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Vergleich, zum Beispiel HIER
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Wenn man die Verbesserungen der A77II (für Vogelfotografie wäre das eigentlich "nur" der bessere AF und vielleicht noch das etwas bessere Rauschverhalten, ISO-Automatik auch in M, mögliche Anpassung der Objektive (Mikroadjust), bessere Ergonomie - dafür halt größer und schwerer) nicht benötigt, lohnt sich der Kauf nicht.
Wenn nutzbare Brennweite fehlt, läuft es auf ein Objektiv raus. Wenn Geld eine Rolle spielt und es Topqualität sein soll, kommt momentan neu nur das Tamron 150-600 in Frage. Wenn man Abstriche im AF (Stangenantrieb) und der optischen Leistung macht, kann man sich auch den Vorgänger Tamron 150-500 mal gebraucht für um die 500 EUR (statt 150-600 für 900 EUR neu) ansehen. Das Sigma 170-500 soll optisch deutlich schlechter sein und kostet dafür nicht (ausreichend) weniger. Das Sony 70-400 ist auch als Silberling (SSMI) optisch und haptisch sehr gut (eher besser als das Tamron 150-600), kostet aber auch gebraucht noch um die 1.000 EUR bzw. neu (SSMII) 1.900,00 EUR. Außerdem fehlen im Vergleich zum Tamron 50% Brennweite (400 mm statt 600 mm) - die Aufnahme müsste man dann croppen und Bildqualität verschenken oder man nutzt einen (ebenfalls die Bildqualität verschlechternden) Extender (z. B. Kenko 1,4), der auch noch zu einem schlechter (bis gar nicht) funktionierenden AF führt. Der größte Vorteil des Sony 70-400 liegt meiner Meinung nach darin, dass es dir das 70-300 ersetzen könnte, sofern du immer das hohe Gewicht mitschleppen möchtest. Dazu gibt es noch diverse Exoten (Festbrennweiten), die aber sehr teuer und ziemlich unflexibel sind. Von den Billigzooms im Telebereich (Walimex 650-1300?) würde ich ganz sicher die Finger lassen - die optischen "Qualitäten" sollen unterirdisch sein. Im Vergleich zum 70-300 sind die genannten Telezooms (bis vielleicht auf das nicht empfehlenswerte Walimex) Schwergewichte. Ein stabiles Stativ mit stabilem Stativkopf (gerne auch gebraucht - das tut der Qualität keinen Abbruch) macht da für die Vogelfotografie durchaus Sinn. Mit der Hand rd. 3 kg (Kamera + Objektiv) mit 400 oder 600 mm den richtigen Schärfepunkt finden bei unstabilisiertem Sucherbild ist nicht wirklich schön. Meine Meinung: wenn 900 EUR zur Verfügung stehen = Tamron 150-600. wenn nur 500 EUR zur Verfügung stehen = Tamron 150-500 gebraucht, reicht einem das später mal nicht mehr aus, wird man es mit einem geringen Abschlag leicht weiterverkaufen können. Um sich das Leben leichter zu machen, sollten auch noch 100 EUR (mindestens) für ein stabiles gebrauchtes Objektiv mit Objektivkopf (z. B. von Manfrotto oder Sirui) investiert werden. vlG Manfred |
Hi rema,
ich habe sowohl die A58 und auch seit Frühjahr die A77II. Ebenso habe ich das Tamron 70-300 USD und auch das Tamron 150-600. Beide Objektive auch schon an beiden Kameras verwendet. Zur A58: Die Bildqualität ist für diese Kamera und Preisklasse Hammer! Aber um den Kampfpreis bei dieser Qualität raushauen zu können, gibt es im Vergleich zur A77II natürlich viele Einschnitte. Zur A77II: hat einen höheren Dynamikumfang, größeren Iso-Umfang, Kamera ist größer und bietet die Möglichkeit für einen Batteriegriff, bietet WLAN usw. usf. Und natürlich einer der besten AF-Systeme und Seriengeschwindigkeiten die ich bisher mitbekommen habe (mein Kumpel nannte es mal "Maschinengewehr" :lol:). Zur Bildqualität: Die A77II ist sehr gut, allerdings finde ich manchmal die 24MP auf APS-C im Vergleich zur 20MP der A58 etwas viel. Da fällt sensorbedingt das Rauschen manchmal etwas ins Gewicht. Man merkt einfach schon langsam, dass hier APS-C meiner Meinung an die Grenzen stößt. Trotzdem würde ich die A77II nicht hergeben wollen. Hier musst du dir nun klar die Frage stellen, ob du das brauchst. Es kommt daher klar auf