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Kopernikus1966 04.09.2014 17:02

Zitat:

Zitat von duffy2512 (Beitrag 1619994)
...zum Anderen
habe ich in meiner Werkstatt Gott sei Dank die Möglichkeit mir die gewünschten Teile mit Cnc Fräse und Drehbank selbst anzufertigen.

Aus reiner Neugier. Du willst die alten MD Objektive abfräsen????

aidualk 04.09.2014 17:08

Meine Meinung dazu:
Der 24MP APS Sensor hat mit seinen rund 4µm Pixelpitch die höchsten Anforderungen an ein Objektiv überhaupt. Die SR Objektive wurden ursprünglich für einen Pixelpitch von rund 30µm gerechnet/konstruiert (analoger zulässiger Unschärfekreis). Natürlich können viele deutlich mehr, aber eine A77 ist hier schon extrem. Ich selbst habe an einer A7R, die umgerechnet auf APS 'nur' rund 16MP hat, bisher nur 2 ältere Objektive gefunden, die der Auflösung tatsächlich gerecht werden. Alles andere schwächelt deutlich!
Ich würde es lassen und Energie in andere Vorhaben investieren.

Und Info über das SR System hast du auch bereits bekommen, bist aber nicht darauf eingegangen, deshalb hier nochmal der link.

Aleks 04.09.2014 17:35

Prinzipiell ist fast alles machbar. Es ist nur eine Frage des Kosten-Nutzen-Aufwands.
Die Idee das Minolta SR-Bajonett am Objektiv gegen A-Bajonett hatten schon viele.
Zitat:

Zitat von duffy2512 (Beitrag 1619994)
Ich wollte mir nur die Arbeit nicht antun, wenn es sich hinsichtlich Kosten bzw. der Qualität nicht lohnt.

Eben. Selbst handwerklich begabte Bastler mussten erkennen, dass der Aufwand für die (möglichst zerstörungsfreie) Adaption in keinem akzeptablen Kosten-Nutzen-Verhältnis steht. Dafür sorgt in erster Linie das inkompatible Auflagemaß.
Und die Tatsache, dass die meisten keine Drehbank und kein Präzisionswerkzeug haben.

Was fbenzner gesagt hat, einen passenden (glaslosen) Adapter wirst du nicht finden, ist richtig.
Dass der Grund dafür, das Auflagemaß ist, ist ebenfalls richtig.
Meine persönliche Meinung zur Adaption per Drehbank und selbst ein A-Bajonett dranflanschen: lohnt nicht. Die konkreten Beiträge als "Fakten" für diese Aussage suche ich jetzt nicht raus.

der_knipser 04.09.2014 18:42

Für einen Bastler gibt es die Möglichkeit, das MC/MD-Bajonett des Objektivs abzubauen und durch ein A-Bajonett zu ersetzen. Dabei muss eine Ausgleichsmöglichkeit gegeben sein, das Auflagemaß ohne großen Aufwand um 1 mm zu verkürzen. Ob das bei den genannten Objektiven möglich ist, kann ich nicht beurteilen.

So eine Aktion lohnt sich nur für hochwertige Objektive mit besonderen Eigenschaften (hohe Lichtstärke, Brennweiten unter 28 mm oder Bokehspezialisten); dazu gehören die genannten Objektive aber nicht. Viel einfacher und vermutlich preiswerter wäre es, eine gebrauchte Nex und einen MD-Nex-Adapter zu kaufen. Wenn anstatt dem Standard einen Tiltadapter nimmt, kann man an der Nex jedes MC/MD-Objektiv tilten und hat somit einen Gewinn an Gestaltungsmöglichkeiten. Das war für mich einer der Gründe, eine Nex anzuschaffen, mit der ich mittlerweile viel Spaß habe.

AS Photography 04.09.2014 20:23

Zitat:

Zitat von duffy2512 (Beitrag 1619850)
Hallo!

Habe gestern von einer Verlassenschaft "Neue ALTE" also originalverpackte, unbenutzte Minolta MD und MC Objektive bekommen. Angeblich waren diese von einer Geschäftsauflösung übrig.

Das sind:

28 mm F2,8 MC W Rokkor (im Lederköcher und Trageriemen)
50 mm F3,5 MC Macro Rokkor (im Lederköcher und Trageriemen)
135 mm F2.8 MC Tele Rokkor (im Lederköcher und Trageriemen)
70-210mm F4 MD Zoom
100-300mm F5.6 MD Zoom (ohne Verpackung/ Demo Objektiv?)

Ich hab jetzt vergeblich im Forum (Objektive usw.) nach Informationen gesucht die mir bei meiner Überlegung helfen, eventuell mit einem Adapter (oder in Eigenregie mit Umbau des Objektivbajonett um die Unendlich-Linse zu sparen) diese an meiner A77mk2 im manuellen Modus zu betreiben oder diese einem Sammler/Liebhaber alter Originale so wie sie sind zu verkaufen (und dafür ein A-Mount AF fähiges Objektiv zu kaufen).
Die meisten Infos beziehen sich auf NEX und A7 das hilft mir aber nicht wirklich.

