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JoeJung 08.11.2009 16:13

Zitat:

Zitat von Pollux58 (Beitrag 917098)
Die dunkle Stelle im Hintergrund hat Werte von ca. 15, ich würde mal auf ein zu hohes Gamma tippen. Fazit: Etwas zu hell in den Lichter!
Da kann Dir die Standard Korrektur, des Dienstleisters, schon einiges kaputtmachen

Hallo Maik,
ich habe gerade die Gammaeinstellung des Monitors kontrolliert: 2,2 - deine Vermutung war richtig. Ich habe den Wert gleich auf 1,8 umgestellt, dann sieht es gleich anders aus.

Vielen Dank für den Hinweis.

Lg. Josef

JoeJung 08.11.2009 16:41

Ich habe den Gammawert des Monitors von 2,2 auf 1,8 gestellt und sehe nun selbst, dass das Kleid auf den Originaldaten zu hell ist.

Im Fotobuch ist das Kleid aber in etwa so abgebildet, wie wenn ich in Photoshop bei einer Tonwertkorrektur den Regler für die Lichter auf einen Wert im Bereich von 230 - 235 stellen würde bzw. wenn ich eine Helligkeitskorrektur im Bereich von +20 machen würde - also schon noch ein schönes Stückchen heller. Der Optimierer hat schon noch das seinige beigetragen.

Vielen Dank für eure Unterstützung :top:

Lg. Josef

JoeJung 19.11.2009 21:06

Ich habe nun die Antwort auf die Reklamation bekommen - der Anbieter gesteht ein, dass die Bilder aufgehellt worden sind, obwohl sie schon hell genug waren. Dieser Bearbeitungsschritt wird automatisch bei der Produktion durchgeführt und kann nicht ausgeschaltet werden. Ursprünglich wurde ein Preisnachlass gewährt.

Leider waren die Bücher beim Rücktransport derart schlecht verpackt, so dass sie am Postweg beschädigt wurden. Mir wurde nun angeboten, dass sie neu angefertigt werden. Da kann ich nun die kritischen Bilder vorher noch überarbeiten.

Ich tüftle jetzt schon eine Zeit lang herum, wie ich die Bilder nachbearbeiten soll. Ich dachte, dass ich die Graduationskurve abflache, sodass der Weißpunkt bei ca. 240 liegt. Wenn das Bild nun bei der Produktion aufgehellt wird, sollte sich das ganze wieder in etwa aufheben.

Was würde ihr vorschlagen, wie ich die hellen Stellen dunkler kriege, sodass sie mir von einer automatischen Optimierung nicht wieder zu sehr aufgehellt werden?

Lg. Josef

20.11.2009 08:59

Also schnell Gamma wieder auf 2.2 stellen!

Die Lösung des Problems verspricht icc und Profiling. Aber das ist eine permanete Baustelle, die nicht funktioniert. Vielleich in 10 Jahren mal. Was funktioniert ist in ein Fachgeschäft zu gehen, dass die Möglichkeit hat, die Bilder vor dem Druck am PC anzuschauen. Die haben dann das Bild mit dem Ausdruck abgeglichen (häufig Gamma 1.8 - aber noch viel viel mehr)

Was immer 100% hilft, ist - wie bereits angemerkt wurde - der Blick aufs Histogramm. Der Schwerpunkt sollte in der Mitte liegen. Dann wirds klapppen. Viel links und viel rechts kann dein Bildschirm problemlos darstellen, aber auf Papier gibts da immer Konflikte, deren Auflösung zur Überraschung führt.

BadMan 20.11.2009 09:33

Zitat:

Zitat von katz123 (Beitrag 922539)
Die Lösung des Problems verspricht icc und Profiling. [...] Was funktioniert ist in ein Fachgeschäft zu gehen, dass die Möglichkeit hat, die Bilder vor dem Druck am PC anzuschauen. [...] Was immer 100% hilft, ist - wie bereits angemerkt wurde - der Blick aufs Histogramm.

Das nützt aber leider nichts, wenn der Anbieter, wie hier geschehen, eine Autoverschlimmbesserungsautomatik über die Bilder jagt.

So etwas ist einem Bekannten sogar mal in einem Fachgeschäft passiert. Dort hat er eine Belichtungsreihe eines Motivs entwickeln lassen. Die Bilder hat er absolut identisch belichtet bekommen. :evil:

JoeJung 20.11.2009 15:51

Zitat:

Zitat von katz123 (Beitrag 922539)
Also schnell Gamma wieder auf 2.2 stellen!

2.2 ist schon wieder eingestellt - habe relativ schnell gemerkt, dass 1.8 nicht wirklich ideal ist.

Bezüglich der Nachbearbeitung weiß ich jetzt nicht wirklich, was ich tun soll. Wenn ich die Graduationskurve abflache verliere ich an Kontrast. Falls diese tolle Optimierung dann noch mehr aufhellt, bin ich erst recht angeschmiert - wobei ich ja auch nicht weiß, ob da eine Aufhellung (Verschieben aller Helligkeitsbereiche) oder eine Art Tonwertkorrektur gemacht wird (wo nur die hellen Teile beschnitten werden).

Es ist wirklich bescheuert - ich habe Bilder, die einigermaßen passen und muss sie nachbearbeiten, nur damit sie eine blöde Optimierung nicht ganz ruiniert :twisted::twisted::twisted:

Lg. Josef

der_knipser 20.11.2009 16:14

Ich habe keinen kalibrierten Monitor, aber ich sehe große Unterschiede, wenn ich das Bild auf einem analog oder DVI-gesteuerten Bildschirm ansehe. Beides sind die gleichen Bildschirme, aber der digital gesteuerte zeift wesentlich mehr Nuancen.

Für mich würde sich die Frage stellen, welchen Kontrastumfang das Fotopapier im Vergleich zum Bildschirm überhaupt verarbeiten kann. Bei meinen Bildern, die ich auf dem Tintenstrahldrucker ausgebe, weiß ich, dass ich die Kontraste ziemlich weit zurückregeln muss, damit sich die Darstellungen einigermaßen gleichen.

JoeJung 24.12.2009 22:03

Es war definitiv der "Bildoptimierer", der die Bilder in meinem Fotobuch ruiniert hat. Ich habe jetzt bei Saal mal testweise ein Fotobuch mit den kritischen Seiten ausarbeiten lassen und da passen die Bilder optimal. Beim weißen Kleid sind alle Details, die auch am Monitor zu sehen sind, ganz sauber sichtbar.

Ich habe daraus gelernt, dass ich Echt-Fotobücher nur mehr bei Anbietern machen lasse, bei denen die Bildoptimierung ausschaltbar ist.

Lg. Josef

yoyo 26.12.2009 00:14

Zitat:

Zitat von JoeJung (Beitrag 940282)
Ich habe daraus gelernt, dass ich Echt-Fotobücher nur mehr bei Anbietern machen lasse, bei denen die Bildoptimierung ausschaltbar ist.

Aus eigener leidvoller Erfahrung mit dem "Optimieren" bei der Bildausarbeitung: ein weiser Entschluss :top:


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