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About Schmidt 25.02.2010 12:59

Zitat:

Zitat von meph!sto (Beitrag 977561)
Bei der Bearbeitung am heimischen Rechner, schaute ich mir die Bilder an und dachte nur "eigentlich sind sie ja vom Motiv her nicht soooo super, evtl. kann ich mit EBV was bewirken".

Wie macht ihr das ?

Gruß

Timothy

In diesem Fall ist meine Bearbeitung schnell erledigt. Ich drücke die Taste del. und fertig. Was nicht heißen soll, dass auf meiner Festplatte nur gute Bilder wären. Aber wenn ich schon beim Anschauen diese Zweifel habe, bin ich schnell fertig.

Sonst weiß ich meist was ich machen will, aber wenn ich sehe dass das nicht funktioniert, siehe oben. :lol:

Ich bin mir sicher, wir heben da alle (mich eingeschlossen) viel zu viel Schrott auf. Lediglich bei unwiederbringlichen Aufnahmen sollte man da eine Ausnahme machen.

Gruß Wolfgang

Karsten in Altona 25.02.2010 13:19

Ich mache das meiste in Lightroom, weil ich es vom Grundprinzip und der Bedienung einfacher finde als PS (CS2). Meistens weiß ich auch, was ich will und dann probiert man halt mal mehr und mal weniger lange, bis man da ist, wo man hinwill. Es kommt auch durchaus vor, dass sich andere Versionen/Varianten ergeben, während man an den Knöpfen dreht. Und ganz manchmal geht man einfach auch mal in die Extreme und schaut was passiert... PS nehme ich eigentlich nur zum Nachschärfen, Rahmen drum basteln und wenn ich die Gradiationskurve einzelner Farbkanäle für unterschiedliche Tonung, oder Crossentwicklung, verändern möchte, weil das geht meines Wissens mit Lightroom 2 nicht.

Ergänzung: Bei auf erstem Blick "nicht soooo doll" kann man auch viel über Bildauschnitt und Drehung erreichen. Das mache ich ziemlich oft.

Dana 25.02.2010 13:38

Zitat:

Zitat von meph!sto (Beitrag 977578)
Ja ok,
evtl. war meine Frage etwas ungenau gestellt.
Ihr wisst genau, was ihr möchtet, aber wisst ihr denn auch genau an welchen Reglern zu drehen ist ?
Oder spielt ihr solang daran herum, bis euer Ziel erreicht ist ?

Demnächst wird das wieder so sein, dass ich erstmal testen muss, weil ich PS bekomme.

Momentan, mit Fixfoto, weiß ich genau, was welcher Regler macht und was ich mit den Reglern machen möchte. Mir war es sehr wichtig, mein Programm genau zu kennen. Klar, ich kenne sicher nicht jeden Knopf, aber alles, was ich normalerweise brauche, kenne ich aus dem effeff.

Ich mache ein Bild und zu Hause gucke ich dann: was fehlt dem Bild?

Fehlt dem Bild was Motivisches und bin ich damit nicht zufrieden, fange ich gar nicht erst an, es zu bearbeiten, sondern es kommt in die Tonne. Auch bei zu geringer Freistellung wende ich nicht tausend Filter an, dann war's halt nix. Ich möchte, dass meine Bilder schon beim Fotografieren stimmen. Habe ich mich vertan, hab ich halt Pech gehabt.

Stimmen die Farben nicht, ist zu viel drauf, was weggestempelt werden muss, müssen die Tonwerte oder Kontraste etwas geändert werden, sehe ich das ja und regle das nach.

Klar, ich hab auch schon einfach mal rumgeschoben...aber es ist einfach nicht mein Stil und meine Art zu versuchen, Bilder mit EBV zu retten oder so zu verändern, dass sie "dann doch noch was aussehen". Das mache ich einfach nicht gerne.

Letztens habe ich hier eine Tulpenblüte eingestellt, die blau war. Ich saß vor dem Bild und überlegte, wie es aussähe, wenn man quasi die Komplementärfarben verwenden würde. Dann ein Klick, fertig. Ich denke also vorher nach, was ich will und setze es dann in der EBV um. Manchmal sieht es total depp aus, dann denke ich nur "ouh, gottseidank hat das keiner gesehen...", aber manchmal hatte ich mit dem, was ich dachte, nicht so Unrecht.

