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PC-Pilot 20.02.2009 11:56

das beerdigen von kleintieren ist am Eigenen Grundstück und (ich glaube auch im Wald) vom Gesetz her verboten.

Warum?

ganz einfach --> Grundwasserschutz !!

denn wenn so ein Tier stirbt, dann entwickelt es Bakterien die in das Grundwasser gelangen können und dem Menschen und der Umgebung schaden können.

daher .. ja nicht im Garten vergraben, sondern bestatten lassen.

Wer seine Tiere im Garten vergräbt, der hat mit hohen Geldstrafen zu rechnen.

(nur so ein kleiner Auszug aus dem Bestimmungen)

redimp 20.02.2009 12:12

Wenn eine Wald-und-Wiesen-Maus an Altersschwäche stirbt, dann ist doch nicht gleich die ganze Umgebung in Gefahr.

Ähnliches gilt für Karnickel oder was sonst draußen rumrennt.

Im vom Joachim verlinkten Artikel steht doch das man ein Haustier begraben darf, wenn man die Genehmigungen dafür einholt.

Dabei dreht es sich im Allgemeinen kaum um Grundwasserschutz, sondern um die Angst vor Seuchen.

Gruß, Ralph

wuestensohn 20.02.2009 12:25

So schlimm es sich zwar anhört, vergrab das Tier im Garten, und davor in einer Schuhschachtel in die Kühltruhe. Wenn der Bodenfrost dann weg ist, könnt ihr es beerdigen. Setzt natürlich vorraus, dass ihr da auch Platz habt. Der Kleine wird das verstehen, denke ich.

wwjdo? 20.02.2009 15:09

Vielen Dank für eure rege Beteilung!

Wir habe es jetzt unserem Sohn mitgeteilt und die Tränen flossen (noch nicht ganz vorbei) reichlich. Da merkt man eben, dass 10-Jährige doch noch ganz Kinder sind und er ist in solchen Dingen ohnehin sehr sensibel..

Den Hasenkörper haben wir jetzt mal in eine mit Moos ausgepolsterten Schachtel "überführt" und waren dabei sehr erschrocken, wie stark er seit gestern Abend verfallen ist.

Ob jetzt der Eispickel ran muss oder wir doch im Wald ein Plätzchen suchen, müssen wir mal schauen. Das Tier ist sicher an keiner Seuche eingegegangen und wenn ein Karnickel in freier Wildbahn stirbt, bleibt es im Normalfall auch an Ort und Stelle liegen. Im Moment können wir uns deshalb so eine Waldlösung gut vorstellen und denken aber auch daran, einen Ort im Garten zu schaffen, der an das Tier erinnert...

metallography 22.02.2009 17:53

Zitat:

Zitat von wwjdo? (Beitrag 792104)
Das Tier ist sicher an keiner Seuche eingegegangen und wenn ein Karnickel in freier Wildbahn stirbt, bleibt es im Normalfall auch an Ort und Stelle liegen.

nur so ein kleiner Gedankengang:
"das Tier bleibt an Ort und Stelle liegen"!!! d.h. es wird nicht vergraben.
Somit können entsprechende Verwertungsexperten der Natur sich darum kümmern.
Da bleibt sehr schnell nix übrig was ins Grundwasser gelangen kann.

Servus
Wilma

helmut-online 22.02.2009 18:43

@PC-Pilot;
das mag in Österreich so sein. In Deutschland ist es nicht so. Die einzige Einschränkung, die ich kenne, gilt für Grundwasserschutzgebiete.
Gruß

Conny1 22.02.2009 19:11

Zitat:

Zitat von helmut-online (Beitrag 793099)
@PC-Pilot;
das mag in Österreich so sein. In Deutschland ist es nicht so. Die einzige Einschränkung, die ich kenne, gilt für Grundwasserschutzgebiete.
Gruß

Das ist nicht ganz richtig. " Vor dem Hintergrund der BSE-Krise wurde durch die EU 2002 eine neue Richtlinie eingeführt, nach der alle Tierkadaver in eine Tierkörperbeseitigungsanlage gebracht werden müssen. In Deutschland wurde diese Verordnung durch das "Tierische Nebenprodukt-Beseitigungsgesetz" (TierNebG) umgesetzt.
Sowohl die EU-Verordnung als auch das deutsche TierNebG stellen es den Landesbehörden frei, das Begraben von Haustieren unter Einhaltung bestimmter Vorgaben unter Berücksichtigung des Naturschutzes zuzulassen. Dazu bedarf es einer "Allgemeinverfügung", mit der eine Angelegenheit bis zu deren Widerruf geregelt wird.

