SonyUserforum

SonyUserforum (https://www.sonyuserforum.de/forum/index.php)
-   Café d`Image (https://www.sonyuserforum.de/forum/forumdisplay.php?f=94)
-   -   Wildlife Fotografie in der DDR? (https://www.sonyuserforum.de/forum/showthread.php?t=156258)

embe 09.02.2015 22:49

Zitat:

Zitat von kilosierra (Beitrag 1675082)
Sieh doch mal da rein....

Zwei Seiten im Abschnitt 'Zur Wahl der Aufnahmeobjektive', wo aber mehr allgemein die Eignung verschiedener Objektiv-Grundtypen und die Abwägung der Vor- und Nachteile derselben für den angestrebten Einsatzzweck dargelegt werden.

Ob an anderer Stelle detaillierter auf einzelne Objektive eingegangen wird, kann ich nicht mehr erinnern, ist aber auch schon über 20 Jahre her, dass ich das Buch gelesen habe. :oops:

kilosierra 09.02.2015 22:56

Und dann erinnerst Du Dich so genau daran? Hut ab!

Ich weiss, in welchem Regal das Buch steht, aber ich weiss nicht mehr so genau, was in dem Buch steht.

Porty 09.02.2015 23:03

Ein Studienfreund von mir hatte das 500er, ich habe es auch hin und wieder nutzen können.
Nicht nur, das es sauschwer war, es war auch für DDR- Verhältnisse sehr teuer. Wenn ich mich recht erinnere waren es so um die 1500 Mark, damals fast 3 Monatsgehälter. (1980)
Viele Grüße
Michael

perser 09.02.2015 23:03

Zitat:

Zitat von kilosierra (Beitrag 1675082)
Sieh doch mal da rein.

Danke für den guten Tipp, Kerstin. Ich kenne den Mann persönlich, er lebt in Leipzig. Harald Lange ist in der ostdeutschen Tierfotografie eine regelechte Instanz. Er hat damals (in den 1980er Ostjahren) schon Dinge gemacht, die erst heute als Standard gelten, etwa was Tierfotografie und -filmerei unter mehr oder minder „kontrollierten“ Bedingungen betrifft, ohne dass dies einer merkt (bzw. zugeben würde). Und er hatte meine Wissens hierfür nur Ostkameras (Pentacon Six bzw. Practica) sowie DDR-Objektive benutzt.
Gruß Harald

perser 09.02.2015 23:12

Zitat:

Zitat von Porty (Beitrag 1675114)
...es war auch für DDR- Verhältnisse sehr teuer. Wenn ich mich recht erinnere waren es so um die 1500 Mark, damals fast 3 Monatsgehälter. (1980)

Ich habe es nur geerbt, kenne den Preis nicht. 1500 DDR-Mark halte ich für möglich, aber das waren natürlich auch 1980 nicht annähernd drei Monatsgehälter mehr im Osten... (Wenn man nicht gerade Putzfrau war.) Bitte die Kirche im Dorf lassen!

embe 09.02.2015 23:22

Zitat:

Zitat von kilosierra (Beitrag 1675111)
Und dann erinnerst Du Dich so genau daran? Hut ab!

Ich weiss, in welchem Regal das Buch steht, aber ich weiss nicht mehr so genau, was in dem Buch steht.

Nee, das natürlich nicht.:D
Aber es steht gleich im Gang hier im Regal, und ich habe den betreffenden Abschnitt schnell nochmal überflogen.

BeHo 09.02.2015 23:38

Zitat:

Zitat von perser (Beitrag 1675118)
Ich habe es nur geerbt, kenne den Preis nicht. 1500 DDR-Mark halte ich für möglich, aber das waren natürlich auch 1980 nicht annähernd drei Monatsgehälter mehr im Osten...

Aber zumindest 1,5 Monatsgehälter, wenn man den Durchschnittslohn zu Grunde legt.

Natürlich ein Klacks im Vergleich zu den Preisen von Robotron-PCs, die ich 1989 in einem Leipziger Schaufenster sah. :shock:

jens72 10.02.2015 06:51

Zitat:

Zitat von perser (Beitrag 1675118)
Ich habe es nur geerbt, kenne den Preis nicht. 1500 DDR-Mark halte ich für möglich, aber das waren natürlich auch 1980 nicht annähernd drei Monatsgehälter mehr im Osten... (Wenn man nicht gerade Putzfrau war.) Bitte die Kirche im Dorf lassen!

:shock: Bei euch Größstädtern vielleicht, aber ich hatte 1989 ein Lehrlingsentgeld von 120,-M und hätte nach der Lehre 580,-M gehabt (als Maschinenbauer im Schichtdienst). Kriegte dann allerdings 800,-DM !

Ein befreundeter Fotograf allerdings konnte sich in der 80er Jahren in einem halben Jahr einen Moskwitsch zusammensparen.

Das Objektiv-Highlight von Pentacon war übrigens das 5,6/1000 Spiegelojektiv in weiß und schwarz, jeweils in einer grünen Holzkiste. wiegt knappe 14kg. Schaut mal bei ebay rein, was die heute für sowas haben wollen.:crazy:

deranonyme 10.02.2015 09:02

Zitat:

Zitat von jens72 (Beitrag 1675183)
Das Objektiv-Highlight von Pentacon war übrigens das 5,6/1000 Spiegelojektiv in weiß und schwarz, jeweils in einer grünen Holzkiste. wiegt knappe 14kg. Schaut mal bei ebay rein, was die heute für sowas haben wollen.:crazy:

Gibt es dafür auch noch historische Preise?
Jetzt wissen wir auch warum Berlebach so stabile Stative gebaut hat und noch baut. 14 Kg oder auch 6000 Euro wollen sicher gelagert werden.

perser 10.02.2015 10:02

Zitat:

Zitat von BeHo (Beitrag 1675135)
Aber zumindest 1,5 Monatsgehälter, wenn man den Durchschnittslohn zu Grunde legt.

Das 500/f4 G von Sony kostet heute schlaffe 13 000 Euro. Wenn man da den heutigen bundesdeutschen (gar den sächsischen) Durchschnittslohn gegenrechnet, ist das schon ein bissel mehr als drei Monatsgehälter. Und das ist ja noch lange nicht das Ende der Fahnenstange.

Und hier mal noch, wie versprochen, Fotos, die ich mit dem Pentacon-Objektiv (500/f5,6) letztes Jahr an einem Privatsee in Mecklenburg gemacht habe. Es handelt sich um ein Rohrweihennest. Die Entfernung waren etwa 10 m. Da es recht dunkel war im Schilf (und auch am Himmel), habe ich die ISO-Zahl auf 2500 bis 3200 hochschrauben müssen. Fokussiert ist, wie gesagt, manuell. Kamera war eine A 77II.


Bild in der Galerie


Bild in der Galerie


Bild in der Galerie

Hier übrigens mal noch ein Link zu ostdeutschen Objektiven, den ich im Netz fand: http://www.dresdner-kameras.de/files..._objektive.pdf

Beste Grüße, Harald


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 15:30 Uhr.