![]() |
Der Fokus der Makros liegt beim Autofokus immer auf Präzision und nicht auf Schnelligkeit. Die Stangenantriebe sind recht lang ausgelegt und brauchen deshalb einfach mehr zeit und weg, um auf den Punkt zu kommen. Das ist halt so.
|
Moin!
Ich freue mich über Eure Ratschläge und Hinweise, die sind wirklich willkommen! Ich will auf einige Punkte kurz eingehen: Mein 180er Sigma ist noch das ältere Modell, ohne integriertem Warp-Antrieb, Das Problem, das ich mit dem Objektiv habe, ist die Empfindlichkeit des Antriebes wegen der großen Übersetzung bei manuellem Fokussieren: bei genügend Licht sitzt der Autofokus schnell und sicher, aber sobald es näher an ein Motiv herangeht, und das Motiv auch noch sehr klein ist, schießt der AF scheinbar über das Ziel hinaus und die Kamera muss in die entgegengesetzte Richtung steuern. Mir ist schon klar, daß die Kamera den AF setzt und steuert, nicht das Objektiv. Doch dieses Hin- und Her-Fokussieren (Pumpen) erlebe ich bei anderen Objektiven nicht. Mein 70-300g Tele z.B. zuckt nur ein einziges mal beim Fokussieren, dann ist das Bild scharf, egal wie klein oder groß das Motiv ist. Darum vermute ich, daß die Kamera an dem Pump-Effekt beim Sigmar unschuldig ist. Wenn ich das Sigma manuell fokussiere, ist es schwierig für mich, den Fokuspunkt zu treffen, eben weil die Übersetzung des Antriebs so groß ist. Nur der Hauch einer Bewegung, und der Fokus ist bereits wieder verstellt. Daher mein Gedanke, daß es vielleicht Makro-Objektive gibt, die ein sanfteres manuelles Fokussieren zulassen. Auf der Seite "dyxum", die Ernst-Dieter genannt hat, habe ich einen Hinweis gefunden, daß einige Objektive von Sigama eine Aktualisierung der Firmware benötigen, um korrekt mit einigen Alpha-Modellen zu arbeiten. Fällt vielleicht genau meine Kombi von Objektiv und Kamera in diese Kategorie? Wäre zu klären. Das neuere Sigma 180 liegt etwas oberhalb meines selbstgesetzten Budget. Die für ein Makro recht lange Brennweite von 180mm war bei Anschaffung für mich damals insofern wichtig, als daß ich damit Tieren allgemein nicht zu nahe auf den Pelz, den Chitinpanzer oder die Schuppen rücken wollte, um sie nicht zur Flucht zu animieren. Für Pilze, Pflanzen und andere Dinge, die sich im Allgemeinen nicht fortbewegen, nehme ich natürlich kleinere und handlichere Makros. Aber "Maincoon" hat natürlich Recht: ich könnte auch versuchen, meine Herangehensweise zu ändern, und statt mit dem großen Objektiv auf der Suche nach Motiven durch die Wiese zu streifen, einfach ein oder zwei Pflanzen mit Stativ, kleinerem Objektiv und Fernauslöser aufs Korn nehmen. Das ist auf alle Fälle etwas, das ich ausprobieren werde. Zu diesem Zweck muss ich auch noch mal die Android-App für Sony-Kameras unter die Lupe nehmen, mal sehen, was die so alles vermag und ob die mir nützlich sein kann. Die Seite "Makrotreff.de" ist auch ein toller Tip! Danke! :) |
gelöscht!
|
Das Sony 2,8/100 mm Makro mit 1,4 Telekonverter wäre auch noch eine Möglichkeit.
Hier noch ein Link. https://makro-forum.de/ |
Ich möchte eine etwas andere Herangehensweise vorschlagen, die sich bei mir von Beginn an bewährt hat.
Ich mache auch gerne Insektenmakros und habe am Anfang auch versucht die Insekten mit dem Autofokus zu fotografieren, damals mit der A77II und dem Sigma 105 F2.8 HSM. Kurz gesagt - der AF war trotz schnellem HSM-Antrieb in der Nahdistanz völlig überfordert, schon alleine wegen meiner unbewussten Körperbewegung, und das wohlgemerkt bis zu einem maximalen Abbildungsmaßstab von nur 1:1. Ich habe schnell meine Vorgehensweise geändert. Ich stelle auf MF, stelle den Fokus ungefähr vorher ein bzw. auf Anschlag wenn ich maximale Vergrößerung haben möchte und nähere mich dann langsam dem Insekt bis der Fokus auf dem "Opfer" liegt. Die gewünschte Schärfeebene kontrolliere ich anschließend rein über die Bewegung der Kamera inkl. meines gesamten Körpers. Weil bei größerern Abbildungsmaßstäben jede kleinste Bewegung massive Auswirkungen auf die Fokusebene hat ist einiges an Übung und Glück notwendig und viel Ausschuß ist natürlich auch dabei, aber meistens auch mehrere brauchbare Treffer. Im Lauf der Zeit und mit mehr Übung habe ich das Sigma 105 mit einem 1,4x Teleconverter ergänzt, diese Kombi verwende ich auch heute an der A7RIII noch standardmäßig für Makros, meistens noch mit dem Raynox DCR-150 oder dem DCR-250 wenn ich mich besonders übermütig fühle. Damit erreiche ich bis zu 3:1, im Garten immer freihand! Einige Ergebnisse gibt es hier in meiner Galerie. Ist vielleicht mal einen Versuch wert! :top: |
Zitat:
|
Zitat:
Wenn Brennweite tatsächlich ein relevantes Argument ist, dann ist möglicherweise das Sigma 150mm F2.8 MACRO EX DG OS HSM ein brauchbarer Kompromiss für Dich. Es hat "nur" 150mm, ist aber deutlich günstiger als das Sigma 180mm. Auch die Kombi mit einem 1,4x-Konverter ist denkbar. Damit hättest Du quasi ein 225mm-Makro. Es wäre zwar "nur" ein f4, aber das finde ich in der Makrofotografie, wo "mehr Schärfentiefe" ja eher gewünscht ist, vollkommen akzeptabel und üblich (siehe mein Canon-Objektiv) Man muss z.B. bei ebay etwas genauer suchen. Ich hab dieses Angebot für A-Mount gefunden. Man sieht nur auf den Fotos, dass es das HSM-Modell ist, im Titel ist es nicht vermerkt. Zitat:
|
Bez. Brennweite, Insekten kennen eigentlich keine Fluchtdistanz. Wenn ich mir ein Makro kaufen würde, dann verm. ein 70mm. Vorteil: mehr Tiefenschärfe. Und weniger Gewicht, mir wär das 180mm definitiv zu schwer.
