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Michi 01.04.2009 22:14

Die Nikon Achromate 5T(+1,5) und 6T (+2,9) werden anscheinend nicht mehr hergestellt. Dadurch sind die Gebrauchtpreise sind in letzter Zeit ziemlich hoch. Beide Achromate hatte ich schon am Sony 70-300 SSM und die optische Leistung ist mehr als zufriedenstellend.

Meistens reicht die 5T locker aus, da mit der 5T schon fast ein Maßstab von 1:1 erreicht wird.

Neben den Nikon Achromaten gibt es noch einen von Sigma mit +1,6 und Filtergrößen von 52mm, 58mm und auch 62mm. Die 62mm Version ist aber sehr selten, optisch auf dem Niveau der Nikon 5T.

Bei den Achromaten mit +3 ist die Auswahl größer. Von Kenko gibt es einen mit +3 und 62mm, der wird neu in der Bucht angeboten. Relativ häufig ist auch der Olympus MCON 35, auch mit 62mm und +3, in der Bucht zufinden. Qualitativ sind beide etwa mit der Nikon 6T vergleichbar.

Im übrigen ist das Sony 70-300 im Nahbereich wesentlich besser als das Minolta Apo 100-300 oder die Ofenrohre.

Gruß
Michi

Jens N. 01.04.2009 22:31

Zitat:

Zitat von heldgop (Beitrag 814453)
Die annerkannt beste nahlinse ist die 3dpt linse in dem Raynox DCR5320PRO set

So etwas wie eine "anerkannt beste Nahlinse" oder "Nahlinse a ist grundsätzlich besser als Linse b" gibt es meiner Erfahrung nach nicht (jedenfalls nicht für sich allein genommen, unabhängig von dem Objektiv, an dem der Nahvorsatz verwendet werden soll): ich habe (hatte) eine ganze Schublade voll mit einfachen Nahlinsen und Achromaten und habe die vor allem damals, als ich noch mit Bridgekameras fotografiert habe, auch sehr ausführlich gegeneinander verglichen (einfach weil ich mir auch die Frage gestellt habe "welche ist die Beste"). Die Ergebnisse haben teilweise überrascht, denn an unterschiedlichen Kameras (bzw. Objektiven) haben die Nahvorsätze auch recht unterschiedliche Leistungen gezeigt (bezüglich Parametern wie Grundschärfe, Randschärfe, Farbsäume usw.). D.h. an Kamera x war Linse a besser als Linse b, aber an Kamera y konnte das umgekehrt sein. Und das ist an Wechselobjektiven natürlich nicht anders. Selbst billige Nahlinsen haben mich im Vergleich mit teuren Achromaten teilweise sehr überrascht - so schlecht wie ihr Ruf müssen die nämlich gar nicht unbedingt sein. Die Nikon 5T und 6T kenne ich z.B. ganz gut (ich hatte mal beide, jetzt habe ich noch eine davon glaube ich) und bei denen war ganz klar zu erkennen, daß sie mit der einen Kamera besser harmonierten als mit der anderen.

Tendenziell kann man sicherlich Urteile fällen und so würde ich z.B. von einem Achromaten auch eher bessere Leistungen erwarten als von einer einfachen Nahlinse (logisch, das war auch bei meinen Vergleichen so), aber bei der Frage nach "der besten Nahlinse" muß man immer das Zusammenspiel zwischen Grundobjektiv und Nahvorsatz betrachten - ähnlich wie z.B. auch bei (Vorsatz)Konvertern. Wenn mir also jemand "den anerkannt besten Achromaten" verkaufen will, werde ich eher skeptisch muß ich sagen ;)

heldgop 01.04.2009 23:11

Also die Raynox Nahlinse ist ein ganz anderes Kaliber als die standart nahlinsen die sonst so verwendet werden, da ist es imho legitim zu sagen, das das die beste Nahlinse ist.

Im macroforum gibt es viele berichte zu den verschiedentsten Nahlinsen, von der recht neuen Marumi 3+ bis zu den klassischen Canon XX0D, bis auf die Raynox haben alle Linsen probleme mit manchen Objektiven. Mit der Marumi an nem telemacro muss man zb deutlich abblenden um Scharfe ergebnisse zu bekommen. Offen wird das bild total matschig. Das kenne ich auch von den Minolta acromaten, am 90mm macro top, aber am 100300apo sieht man schon im sucher wie milchig alles wird.

Die 3er ausm raynox set zusammen mit dem 70200 ist eine super kombi, schon bei offenblende knackscharf, kaum ein untershceid zum 90mm. Natürlich nur wenn das Objektiv nahe unendlich genutzt wird (ca 1:3), an der nahgrenze (1:1) muss man mindestens zweimal abblenden damits knackig wird.


mfg

heinz aus mainz 03.04.2009 16:23

...die Minolta-Achromate gab es nur mit 49 und 55 mm. Nikon-Achromate bis 62 mm.
Man sollte Achromate grundsätzlich nur mit Festbrennweiten einsetzen, denn Zoomlinsen sind ansich schon Kompromisslösungen - und dann noch Brillengläser davor setzen - das wird immer unbefriedigende Fotos geben. Die Linsen werden bei mir nur im Urlaub mitgeführt wegen Gewichtsersparnis an Stelle eines 100er Macros.


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