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Hallo zusammen,
hauptsächlich fotografiere ich für mich, für meine immer größer werdenden Erinnerungslücken :cry:. Ich krame gerne mir anderen zusammen in alten Fotos, denn erst nach Jahren sind Fotos wichtig. Dafür müßte man nur viel mehr ausbelichten lassen. Ich werde mich zukünftig mehr mit Fotobüchern beschäftigen, die kann man gut zum schmökern nehmen und sie ersetzen den Schuhkarton von früher. Langsam komm ich aber auch auf den Geschmack, mir meine eigenen Bilder an die Wand zu hängen, es werden immer mehr. Mein Mann und ich werden in Kürze Galerieschienen im Treppenhaus anbringen, damit ich mal ein bißchen flexibel bin in Formaten und Motiven. Vielleicht fotografiere ich aber auch, um anderen eine Freude beim Betrachten der Bilder zu machen, dafür stelle ich sie auf meine Internetseite. Heute habe ich zusammen mit Freunden aus der FC 40 Bilder 30*45cm für eine Ausstellung aufgehängt. Davon waren 3 von mir :oops:, das erste Mal, daß ich öffentlich Bilder aufgehängt habe, ich freu mich. Und hoffentlich freuen sich auch die Besucher. |
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Gruß Wolfgang |
@Uwe,
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Waren das etwa eure Ideen schon alle :?:
Gruß Wolfgang |
Ich kenne einige Photoasketen - Leute also, die aus Prinzip nicht photographieren (und Filmen schon gar nicht), weil sie behaupten, sich damit sowohl den Moment wie auch die (im Kopf eigene) Erinnerung zu zerstören.
Ich sehe das eigentlich genauso - photographiere aber trotzdem mit Lust. :shock: Warum? :oops: |
Hallo Wolfgang,
ich habe grade bei einer Zigarette auf dem Balkon über deine Fragestellung nachgedacht und es sind mir irgendwie tausend Gedanken dazu eingefallen, die sich aber alle schwer in Worte fassen lassen. Ganz kurz gefasst entspricht es aber wohl dem üblichen Argument, warum man fotografiert: Um den Moment festzuhalten. Dabei fallen mir die "üblichen" Familienfeiern ein, die in der Gesamtheit betrachtet, halt "üblich" sind und auch so in Erinnerung bleiben. Aber - da kommt bei mir ein bisschen der Technik-Fetischist durch - wenn ich mir mir eine Aufnahme meine Großvaters anschaue, mit seinen Falten und seiner intensiven Gestik während er bei einem Grillabend von seinen Erlebnissen im 2. Weltkrieg in Finnland erzählt, das alles sehr "komprimiert" festgehalten mit 85/1,4 und ISO 800, dann bleibt diese Erinnerung um so lebhafter in meinem Gedächtnis. Auch aus anderen Motiven heraus: Wenn ich alles auf ein "Motto" zusammenkürzen müßte, dann würde es wohl in etwa lauten: Ich war da. Ich habe es festgehalten. (Und das Ergebnis ist vorzeigbar ;)). Wobei der Fokus auch darauf liegt, daß man es so festgehalten hat, wie niemand anderes es gesehen hat (nur lässt sich das leider nicht so knackig ausdrücken). Das größte Lob für meine Bilder ist für mich, wenn gesagt wird, man hätte das Motiv, oder eine Situation noch nie in der Form wahrgenommen. In dieser simplen Interpretation gilt das bspw. auch für meine "üblichen" Rehbilder. Irgendwie finde ich sie zumeist besonders und einzigartig, und wenn nicht ich dagewesen wäre um es zu fotografieren, dann wäre kein anderer dort gewesen um es zu tun. Und der (ggf. "besondere") Moment wäre undokumentiert vergangen. Gruß Justus |
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