Mir wären eure Meinungen ,Tips und Informationen sehr wichtig, da ich zwar schon gute Erfahungen mit meinem alten Pentax A 50mm/1.7 und dem 2xTele/macroconverter gemacht habe (siehe nachstehendes Beispiel), aber die Qualität von alten Minolta Optiken nicht kenne. (hab vor meinem Umstieg auf Digital nur mit Pentax fotografiert)

Auch was man bei einem Verkauf dafür bekommen kann, wäre eventuell hilfreich, falls das jemand weis oder Erfahrungen hat.

Ich danke euch



-> Bild in der Galerie

Wie schon in den anderen Antworten geschrieben: selbst Hand anlegen ist nicht zielführend. Zwar bestimmt eine sehr interessante Aufgabe (die mich auch reizen würde, ich habe mal vor langer Zeit vor dem Studium Werkzeugmacher gelernt - in der Zeit, wo man mit der Feile ein U-Eisen auf ein 1/100 mm bearbeiten "durfte"), aber selbst das positivste Ergebnis rechtfertigt nicht den Aufwand.

Wenn diese Objektive wirklich noch neu und mit OVP sind, kann man sie bestimmt für einen halbwegs akzeptablen Preis verkaufen.

Und wie auch schon erwähnt, heutige Kameras mit APS-C-Sensoren mit 24 MP stellen Anforderungen an die Objektive, die man damals für utopisch hielt...

janny 04.09.2014 21:34

[QUOTE=duffy2512;1619850
Ich hab jetzt vergeblich im Forum (Objektive usw.) nach Informationen gesucht die mir bei meiner Überlegung helfen, eventuell mit einem Adapter (oder in Eigenregie

/QUOTE]

Adapter gibt es, aber ob es sich lohnt kannst nur selbst entscheiden. Es weis ja keiner welche Ansprüche du hast.

Adapter gibt es hier :
http://www.enjoyyourcamera.com/Objek...::197_209.html

Werner

usch 04.09.2014 23:28

Das MC-Bajonett wurde 1977 durch MD abgelöst, d.h. die Objektive sind mindestens 37 Jahre alt. Wenn sie wirklich im "mint"-Zustand sind, also unbenutzt und originalverpackt, sind das abolute Raritäten und ich würde versuchen, sie an einen Sammler zu verkaufen. Daran herumzufräsen, wäre schon fast Frevel. Sowas kann man mit Objektiven machen, die 40 Jahre in Benutzung waren.

mick232 05.09.2014 00:23

Zitat:

Zitat von usch (Beitrag 1620104)
Sowas kann man mit Objektiven machen, die 40 Jahre in Benutzung waren.

40 Jahre durchgehend in Benützung? Das werden aber nicht sehr viele sein, eventuell sogar noch rarer als welche, die 40 Jahre im Schrank lagen.

usch 05.09.2014 01:18

"Durchgehend" hab ich nicht geschrieben. Wie lange darf ein Objektiv im Schrank liegen, bevor die Benutzung nicht mehr "durchgehend" ist? Einen Monat? Ein Jahr? Fünf Jahre? :?

duffy2512 05.09.2014 06:35

Vielen Herzlichen Dank!!!

Das sind endlich Antworten mit denen man etwas anfangen kann. :top:

Ja ich wenn es Sinn gemacht hätte, hätte des Bajonett entfernt (zerstörungsfrei und einen 100% passgebaues Abbild zum Anschluß an a-Mount hergestellt. (hatte schon eine Idee wie ich die Herausforderung Auflagemaß und punktgenaue Einstellung des Fokuspunktes lösen kann)
Natürlich müßte ich den Blendenstifft mechanisch kürzen, was quasi eine "Zerstörung" bzw einer nicht mehr umkehrbaren Veränderung des Objektives gleichkommen würde.

Ich denke auch, daß der Wert (unbenutz und in der Originalverpackung) sicher für einen
Sammler wertvoller ist als daran herumzuschrauben, wenn das Ergebnis dann nicht das bringt was man von modernen Optiken her kennt. Bevor ich es aber quasi wegschmeiße lasse ich sie so wie sie sind bei mir im Kasten altern. :D

LG PAul


Inzwischen habe ich noch in einer anderen Kiste Eine Dynax 300 Si, eine X-700, mit Winder,und einem Minolta MD 45mm/F2 und ein Minolta 35-135 F3,5-4,5 eine XG-M ,eine SRT101+MC 55/f1,7 Sowie eine mir unbekannte Miranda Senorex gefunden.


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