Ausgenommen von den lokal geltenden Allgemeinverfügungen sind die Körper verstorbener seuchenverdächtiger und seuchenkranker Tiere. Diese müssen zwingend an eine Tierkörperbeseitigungsanstalt gegeben werden. Ebenfalls verboten ist das Vergraben toter Tiere in unmittelbarer Nähe zu öffentlichen Plätzen und Wegen.

Keine Einschränkungen gibt es bei Urnenbestattungen. Die Asche dürfen Tierfreunde mit nach Hause nehmen und dort in einer Urne aufstellen oder vergraben."

Ich würde mich allerdings, außer mein Tier wäre an einer Seuche gestorben, die für andere Menschen und Tiere gefährlich ist, einen Teufel darum scheren und ggfs. ei,ne Strafe in Kauf nehmen. Meine Tiere( Hunde) sind allesamt würdig in unserem großen Garten begraben worden. Eines meiner Tiere in der Tierkörperbeseitigungsanlage oder im Wald (womöglich durch Fuchs oder anderes Tier ausgegraben) zu entsorgen, käme für mich nicht in Betracht.

Dennis702 22.02.2009 19:56

Zitat:

Ich würde mich allerdings, außer mein Tier wäre an einer Seuche gestorben, die für andere Menschen und Tiere gefährlich ist, einen Teufel darum scheren und ggfs. eine Strafe in Kauf nehmen. Meine Tiere( Hunde) sind allesamt würdig in unserem großen Garten begraben worden. Eines meiner Tiere in der Tierkörperbeseitigungsanlage oder im Wald (womöglich durch Fuchs oder anderes Tier ausgegraben) zu entsorgen, käme für mich nicht in Betracht.
Genauso sehe ich es auch. :top:
Bei mir im Garten liegen auch meine beiden Meerschweinchen begraben (in selbstgebauter Holzkiste) :(

austriaka 22.02.2009 20:22

Eine "Begräbniszeremonie" ist für Kinder unendlich wichtig, wenn es ums Abschiednehmen geht. Ganz wichtig ist die aktive Beteiligung des Kindes.
Der beste Platz ist natürlich eine geschützte Ecke im Garten, vielleicht nicht so, dass das Grab ständig sichtbar ist, aber immer noch zugänglich.

Wenn das mit dem Bodenfrost jetzt wirklich noch nicht geht, dann mach es wie oben schon vorgeschlagen: packe das Tier samt Schachtel und Moos in einen großen undurchsichtigen Sack und ab in die Gefriertruhe bis es taut.
Bis dahin könnt ihr schon mal gemeinsam im Wald einen schönen Stein suchen und beschriften, oder was aus Holz basteln, um das Grab später zu kennzeichnen.
Meiner Tochter war beim Tod ihres Meerschweinchens auch wichtig, dem Tier etwas von ihr mitzugeben, es wurde in eines ihrer Tücher eingeschlagen.
Auf das Grab haben wir Walderdbeeren gepflanzt, weil das Schweinchen die so gerne fraß.

Übrigens: hier in Deutschland gibt es keinen "Permafrostboden". Üblicherweise sind nur die ersten paar Zentimeter gefroren, das kann man mit Spitzhacke oder Spaten aufhacken. Darunter sollte es eigentlich möglich sein, mit dem Spaten ein Loch auszustechen. 50cm tief, und wenn du Sorge hast wegen dem Grundwasserschutz, ein wenig Kalk reinstreuen. Aber bis 20kg Gewicht ist das eigentlich völlig unkritisch.


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