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Bei nächtlichen Stadtszenen fotografiere ich schon immer eher Richtung 'ettl' anstatt das ewig propagierte 'ettr', genau aus dem Grund, den du genannt hast. Bei nächtlichen Landschaften/Nachthimmel dagegen bekommen mir die Sterne aber auf die Art zu wenig Licht. Sie sind zu dunkel und zu wenige und die Schatten saufen dennoch ab beim aufhellen bzw. verfärben sich. Da hat mir nur eine hohe ISO geholfen. Beispiel, über das wir genau darüber erst im Dez. diskutiert hatten. |
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Für Kunstwerke sinnvoll, aber für Motive die realstisch wirken sollen geht das schief. 1-2 ev scheinen verträglich, darüber hinaus wird es Kunst. Bei Lichtquellen als Hauptmotiv scheint ettr das logische Mittel zu sein. |
Mich trifft diese ISO-less Eigenschaft in Astrofotografie nur bedingt, weil ich ja kaum Einzelaufnahmen mache, sondern viele Aufnahmen stacke.
Mein subjektives Empfinden (ohne es jetzt durch Tests überprüft zu haben) ist, dass man mit lichtstarken Objektiven (f/2 oder f/2,8) mit ISO200 bzw. ISO400 und mit den lichtschwachen Fernrohren (f/5,6-f/8) mit ISO800 bzw. ISO1600 am besten fährt. Es wirkt sich am ehesten auf die Dynamik aus, denn das Rauschen wird durch die vielen Aufnahmen und die nachfolgende EBV bestimmt. |
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Im Rahmen einer Recherche zu einer anderen Kamera bin ich auf das bekannte, aber etwas veränderbare, Vergleichstool gestoßen.
Damit ist die Frage für mich endgültig beantwortet. Ursprung ist ein Bild mit ISO 6400. Ab +3 EV (Aufnahme mit ISO 800 und +3 aufhellen) ist ein deutlicher Unterschied zu sehen, im Rauschen und auch im Farbdriften: Schatten - Lichter |
Die Unterschiede sind sehr deutlich! Heisst, dass noch einiges vor dem A/D Wandler passieren muss.
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und das entpricht natürlich auch meiner täglichen Alltagserfahrung :D |
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Ich habe den genannten dpreview-Artikel damals für mich so ausgelegt, dass ich bei Aufnahmen in dunkler Umgebung ohne Stativ eben nicht gleich die Empfindlichkeit hochdrehe, sondern im A-Modus erst die Blende wähle, dann die Belichtung soweit austariere, dass Lichter und Schatten für mich stimmen und dann die ISO-Zahl soweit erhöhe, dass die Belichtungszeit OK ist. Auf diese Weise vermeide ich ausgefressene Lichter und vermeide es zugleich, die Empfindlichkeit unnötig hoch anzusetzen. (Ich spreche nicht von Astrofotografie, sondern eher von Stadt- und Innenaufnahmen bei ungünstigem Licht.) Dieses Vorgehen bleibt OK, auch/gerade wenn ich nicht von einer wirklichen ISO-Invarianz der Sony-Sensoren ausgehe. Oder habe ich da irgendwo einen Denkfehler? |
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Wann man das wirklich braucht, steht auf einem anderen Blatt. Ich nutze es gar nicht mehr... Wobei, stimmt nicht. Bei handgehaltenen Abend/Nachtaufnahmen nutze ich eher die Unterbelichtung um das Rauschen/ ISO im Durchschnitt niedriger zu halten. Eigentlich ist das bis 2 EV ja falsch. Ich werde es bei Gelegenheit noch mal selbst durchspielen. Letztlich habe ich hier aber auch keine große Wahl, da die Lichter ja immer mein ETTR definieren und ich dann letztlich wieder unterbelichte. |
Ich empfinde die um +6 EV aufgehellten Bilder aber tatsächlich als schärfer, auch wenn die Farbverschiebung diesen minimalen Vorteil völlig negiert. ISO 800 ist aber bei meinen Nachtaufnahmen sehr häufig im Einsatz und ich habe da immer gute Erfahrungen sammeln können :top: Laut Dynamic-Range-Kurve ist dort die Dynamik sogar höher als bei ISO 640 (a7iii).
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