Moin Jürgen,
Zitat:
Zitat von jqsch
(Beitrag 2332533)
| Für einen Tag vom 1.11 Thema Haltestellen |
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| Wer | Link | Besprechung | | DatEi |  | Stuttgart 21? Eine Haltestelle im noch Werden. So kommt sie richtig düster daher. Und ich frage mich. Wie wird sie zukünftig mal aussehen? Und wann wird man dort auf Züge warten? Eine beeindruckende s/w Aufnahme. |
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ja, das erste Bild zeigt Stuttgart 21. Ich war letzte Woche zwei Tage dienstlich in Stuttgart unterwegs und an Tag 1 stand ein dreistündiger Besuch samt Führung des neuen Hauptbahnhofs an. Während der Führung hat man einen sehr guten, aber auch ambivalenten Eindruck der Architektur bekommen. Während die 28 blütenkelchförmigen Stützen und ihre organische Formen an Gaudi erinnern und durchaus beeindruckend sind, ist der optische Eindruck auf den drei Plattformen, die die Gleise an den Enden und in der Mitte zum Wechsel zwischen den Bahnsteigen überspannen, eher schwierig. Auch bereits heute, ohne den endgültigen Bodenaufbau, wirkt das Ganze sehr gedrungen. Man zieht instinktiv den Kopf ein und die Schultern hoch. Das ist eher beklemmend. Des Weiteren kommen bei der Auslegung der Treppen und insbesondere Rolltreppen Zweifel, was man sich dabei gedacht hat, ob die Kapazitäten ausreichend dimensioniert sind, und ob die Lösungen die Ansprüche an Barrierefreiheit befriedigend erfüllen. Selbiges gilt aus meiner Sicht für den Verbindungsröhre zur S-Bahn, die aufgrund ihrer ovalen Form den liebevollen Spitznamen "Kartoffel" erhalten hat. In die eh schon schmale Röhre ragen die Rolltreppen von und zu den Bahnsteigen ein gutes Stück hinein und verengen die Röhre zusätzlich bzw. schaffen zwischen den Rolltreppenenden tote Flächen, die nur noch wenig Nutzen haben werden. Und auch hier: nur eine Rolltreppe pro Bahnsteig, also zwei Gleise. Egal ob die Rolltreppen mit nur einer Fahrrichtung oder wechselnder Fahrtrichtung betrieben werden, dürfe die Kapazität auch ohne weiteren Störfall sehr knapp bemessen sein. Sehr, sehr schwierig!
Nach aktuellem Baufortschritt und Sachstand sollen im Dezember 2026 die ersten beiden Fernverkehrsgleise in Betrieb genommen werden. Die restlichen sechs Gleise folgen später.
Das zweite Bild zeigt entstand ebenfalls letzte Woche in Stuttgart. Es zeigt den sogenannten "Erbschleicherexpress", der das Heslacher Tal mit dem Waldfriedhof in Degerloch verbindet. Es handelt sich um eine Standseilbahn aus dem Jahr 1929, die über eine Strecke von gut 500 m mit 28% Steigung fährt und auch heute noch aktiver Teil des ÖPNVs ist. Die beiden Wagen, die sich wie bei Standseilbahnen üblich gegenläufig bewegen, also wärend die eine bergauf fährt, fährt die andere bergab, sind aus Teakholz gefertigt und wirklich ein nettes Kuriosum in der heutigen Zeit.
Beide Bilder sind nur mit dem Handy entstanden. Ich bitte die Bildqualität zu entschuldigen.
Gleiches wie für den "Erbschleicherexpress" gilt für die "Zacke", eine Zahnradbahn in Stuttgart, die seit 1884 den Marienplatz mit Degerloch über eine Strecke von 2,2 km mit einer Steigung bis zu 17,8% verbindet unebenfalls noch aktives Teil des ÖPNVs ist. Sie fährt mit zwei Zugteilen: in dem Straßenbahn ähnlichen Teil nehmen die Passagiere Platz, während auf dem offenen Zugteil Fahrräder angebunden und mitgenommen werden können. Leider habe ich von der Zacke kein Bild, was etwas hergibt.
Zitat:
Zitat von jqsch
(Beitrag 2332533)
Für deine Aufnahme der führerlosen U Bahn in Nürnberg gehen mir die Adjektive langsam aus.
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Das Bild habe ich ja auch oft genug / zu oft hier durchgenudelt. Da bedarf es keiner weiteren Worte...
Besten Dank!
Dat Ei