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prodo 07.03.2014 01:36

Ich kann mich an Zeiten erinnern da kostete ein Ortsgespräch 23 Pfennig. Dafür konnte man solange telefonieren wie man wollte. Später wurde die Taktzeit dann auf acht Minuten begrenzt.

Reiner Zufall 07.03.2014 01:49

Zitat:

Zitat von BeHo (Beitrag 1557100)
Vielleicht sollte man wieder die damaligen Gesprächsgebühren einführen. :cool:

Besser nicht!
Es gab auch eine Zeit, wo uns die Post gnadenlos dabei abgezockt hat:
es waren glaube ich 5 verschiedene Entfernungen und ebenso viele Zeitzonen am Tag und das für ein Gespräch in D!
Hatte damals so eine Art Eieruhr mit einer Art Rechenschieber der dann die tickenden Gebühren anzeigte.

Und Schnurlos-Telefone waren bei Strafe verboten, genau so wie kleine leichte Apparate, die's beim Türken um die Ecke gab, weil nicht vom FTZ geprüft und gestempelt!

Die Zerschlagung des Postmonopols war also in diesem Punkt ein Segen, heute telefoniere ich kostenlos in ein 10.000 km entferntes Land...

Eine Microwelle - ich hatte damals eine der ersten und will mich gar nicht an den Preis erinnern - hatte eine Zulassung der Post dabei, mit der Verpflichtung, Technikern von denen (für Messungen) jederzeit Zugang zu dem Gerät zu ermöglichen (!)...

dergrossekleine 07.03.2014 08:15

Zitat:

Zitat von Reiner Zufall (Beitrag 1557104)
Es gab auch eine Zeit, wo uns die Post gnadenlos dabei abgezockt hat...

Jupp, ISDN-Telefon 550 Mark :roll: Das hatte wenigstens schon einen AB, das Billigste für 350 Mark konnte gar nix, außer telefonieren. Andere waren aber auch nicht besser, eine Stunde "Internet" über AOL kostete 6 Mark, plus Telefongebühren :crazy: Das ganze mit Modem an einem 486-er für 4000 Mark, 8 MB RAM für 500 Mark, damit die Kiste wenigstens ETWAS flüssiger wird :twisted:

Ilkman 07.03.2014 08:18

scheiße was bin ich alt :roll:
wir hatten sogar so ein Ding das Fest an der Wand hing.
Weiter vorne laß ich etwas von Schallplatten.
Meine Tochter bekam einen Plattenspieler von uns zu Weihnachten.
Sie war begeistert voll retro und so.
Nach der Freude kam die Frage : wie bediene ich so ein Ding ?

mittlerweile klappt es :crazy:

bellerophon 07.03.2014 10:10

Zitat:

Zitat von BeHo (Beitrag 1557100)
Die Wählscheibentelefone mit Impulswahlverfahren hatten auch ihre Vorteile.

Man konnte seine Umgebung mit silbernen Wählstäbchen von Tiffany beeindrucken (wenn man sonst schon alles hatte) :top:

bellerophon

Ellersiek 07.03.2014 10:57

Zitat:

Zitat von prodo (Beitrag 1557103)
Ich kann mich an Zeiten erinnern da kostete ein Ortsgespräch 23 Pfennig. Dafür konnte man solange telefonieren wie man wollte. Später wurde die Taktzeit dann auf acht Minuten begrenzt.

Ja, und abends und/oder am Wochenende wurde der Takt auf 12 Minuten verlängert.
Toller Thread: "Amtsleitung", "Nebenstellenanlage", "Pfennig", ...

Damals wurden die Zählerstände im Amt am Monatsende abfotografiert. Die Technik der Ortsvermittlungsstellen füllten ganze Säle, ...

Im HNF (Heinz-Nixdorf-Forum) in Paderborn kann man den Verbindungsaufbau der damaligen Technik (in glaube sogar mit Hebdrehwählern) noch live beobachten.

Das Video hätte ich vor zwei Jahren auch drehen können, als wir mit einer Kinderschar dorthin einen Ausflug gemacht haben.

Gruß
Ralf

steve.hatton 07.03.2014 10:59

Zitat:

Zitat von dergrossekleine (Beitrag 1557124)
Jupp, ISDN-Telefon 550 Mark :roll: Das hatte wenigstens schon einen AB, das Billigste für 350 Mark konnte gar nix, außer telefonieren. Andere waren aber auch nicht besser, eine Stunde "Internet" über AOL kostete 6 Mark, plus Telefongebühren :crazy: Das ganze mit Modem an einem 486-er für 4000 Mark, 8 MB RAM für 500 Mark, damit die Kiste wenigstens ETWAS flüssiger wird :twisted:

Tja, ich glaube ich erinnere mich an sowas wie 4-5 Mark monatlich extra für ein Tastentelefon, da erst war noch ein Wandapparat. und unsere erste Telefonnummer 481. (Was ziemlich genau der Einwohnerzahl des Wohnortes entsprach:shock:

Kleingärtner 07.03.2014 12:04

Zitat:

Zitat von steve.hatton (Beitrag 1557174)
Tja, ich glaube ich erinnere mich an sowas wie 4-5 Mark monatlich extra für ein Tastentelefon, da erst war noch ein Wandapparat. und unsere erste Telefonnummer 481. (Was ziemlich genau der Einwohnerzahl des Wohnortes entsprach:shock:

War Damals ja schon wie Heute; Jeder hatte ein eigenes Telefon..... (Handy) ;)

Fastboy 07.03.2014 12:14

Ich kann mich noch gut erinnern als wir noch gar kein Telefon hatten. Wenn mein Vater seine Mutter anrufen wollt verschwand er mit einem Sack voller Schillingmünzen Richtung Telefonzelle. Dann rief er bei der Nachbarin seiner Mutter an, die holte dann seine Mutter (aus dem Nebenhaus). Dauerte natürlich seine Zeit. Etwa 3-5 Minuten später rief er dann erneut an. Voila; schon hatte er seine Mutter am Apparat. Da war ich öfters mit von der Partie, Münzen nachwerfen...

Erst später bekamen wir ein eigenes Telefon. Ich durfte damals die Farbe des Geräts auswählen, moosgrün… Das war dann ein „Viertel-Anschluss“, wenn einer der anderen drei Teilnehmern telefonierte konnte man nicht erreicht werden oder selber anrufen. Heute sicher unvorstellbar.

Entweder bin ich schon so alt, oder wir waren damals so arm. :roll:

LG
Gerhard

fundiver1971 07.03.2014 12:47

Zitat:

Zitat von Fastboy (Beitrag 1557203)
Das war dann ein „Viertel-Anschluss“, wenn einer der anderen drei Teilnehmern telefonierte konnte man nicht erreicht werden oder selber anrufen. Heute sicher unvorstellbar.

Und das schlimme daran war, dass man selbst auf die Herstellung des Viertel Anschlusses ewig gewartet hatte! Meine Eltern hatten von der Anmeldung bis zur Montage fast zwei Jahre Wartezeit!

Und heute nehmen sich die Leute fast das Leben wenn Whats App ein paar Stunden ausfällt!

BG Gregor


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