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Somnium 28.04.2008 14:08

Zitat:

Zitat von eternalduc (Beitrag 649221)
Deshalb war ich irritiert über die Formilierung "digitaltaugliche Objektive".

Im Zweifelsfall ist es nur eins. Marketing. Ich hab letzte Woche einen Gewindeatadpter für mein Einbein gekauft. Das ist ein Stück Metallrohr, das innen ein andere Gewinde als außen hat. Was steht dick in Knallrot auf der Verpackung? "For Digital"...
Ich glaube ehrlich gesagt dem Gewinde ist es unglaublich egal was am Ende des Statives irgendwann aufgeschraubt wird, ich gehe sogar so weit und behaupte das es dem Metall egal ist ob es überhaupt für ne Kamera genutzt wird. ;)
"Digital" auf der Packung macht sich aber gut. Und bei Objektiven erst recht. :top:

Arrakis 28.04.2008 17:05

Zitat:

Zitat von TONI_B (Beitrag 649308)
So weit ich das mitbekommen habe, bezieht sich der Begriff "digitaltauglich" nicht auf die Auflösung, sondern auf die Besonderheiten des Detektors im Vergleich zum Film! Beispielsweise kommt es bei manchen Objektiven zu Reflexionen zwischen Detektor und letzter Linse des Objektivs. Weiters gibt es bei manchen Objektiven ein Problem, weil die Strahlen, die auf den Detektor auftreffen, dies unter einen ungünstigen Winkel tun. Machen Sensoren habe ja Mikrolinsen vor den Pixeln usw.

Richtig, das erste AF F2,8/50mm Makro von Minolta hat eine Vergütung auf der Hinterlinse, die leider etwas stark reflektiert. Bei Filmmaterial ist das nicht so tragisch, weil der Film das auftreffende Licht teils streut, teils absorbiert, teils durchlässt. Bei CCDs und CMOS-Sensoren wird einiges Licht aber glatt zurückreflektiert, so dass es zwischen Hinterlinse und Sensor hin- und hergeworfen wird. Das führt bei kleineren Blenden (Licht trifft senkrechter auf den Sensor auf) zu einem hellen Kreis in der Bildmitte...
Andere, wie der größte restliche Teil aus der Ofenrohr-Serie, ist an den digitalen Kameras einfach nur klasse.

Andererseits könnte ich mir vorstellen, dass die sehr regelmäßige Anordnung der Bildpunkte auf den Sensoren zu Effekten führt, die bei Film nicht auftraten - wer weiß?

Zitat:

Zitat von TONI_B (Beitrag 649308)
D.h. es KANN sehr wohl mit manchen Objektiven, die für "analoge" Systeme (=Film) gerechnet wurden, Probleme geben. Viele alte Objektive liefern dennoch super Ergebnisse an den "digitalen" Kameras. Bei neu gerechneten Systemen sollten solche Probleme auf jeden Fall nicht auftreten.

"Sollten" ist das richtige Wort dabei, denn wer weiß, was mit künftigen Kameras für Anforderungen gestellt werden? :P
Vielleicht ändert sich an der Reflexion der Sensoren ja noch was (Stichwort: Mikrolinsen) und das alte 50mm-Makro wird wieder ein begehrtes Objektiv? :top:

gpo 28.04.2008 22:50

Zitat:

Zitat von TONI_B (Beitrag 648864)
Darf ich als Physiker meinen Senf zur Ausgangsfrage(!) geben?


@gpo
Du sprichst von Fakten, bringst ein Bild mit zwei Ausschnitten, von denen du aber nicht sagst, was sie darstellen! Welcher Ausschnitt ist mit dem Rogonar gemacht? Und dass ein, wenn auch schon 30 Jahre altes, Spitzenobjektiv (wahrscheinlich bei optimaler Blende verwendet) nahezu perfekte Leistungen an einer 14MP Kamera vollbringt, ist nicht verwunderlich. Ob es mehr Auflösung bringt als der Sensor? Müsste gemessen werden...

