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Minoltist 08.08.2017 07:44

Das finde ich auch.
Genau genommen ist es ein Handwerk - es wäre schade, wenn das Wissen darum komplett aussterben würde.

Wie mir scheint, sieht es aber um die analoge Photographie (schreibt doch eigentlich so oder? ;) ) gar nicht so schlecht aus; Spezialisierte Händler und Labore können nicht klagen, es gibt da eine überschaubare aber lebendige Szene.

Ich darf mich ja auch gerade noch so zu den jungen Leuten zählen - teilweise ist da großes Interesse vorhanden, Kinder sind von dem haptischen Erlebnis einer alten Kamera eher und länger begeistert als von einer aktuellen Digiknipse. (Ausprobiert)
Auf seine Bilder warten zu müssen hat meiner Meinung nach zwei Effekte:

a) Lernen, das es nicht immer sofortige Bedürfnisbefriedigung im Leben gibt
b) Spannungskurve "genießen"

Mache die ersten Gehversuche mit meinem Kind, ist hellauf begeistert. Man kann panschen, mit den Händen was machen und hat das Ergebnis seiner Arbeit in der HAND nicht auf USB Stick. Für Kinder ist das wichtig weil sie noch nicht so abstrakt denken können wie wir Erwachsenen, die ein gelungenes Bild auf einem digitalen Datenträger natürlich genau so wertschätzen wie ein selbstgezogenes.

Gut - soll jetzt kein Exkurs werden. :)

Ich werde heute Vormittag einen Tmax 400 entwickeln den ich hier noch habe und berichte dann.

whz 08.08.2017 17:17

Zitat:

Zitat von flyppo (Beitrag 1936495)
Ich bin beeindruckt über das noch vorhandene Wissen. Ich habe Ende der 80er das letzte mal selber entwickelt. Ich würde es nicht mehr zusammen bringen. :top:

Ah geh, das vergißt man nicht, ist wie Radfahren bloß viel schöner :oops::top:

Minoltist 08.08.2017 20:20

Kann Erfolg vermelden.

TMax 400 in Rodinal 1:25 für 6:30 Min. Allerdings 12 Minuten Fixiert.

Das Ergebnis ist für mich, was Kontraste und Graustufen angeht OK; Die Belichtungssituation war zum Erlernen des Entwicklungsprozesses jetzt nicht unbedingt optimal - alle Bilder von einer Feier in einer Kirche wo ich versucht habe, wenig zu blitzen. :cool: Ich habe mir da offensichtlich keinen Anfängerfilm ausgesucht; Habe bisher die T-Max immer eingeschickt zum Entwickeln, ist bzw. war mein Standard SW-Film. Werde mich nach den APX Agfas mal mit dem aktuellen Adox Silvermax beschäftigen. Klingt gut und der Preis ist OK.

Beispielbilder vom 400er muß ich Euch leider vorenthalten - sind Familien- bzw. Kinderfotos. ;)
Ich überlege mir im Moment noch eine Lösung, um Staub von den frischen Negativen abzuhalten. Habe teilweise starke Einschlüsse in den Bildern die der Scanner auch mit der IR Reinigung nicht wegbekommt. Anfängerfehler.

Zur allgemeinen Erheiterung abschließend noch ein Scan vom gestrigen T-Max 100.

(Die Staubeinschlüsse und Kratzer gehen auf mein Konto - ich hatte die Negative schon in der Mülltonne als ich rausgefunden habe, daß man auch am nächsten Tag noch nachfixieren kann.:doh:

https://farm5.staticflickr.com/4403/...11b554e995.jpg

Porty 08.08.2017 22:27

Noch einen Tipp:

Nach dem Wässern mit destilliertem Wasser mit einem kleinen! Tropfen Spüli spülen und dann an einen möglichst staubfreien Ort zum Trocknen aufhängen. Vermeidet Einiges an Dreck und Flecken.
Allerdings ist der Staub einer der größten Feinde der Analogfotografie zu Hause........

Minoltist 09.08.2017 14:34

Ich habe beim Wässern immer so ein Netzmittel mit drin - also nach diesem Vorgang nochmal einen Tropfen Spüli ins Wasserbad ?

Nachher kommt der APX 400 in die Dose da probiere ich das gleich aus.

Wie lange braucht der Film eigentlich zum Aushärten? Sind zwei Stunden hängen lassen genug vorm Scannen?

deranonyme 09.08.2017 14:57

Spüli ist der Ersatz für Netzmittel. Nimmt dem Wasser die Oberflächenspannung und verhindert Wasserflecken (so kenne ich das noch von früher). :D

whz 09.08.2017 15:18

Ehrlich gesagt: TMax sind keine Anfängerfilme sondern nur was für Fortgeschrittene. Und einsenden in ein Labor: bitte nicht.

Probier mal den hier:

http://www.blende7.at/datenblaetter/...Ultrafin-T.pdf

ist eigentlich eine feine Sache, einfach in der Handhabung, bringt schöne Schwärzen und klare Lichter, und ist feinkörnig. Und: nicht unwesentlich: hält lange (angebrauchtes Konzentrat mind. 1 volles Jahr, auch wenn Tetenal kürzere Zeiten vorgibt).

Minoltist 09.08.2017 15:23

Ja das habe ich auch gemerkt[emoji6]
Hab sie bisher immer zu meinfilmlab.de geschickt - brilliante Ergebnisse. Hab damit bislang fotografiert (bzw. generell Kodak)...

Hoffe, mit den AGFA APX wird das besser. (heisst ja nur Agfa, ist aber Kentmere drin[emoji6] )

Danke für den Link, ich bestelle demnächst neue Chemie, da werd ich das Zeug mal mitbestellen und ausprobieren.

Joshi_H 09.08.2017 15:52

Zitat:

Zitat von Minoltist (Beitrag 1936839)
Hab sie bisher immer zu meinfilmlab.de geschickt - brilliante Ergebnisse. Hab damit bislang fotografiert (bzw. generell Kodak)...

Da bin ich auch Kunde und bin sehr, sehr zufrieden mit dem was die machen. Wer nicht selber entwickeln will ist dort in guten Händen!

whz 09.08.2017 16:15

Zitat:

Zitat von Minoltist (Beitrag 1936839)
Ja das habe ich auch gemerkt[emoji6]
Hab sie bisher immer zu meinfilmlab.de geschickt - brilliante Ergebnisse. Hab damit bislang fotografiert (bzw. generell Kodak)...

Hoffe, mit den AGFA APX wird das besser. (heisst ja nur Agfa, ist aber Kentmere drin[emoji6] )

Danke für den Link, ich bestelle demnächst neue Chemie, da werd ich das Zeug mal mitbestellen und ausprobieren.

Und der Kentmere ist ein Ilford FP4Plus ;)

Übrigens: wie stehst Du zu Tri-X Pan? Der sicher legendärste S/W Film. Hatte den mal in meiner Contax TVs und in Rodinal entwickelt - ein Wahnsinn der Film, unglaubliche Ergebnisse, ein ganz eigener eben besonderer Look. Ist digital nicht zu erreichen. Aber generell verwende ich die TMAx 100 und 400er Filme in besagtem TT Ultrafin T-Plus (vorher über 25 Jahre Emofin).


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