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koopi 23.01.2008 19:02

Mal eine Frage zum Thema Retroadapter. Habe ich hier mittels des Fokussierungsringes immer noch die Möglichkeit den Aufnahmeabstand (und damit dem Abbildungsmaßstab) zu variieren oder habe ich nur einen festen Abbildungsmaßstab (wenn ich eine Festbrennweite in Retrostellung verwende)?

Danke für eure Antwort!

Viele Grüße
Jens
http://usa.jens-koopmann.de

Jens N. 24.01.2008 19:02

Zitat:

Zitat von koopi (Beitrag 595339)
Mal eine Frage zum Thema Retroadapter. Habe ich hier mittels des Fokussierungsringes immer noch die Möglichkeit den Aufnahmeabstand (und damit dem Abbildungsmaßstab) zu variieren oder habe ich nur einen festen Abbildungsmaßstab (wenn ich eine Festbrennweite in Retrostellung verwende)?

Objektive in Retrostellung muß man sich vorstellen wie mehr oder weniger starke Nahlinsen. Damit kann man in sehr engen Grenzen (wenige cm, wenn überhaupt) über die Fokussierung den Abstand variieren. Die größeren Variationsmöglichkeiten ergeben sich jedoch aus der Änderung des Abbildungsmaßstabes, was mit Zoomobjektiven in dem Fall recht einfach möglich ist.

Tobi. 24.01.2008 19:24

Zitat:

Zitat von Jens N. (Beitrag 595887)
Objektive in Retrostellung muß man sich vorstellen wie mehr oder weniger starke Nahlinsen. Damit kann man in sehr engen Grenzen (wenige cm, wenn überhaupt) über die Fokussierung den Abstand variieren.

Meinst du damit tatsächlich direkt an der Kamera angebrachte Objektive? Bei denen verschiebt die Fokussierschnecke doch nur das Objektivgehäuse, während die Kamera mit der Optik unverstellbar über den Filterring verbunden ist. Der Fokussierring hat also keine Wirkung mehr.

Tobi

Jens N. 24.01.2008 20:18

Zitat:

Zitat von Wishmaster (Beitrag 595897)
Meinst du damit tatsächlich direkt an der Kamera angebrachte Objektive? Bei denen verschiebt die Fokussierschnecke doch nur das Objektivgehäuse, während die Kamera mit der Optik unverstellbar über den Filterring verbunden ist. Der Fokussierring hat also keine Wirkung mehr.

Verstehe jetzt nicht ganz was du meinst. Natürlich funktioniert die Fokussierung auch bei umgedreht montierten Objektiven - wieso auch nicht? Nur da die Arbeitsabstände sehr klein sind, fällt auch die Verschiebung des Schärfepunkts entsprechend gering aus, möglicherweise bis zur Unmerklichkeit gering.

Tobi. 24.01.2008 21:17

Zitat:

Zitat von Jens N. (Beitrag 595921)
Verstehe jetzt nicht ganz was du meinst. Natürlich funktioniert die Fokussierung auch bei umgedreht montierten Objektiven - wieso auch nicht? Nur da die Arbeitsabstände sehr klein sind, fällt auch die Verschiebung des Schärfepunkts entsprechend gering aus, möglicherweise bis zur Unmerklichkeit gering.

Kleine Festbrennweiten, etwa das 28/2,8, bestehen doch aus einem Stück, das vollständig vom Fokussierring verschoben wird. Das Filtergewinde ist an der optischen Baugruppe montiert.

Wenn man das Objektiv nun falschrum montiert, verschiebt der Fokussierring zwar noch Gehäuse und optische Innereien gegeneinander, aber die einzig wichtige Distanz von den Linsen zur Aufnahmeebene bleibt gleich.

Nochmal: Bist du sicher, dass du von *einzeln* falschrum angesetzten Objektiv sprichst, also über einen Adapter vom Kamerabajonett aufs Filtergewinde? Deine Aussage, dass das Objektiv eine Nahlinse sei, lässt mich daran zweifeln.

Tobi

Jens N. 25.01.2008 03:46

Zitat:

Zitat von Wishmaster (Beitrag 595964)
Kleine Festbrennweiten, etwa das 28/2,8, bestehen doch aus einem Stück, das vollständig vom Fokussierring verschoben wird. Das Filtergewinde ist an der optischen Baugruppe montiert.

Wenn man das Objektiv nun falschrum montiert, verschiebt der Fokussierring zwar noch Gehäuse und optische Innereien gegeneinander, aber die einzig wichtige Distanz von den Linsen zur Aufnahmeebene bleibt gleich.

Nö, da machst du einen Denkfehler. Halt dir doch einfach mal ein Objektiv falschrum hin, bzw. an die Kamera - es werden nach wie vor Linsen verschoben, bzw. von mir aus auch das ganze Objektiv (je nach Bauweise) und natürlich ändert sich nach wie vor der Abstand zur Aufnahmeebene, nur halt in umgedrehter Richtung. Es ändert sich doch im Prinzip nur die Seite, von der die Kamera "durch's Objektiv schaut", man kann das auch mit bloßem Auge ausprobieren.

