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Alison 02.02.2015 10:49

Zitat:

Zitat von wus (Beitrag 1669764)
Wäre jetzt interessant wie einfach oder kompliziert sowas in LR ist. Kann vielleicht jemand der sowas in LR schon (einige Male) gemacht hat sagen?

Das Prinzip ist in beiden Programmen das gleiche: ein Bildbereich wird markiert und dann werden auf diesen Bereich Einstellungen angewandt, die nur dort wirken. Ich benutze beide und würde sagen, dass die Unterschiede nur im Detail liegen.

1. Maskierung
Die Maske wird über einen Pinsel aufgemalt, der kann verschiedene Größen haben. Bei LR ändert man die Größe über das Mausrad, bei C1 mit einem Rechtsklick. Es gibt eine weich auslaufende Kante, deren Stärke eingestellt werden kann (LR Regler unten im Werkzeugmenü, C1 Rechtsklick). Diese Maske kann man anzeigen lassen (LR Checkbox unter dem Bild, C1: Taste „M“ glaube ich)
Außerdem gibt es bei beiden die Möglichkeit die Maske automatisch an Kanten enden zu lassen. Man kann auch Bereiche nachträglich löschen.

2. LR erzeugt einen „Anfasser“ mit dem man die Maske auswählen und für Bearbeitungen aktivieren kann. C1 hat ein Ebenenmenü, was an dieser Stelle etwas weniger intuitiv ist, dafür kann man die Ebenen aber umbenennen (z.b. „Auge“, „Haut“, „Himmel“) was bei größeren Bearbeitungen für mehr Übersicht sorgt.
Es gibt dann jeweils einen Satz Regler, der auf den Bereich angewandt werden kann, bei C1 mehr als bei LR, in jedem Fall ist aber WB und die wichtigsten andern dabei.

Ehrlich, mit ein bisschen Übung ist das in beiden Programmen mit ein paar Klicks gemacht und da man immer noch im Raw Konverter ist, kann man alles jederzeit wieder ändern.

Das verlinkte C1 Beispiel wirkt nur unnötig kompliziert, weil sie alle Möglichkeiten zeigen wollen.
Noch zwei Links:
http://help.phaseone.com/de-de/CO7/E...djustment.aspx
https://www.youtube.com/watch?v=zsmpP5KZOyw


Gruß,
Alison

wus 02.02.2015 13:43

Danke für Deine ausführliche Antwort, Alison. Ich fürchte nur sie hilft mir nicht wirklich. LR habe ich wie gesagt nicht, und C1 v8 free hat den Pinsel (bzw. local adjustments tab wie der Sprecher im Video es nennt) nicht. Da ich z.Z. nicht gerade flüssig bin will ich aktuell auch kein Geld für Software ausgeben. Zum Glück brauche ich solche lokalen Anpassungen nur sehr selten. Ich hoffe bis zum nächsten "Bedarf" bin ich wieder etwas besser bei Kasse. Ansonsten werde ich mir wohl wie dieses Mal behelfen. Dem ungeübten Betrachter werden so kleine Fehler wie die beschriebenen wohl eher nicht auffallen, hoffe ich.

der_knipser 02.02.2015 14:03

Es stellt sich ja auch immer die Frage, ob Mischlicht wirklich ein Fehler ist, den man unbedingt korrigieren muss. Ganz klar, dass unser Auge das Licht automatisch kompensiert, und wir das Bunte vor Ort gar nicht wahrnehmen, wenn wir es nicht gezielt analysieren. Der Sensor sieht das alles aus neutraler Sicht, und zeigt das Tageslicht in Blau und das Lampenlicht in Gelb.
Meistens reicht es doch, beide Farbextreme etwas abzumildern, damit es beim Anschauen nicht so beißt. Perfektion bekommt man beim Trennen von Mischlicht sowieso nicht hin. Wenn man vorher schon weiß, dass ein farbkritisches Thema zu fotografieren ist, dann muss man eben für entsprechendes Licht sorgen. Alles andere würde ich nicht so verbissen sehen.


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