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Hallo,
wenn wus - entgegen den Bedenken die ich nicht wiederholen wollte - sein NAS mit RADI 0 betreiben will da ihm die jetzigen 6 TB zu klein und zu langsam sind, dann braucht er sowieso ein weitere Platte um regelmäßig Backups zu machen. Deshalb mein Vorschlag eine 8 TB Platte zu kaufen, alles darauf zu sichern und ohne Angstschweiß und Klimmzüge zu migrieren. In andern Fällen fürchte ich läuft es darauf hinaus, dass er sich sinnvollerweise ein neues NAS mit mehr Kapazität kaufen sollte. Und dann reden wir mit größeren Platten im RAID über 700 € aufwärts. Hans |
Kurze Antwort: Wenn der Hersteller deines NAS dafür ein Tool anbietet, dann geht es. Sonst mit ziemlicher Sicherheit nicht, weil außer dem RAID-Controller niemand weiß, welche Daten jetzt gerade auf welcher Platte liegen.
Lange Antwort: Deine vorgeschlagene Vorgehensweise dürfte von allen Möglichkeiten die ungeschickteste sein. Um die 1,5 TB Daten des fehlenden Laufwerks zu rekonstruieren, müssen von jedem der verbliebenen Laufwerke 1,5 TB gelesen werden (2× 1,5 TB Daten plus 1× 1,5 TB Parity) - macht insgesamt 4,5 TB Lesezugriffe - um sie dann anstelle der Parity-Sektoren wieder auf die Platten zurückzuschreiben, macht 1,5 TB Schreibzugriffe. Danach hättest du erst mal ein RAID0 mit 6 TB. Wenn du da jetzt die vierte Platte wieder hinzufügen willst, müssen alle Sektoren ein weiteres Mal neu verteilt werden, sonst hättest du ja Stripes nur auf den ersten 6 TB und sequentiellen Zugriff auf den letzten 2 TB. Insgesamt ist das vermutlich mehr Gerödel, als das Ding komplett plattzumachen und vom Backup neu einzuspielen. Den RAID-Level im laufenden Betrieb zu wechseln ginge sicher schneller, weil da keine Daten aus den Parity-Sektoren rekonstruiert werden müssen, aber ein Backup (und ein Backup vom Backup) brauchst du da natürlich auch. Sobald der Vorgang einmal angefangen hat, muss er ungestört bis zum Ende durchlaufen, sonst sind die Daten hinüber. Einen merklichen Performance-Gewinn würde ich davon allerdings nicht erwarten. Bestenfalls ein paar Prozent, weil dann vier parallele Lesezugriffe möglich sind anstelle von dreien. Aber auch nur dann, wenn die Dateien so groß sind, daß der Controller sie tatsächlich auf alle vier Laufwerke verteilt. Bleibt also der Gewinn von 2 TB zusätzlicher Kapazität, erkauft durch ein um mehrere Zehnerpotenzen größeres Risiko des Totalverlusts aller Daten. |
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Viele Grüße, meshua |
Meshua, so ist es!
RAID 0 im NAS ist ziemlich albern, es sei denn, das NAS hätte mehrere Netzwerkkarten. |
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Vielen Dank für die rege Teilnahme hier!
Wieder einmal - und typisch für das Forum - macht ihr euch viel zu viele Gedanken über Sachen, die hier gar nicht gefragt waren. Mir sind die "Gefahren" eines Raid 0 durchaus bewusst. Mein Daten sind gesichert, einmal auf einem 2. NAS und als Backup vom Backup nochmal auf einer externen Festplatte. Wisst ihr wie lange es dauert, knapp 6 TB über GBE einzuspielen? Netto sind's bei mir leider nur etwa 80 MB/s, das dauert dann schlappe 20 Stunden - wenn nichts weiteres dazwischen kommt. Ich dachte mir halt, wenn das NAS (es ist ein QNAP TS-459 Pro II) die Daten intern migrieren kann, dann könnte das erheblich schneller gehen. Aber usch's diesbezügliche Ausführungen leuchten mir schon ein, also werde ich jetzt einen Reset machen, das Raid 0 aufsetzen und die Daten neu einspielen. |
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Hans |
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Man muss ja nicht jeden mit Absicht gegen die Wand laufen lassen ;) |
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