|
Nochmal ein anderer Gedanke...
Du hattest in Deinem Eingangsposting geschrieben, langfristig über einen Wechsel zu E-Mount nachzudenken. Wäre es (mit Blick auf den Geldbeutel UND Makrofotografie) für Dich denkbar, bei APS-C zu bleiben? Auch wenn Vollformat insgesamt mehr Potentiale in Extremsituationen hat, ist speziell für Makrofotografie der APS-C-Sensor aufgrund der kleinen Pixel den meisten VF-Sensoren überlegen. Ich frage, weil ich jetzt einige Male das Sigma 105mm f/2.8 DG DN Macro Art E-Mount für unter 600,- € gesehen habe, und unser lokaler Fotohändler hat gerade eine gebrauchte a6500 für 699,- € im Angebot (ich weiß zufällig sehr genau, woher die Kamera stammt ;)). Ähnliche Angebote lassen sich sicher auch anderenorts finden. Damit wären wir zwar preislich an einem gebrauchten Sigma 180mm aus meinem ersten Posting dran (und vielleicht deswegen auch außerhalb Deines Budgets), aber irgendwo steht natürlich die Frage im Raum, inwieweit Investitionen in A-Mount jetzt noch lohnenswert sind. |
Ich kann aus eigener Erfahrung das 150er Sigma wärmstens empfehlen, das ist mein Immerdrauf.
Zusammen mit einem 1,4 Kenko teleplus MC4 DGX kommst Du dann mit etwas Lichtverlust sogar auf ca. 210 mm Brennweite. Vorteil : Man ´kann entweder mit Abbildungsmaßstab 1,4 : 1 arbeiten, oder aus etwas größerer Distanz mit 1 : 1 oder geringer arbeiten. Für das Sigma 150er kann ich nur den o.a. 1,4er Kenko empfehlen, beim Traumflieger-Test (allerdings für Canon) bekam er auch wegen seines sehr geringen Auflösungsverlustes 5 Sterne und die Bewertung "exzellent". Ich denke das kann man getrost auch für Sony übernehmen. Der AF arbeitet bei mir (A99II, zuvor A77II) auch mit diesem TK noch relativ schnell und präzise, nur bei schlechtem Licht und/oder arg kontrastarmen Motiven pumpt er manchmal. I.d.R. bevorzuge ich bei winzigen Viecherln aber eher den manuellen AF mit Kantenanhebung, damit kann ich die Schärfe präziser dahin setzen, wohin ich sie haben will ohne den Spot-Fokuspunkt erst mühsam verschieben zu müssen. Das Problem mit dem umständlich zu bedienenden und im Gelände sehr sperrigen Dreibein-Stativ kannst Du relativ einfach dadurch lösen, dass Du ein stabiles Einbein mit Standspinne verwendest. 1 Bein verstellt sich erheblich schneller als deren 3 ;). Die per Augenmaß geschätzte, nötige Höheneinstellung hat man nach kurzer Eingewöhnung relativ schnell und präzise drauf und erledigt man am besten bereits bevor man sich dem Motiv nähert. Ich bevorzuge Klammern statt der Dreharretierung, damit komme ich besser zurecht. Und mit der Stativschelle des 150ers sitzt die Kam gut ausgewogen auf dem Stativ. Ich bewundere Markus uneingeschränkt ob seiner Freihandqualitäten:top: und meine Arbeitsweise ist praktisch identisch, nur mit dem Unterschied, dass ich ohne mein "dreibeiniges" Einbein komplett aufgeschmissen wäre. Bei Bedarf klappe ich die Standspinne aus, aber auch ohne sie ist das Einbein eine wertvolle bis unverzichtbare Unterstützung meines wackeligen Körpers ;). Zitat von Jürgen Zitat:
Sogar der Ultraschall-AF kann spontane Fluchtreaktionen auslösen. z.B. bei manchen Nachtfalterarten. Eigene Erfahrung u.a. mit einem Zimtbär (Phragmatobia fuliginosa). Mit AF Minimaldistanz > 1 Meter, dann Flucht, ohne AF Minimaldistanz = Arbeitsabstand der Linse. Die verwechseln dummerweise den AF mit einer sich nähernden Fledermaus. Beste Grüße Rainer |
Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 02:13 Uhr. |