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binbald 24.01.2009 02:41

Meiner Erinnerung nach hat das die 7D auch nicht gemacht. Das ist auch nicht notwendig, denn der Motor wird beim Umschalten ja nicht weggedreht, sondern nur ausgekuppelt - das heißt er dreht nach wie vor mit (weswegen manche für häufigen MF Betrieb mittels einer komplizierten Schaltweise den Motor komplett ausgeschaltet haben, um Abnutzung und Beschädigung durch den Widerstand zu verringern; meiner Meinung nach unnötig). Und durch dieses Mitdrehen werden auch nach wie vor die Umdrehungen beim manuellen Fokussieren gemessen und somit weiß die Kamera trotzdem, wo das Objektiv gerade steht - auch ohne neues Initialisieren bei Zurückschalten auf AF.
Das ist auch sinnvoll, weil ansonsten der DMF-Betrieb beeinträchtigt würde.

Insofern: kein Grund, irritiert zu sein... ist ganz normal :)

Lord of Steel 24.01.2009 02:44

Zitat:

Zitat von binbald (Beitrag 776731)
Meiner Erinnerung nach hat das die 7D auch nicht gemacht. Das ist auch nicht notwendig, denn der Motor wird beim Umschalten ja nicht weggedreht, sondern nur ausgekuppelt - das heißt er dreht nach wie vor mit (weswegen manche für häufigen MF Betrieb mittels einer komplizierten Schaltweise den Motor komplett ausgeschaltet haben, um Abnutzung und Beschädigung durch den Widerstand zu verringern; meiner Meinung nach unnötig). Und durch dieses Mitdrehen werden auch nach wie vor die Umdrehungen beim manuellen Fokussieren gemessen und somit weiß die Kamera trotzdem, wo das Objektiv gerade steht - auch ohne neues Initialisieren bei Zurückschalten auf AF.
Das ist auch sinnvoll, weil ansonsten der DMF-Betrieb beeinträchtigt würde.

Insofern: kein Grund, irritiert zu sein... ist ganz normal :)

Ahh die verdammte Kupplungsgeschichte - vielen Dank für die Aufklärung ;-).

mic2908 24.01.2009 10:22

Zitat:

Zitat von binbald (Beitrag 776731)
Meiner Erinnerung nach hat das die 7D auch nicht gemacht. Das ist auch nicht notwendig, denn der Motor wird beim Umschalten ja nicht weggedreht, sondern nur ausgekuppelt - das heißt er dreht nach wie vor mit (weswegen manche für häufigen MF Betrieb mittels einer komplizierten Schaltweise den Motor komplett ausgeschaltet haben, um Abnutzung und Beschädigung durch den Widerstand zu verringern; meiner Meinung nach unnötig).

Der AF-Motor sitzt nicht direkt an der AF-Kupplung, sondern seitlich versetzt. Er wird beim umschalten auf MF vom Objetiv getrennt und nicht mitgedreht. Auf der Achse der AF-Kupplung sitzt der Entfernungsdecodierer der Kamera, der wird mitgedreht um auch im MF Enfernungsinformationen an die Kamera zu uebermitteln. Das ist der kleine Widerstand den man merkt, im Unterschied zum voelligen Freilauf.

eiq 24.01.2009 10:52

Der Antishake/Steadyshot benötigt keinerlei Entfernungsinformation!
Wie sonst ist zu erklären, dass man mit einem M42-Objektiv und entsprechendem Adapter (der der Kamera die entsprechende Brennweite mitteilt, denn nur die ist entscheidend) wunderbar mit Antishake/Steadyshot fotografieren kann? Bei direktem Vergleich zwischen dem Ofenrohr und einem 200er Zeiss-Jena ließen sich keinerlei Unterschiede in der Effektivität der Bildstabilisierung erkennen.

Gruß, eiq

binbald 24.01.2009 11:16

Zitat:

Zitat von mic2908 (Beitrag 776749)
Der AF-Motor sitzt nicht direkt an der AF-Kupplung, sondern seitlich versetzt. Er wird beim umschalten auf MF vom Objetiv getrennt und nicht mitgedreht. Auf der Achse der AF-Kupplung sitzt der Entfernungsdecodierer der Kamera, der wird mitgedreht um auch im MF Enfernungsinformationen an die Kamera zu uebermitteln. Das ist der kleine Widerstand den man merkt, im Unterschied zum voelligen Freilauf.

