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Jens N. 21.01.2008 13:41

Ich mache es so wie Peter (allerdings reichen mir drei Aufnahmen je Einstellung - ist schon Aufwand genug). Ich verstehe aber auch diejenigen, die ihre Objektive einfach benutzen und nicht besonders testen. Es ist schon ziemlicher Aufwand und kann einen verunsichern wenn man's nicht richtig macht (und wechselndes Licht ist z.B. schon eine mögliche Fehlerquelle - andererseits hat auch Kunstlicht so seine Tücken). Der beste Test ist immer noch die Praxis - allerdings dauert es da dann auch meist länger, bis man vernünftige Aussagen zu einem Objektiv treffen kann.

japro 21.01.2008 13:41

Direkte Sonne erhöht den Szenenkontrast, da kann dieselbe Schärfung die bei einem Trübwetterfoto noch gut war schon überschärft aussehen (eben überbetonung der Kanten).

Die Auflösung wird man mit einer Digitalkamera übrigens nicht ermitteln können. Alle guten Objektive "lösen mehr auf" als der Sensor. Ich weiss auf photozone etc. steht es anders, aber die nehmen Auflösung bei 50% Kontrastübertragung...

PeterHadTrapp 21.01.2008 15:57

Ich teste an sich auch wirklich sehr selten auf diese Art. Wenn doch dann gibt es da sehr konkrete Gründe für, etwa eine teuere Neuanschaffung.

Neulich war mir aber auch schlicht langweilig und ich wollte mein Tamron 200-400 unbedingt mal ausprobieren, es war aber einfach kein Wetter dazu (nur trübe Suppe).

Nachdem es zu diesem Objektiv extrem unterschiedliche Einschätzungen gibt, wollte ich es einfach mal wissen. Insbesondere hat mich der Vergleich mit dem 75-300 VS1 bei 300mm interessiert.

Gruß
Peter

ttouch 21.01.2008 16:33

Zitat:

Zitat von PeterHadTrapp (Beitrag 594285)
Ich teste an sich auch wirklich sehr selten auf diese Art. Wenn doch dann gibt es da sehr konkrete Gründe für, etwa eine teuere Neuanschaffung.

Neulich war mir aber auch schlicht langweilig und ich wollte mein Tamron 200-400 unbedingt mal ausprobieren, es war aber einfach kein Wetter dazu (nur trübe Suppe).

Nachdem es zu diesem Objektiv extrem unterschiedliche Einschätzungen gibt, wollte ich es einfach mal wissen. Insbesondere hat mich der Vergleich mit dem 75-300 VS1 bei 300mm interessiert.

Gruß
Peter

Und wie lautet dein Urteil?

PeterHadTrapp 21.01.2008 16:40

Zitat:

Und wie lautet dein Urteil?
geht so ...

bei 300mm und Blende 8 fand ich das Ofenrohr besser, weil Kontrastreicher. Das Tamron ist ziemlich flau und nicht unbedingt unschärfer aber es kommt nicht an die Brillanz des großen Ofenrohres ran.
Bei 5,6 und 300mm ist das Tamron in meinen Augen besser, weil ich da beim 75-300 die größeren Farbsäume gesehen habe.

Das Tamron ist sicher eine brauchbare Linse für den Preis, allerdings steht in unserer Objektivdatenbank eine Einschätzung, die ist mir deutlich zu euphorisch.

Ehrlicherweise gebe ich aber zu, dass das 80-200 + 1,4fach-Konverter (OK, ist nicht ganz 300mm) beide sichtbar geschlagen hat. Praktisch überhaupt keine Farbsäume und bei gleichen Blenden kontrastreicher und einen Tick schärfer). Das hat mich ehrlicherweise etwas verblüfft, weil ich das früher immer andersrum erlebt hatte, nämlich so, dass das 75-300 besser war als das 80-200 mit Konverter.

Peter

Schmiddi 21.01.2008 17:13

@Peter: aber dann testest Du im Nahbereich? Weil man (meine Meinung) ein "normales" (= Nichtmakro) Objektiv doch eher bei >10m oder so nutzt. Und ich bin nicht sicher (kein Ingenieur der Optik), ob ich die Ergebnisse von 2m einfach so 1 : 1 auf größere Distanzen umdeuten darf?

So ratlos wie Dein Status grüßt,
Andreas

PS: Ich teste nicht, ich benutze...

PeterHadTrapp 21.01.2008 17:17

Ist sicher nicht optimal, weil der Flur nur so ca. 8 m lang ist, meinst Du das macht so viel aus ?

Schmiddi 21.01.2008 19:34

OK, 8m ist schonmal ein Wort (mein Flur ist nur so 3,50m übern Daumen :D). Da könnte das schon vergleichbare Ergebnisse bringen. Kein Ingenieur des Objektivrechnens hier? OK, vermutlich eher nicht...

Schmiddigrüße

Justus 21.01.2008 19:42

Hallo,
ich habe mich ein paar mal an Objektivtests versucht, es aber so gut wie aufgegeben. Da hat schonmal die Kitlinse 18-70 alles andere in dem Bereich verblasen, und das Ofenrohr das SSM abgeledert. Mit den Praxisergebnissen haben sich die "Erkenntnisse" bei mir selten gedeckt. Mag sein, daß ich einfach nur unfähig bin, einen korrekten Aufbau hinzubekommen, aber ich sehe mittlerweile an Praxisbildern viel besser, ob mir ein Objekitv im täglichen Gebrauch zusagt.

Man kann sich mit solchen Test auch Objektiven regelrecht vermiesen. Ich war bisher immer ganz angetan von der Leistung meines alten Sigma 28/1,8 Aspherical. Dann habe ich es mal mit dem 28-70/2,8 G verglichen und dort ist es gnadenlos abgestunken. Juckt mich jetzt aber auch nicht weiter, weil die Praxisergebnisse mich auch hier zufriedengestellt haben.

Gruß
Justus

konzertpix.de 21.01.2008 20:17

Zitat:

Zitat von Justus (Beitrag 594367)
...Ich war bisher immer ganz angetan von der Leistung meines alten Sigma 28/1,8 Aspherical. Dann habe ich es mal mit dem 28-70/2,8 G verglichen und dort ist es gnadenlos abgestunken. Juckt mich jetzt aber auch nicht weiter, weil die Praxisergebnisse mich auch hier zufriedengestellt haben.

Gruß
Justus

Hi, Justus,

geht mir interessanterweise ganz ähnlich, zuletzt letzten Samstag, als ich trotz vorhandenem Tamron 28-75/2.8 mir mal wieder das Minolta 28/2.8 gegriffen hatte (mein Tamron erscheint mir definitiv deutlich "härter" im Sinne von schärfer bei Offenblende zu sein als das Minolta). Ich denke, das dürfte allerdings daran liegen, daß ich mit einer Festbrennweite einfach disziplinierter fotografiere als mit einem Zoom-Objektiv. Wohl, weil ich mich da für den passenden Bildausschnitt bewußt selber bewegen muß und nicht einfach nur den Ring am Objektiv weiter drehe :top:

LG, Rainer


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