Moin,

erstens finde ich es sehr gut wenn "richtige Physiker" sich zu Wort melden:top:
Problem immer nur wenn was wissenschaftlich "richtig" erklärt wird...
ob auch der schnöde Amatuer was daraus lernen kann....:roll::lol::cool:

Ich muste ja zu meiner "Lizenzprüfung" diverses von mir geben...
alles aber Zeuchs fernab der Realität!!!...weils später keiner wirklich braucht,
oder damit was anfangen oder umsetzen kann!

deshalb diese Bildbeispiele...die Aussage ist:
es kann eigentlich gar nicht angehen...das mit dieser uralt Linse überhaupt ein Bild
an einer DSLR mörglich wäre....
wenn man das übrige Forengelaber ernst nimmt(bevorzugt DSLR Forum)

zur Auswahl hatte ich diverse Nikon Originale und auch Kumpels 5D!!!
z.b...sie schwächelten eigentlich alle, mal mehr mal weniger!(rein optisch gesehen)

das Bild vom Autometer zeigt (im Original) ein richtig scharfes und farbrichtiges Bild,
mit NULL Einstellung in der Kamera und NULL EBV!

Bild 2 ist davon ein Crop...
die linke Häfte zeigt das Rogonar S, die rechte Hälfte zeigt ein G-Claron unter gleichen Bedingungen!!!

was mich besonders freut...
es sind auf dem Druckknopf(Messtaste) deutlich meine Fingernägel Scratches zu sehen...
die man mit den Augen so nicht wahrnahm, erst mit einer lupe waren die sichtbar!

Fazit...(für mich)
1) die Kamera kann scharfe Bilder machen unter optimalen Bedingungen!
2) alte Objektive können sehr wohl das auch, aber....eben nicht alle!!!
3) die neuen modernen(hatte ich im Test) waren NICHT besser,
zeigten eher ein ähnliches Bild wie bei G-Claron!!!

und das, obwohl die Gummis....teilweise über 1.500 Euro kosten!!!

Ich lese nun zwar auch den ganzen Käse, den die Hersteller so von sich geben...
interpretiere sie aber deutlich anders....wie die sonstige Forengemeinde!

vor allen decken sich meine Erkenntnisse auch nicht unbedingt....
mit den rein wissentschaftlichen Erklärungen, denn die berücksichtigen meist nur,
den technischen Ablauf ...nach dem Motto was nicht sein kann, ....rechnerisch
ist dann auch in der Praxis nicht zu gebrauchen(obwohl das keiner der Physiker so gesagt hat:))

nur nochmal ganz einfach...

keiner von uns...hat ganze Paletten an Linsen zur Auswahl, genausowenig wie diverse Kameras!
demzufolge kann praktisch gar keiner für sich testen auf deubel komm raus:roll:

auch die denkbaren und möglichen Kombinationen,
werden ja nicht mal von den Testlabors alle erfasst!
damit wird eine Kaufentscheidung(für dei meisten) nicht einfacher?

Da ich aber den Nachfolgechip in einem zweiten Body habe(Pro14n zu PROn)
habe ich deutliche weitere Verbesserungen feststellen können...
die Bilder sehen noch einen ticki besser aus

...und das mit relativ alten Objektivkonstruktionen(Tamron 24-135 und Sigma 17-35)

Das alles läst mich sehr locker das Oly 4=3 Gequatsche ertragen...
und die sogenannten "digital Objektive" sollte man sich ganz genau ansehen!
was zählt ist nur das Bild(Ergebnis), also das was rauskommt:lol:
Mfg gpo

stevemark 29.04.2008 19:37

Nach der ganzen Theorie hier ein paar praktische Bilder und Vergleiche:

AF 200mm /2.8 APO
AF 2.8/70-200mm APO SSM D
AF 2.8/80-200mm APO
AF 70-210mm/4.0 ("beercan")
AF 75-300mm/4.5-5.6 ("big beercan" )
AF 100-200mm/4.5 ("small beercan")
http://artaphot.ch/index.php?option=...d=15&Itemid=43


Minolta AF 35mm/2.0
Minolta AF 17-35mm/2.8-4 (re-badged Tamron lens)
Minolta AF 24-50mm/4.0
Minolta AF 28-85mm/3.5-4.5 (first generation)
Minolta AF 28-135mm/4-4.5
Minolta AF 35-70mm/4.0
Minolta AF 35-105mm/3.5-4.5 (first generation)
http://artaphot.ch/index.php?option=...d=66&Itemid=43

Man sieht schnell, dass einige (oft die teuren) Linsen mit dem 12MP Sensor der Sony alpha 700 klarkommen. Andere nicht - oft die günstigeren. Aber nicht immer: Lichtschwächere Optiken lassen sich weit einfacher korrigieren, und deshalb sind oft auch llichtschwächere, günstige Zooms recht gut korrigiert / digitaltauglich. Am "übelsten" sind i. a. günstige, lichtstarke Zooms.

Stephan

eternalduc 30.04.2008 00:02

Da bin ich ja froh, daß ich ein AF 28-135 habe :D

Also, zusammenfassend heißt das doch nichts anderes als: Viel Geschwätz und Theorie - wirklich wichtig ist aber die Praxis. Digital hin oder her und Auflösung hoch und runter. Und altes Eisen (wenn auch analog :roll:) ist oft besser als die Digitalen Marketinglinsen.

Vielen Dank für die Antworten. Jetzt sehe ich klarer :top:

Dieter

wannerlaufer 02.05.2008 15:57

Randbemerkung
 
ich mache eigentlich um die Digital geeigneten Objektive einen großen Bogen, denn es bedeutet doch auch, dass diese Objektive auf den kleinen Sensor gerechnet sind.

Wenn es einen Vollformatbody demnächst gibt, wenn ich nicht irre hat Sony da ja schon einen Sensor mit 25 MP am Start, dann sind doch diese Objektive an dem Vollformatbody nicht mehr zu gebrauchen.

Ich habe sogar fast das Gefühl, dass der ebay Gebrauchtmarkt schon aus diesen Gründen im Preis heftig anzieht.

Arrakis 02.05.2008 20:15

Zitat:

Zitat von wannerlaufer (Beitrag 651309)
ich mache eigentlich um die Digital geeigneten Objektive einen großen Bogen, denn es bedeutet doch auch, dass diese Objektive auf den kleinen Sensor gerechnet sind.

Das ist so nicht ganz richtig. Alle aktuellen Objektive von Sony sind "digital geeignet". Aber tatsächlich der überwiegende Teil sind ganz normal für Vollformat passend gerechnet und nicht für den kleineren Bildkreis der Digitalkameras! "Digital geeignet" heißt in diesem Fall schlicht, dass das Licht in einem für digitale Sensoren günstigen Winkel hinten aus dem Objektiv austritt und dass die Hinterlinsenvergütung keine Reflexionen mit dem Sensor erzeugt. Weitere Optimierungen können durchaus drin sein, aber der Bildkreis ist durch das Prädikat "digital geeignet" noch nicht festgelegt! Immerhin heißt es nicht "nur für Digital", sondern nur "geeignet"!

Der Bildkreis wird durch andere Attribute ersichtlich und betrifft (meines Wissens) fast nur extreme Weitwinkelobjektive, der Rest ist weiterhin mit vollem Bildkreis gerechnet. Beim (Konica-)Minolta 11-18 AF DT (D) steht das DT für reine Digitaleignung. Das baugleiche Tamron 11-18 ist ebenso für APS-C-Sensoren. Die 17-35-Objektive (alle) sind dagegen Vollformatobjektive, obwohl sie digitaltauglich sind, während das 17-55 wieder ein reines APS-C-Objektiv sein müsste.

