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Robert Auer 28.06.2022 23:09

@Jan: Ja, so ist es und durch Abblenden erhöht sich der Schärfenbereich - dazu auch noch Großformatfotografie googlen. In der Praxis wird man Tilten, Shiften und Abblenden. Wobei die Scheimpflug-Regel bei flachen Motiven ohne Abblenden schon eine Verbesserung darstellen kann:
https://www.weschoen.de/scheimpflug-rechner2.html

usch 29.06.2022 00:18

Zitat:

Zitat von Jan (Beitrag 2244772)
Usch, eine gedrehte Schärfeebene reicht aber doch weiter von vorn bis hinten, auch wenn es weiterhin eine Ebene (oder schmale Platte) ist.

Ja, aber dafür reicht sie dann eben weniger weit nach links und rechts bzw. nach oben und unten, je nach dem, um welche Achse du drehst.


Ich hab da mal was vorbereitet. :mrgreen:

Drei Aufnahmen mit dem Samyang 24mm T/S. Die erste in Normalstellung, wie man es auch mit jedem anderen 24mm-Objektiv hätte aufnehmen können.


Bild in der Galerie

Die Schärfeebene quer durch das Bild ist aus dem untergelegten Millimeterpapier ersichtlich. Bitte merken, was scharf und was unscharf ist: Scharf sind die Augen, der gesamte Helm, die linke Hand, die Schwertspitze. Unscharf die Fledermaus vorne, die Kristallkugel, die rechte Hand, der rote "Feuerschweif" und die beiden Speerspitzen.

Für die nächste Aufnahme habe ich das Objektiv um 16° nach links getiltet. Nach Scheimpflug dreht sich dadurch die Schärfeebene ebenfalls nach links.


Bild in der Galerie

Neu im Schärfebereich sind jetzt die Fledermaus, die Kristallkugel, der Feuerschweif und eine der beiden Speerspitzen. Nicht mehr scharf sind dafür die Schwertspitze und der rechte Flügel am Helm!

Für die dritte Aufnahme schließlich habe ich das Objektiv ebenfalls um 16° getiltet, aber diesmal nach rechts, so dass die Schärfeebene annähernd quer zur Brust des Fledermausritters verläuft.


Bild in der Galerie

Jetzt sind zwar beide Hände und die ganze Front der Rüstung scharf, aber dafür wiederum die Schwertspitze und diesmal der linke Flügel am Helm nicht mehr. Auch alles andere ist aus dem Schärfebereich heraus bzw. noch unschärfer als bei der ersten Aufnahme.


Wie gesagt, man kann mit einem Tilt-Objektiv zwar die Lage der Schärfeebene verändern, wenn man aber alles scharf haben will, hilft das nicht weiter. Da bleibt nach wie vor nur abblenden und/oder stacken.

Ernst-Dieter aus Apelern 29.06.2022 07:31

Danke für die Fotos, sie zeihgen die Grenzen des Tilt Objektivs bei Blende 3,5.
Stellt sich nur noch die Frage wie sieht es bei Landschaftsaufnahmen mit Blende 11-13 aus ,welchen Eindruck hinterlässt das Tilt beim Fotografen und oder Betrachter?
Da die Faustregel gilt ,Tiefenschärfe 1/3 vorm Motibv und 2/3 hinterm Motiv ,könnte man das Objektiv so neigen, dass die Schärfe in etwa direkt vorm Fotografen beginnt und in der Ferne eher aufhört, was aber kaum bemerkt werden sollte, quasi eine Ausdehnung der Hyperfocalen Distanz.

loewe60bb 29.06.2022 08:46

Die Frage ist:
Was willst Du damit bezwecken?
Willst Du unbedingt ein 85er für Landschaft verwenden?
Jedes WW- Objektiv, und sei es nur ein 35er, hat bei Blende 11 (z.B.) schon einen immensen Schärfentiefe- Bereich.
Mir erschliesst sich einfach der Anwendungsbereich (jetzt speziell für Landschaft) nicht. :zuck:

Ernst-Dieter aus Apelern 29.06.2022 10:16

Sorry, habe mich etwas falsch ausgdrückt. Meinte Tilt Objektiv im Allgemeinen mit meinem letzten Posting als Antwort auf Usch!

Stuessi 30.06.2022 14:07

Hallo,

hier habe ich ein Beispiel mit einem Minolta MD W.ROKKOR 20mm 1:2,8 bei offener Blende. Fotografiert habe ich meinen Foto-Flur. Das Objektiv wurde
1. auf mittlere Entfernung ohne tilt,
2. um die Senkrechte nach links und
3. um die Senkrechte nach rechts
geschwenkt.
Befestigt war es an einem Spezial-Balgen.


Bild in der Galerie


Bild in der Galerie


Bild in der Galerie


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