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About Schmidt 01.03.2009 13:54

Ein Einbein schaltet mindestens zwei Arten von Bewegung aus, die da wären.

- Auf und Ab
- Rotation

bleiben also noch

- Rechts und Links
- Vor und zurück

mithin, so mein Gedankengang, reduziert es die Verwacklungsgefahr um 50%.

Mein Einbein nutze ich jedoch meist nicht für Teleaufnahmen, sondern eher für Aufnahmen mit langer Belichtungszeit, wo ich aber kein Stativ einsetzen kann. Wenn man es dann noch anlehnen oder sich oder die Kamera anlehnen kann, gehen sogar Belichtungszeiten von mehreren Sekunden. Auch das Festkemmen, z.B. mit dem Fuß bringt einiges an Stabilität.

Das spiegelt aber nur meine gemachte Erfahrung wieder und ist gewiss nicht allgemeingültig.

Gruß Wolfgang

abc 01.03.2009 15:29

Die Dinger sind meiner Ansicht nach im Verhältnis zum Nutzen einfach zu umständlich.

Beispiel bodennahes Arbeiten. Im Sitzen kann ich nicht mehr durch den Sucher sehen,
ein kürzeres Einbein bringt am langen Ende Nachteile.
Lösung: Irgendwo festklemmen. Nur wo? Klemme ich es irgendwie zwischen den Beinen
fest bin ich auch nicht sehr viel besser dran als Freihand. An einem Gegenstand schräg abstützen?
Durch den runden Querschnitt entsteht eine gewisse Rolltendenz, meine beiden Arme
brauche ich für Stativkopf und Kamera, das Ergebnis sind sehr merkwürdige Körperhaltungen.
Stütze ich die Kamera an dem betreffenden Gegenstand gleich ohne Stativ auf bin ich genauso gut dran.

Ganz allgemein zum Thema Andrücken. Meiner Erfahrung nach fange ich um so mehr zu
zittern an, je mehr Kraft ich ausübe, was sich dann auf die Kamera überträgt. Die besseren
Ergebnisse mit Einbein kriege ich jedenfalls indem ich das Teil relativ "sanft" halte.

Bei langen Telebrennweiten; in der Macrofotografie macht sich schon die Spiegelvorauslösung positiv
bemerkbar. Da ist dann ein Einbein wirklich nur noch "besser als Nichts".

Insgesamt komme ich mit Einbein herzlich wenig klar.
Dreibeine sind zwar im Transport, Aufbau und Schnelligkeit wenig attraktiv, in allen anderen Punkten
aber besser und komfortabler. Selbst kleine und leichte Modelle, auch nicht grade das Gelbe vom Ei -
stabilisiere ich zusätzlich indem an die Mittelsäule einen Expandergummi hänge und einfach mit dem Fuß
draufsteige.

Gruß
Thomas

aidualk 01.03.2009 15:42

Zitat:

Zitat von About Schmidt (Beitrag 796412)
Ein Einbein schaltet mindestens zwei Arten von Bewegung aus, die da wären.

- Auf und Ab
- Rotation

bleiben also noch

- Rechts und Links
- Vor und zurück

mithin, so mein Gedankengang, reduziert es die Verwacklungsgefahr um 50%.
...
Das spiegelt aber nur meine gemachte Erfahrung wieder und ist gewiss nicht allgemeingültig.

Gruß Wolfgang

Das Einbein benutze ich z.B. auf Rennstrecken um Mitzieher zu machen, oder immer dort, wo ich genau weiß wo ich stehen werde und Mitzieher das Ziel sind....weil das erwähnte "auf und ab" damit nahezu weg ist und "links - rechts" einfach sicherer geht. Meine Ausbeute damit ist tatsächlich in etwa diese 50% mehr als wenn ich solche Aufnahmen aus der freien Hand mache. Allerdings habe ich es auch schon mal mit in einen Tierpark genommen, noch nicht in den Zoo.

gruß

aidualk

Kabuto 01.03.2009 16:04

Im Bezug zur Zoosituation: das Einbein hilft schon eine Menge dabei, daß man längere Zeit die Kamera + schwere Objektive aufs Ziel halten kann bis man das gewünschte Motiv im Kasten hat ;)

lüni 01.03.2009 16:06

für mich ist ein Einbein eine gute Lösung. Aber natürlich benutze ich alles ander was so rumsteht ist klar man darf sich da nicht drauf verlassen. Ein Einbein bringt deutlich mehr flexibilität als ein Dreibein, das bringt aber mehr ruhe und das alles hilft nix wenn sich das Motiv bewegt ;)

Aber am Schluß muss doch jeder das Werkzeug benutzen mit dem er/sie gut zurechtkommt.....
egal wieviele Beine drann sind....