Wer weiß eigentlich spontan, worin sich die Tamron-Vollformat-Objektive zu den APS-C-Objektiven auf Anhieb unterscheiden lassen?

Die Sonys mit 16mm Anfangsbrennweite sind auch reine Digitalisten, die Suppenzooms (Tamron + Sony + Sigma) mit 18-125/200/250 sind ebenfalls allesamt für den kleinen Bildkreis. Die 28-300 gibt's glaube ich sogar in beiden Ausführungen.
Und im Superweitwinkel hat Sigma ein 10-20 und ein 12-24 im Angebot, beide Digitaltauglich, aber letzteres leuchtet trotzdem ein vollständiges Kleinbild aus.

Je länger die Brennweiten werden, desto unwahrscheinlicher ist es, ein reines Digitalobjektiv zu "erwischen", Festbrennweiten für kleinen Bildkreis gibt's meines Wissens von Sony noch gar nicht.

Zitat:

Zitat von wannerlaufer (Beitrag 651309)
Wenn es einen Vollformatbody demnächst gibt, wenn ich nicht irre hat Sony da ja schon einen Sensor mit 25 MP am Start, dann sind doch diese Objektive an dem Vollformatbody nicht mehr zu gebrauchen.

Kannst beruhigt zugreifen, die Angst ist (außer im Super-WW) unbegründet!

Zitat:

Zitat von wannerlaufer (Beitrag 651309)
Ich habe sogar fast das Gefühl, dass der ebay Gebrauchtmarkt schon aus diesen Gründen im Preis heftig anzieht.

Da magst Du wiederum recht haben, hat mich auch schon geärgert. Aber die Menge an alten Minoltaschätzchen am Markt ist relativ begrenzt und man verspricht sich wahre Wunderdinge von ihnen - was aber nicht alle wirklich auch halten können! Das 28-135mm F4-4,5 halte ich uneingeschränkt für das beste Objektiv überhaupt in diesem Brennweitenbereich, die anderen sind aber zumindest noch ziemlich gut...

wannerlaufer 03.05.2008 13:18

@Arrakis
 
wieder etwas gelernt...

wenn ich dich richtig verstanden habe, wäre dann zB. das 75 - 300 Sony Kit Objektiv durchaus Vollformatfähig....

das wäre schön da ich mich mit meinem Objektivpark nur nach unten abrunden will im Telebereich bin ich eigentlich gut bedient..

Jens N. 03.05.2008 13:36

Zitat:

Zitat von Arrakis (Beitrag 651418)
Wer weiß eigentlich spontan, worin sich die Tamron-Vollformat-Objektive zu den APS-C-Objektiven auf Anhieb unterscheiden lassen?

An dem Kürzel "Di II" ("Di" gibt es auch noch, das bezieht sich jedoch nur auf die Vergütungen).

Folgende Kürzel benutzen die verschiedenen Hersteller für ihre "digitalen" Objektive mit kleinerem Bildkreis:

KoMi/Sony: DT
Tamron: Di II
Sigma: DC
Tokina: DX (gibt es für unser System derzeit keins)

Canon: EF-S
Nikon: DX

Arrakis 04.05.2008 02:39

Zitat:

Zitat von wannerlaufer (Beitrag 651669)
wenn ich dich richtig verstanden habe, wäre dann zB. das 75 - 300 Sony Kit Objektiv durchaus Vollformatfähig....

Auf jeden Fall, das ist absolut baugleich mit dem KoMi-Kitobjektiv. Und genau dieses macht an meiner Dynax 7 prima Kleinbildfotos:!:

Zitat:

Zitat von Jens N. (Beitrag 651680)
An dem Kürzel "Di II" ("Di" gibt es auch noch, das bezieht sich jedoch nur auf die Vergütungen).

¡Gracias!
Bei den anderen wusste ich's, aber Tamron war mir nicht klar.


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