Ja, danke für die Richtigstellung (nachts um Zwei sollte man nicht mehr so viel schreiben...). Es gab da auch mal eine schöne Zeichnung, auf der das dargestellt war - ich weiß nicht mehr, ob das im Scheibel-Buch, oder sonstwo war -, wo man den Aufbau des AF-Antriebes erkennen konnte. Der eigentliche Motor sitzt versetzt und wird dann abgekuppelt, aber das Gestänge und ein Teil des Getriebes samt Encoder dreht sich mit. Erst über die Tastenkombination wird hier auch komplett entkoppelt.

Tobi. 24.01.2009 13:06

Zitat:

Zitat von eiq (Beitrag 776754)
Der Antishake/Steadyshot benötigt keinerlei Entfernungsinformation!

Im Nahbereich schon. Bei deinem Teleobjektiv wirst du kaum Einfluss durch seitliche Verschiebungen der Kamera haben, sondern vor allem durch Verdrehungen. Wenn man aber ein Makroobjektiv benutzt, und die haben den Fokusbegrenzer, machen die Verschiebungen der Kamera parallel zur Bildebene schon mehr aus. Diese Verschiebung kann durch eine Bewegung des Sensors halbwegs kompensiert werden, aber dafür ist die Kenntnis der fokussierten Distanz nötig. Bei Verdrehungen der Kamera ist das nicht der Fall, die sind unabhängig von der Distanz zu korrigieren.

Tobi

Tom 26.01.2009 00:42

Zitat:

Zitat von Tobi. (Beitrag 776784)
Im Nahbereich schon. Bei deinem Teleobjektiv wirst du kaum Einfluss durch seitliche Verschiebungen der Kamera haben, sondern vor allem durch Verdrehungen. Wenn man aber ein Makroobjektiv benutzt, und die haben den Fokusbegrenzer, machen die Verschiebungen der Kamera parallel zur Bildebene schon mehr aus. Diese Verschiebung kann durch eine Bewegung des Sensors halbwegs kompensiert werden, aber dafür ist die Kenntnis der fokussierten Distanz nötig. Bei Verdrehungen der Kamera ist das nicht der Fall, die sind unabhängig von der Distanz zu korrigieren.

Tobi

Diese Diskussion hatten wir doch jetzt schon etliche Male:
Der AS/SSS erkennt keine lineare Verschiebung/Geschwindigkeit oder Beschleunigung der Kamera, sondern nur Winkeländerungen.
Folglich kann er auch nur diese kompensieren und benötigt deshalb auch keine Entfernungsinformation.
Der Grund, warum der Stabi bei geringeren Aufnahmeentfernungen uneffektiver wird, liegt daran, daß bei großen Entfernungen eine Verschiebung der Kamera vernachlässigt werden kann. Bei geringeren Abständen ist das nicht der Fall.

Der o.g. Hinweis von Sony ist für mich ein Indiz, daß tatsächlich nur "Winkel-Verwackelung" kompensiert wird.

T-Rex 26.01.2009 01:02

Zitat:

Zitat von Tom (Beitrag 777707)
Diese Diskussion hatten wir doch jetzt schon etliche Male:
Der AS/SSS erkennt keine lineare Verschiebung/Geschwindigkeit oder Beschleunigung der Kamera, sondern nur Winkeländerungen.
Folglich kann er auch nur diese kompensieren und benötigt deshalb auch keine Entfernungsinformation.
Der Grund, warum der Stabi bei geringeren Aufnahmeentfernungen uneffektiver wird, liegt daran, daß bei großen Entfernungen eine Verschiebung der Kamera vernachlässigt werden kann. Bei geringeren Abständen ist das nicht der Fall.

Der o.g. Hinweis von Sony ist für mich ein Indiz, daß tatsächlich nur "Winkel-Verwackelung" kompensiert wird.

Interessant. Wie ist denn der Sensor aufgebaut, der unmittelbar Winkeländerungen (delta grad) misst? Ich wäre auch von Beschleunigungssensoren ausgegangen.

Abweichend von Deiner Information gehen Brennweite (soweit abhängig vom Objektiv vorhanden) und Entfernung (soweit abhängig vom Objektiv vorhanden) in die Berechnung der Steuerinformationen für die Sensorbewegung ein.
Ebenso erkennt das steady shot System Mitziehbewegungen der Kamera und versucht diese nicht zu kompensieren. Dieses wäre ohne Berücksichtigung der Beschleunigung gar nicht möglich und bei alleiniger Berücksichtigung von Winkeländerungen auch nicht.
Übrigens gibts für Winkelbewegungen die gleichen Größen wie für lineare Bewegungen: Weg (in Grad), Winkelgeschwindigkeit und Winkelbeschleunigung. Evtl. meintest Du dieses in Deinem Beitrag?


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