EDIT, moment: einen Denkfehler habe ich, haben wir beide doch gemacht: du gehst offensichtlich von einer auszugsfokussierenden Festbrennweite (28 /2,8mm) aus, bei der der gesamte Linsensatz am Stück, also ohne daß er in irgendeiner Weise gegeneinander verschoben wird, im Gehäuse bewegt wird (hattest du ja auch eigentlich so beschrieben). Dann ist es doch so, daß beim Fokussieren in Retrostellung nur der Linsentubus hin und her bewegt wird und sonst tut sich nix. Bringt also nichts, da hast du recht und ich mich klar geirrt.

Bei Objektiven mit einem anderen Aufbau (und das sind die meisten Zooms, aber auch innenfokussierende Objektive, bzw. solche mit Auszug und floating elements) ist es so wie oben beschrieben. Die Antwort war also nicht ganz korrekt und muß lauten "es kommt auf's Objektiv an". Danke für den Hinweis. Da man nur aus der Info "Festbrennweite" jedoch nicht automatisch und unbedingt auf ein Objektiv schließen kann, daß sich wie das 28mm /2,8 verhält, lag ich immerhin nicht ganz falsch ;)

EDIT2: mir fällt gerade noch ein, daß sich bei den vorgenannten Objektiven möglicherweise auch nicht die Entfernungseinstellung ändert, sondern die Brennweite und damit der Vergrößerungsmaßstab (leicht). Das weiß ich ehrlich gesagt nicht und es ist schon zu spät, um jetzt noch groß drüber nach zu denken *gähnsmilysuch*

Zitat:

Nochmal: Bist du sicher, dass du von *einzeln* falschrum angesetzten Objektiv sprichst, also über einen Adapter vom Kamerabajonett aufs Filtergewinde?
Ja, es gilt aber genauso auch für die Variante mit einem Objektiv in Normalstellung und einem weiteren Objektiv in Retrostellung davor.

Bitte mein Edit beachten, ich lasse den vorausgehenden Satz mal so stehen, da er mit der ausgeführten Einschränkung weiterhin gilt.

Zitat:

Deine Aussage, dass das Objektiv eine Nahlinse sei, lässt mich daran zweifeln.
Es "ist" keine Nahlinse, aber es funktioniert in Retrostellung wie eine. Das gilt übrigens auch für beide beschriebenen Fälle.

StefH 25.01.2008 11:50

Ich habe mir letzte Woche ein 30 Jahre altes Makrobuch gekauft, reines Theoriebuch. Darin schreibt der Autor, daß Festbrennweiten-Rokkore in Retrostellung NICHT fokussieren können! Das ginge nur über einen Schlitten oder Balgen.
Ich hoffe, daß mein 28mm-Rokkor nächste Woche hier eintrudelt und auch der Retro-Ring, dann kann ich darüber berichten ;)

abc 26.01.2008 02:27

Normale Objektive sind so gerechnet, daß sie ihre beste optische Leistung im Fernbereich erbringen. Also Stellung "unedlich". Benutzt man das Objektiv in
Retrostellung dreht sich das Ganze um. Jetzt liegt sozusagen die Film-/Sensorebene in der Ferne, aber weiterhin bleibt gültig: Beste optische Leistung in Stellung "unendlich"
und Maßstabsänderungen lieber über Auszugsänderungen, also Balgen, Zwischenring.
Soweit zumindest die Theorie.

Zu diesem F-Stop-Dings:
Was kann der? Kann ich damit die Blende regeln? Wo gibt es den?
Ich habe nichts gefunden. Rätsel über Rätsel.

Gruß Thomas

StefH 26.01.2008 15:54

Also, das Minolta-Makrobuch hat recht, man kann den Fokussiering nicht nutzen (bzw. es tut sich nichts, wenn man ihn nutzt).
Der 28mm-Rokkor liefert an der D5D den Maßstab 2:1, mit einem 25mm-Zwischenring 3:1. Damit ist der Maßstab 2:1 für nicht mal 30€ möglich!
Stativ und Einstellschlitten sind schon vorhanden :P Der Einstellschlitten zum fokussieren funktioniert prächtig!

StefH 26.03.2008 17:25

Ich habe jetzt die Alpha 100. Da war das Kit-Objektiv dabei. Wollte ich mal bißchen in Retrostellung mit herumspielen. Das ist ja auch mit Offenblende stockdunkel :shock: Da bleibe ich lieber bei dem 28mm-Rokkor (mit oder ohne Zwischenring) und sehe noch was im Sucher :roll: Hätte ich nicht gedcht, daß das Kit so viel Licht schluckt.


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