass die alte Version nicht mehr funktioniert.

Das stimmt allerdings. Eigentlich meinte ich auch eher, dass gemeinhin der Glaube vorherrscht, es gäbe im Profi-Bildbearbeitungsbereich keine Alternative zur CS und nicht, dass es keine Alternative zum Update gibt.

Deinem Urteil statt auf Photoshop mehr auf Aperture oder Lightroom zu setzen stimme ich vollkommen zu :top:. Aperture hat die Art wie ich mit großen Mengen von Bildern am Rechner umgehe komplett geändert. "Bildbearbeitung" - im Endeffekt noch "Vor Hintergrund freistellen", Flyer, Webgrafiken usw. sind die einzigen übrigen Aufgaben die ich noch außerhalb von Aperture erledige. Dafür benötige ich für meine Zwecke auch kein Photoshop mehr - da ist eine Software wie PhotoLine für 60€ mehr als ausreichend.

Gruß,
Jochen

Anaxaboras 12.04.2010 14:18

Zitat:

Zitat von eiq (Beitrag 1002967)
Als Fotograf würde ich alles nutzen, nur kein Photoshop - dafür wäre mir meine Zeit zu kostbar. Dann lieber Lightroom oder gleich Aperture, die als Werkzeug für Fotografen (mMn) erheblich besser geeignet sind.

Naja, wieso LR besser für Fotografen geeignet sein soll, als Photoshop, das verstehe ich nicht so ganz. Klar, als Bildverwaltung ist LR besser, aber nicht bei der Bildbearbeitung. So entspricht etwa das "Entwickeln"-Modul von LR nahezu 1:1 dem entsprechenden Dialog (ACR) in Photoshop.

Panorama-Fotos kann man in LR auch nicht anfertigen, ebenso wenig HDRs. Und versuche mal nur in LR die Tiefen stärker zu entrauschen als die Mitten und Lichter :flop:. Gar nicht davon zu reden, wenn es um partielle Bildbearbeitung geht. Klar, seit LR2 (und ACR 5) ist auch das in Grenzen (außerhalb von Photoshop) möglich. Aber eben nur in Grenzen - versuche mal in LR einen Antennenmasten in der Landschaft sauber weg zu retuschieren - ich wünsche viel Spaß. Oder gezielt die Kanten des Hauptmotivs zu schärfen. Und wenn es dann um Montage-Arbeiten geht, bist du mit LR völlig hilflos.

Ich bin jetzt versucht zu fragen, mit welcher Photoshop-Version du dich eingehender beschäftigt hast, so dass du zu deiner oben zitierten Aussage kommst.

Martin


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 09:44 Uhr.