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Aleks 12.02.2015 14:37

Zitat:

Zitat von flywalker (Beitrag 1675943)
Wie ich sehe bevorzugen die meisten die Selbst machen Variante.

Das ist in der Tat so. Wenn man sich für eine Digitalisierung in Eigenregie entscheidet, kann man durch die Wahl der entsprechenden Installation steuern wie viel man in die Hardware investieren will, wie schnell die Digitalisierung vonstatten gehen soll und welche Qualität letztendlich hinten rauskommen soll.

Bei Scan-Diensten würde ich durch Probe-Einreichungen erst einmal versuchen herauszufinden, welcher Dienst die geforderte Qualität bzw. den gewünschten Kosten/Nutzen liefert und dann erst den eigentlichen Auftrag erteilen.

Ich habe mich mit dem Thema Digitalisierung ausführlicher beschäftigt, aufgrund der Menge (fünfstellig) und Art (unterschiedlichste Formate) des Materials habe ich mich für eine eigene Installation entschieden:
http://www.zgraja.com/digitalisieren/1_vorwort.php

Bei nur 1.500 Vorlagen würde mich eine Entscheidung allerdings schwer fallen, ob selber machen oder machen lassen. Möglicherweise wäre ein Leih-Gerät (Scanner) ein gangbarer Weg. Ansonsten ist die schon gepostete Seite http://www.filmscanner.info eine gute Informationsquelle.

Viele Grüße
Aleks

DiKo 12.02.2015 19:12

@flywalker
solltest Du in Betracht ziehen, Farb-Negative selber zu digitalisieren, berücksichtige den Aufwand, die Orangemaske vernünftig zu neutralisieren.
Die ist von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich und z.T. da auch von Filmtyp zu Filmtyp.

Gruß, Dirk

Stuessi 12.02.2015 19:15

Zitat:

Zitat von Aleks (Beitrag 1675974)
...habe ich mich für eine eigene Installation entschieden:
http://www.zgraja.com/digitalisieren/1_vorwort.php...

Hallo Aleks,

eine solch komplette Darstellung und Bewertung der verschiedenen Möglichkeiten habe ich noch nicht gesehen, sie gefällt mir sehr!

Gruß,
Stuessi

grommi 12.02.2015 20:34

Zitat:

Zitat von Stuessi (Beitrag 1676053)
Hallo Aleks,

eine solch komplette Darstellung und Bewertung der verschiedenen Möglichkeiten habe ich noch nicht gesehen, sie gefällt mir sehr!

Gruß,
Stuessi

Jau, das hat was. Ich bin auch dazu übergegengen, Dias und SW-Filme nicht mehr zu scannen sondern mit Balgengerät, Diakopiervorsatz und 80mm Vergrößerungsobjektiv (für APS-C!) und meiner A100 abzufotografieren. Ein gutes Makro könnte evtl. sogar noch besser sein. Farbnegativ ist mit der Methode aber eine Qual wegen der Orange-Maske! Mit einer kleinen Tageslicht-ESL und manuellem Weißabgleich geht das dann wie's Bretzelbacken. Wenn alles eingerichtet ist, hängt die Scangeschwindigkeit nur noch vom Wechseln der Dias ab. Die Qualität hängt direkt vom Objektiv ab, und mit den 10 MP der A100 bekommt man eindeutig bessere Scans als mit einen Flachbettscanner mit Durchlichteinheit. Natürlich kostet die Nachbearbeitung noch Zeit und die Dias/Negative sollten einigermaßen sauber sein. Bei guten, sauberen Dias kommt man sogar ohne Nachbearbeitung aus.

Ein Scanservice, der 1500 Dias für 500 Ocken in guter Qualität digitalisiert, ist mir nicht bekannt. Da würde ich eher mit dem 3-fachen rechnen, als Untergrenze. Aber da habe ich keine eigenen Erfahrungen.

Viele Grüße - Reinhold

Aleks 12.02.2015 20:58

Zitat:

Zitat von Stuessi (Beitrag 1676053)
eine solch komplette Darstellung und Bewertung der verschiedenen Möglichkeiten habe ich noch nicht gesehen, sie gefällt mir sehr!

Danke, freut mich. :)

Zitat:

Zitat von grommi (Beitrag 1676094)
Die Qualität hängt direkt vom Objektiv ab, und mit den 10 MP der A100 bekommt man eindeutig bessere Scans als mit einen Flachbettscanner mit Durchlichteinheit.

Das ist richtig. An APS-C habe ich sehr gute Resultate mit dem Minolta AF Macro 50mm/3.5 erzielt. Wenn nur Kleinbild-Vorlagen digitalisiert werden, ist 1:1 Maßstab an der Stelle nicht erforderlich. Man benötigt bei APS-C den Maßstab 1:1,5. Das erwähnte Minolta Macro erreicht aber "nur" 1:2.

Mit einem AF Zwischenring von genau 12mm Breite (z.B. Soligor Extension Tube for Sony) erreicht man bei maximaler Naheinstellung des Objektivs den Maßstab 1:1,5. Sprich eine KB-Vorlage lässt sich somit exakt formatfüllend auf dem APS-C Sensor abbilden.

Das Objektiv liefert eine sehr hohe Abbildungsqualität. Der Zwischenring gibt die elektrischen Signale weiter, somit kann der AF verwendet werden. Für die moderaten 10Mpix der Alpha 100 hat das gute alte Minolta ausreichend Reserven.