dein Einsatzgebiet an. Tiere im Zoo meistert auch die A58 prima. Wenn ich an meine Zoobesuche denke bietet mir A77II klare Vorteile. Wenn ein Tier sich schnell fortbewegt - z.B. Gepard im Lauf, Greifvogel im Flug - stellt diese sehr sehr schnell und laufend scharf. Allerdings in dem Zoo, wo ich immer gehe, sitzen diese meist faul rum und beobachten einfach die Besucher. Ausgenommen sind die teils hyperaktiven Erdmännchen :lol: Zu den genannten Objektiven: Finde beide gut, vor allem um den Preis. Allerdings sind meine vom Fachmann justiert. Ich liebe das Tamron 150-600. Es liefert mir gute Ergebnisse, vor allem wenn ein Tier im Zoo weit weg ist. Es sei dir aber gleich gesagt, dass dieses Objektiv sehr schwer ist! Ein Stativ ist nicht nur wegen der langen Brennweite unerlässlich. Die A58 sieht an diesem Objektiv sehr sehr mickrig aus. :lol: Wenn du das Tamron 150-600 mit der A77II und einem Batteriegriff verwendest, dann schleppst gleich noch mal um einiges mehr. Da kannst sich gleich mal im Fitness Studio anmelden, um genügend Muckis aufzubauen, sodass du diese Kombi über einen längeren Zeitraum tragen kannst :crazy:. So um die 4-5kg schleppst dann schon mal durch den Zoo, Wald etc.. Nach einer Stunde tat mir schon mal der Arm weh ;) Das Tamron 70-300 USD ist auch super, AF ist schnell und leise. Verwende ich aber hauptsächlich nur noch, wenn es darum geht wenig zu schleppen (z.B. Reisen). Ach ja: Eine grundsätzliche Regel ist sowieso in gutes Glas zu investieren! Damit kannst du einfach viel rausholen! Hoffe ich konnte dir etwas helfen. |
Ich habe eine A77 II und eine A58. Für meinen Geschmack geht die A77 II besser mit höheren ISO-Werten um, nebst einer ganzen Reihe weiterer Vorzüge.
Wenn Geld keine Rolle spielt, würde ich die A77 II und das Tamron 150-600 nehmen. Sollte das Budget begrenzt sein, dann allerdings doch eher erst mal das Objektiv, denn Brennweite ist für Wildtierfotografie unersetzlich. |
Der Hauptvorteil der A77 II gegenüber der A58 liegt im besseren AF und der vollständigeren Ausstattung. Es es ist einfach eine deutlich professionellere Kamera. Daneben hast Du noch etwas mehr Auflösung, aber der Unterschied ist sehr gering; Du wirst ihn kaum merken.
Für Deine Zwecke ist die Frage, was Dir mehr hilft: Mehr Brennweite oder eine bessere Kamera. Ich plädiere für das Tamron 150-600. Damit hast Du eine ganz andere Reichweite als mit Deinem 300er Zoom; egal ob an der A58 oder A77II. Mit dem Objektiv erschließt du Dir ganz andere Möglichkeiten als bisher; das gilt für die Kamera nicht in diesem Umfang. Die Wertbeständigkeit des Objektivs über längere Zeit ist natürlich auch viel besser als bei einer Kamera, aber das ist ja hier nicht die Frage. Telekonverter an lichtschwachen Zooms sind abgesehen von Ausnahmefällen, wie z.B. der Astrofotografie, meist keine gute Lösung. Das liegt in der Minderung der Abbildungsqualität und dem erheblichen Lichtverlust durch den Konverter (1 komplette ISO-Stufe beim 1,4er Konverter und 2 ISO-/Blendenstufen beim 2er Konverter). Der Detailverlust, den Du durch das dadurch meist erforderliche höherdrehen der ISO bekommst, frisst den Gewinn durch den Konverter weitgehend auf, sofern es denn überhaupt einen gibt. Ich habe 2 Sony und 3 Kenko Konverter, die ich an lichtstarken Festbrennweiten oder für ausgesuchte Zwecke auch am Sony 70-400G verwende, aber für den Alltag an einem lichtschwachen Telezoom sind Konverter nichts. Wenn Du später wieder etwas gespart hast, kannst Du Dir immernoch eine (günstige gebrauchte?) A77II kaufen. |
Ujujuj,