Gruß
Steffen

duncan.blues 01.03.2009 16:26

Ich gehörte früher immer zu den absolut eingefleischten Stativ-Muffeln. Als ich dann von Analog zu Digital gewechselt bin und nicht mehr nur 10x15er Abzüge angekuckt habe sondern auch mal der Versuchung des Pixel-Peepings erlegen bin, fielen mir immer häufiger leichte Unschärfen auf, die sich bei genauerer Betrachtung als leichte Verwackelungen entpuppten (trotz SSS).
Da ich letztes Jahr eine große Reise gemacht habe (Down Under) und ich kein Risiko eingehen wollte, leichtfertig Bilder zu versauen auf die ich vielleicht nie wieder eine zweite Chance bekomme, habe ich mich dann doch mal mit dem Thema Stativ beschäftigt. Da es sich um eine Wanderreise in meist schwierigem Gelände handelte, war ein Dreibein schon nach kurzer Überlegung gestrichen. Geworden ist es dann ein sehr kompaktes Carbon-Einbein von Manfrotto mit kleinem Kugelkopf und in Eigenarbeit rangebasteltem Monostatfuß.
Vor dem Urlaub habe ich ein paar Fotowanderungen gemacht, nur um die Kombi Stativ-Kamera zu üben (mit Einbein muß man doch ganz anders fotografieren als freihand) und als dann der "Ernstfall" kam, habe ich das Stativ letztlich immer dabei gehabt und kaum ein Foto ohne gemacht. Außer in den extremst ungünstigsten Lichtverhältnissen habe ich kaum überhaupt ein verwackeltes Bild gehabt und das obwohl ich bei einigen Aufnahmen schwer aus der Puste war weil ich grad mehrere hundert Meter Kraxeln hinter mir hatte. Insofern hat das Stativ bei mir eine ganze Menge gebracht.
Was mir aber hinterher öfters aufgefallen ist, dass ich auf einigen Bildern einen schiefen Horizont hatte. Mit einem Dreibein würde das natürlich nicht so leicht passieren. Dafür brauche ich für's Aufstellen des Einbeins nur ein Bruchteil der Zeit die ich für ein Dreibein bräuchte. Für unterwegs ein unschlagbares Argument.
Ich denke Einbein und Dreibein kann man überhaupt nur begrenzt direkt vergleichen. :zuck:

Fritzchen 01.03.2009 16:35

Ich frage mich manchmal was ihr so fotografiert und bei welchen Situationen:roll:

Ohne ein Einbein sind oft Bilder gar nicht zu machen, das man bei einem Sonntagsspaziergang im Zoo oder sonst wo, man drauf verzichten kann, kein Problem.

Sobald man aber härtere Situationen meistern muß, steht ihr schon auf dem Schlauch:D
Mein letzter Einsatz mit Einbein, Dubai 90 Km Distanzrennen, da würde ich euch man gerne sehen, ohne ein Einbein:D:D:D:D

Im Wüstensand gekniet, auf die Reiter lauernt :D:D:D

Dana 01.03.2009 16:47

Ich sag's nochmal...

Meine Aussage ist bitte nicht aus dem Kontext zu reißen.
Ich denke zwar, hier nicht direkt angesprochen zu sein, aber es ist wichtig, dass man differenziert. Natürlich sind solche Situationen, wie eben von Fritz angesprochen, sicher nicht Freihand richtig möglich. Aber ein Distanzrennen ist eben nicht Zoo.

eggett 01.03.2009 17:02

Aber auch im Zoo ist das Einbein durchaus sinnvoll. Zumindest, wenn es um Belichtungszeiten geht, die unter die 1/Brennweite gehen. Egal, ob Crop oder Vollformat.

Merkt man aber erst direkt als Unterschied, wenn man Bearbeitung auf 100% Ebene macht (unscharf maskieren etc.). Wie immer: der direkte Unterschied zeigt es, eben das letzte Quentchen Qualität.

Gründe wie Entlastung der Arme bei schweren Objektiven etc. , sind ein zusätzliches Argument, aber abzutrennen von der qualitativen Verbesserung der Bilder ...

Fastboy 01.03.2009 18:44

Bis vor einiger Zeit sah ich ein Einbein eher als Stütze für die Kamera wenn ich auf mein Motiv warte. Vor allem bei Oldtimerveranstaltungen weiß man aus welcher Richtung das Motiv kommt. Einen Grossteil der Bilder hätte ich auch ohne Einbein, ohne Qualitätsverlust, zustande gebracht. Aber nach knapp einem Jahr im Forum, ermuntert durch viele Einbeinthreads, versuche ich das Einbein viel öfter auch dort einzusetzen wo ich früher schon mein Dreibein aufgestellt hätte. Noch mit mäßigem Erfolg, aber mit vermehrter Übung werden die Ergebnisse besser. Vor allem sehe ich mich immer mehr um ideale Anlehnpunkte um. Mit angelehnten Einbein mit Kugelkopf gelingen mir Fotos mit kritischer Verschlusszeit schon recht gut. Obwohl ich bei „wichtigen Shootings“ schon noch immer das Dreibein vorziehe.

LG
Gerhard


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