Auszugsverlängerte Normalobjektive arbeiten dagegen nicht im Rahmen ihrer Spezifikationen und bilden sichtbar schlechter ab. Als bessere Alternative/Budget-Lösung kann ich die alte Non-AF Version des Minolta MC/MD Macro 50mm/3.5 empfehlen. Diese Optik steht der AF-Version kaum nach, sie benötigt halt nur manuellen Fokus und ein gutes Auge. ;)

VG
Aleks

grommi 12.02.2015 22:10

Zitat:

Auszugsverlängerte Normalobjektive arbeiten dagegen nicht im Rahmen ihrer Spezifikationen und bilden sichtbar schlechter ab. Als bessere Alternative/Budget-Lösung kann ich die alte Non-AF Version des Minolta MC/MD Macro 50mm/3.5 empfehlen. Diese Optik steht der AF-Version kaum nach, sie benötigt halt nur manuellen Fokus und ein gutes Auge. ;)
Ich verwende am Balgen ja ein Rodagon Vergrößerungsobjektiv der Oberklasse, welches für solche Abbildungsmaßstäbe geeignet ist. Und da kommt demnächst die Fokuslupe meiner neuen A58 zum Einsatz. Bin schon mal gespannt, was das Rodagon auf dem 20 MP-Sensor macht. Wirklich hervorragende Makro-Objektive sollen aber noch mal einen Tick besser sein, und teurer.

Also, bis auf Color-Negativ brauch ich keinen Scanner mehr. Und sooo schlecht ist mein Canoscan 8800F auch nicht, aber viel langsamer als die Kamera-Lösung.

DiKo 12.02.2015 22:10

Möchte man nur alte Urlaubsknipsbilder digitalisieren, reicht zur Not auch eine kleine Kompakte mit Makrofunktion.
Das hier habe ich mit einer kleinen Canon vom Farbnegativ abfotografiert. Da bleiben effektiv 4 MP übrig, das reicht mir als Erinnerung. Problematisch ist halt die Orangemaske.

Für hochwertigere Digitalisierungen braucht man dann wie beschrieben ein richtiges Makroobjektiv.

Gruß, Dirk

flywalker 12.02.2015 23:28

Super Seite Aleks! Danke!
Wenn ich mich doch dazu entscheide das selbst zu machen, werde ich wohl Deine Methode verwenden. A77 mit 90mm Tamron Makro hab ich. Fehlt nur der Rest :)

Aber ich werde zuerst die kostenlosen Probescans machen lassen.

Zitat:

Ein Scanservice, der 1500 Dias für 500 Ocken in guter Qualität digitalisiert, ist mir nicht bekannt. Da würde ich eher mit dem 3-fachen rechnen, als Untergrenze. Aber da habe ich keine eigenen Erfahrungen.
http://www.fotoporto.de/hilfe_preise...lisierung.html

ab 1000 KB-Negative in "Profi" Ausführung kostet es 24 Cent pro Negativ

BeHo 12.02.2015 23:47

Zitat:

Zitat von flywalker (Beitrag 1675943)
Ich hatte mir das hier angeschaut:
http://www.fotoporto.de/digitalisierung.html

Scheinen ein Stück günstiger zu sein. als die anderen hier vorgeschlagenen.

Wenn ich mich nicht verguckt habe, sind die bei vergleichbaren DPI etwas teurer als der von mir verlinkte Dienst.

Edit: Ich hatte mich verguckt. Negativ vs. Dia. :oops:

Zur Qualität kann ich natürlich nichts sagen.

Auf jeden Fall sollte der Anbieter Vertrauen erwecken, und am besten wäre dann wohl jemand "um die Ecke", den man direkt "begutachten" kann.

Aleks 13.02.2015 00:23

Zitat:

Zitat von grommi (Beitrag 1676151)
Ich verwende am Balgen ja ein Rodagon Vergrößerungsobjektiv der Oberklasse, welches für solche Abbildungsmaßstäbe geeignet ist.

Welches genau? Es gab im Laufe der Zeit mehrere Versionen des Rodagon 80mm, APO Rodagon-N, nicht-APO, 1:4 und 1:5,6...
Eigentlich ist laut Rodenstock nur das Rodagon-D für den 1:1 Maßstab optimiert. Das gibt es mit 75mm oder 120mm.

Das heißt natürlich nicht, dass die anderen V-Objektive bei 1:1 schlecht sind, im Gegenteil, ich habe u. A. ein "normales" 50mm/2.8 Vergrößererobjektiv welches bei 1:1 in Bildmitte eine phänomenale Schärfe bringt, deutlich besser als Normalobjektive, jedoch schwächeln immer die Bildecken. Um das zu umgehen bedarf es schon eines Makroobjektivs.
Besser als ein Makroobjektiv ist nur noch das Rodagon-D, das schlägt so ziemlich jedes von mir getestete Makroobjektiv, und von Letzteren hatte ich schon ein gutes Dutzend an der A850 dran, um das Beste herauszufinden. ;)
Zitat:

Zitat von grommi (Beitrag 1676151)
Und da kommt demnächst die Fokuslupe meiner neuen A58 zum Einsatz. Bin schon mal gespannt, was das Rodagon auf dem 20 MP-Sensor macht.

Ja, die Lupe/Winkelsuche erleichtert das manuelle Fokussieren spürbar. Ich weiß nicht wie gut das mit einer SLT funktioniert, ich verwende nur OVF Kameras, aber ich würde sagen: ausprobieren lohnt sich immer. :)


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