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Byronimus 19.12.2013 22:13

Zitat:

Zitat von DerKruemel (Beitrag 1526906)
Bei einem Makro-Objektiv, welches idealerweise auf einem Stativ mit Makroschlitten steht ist der Vorteil nicht gegeben.

Man kann es ja auch Freihand für andere zwecke einsetzen.

weris 19.12.2013 22:23

Das Sigma wäre mir wegen der etwas längeren Brennweite für Makros lieber. Dafür ist es allerdings auch ein wenig größer und schwerer. Probleme mit Sony gibt es bei Sigma immer wieder mit der Kompatibilität bei neuen Kameras. Bei der A77 sollte das keines sein, weil das Objektiv neuer ist als das Kameramodell. Wenn du aber einmal eine A77 Nachfolgerin kaufst, musst du das Objektiv vielleicht zu Sigma einschicken.

Incoe 19.12.2013 23:08

Ich habe auch ein Sigma. Zwar das 150er aber egal. Finde es einfach top! Würde auf jeden Fall zum Sigma raten.
Hatte das Tamron zum testen und hab es aber dann doch nicht genommen.

Millefiorina 19.12.2013 23:37

Bis auf ein Carl Zeiss habe ich ausschliesslich Sigmas und noch nie ein Problem gehabt. Ich habe das 105 er auch und kann es sehr empfehlen.

flywalker 20.12.2013 09:53

vielen Dank für die zahlreichen ANtworten

vorherrschende Meinung scheint für Sigma zu sein

Bikerwaldi 20.12.2013 18:51

Hab auch das 105er :top:
Kann es nur empfehlen !!!

flywalker 24.01.2014 11:41

da ich kein neues Thema anfangen will, mache ich mal hier weiter

Da ich bei uns in der Gegend weit und breit keine Händler habe, bei denen ich die beiden Objektive vergleichen könnte, habe ich das gemacht, was ich normalerweise nicht mag.
Beide zum vergleichen bestellt.
Bei dem Preis wollte ich halt nichts falsch machen.

Ich wollte gerne meine Eindrücke von den beiden Objektiven mit euch teilen.
Achtung das ganze ist rein subjektiv, ohne irgendwelche Messungen oder Vergleiche von Bildern auf Pixelebene.
Dafür gibt es spezielle Webseiten, die sich damit beschäftigen


Der Punkt für Verarbeitung, Haptik, Eindruck der Wertigkeit geht eindeutig auf Sigma.
Man hat das Gefühl, etwas sehr solides und wertiges in der Hand zu halten.
Sogar die Sonnenblende wirkt edel.
Bei Tamron dominiert Plastik. Das ganze wirkt dadurch etwas billiger. Die Verarbeitung ist allerdings ebenfalls Top.
Sigma hat hier aber deutlich die Nase vorn

Grösse:
Tamron wirkt fast schon zu klein und zu schmal für ein 2.8 mit 90mm
Zum Vergleich: der 70-300 USD ist deutlich grösser
Beim Auspacken war ich sogar ein wenig enttäuscht.
Beim Sigma wiederum ist es ganz anders und bestätigt die positiven Eindrücke aus Punkt 1.
In der Praxis allerdings muss man das anders bewerten. Während man mit dem Tamron über längere Zeit ohne Stativ aus der Hand fotografieren kann, wird es bei Sigma wesentlich schneller schwierig. Nach einer gewissen Zeit konnte ich die Kamera nicht mehr ruhig halten um zu fokussieren. Und ich bin nicht gerade klein.
Da für mich die Praxis relevanter ist :) geht der Punkt an Tamron

Köcher
fehlt bei Tamron
bei Sigma dabei
Aber. Kann sein dass ich mir darunter etwas anderes vorgestellt hatte (hatte bisher noch kein Objektiv mit Köcher). Ich dache da kommt nur eine Hüllen-artige Tasche in der Objektivgrösse. Die man als Extra-Schutz für Objektiv verwenden kann und Objektiv damit trotzdem in die Kameratasche legen kann. Weit gefehlt
Das ding ist so gross, dass man den Köcher als Extra Gepäck im Flugzeug aufgeben müsste :D
Ich übertreibe natürlich...
Die Tasche bietet viel Schutz und für Transport des Objektivs bestimmt super geeignet.
Ich für meinen Teil mag es nicht viele kleine Taschen zu haben, sondern nur eine die groß genug ist.
Zum Aufbewahren würde ich den Köcher auch nicht verwenden.
Das kann aber jeder für sich selbst entscheiden.
Für mich hat der Köcher keine Vorteile.
Daher auch kein Punkt an Sigma. An Tamron natürlich auch nicht

Fluchtdistanz.
Es ist mir schleierhaft wie man mit einem 60 mm ein Schmetterling oder irgendwelchen scheuen Insekten Fotografieren kann ohne diese vorher zu betäuben.
Wegen des Wetters musste mein Aquarium als Testobjekt herhalten.
Um Fische, die nur wenige cm von der Scheibe weg sind, musste ich mit dem Tamron fast an die Scheibe ran.
Mit dem Sigma wird es auch kaum besser. Ich vermute man braucht schon mindestens 150 mm um wirklich von einer Fluchtdistanz zu sprechen.
Insofern mit kleinen Vorteilen für Sigma bewerte ich auch dies eher neutral.
-> halber Punkt für Sigma

Spritzwasserschutz
Tamron ja
Sigma nein
bewerte ich trotzdem eher als neutral, da ich das in der Praxis selten relevant finde
-> halber Punkt für Tamron

Bildstabilisator
Sigma ja
Tamron nein (Sony Variante)
Ich muss es allerdings neutral bewerten. Da es für mich eher störend ist, wenn ich permanent daran denken müsste, ob ich den in der Kamera aus oder an habe
Daher wäre der Stabilisator im Objektiv bei mir eher immer aus
Da man aber nie weiß, was die Zukunft bringt: halber Punkt an Sigma

Autofokus (Geschwindigkeit)
Hier geht der Punkt eindeutig an Tamron
Subjektiv empfinde ich den Autofokus von Tamron ca 30% schneller
Ich hatten den auch an schwimmenden Fischen ausprobiert. Hier hat der Tamron noch deutlicher die Nase vorn. Pumpen hatte ich auch so gut wie nie. Bei Sigma wiederum recht häufig.