Aber einfach so rumdrehen und dann "HA, so geht's" sagen...ist nicht so meins.
Aber da ist jeder anders...und darf es auch sein. ;)

Stoney 26.02.2010 11:09

Zitat:

Zitat von meph!sto (Beitrag 977561)
"eigentlich sind sie ja vom Motiv her nicht soooo super, evtl. kann ich mit EBV was bewirken".

Falscher Ansatz! Wenn sie vom Motiv her nicht so super sind, ist EBV eigentlich verschwendete Zeit, es wird nie ein wirklich gutes Bild dabei herauskommen (zum Lernen durch Rumspielen mit der EBV ist's natürlich ok).
Die richtige Strategie wäre, "super Motive" zu fotografieren und den Bildern durch EBV den letzten Schliff zu geben.

Was meine EBV-Strategie angeht, so weiß ich in der Regel, wo ich hin will und meistens auch grob, wie ich dorthin gelange. Ein bisschen Rumspielen, bis es genau passt, gehört natürlich manchmal dazu.

Parki 26.02.2010 11:21

Also ich weiß meistens wie ich das Bild haben möchte und arbeite dann darauf hin. Ich weiß was die Regler machen und denke dass dieses Wissen aber von selbst irgendwann kommt. Übung macht den Meister =)

perlenfischer 26.02.2010 11:49

Wenn meine Foto-Auge so gut wäre wie mein Photoshop-Auge, wäre ich glücklich. Ich arbeite mit Photoshop seit Version 2.4 - und zwar täglich (gebe außerdem Seminare für Bildretusche und Montage). Da bekommt man Übung. In Wahrheit sehe ich sehr oft erst am Bildschirm, was ich mal wieder beim fotografieren schon hätte sehen/verhindern/besser machen müssen und muss es dann mit EBV-Mitteln ausbügeln. Seit ich meine kleine Alpha habe und nur noch RAW fotografiere, ist es aber schon entspannter geworden...auch insgesamt mit der Anzahl der Auslösungen. :)

jameek 27.02.2010 03:29

Kann mich perlenfischer zum großen Teil anschließen, mit dem Unterschied, dass beim Aufnehmen in etwa dann schon weiß, was hinterher zu tun ist.
Spätestens in der Kameradisplay-Vorschau weiß ich "oha, das braucht Kontrast (das denke ich meistens!)" und "das wird ein entsättigtes bild" oder sowas.
Die Bearbeitung hinterher läuft in zwei Richtungen: RAW entwickeln und in Photoshop das wichtigste (zB Kontraste, Scharfzeichnung etc) laufen relativ automatisiert.
(Ein Beispiel für normale Farbfotos: Ich finde die Bilder aus der A700 oft einen Ticken zu ungesättigt, also: Sättigung erhöhen um +5).
Auch einige Stempelaktionen mache ich schon relativ automatisch.

Dann kommt die Bildindividuelle Bearbeitung.
Will ich also zB ein s/w-Bild oder eines mit viel Farbe? Welche fotografischen Defizite kann ich leicht ausbügeln (goldener Schnitt)? Welche Dinge auf dem Bild müssen entzerrt, gestempelt (zB in einer Landschaft ein störendes Auto) oder sonstwie optimiert werden?

In den meisten Fällen denke ich also stark in eine Richtung.
Bei meinen ersten Schritten in Photoshop (ca. 1996) habe ich sehr sehr viel an allen möglichen Rädchen gedreht, an Schaltern gedrückt und an Schiebern gezogen. :shock:
So habe ich gelernt was wofür zuständig ist.
Mit der Zeit hat das aber nachgelassen, zum Glück wie ich heute finde.

Photoshop ist für mich ein reines Tool geworden, kein Spielzeug mehr. Ich setze es so ein, dass ich die Ergebnisse bekomme, die ich will.
Manchmal fehlt dann aber das Aha-Erlebnis und dann kommt hier im Forum in der Bildpräsentation die Erleuchtung "Ach ja klar, hätte ich ja mal..."
:D

Fritzchen 27.02.2010 08:50

Die Antwort aus meiner Sicht ist einfach : Wer anfängt der Spielt sehr viel rum:D

Um so mehr er weiß, um so weniger spielt er, danach wird nur noch in den vielen

Möglichkeiten des Programms gedacht:top:


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