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screwdriver 13.06.2016 16:23

Zitat:

Zitat von cat_on_leaf (Beitrag 1828612)
Ich finde die Zeitautomatik an der Kamera die schnellste Möglichkeit zu lernen.
:top:

Und das ist für den speziellen Einsatz im Dämmerlicht die verkehrteste Automatik überhaupt.

Um die Lichtsituation zu ermitteln kann man natürlich checken, was eine beliebige Automatik gerade vorschlägt. Der Rest ist dann nur noch "Verschieben" der Parameter im manuellen Modus und die Abwägung von Kompromissen.

Alison 13.06.2016 16:42

Ach, man muss ja auch nicht gleich eine Wissenschaft daraus machen, es ist ja auch eine Frage der Ansprüche und wie groß die Bilder am Ende betrachet werden sollen.

Was mich immer nervt sind Bewegungsunschärfe, also würde ich sagen

Automatik auf "S" und 1/200s einstellen
IsoAutomatik (wichtig)
Gesichtserkennung ein


Falls mit Blitz: Das Gleiche aber Iso auf 1600 festeinstellen

Und viel Probieren :)

wronglyNeo 15.06.2016 11:04

Also hier mal meine Herangehensweise:

Ich würde im Manuellen Modus die Blende auf die größtmögliche fixieren. Die Zeit ist ein gewisser Tradeoff zwischen Rauschen und Bewegungsunschärfe. Hier könnte man z.B. 1/200s wählen. Die Empfindlichkeit würde ich von der Kamera regulieren lassen.

Je nachdem wie die Lichtverhältnisse sind, können die Ergebnisse der automatischen Belichtungsmessung manchmal relativ stark schwanken, gerade z.B. in der Dämmerung. Dann kann man die Kamera auf ein typisches Motiv richten, so dass die Belichtung passt, und dann den Belichtungsspeicher nutzen (AEL). Damit wird die letzte Variable, nämlich die Empfindlichkeit, auf einen Wert fixiert. Ab jetzt bleibt die Belichtung gleich, bis man die Taste erneut drückt. Das ist ganz praktisch, wenn man einmal eine passende Belichtung gefunden hat. Kommt einem das Bild jetzt bei einer Aufnahme trotzdem etwas zu dunkel oder zu hell vor (elektronischen Sucher vorausgesetzt) kann man immer noch die Belichtungskorrektur verwenden, um die gespeicherte Belichtung nach oben oder nach unten zu korrigieren.

Kleiner Hinweis am Rande: ist der Belichtungsspeicher im manuellen Modus aktiv, wird, wenn man z.B. die Blende verändert, von der Kamera automatisch die Zeit relativ dazu verändert (so dass die resultierende Belichtung gleich bleibt). Also praktisch ein bisschen so wie beim Programmshift.

Bei Parties in richtigen Clubs ist ein Aufhellblitz meistens unerlässlich. Dann würde ich die Empfindlichkeit auf einen Wert fixieren, bei dem mir das Verhältnis aus Umgebungslicht und Blitzlich gefällt. Das kann z.B. so sein, dass das (angeblitzte) Hauptmotiv leicht heller ist als die Umgebung.
Was auch interessant wirken kann, ist wenn man längere Belichtungszeiten bentutzt (z.b. 1/10s) und gleichzeitig blitzt. Dann wird das Hauptmotiv nur durch den Blitz belichtet, ist also scharf, die Umgebung aber, die z.B. vom Scheinwerferlicht beleuchtet und nicht angeblitzt wird, bekommt ein gewisses Maß an Bewegungsunschärfe. Das kann die Dynamik z.B. einer tanzenden Menge im Hintergrund gut einfangen.

screwdriver 15.06.2016 11:56

Zitat:

Zitat von wronglyNeo (Beitrag 1829236)
Also hier mal meine Herangehensweise:

Dann kann man auch gleich ganz ohne jede Automatik fotografieren und muss sich nicht mit irgendwechen Speichergeschichten und Shift-Geschichten plagen.
Gerade auch als Anfängerin nicht.
Das übt den sichern Umgang mit den Belichtungsparameteren und die "Verschiebung" der Parameter ungemein. Einmal richtig daran gewöhnt, will man dann kaum noch was einer Automatik überlassen. :top:
Die Automatiken sollte man erst dann einsetzen, wenn man die selber "kontrolliert" und nicht die Automatik "macht was sie will".