vielen Dank für die vielen Hinweise und Tipps und Meinungen... Geld spielt eine Rolle! Also Tendenz eher zum Tamron 150-600, zuerst jedenfalls ;) Der schnelle Autofokus mit mehr Punkten ist natürlich auch ein gutes Argument für die a77II, aber wohl erst eins nach dem anderen... Tiere fotografiere ich am liebsten draußen, hier bei uns (ich wohne in Pommern unweit der Ostsee) gibt es relativ viele Störche, Kraniche, Reiher... die ich im Flug zu erhaschen versuche (reinermattar.flog.pl). Aber bislang muss ich einfach viel Glück haben und nah genug rankommen, damit das 300er Tamron Brauchbares liefert (mal abgesehen von dem Mist den ich hinter der Kamera mache). Rauschverhalten scheint mir effektiv kein Kaufgrund für die Kamera zu sein, das können wohl andere (manchmal neidischer Blick in Richtung Fuji...) eindeutig besser - oder eben Vollformat. Aber dann: Einbuße in der Brennweite, mehr abblenden um die gleiche Schärfentiefe zu erhalten, deutlich teurer...). Entschieden habe ich mich noch nicht, ehrlich gesagt, aber bis zum Christkind bleibt ja auch noch ein bisschen Zeit, und die Kraniche und Störche kommen auch erst im Frühjahr wieder... Nochmals vielen Dank bis hierhin :) Wenn jemand Fotos hätte in der Kombi a58 + Tamron 150-600, am besten auch noch Tiere oder gar Vögel (Bilder sagen mehr als 1000 Worte), dann wär das natürlich genial! Viele Grüße, Reiner. |
Zitat:
Aber wenn Dir die Handhabung und Möglichkeiten der A58 reichen und es Dir - wie rema - auch primär um mehr Reichweite (Brennweite) geht, und grenzenlose Weihnachtsgeldvernichtung :crazy: nicht möglich ist, dann würde ich Dir auch erst mal zu einem stärkeren Telezoom raten. Das 70-300 kannst Du dann ja verkaufen, und so das Budget für das neue aufstocken. |
@rema
gugschd du mal hier http://www.sonyuserforum.de/forum/sh...d.php?t=163524 Da ging es um das Sony 500 F4 und die Probleme damit gute Bilder zu bekommen. Vielleicht verstehst du die Problematik dann eher. Du willst Beispielbilder? Bist du dir sicher, dass du vom Können und Wissen her mit solch langer Brennweite klar kommst? Ich würde es mir nicht zutrauen. Schon das Tamron 70-300 USD an APS-C bringt mich gelegentlich an Grenzen. Du brauchst einfach Superlicht um das dann noch scharf zu bekommen oder du hockst stundenlang mit der Kamera und deinem Supertele auf Lauer um den richtigen Moment zu erhaschen |
Zitat:
Testbilder mit dem 70300 bei 200mm und 300mm. Mein 70300 ist nach 200mm doch recht deutlich eingebrochen, so dass es kaum einen Unterschied ausgemacht hatte, ob nun 200mm oder 300mm. Ich vergleiche das immer so, dass ich die 300mm bei 100% anschaue und dann rauszoome, bis ich ein Bild sehe, welches so auch 1:1 nutzbar finde, z.B. 70%. DAnn nehme ich das 200mm-Bild und zoome rein bis es genau so groß ist und dann vergleiche ich. Gibt es einen wirklichen Auflösungvorteil auf feinste Strukturen. Dafür muss man ein Testbild mit unterschiedlich großen Strukturen. Die Texte auf Lebensmittelverpackungen sind hier recht hilfrein, da meist unterschiedlich groß. Schwarzweiss ist schlecht, da Tiere feine Farbnuanzen haben und nicht SW. Das ganze machst du einmal offen und dann noch mal bei f/8 für optimale Schärfe. Dann kannst du das ganze noch mit mit der gleichen Brennweite jedoch den unterschiedlichen Blenden wiederholen. Dann weisst du, welche Blende überhaupt deine 24mp bedienen werden. Das ganze mit einem Stativ oder gute Ablage und bei ISO100. Die Erkenntnis dürfte sein, dass das Tamron 70300 schon bei 20mp kaum perfekte Schärfe bei 300mm bringt und wenn dann nur ab f7,1. Somit lohnt sich der Kauf einer A77II für dieses Ziel kaum. Sie hat viele Vorteile in Bezug auf Handling. Du verlierst aber auch die Kompaktheit der A58. Ich würde versuchen ein SAL 70400 I gebraucht zu bekommen. Wertverlust gegen 0. Und dieses Objektiv ist über jeden Zweifel erhaben. 150mm (Tamron 150600) am kurzen Ende sind an aps-c eben auch sehr lang und das ganze ist dann für anderes kaum mehr zu gebrauchen. Alles oberhalb 200mm ist für die 24MP-aps-c eine große Herausforderung und es ist wirklich schwierig auch nur in die Nähe voll nutzbarer 24mp zu kommen. |
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