Fokusgüte (Auto und Manuel)
Hier weiß ich nicht, was ich schreiben soll.
Unter Berücksichtigung der kleinen Schärfentiefe kann man ja nicht ausschließlich scharfe Bilder erwarten.
Achtung vorab. Ich habe natürlich nicht ausschließlich schwimmende Fische fotograffiert. Die waren lediglich ein Insekten-Ersatz zum testen.
Viele unbewegliche Motive waren auch dabei.
Nun. während ich bei Tamron zwischen 30 und 50% "Ausbeute" hatte
Waren es bei Sigma weniger als 10% (wenn überhaupt).
Ich hatte das Sigma sogar stark abgeblendet ( zwischen 8 und 22 mehrere ausprobiert) und manuell mit Fokus Peaking fokussiert. Dabei habe ich festgestellt, dass auch bei einer so kleinen Blende der Fokusbereich nur wenige mm tief ist. Bei einer kleinsten Bewegung ist sofort alles unscharf.
Das scheint mir nicht normal zu sein. Daher will ich das nicht zu Gunsten des Tamron bewerten. Denn man ließt ja viel gutes über das Sigma, also neige ich dazu anzunehmen, das mein Exemplar nicht in Ordnung ist.
Man könnte fas denken, ich hätte vergessen einen der Stabilisatoren auszuschalten.
Habe ich aber nicht. Der am Objektiv war bei Sigma die ganze Zeit aus.
Daher Gilt der letzte Punkt nur für meine Exemplare (an der A77)

Eigentlich müsste ich mein Sigma umtauschen lassen und mit dem neuen Exemplar erneut testen. Aber dann müsste ich auch das tamron zurücksenden, um mein Rückgaberecht nicht verstreichen zu lassen.
außerdem:
Bewerte ich den letzten Punkt neutral, so wähle ich das Tamron. Auch wenn mir Sigma rein äußerlich sehr zusagt, so überwiegen die praktischen Überlegungen und Tamron hat die Nase vorn. Bewertet man die Fokusgüte nicht, so liegen die beiden Objektive praktisch gleich auf. Sigma müsste schon eine viel bessere Fokus-Treffer-Quote aufweisen, damit das wieder kippt

abschließend wiederhole ich noch mal, dass alles oben geschriebene rein subjektiv ist ohne Messungen und genaue Vergleiche
Trotzdem hoffe ich, dass es für manche, die vor der gleichen Kaufentscheidung stehen, hilfreich sein könnte

Brainpiercing 31.01.2014 02:27

Zitat:

Zitat von flywalker (Beitrag 1540767)
da ich kein neues Thema anfangen will, mache ich mal hier weiter

*SNIP*
abschließend wiederhole ich noch mal, dass alles oben geschriebene rein subjektiv ist ohne Messungen und genaue Vergleiche
Trotzdem hoffe ich, dass es für manche, die vor der gleichen Kaufentscheidung stehen, hilfreich sein könnte

Das ist interessant. Ich hatte mich aufgrund der vielen guten Bewertungen für das Sigma entschieden, kann aber immerhin die AF-Probleme bestätigen. Die Fotos sind, das muss man einfach sagen, über jeden Zweifel erhaben, wenn der Fokus denn sitzt, und man das Ding ruhig gehalten hat. Schnell bewegliche Insekten habe ich noch gar nicht probiert, leider.

Ich bin übrigens in der Regel zu faul den SSS in der Kamera auszuschalten, und bemerkte trotzdem Vorteile dabei, den optischen Stabilisator am Objektiv anzulassen. YMMV.

Überbelichter 05.02.2014 00:38

Zitat:

Zitat von Byronimus (Beitrag 1526863)
Der Vorteil ist das stabilisierte Sucherbild.

So ist es.

Zitat:

Zitat von DerKruemel (Beitrag 1526906)
Bei einem Makro-Objektiv, welches idealerweise auf einem Stativ mit Makroschlitten steht ist der Vorteil nicht gegeben.

Und weil wir all nur unter Idealbedingungen und vom Stativ aus fotografieren, können wir dem TE gleich zu einem voll manuellem Makro von vor 30 Jahren raten. Die Bildqualität ist sicherlich ähnlich. ;)

Zitat:

Zitat von Byronimus (Beitrag 1526922)
Man kann es ja auch Freihand für andere zwecke einsetzen.

Ketzerei! :D

Zum AF:
Bei Makro-Aufnahmen ist dieser kaum zu gebrauchen. Auf dem Stativ stelle ich manuell scharf, wenn ich aus der Hand fotografiere stelle ich auf die Naheinstellgrenze und bewege die Kamera vor und zurück, bis das scharf ist, was ich scharf haben möchte.

Zum Köcher:
In einer Zeit wo alle Hersteller an der Ausstattung sparen und GeLis für teures Geld nachgekauft werden müssen würde ich den Köcher von Sigma nicht als "neutral" bewerten. Ich nehme de Köcher nicht auf Foto-Touren mit, wenn ich aber verreise ist es mir lieber das Objektiv im Köcher, im Gepäck, zu haben, als es unter den Sachen/Kleidung zu verstauen.


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