Was die sinnvoll möglichen Belichtungszeiten betrifft sind die ja auch sehr Brennweitenabhängig und es kommt auf die Agilität des Motivs an.
Mit dem doppleten bis vierfachen Kehrwert des Brennweite sollte man meist hinkommen. Der OS hilft nur gegen das eigene Wackeln, nicht gegen das Zappeln des "Opfers". ;)
Also bei 18mm ca 1/30 bis 1/80s bei 50mm 1/100 bis 1/200s.
Ich selber gehe auch bei 50mm und mit schneller Serienbildfunktion bis auf ca. 1/25s runter und nehme entsprechend viel Ausschuss in Kauf.

Über kurz oder lang wird man bei lichtstärkeren Objektiven landen und damit die Ausschussrate deutlich senken bzw. den Einsatzbereich deutlich erweitern.

guenter_w 15.06.2016 12:16

Ohne die mehr oder weniger detaillierten Hilfestellungen bewerten zu wollen, die bringen der TO absolut nichts! Im Grunde genommen ist schon mit meinem ersten Antwortposting, das die TO hinterher berstätigt hat, doch schon alles Wesentliche gesagt. Ohne Grundlagenkenntnisse nützen weder eine gute Kamera noch ins Detail gehende Tipps etwas!

KHD46 15.06.2016 12:17

Bei der A77 gibt's die Möglichkeit "slow sync" zu blitzen. Müsste die 6000 auch können. Der Einbaublitz ist nicht sehr leistungsstark, aber bis 1,5 -2,0 m könntees gehen.

screwdriver 15.06.2016 12:28

Zitat:

Zitat von KHD46 (Beitrag 1829249)
Bei der A77 gibt's die Möglichkeit "slow sync" zu blitzen. Müsste die 6000 auch können. Der Einbaublitz ist nicht sehr leistungsstark, aber bis 1,5 -2,0 m könnte es gehen.

Mit ISO 1600 geht es mit 50mm f/5,6 des SELP 16-50 auch noch gut bis 4 mtr. Dann sollte sich aber nichts anderes von der Seite zwischen Blitz und Motiv drängeln.

Aber wie ich Steffi verstanden habe, ist der Einsatz des Blitzgerätes eher nicht vorgesehen.

KHD46 15.06.2016 12:58

Zitat:

Zitat von screwdriver (Beitrag 1829251)
ist der Einsatz des Blitzgerätes eher nicht vorgesehen.

Konnte ich explizit so nicht erkennen.

screwdriver 15.06.2016 13:46

Zitat:

Zitat von KHD46 (Beitrag 1829254)
Konnte ich explizit so nicht erkennen.

Das Startposting lässt eine Verwendung des Blitzes nicht vermuten.
Zumindest nicht bei den "Problembildern".

Man 15.06.2016 13:54

Anfangen würde ich in "P" mit Auto-ISO bis 1600 oder 3200.
Über "P" wird Lichtsituation und eingestellte Brennweite korrekt berücksichtigt.
Wenn man geringere Belichtungszeiten (z. B. für Tänzer in Bewegung) haben möchte, kann man das auch in "P" über shiften mit einem Dreh einstellen.
Alternativ kann man auch das Sceneprogramm Sport (für kurze Verschlusszeiten) bei den Tänzern ausprobieren.

Fotografiert man mit einer Festbrennweite oder ist man sich beim Fotografieren immer genau bewußt, welche Brennweite man gerade verwendet, bietet sich "S" an. Mit SS (Bildstabilisator) sollte bei eher statischen Motiven (Portrait, Gruppenaufnahme) auch für APS-C Belichtungszeit = Kehrwert der Brennweite ausreichend kurz sein. Bei z. B. 30mm Brennweite sind das 1/30stel Sekunde Belichtungszeit.

Mit etwas mehr Erfahrung (und damit auch mehr Selbstsicherheit) kommt man dann eigentlich automatisch zu "M".

Statt oder zusätzlich zu einen Tutorial würde ich mich mal bei einer naheliegenden Volkshochschule nach einem entsprechenden Fotokurs umsehen. Für relativ wenig Geld bekommt man Zugang zu in der Regel viel Erfahrung - und probiert das Erlernte meist auch gleich in der Gruppe aus. Der Seminarleiter kann (und wird hoffentlich) viel direkter und genauer auf die Problemstellung/en eingehen, die du gerade hast.
Im Tutorial wird das sicherlich auch irgendwo behandelt - aber suchen muss man die passende/n Stelle selber und das ist, wenn man zu diesem Zeitpunkt eh noch wenig Ahnung davon hat, ziemlich schwierig.

vlG

Manfred


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